Funktioniert CoWorking nur in der Stadt?
Gerade habe ich einen sehr interessanten Artikel gelesen, in dem sich Steffen Greschner auf xpolitics.de mit dem Thema CoWorking auf dem Land auseinandersetzt.
Zunächst hörte sich das für mich wie ein Widerspruch an. CoWorking-Space kenne ich nur aus großen Städten und ihr Geschäftsmodell schien mir auch nur dort zu greifen.
Doch Steffen Greschner hat in seinem Artikel einige interessante Aspekte aufgeworfen, wonach es gerade im Zuge der Homeofficierung unserer Arbeitswelt, besonders im ländlichen Raum viel Sinn machen würde, solche CoWorking-Spaces zu haben.
Ein mögliches Szenario könnte folgendes sein: Ein Mitarbeiter einer Internet-Firma lebt mit seiner Familie vor den Toren einer großen Stadt. Jeden Tag muss er in die Stadt reinpendeln. Was sowohl für das Familienleben und den Geldbeutel, wie auch für die Umwelt negativ ist. Als Alternative zum täglichen Reinpendeln, hat sich hier das Homeoffice durchaus etabliert. Doch sind die Arbeitsbedingungen zuhause auch nicht immer optimal. Zum einen fehlt es oft an solchen Dingen wie einer Flipchart, einem Kopierer etc., aber auch die Wahrscheinlichkeit von seinem Privatleben von der Arbeit abgelenkt zu werden, ist recht hoch. Da wäre doch so eine Arbeitsplatz im Ort, mit der passenden Infrastruktur und Arbeitsatomsphäre eine interessante Alternative.
Nur wie sieht es mit dem Geschäftsmodell für ein solchen CoWorking-Space auf dem Land aus? Keine Ahnung, ob sich das für ein privatwirtschaftliches Unternehmen lohnen würde? Aber warum nicht für kleine Städte oder Gemeinden? Die sind doch immer auf der Suche nach Standortvorteilen…
Laut Steffen Greschner sind sie da in der Schweiz schon etwas weiter … aber das und mehr, empfehle ich direkt in seinem Artikel zu lesen.
von Matthias Zellmer
Podcast über Alternativitäten
Gestern ist auf digitalesgrundrauschen.de ein Podcast zum Thema Alternativitäten erschienen. Der Podcast ist vor ein paar Tagen von Andreas Zeitler aufgezeichnet worden und u.a. habe ich dort über alternatives Leben und Arbeiten gesprochen. Zudem wurde der Stuttgarter CoWorking Space Coworking0711 vorgestellt.
Wer sich darüber informieren möchte, wie ich derzeit lebe und arbeite, kann sich ja diesen Podcast mal anhören ;-)
von Matthias Zellmer
Besuch bei Coworking0711
Seit einem Monat gibt es in Stuttgart einen Coworking-Space. Und seit einem Monat hatte ich mir vorgenommen, die paar Meter vom Hauptbahnhof mal rüberzulaufen, um mich da mal umzuschauen. Gestern habe ich es endlich mal gewagt.
Ein Coworking-Space ist ein Ort, der Menschen, die ansonsten vielleicht immerzu alleine zuhause vor sich hinarbeiten würden, Raum, Infrastruktur und andere Menschen um sich rum bietet. Aber auch z.B. mal einen großen Besprechnungsraum. Das Ganze zeitweise oder aber auch dauerhaft. Der in Stuttgart heißt übrigens Coworking0711.
Gegründet wurde Coworking0711 von Felicia Copaciu und Harald Amelung. Letzterer hat hierzu im Sommer letzten Jahres eine Initiative ins Leben gerufen. Und schneller als ich es damals für möglich gehalten habe, ging das Projekt Anfang März diesen Jahres an den Start. Eine respektabel Leistung und in jedem Fall eine Bereicherung für Stuttgart.
Die Atmosphäre im Stuttgarter CoworkingSpace hat mir ziemlich gut gefallen. Während ich dort war, hat das gute Halbe-Dutzend Coworker zumeist konzentriert gearbeitet. Aber es wurde auch mal zwischen drin etwas geplaudert und die Mittagspausenzeit habe einige von ihnen gemeinsam im großzügigen Gemeinschaftsraum mit kleiner Kücheecke zusammengesessen. Und wenn jetzt noch ein paar Bilder an die Wände kommen, die ersten Gespräche mit Künstlern wegen einer Wechselausstellung hat es schon gegeben, dann wird das Coworking0711 bestimmt auch noch ein lauschiges Plätzchen.
Das Coworking0711 findet ihr übrigens in der Heilbronnerstr. 7 in Stuttgart im H7 im 2.Stock … nur falls jetzt jemand Lust auf weniger Einsamkeit beim selbständigen Schaffen bekommen hat.
von Matthias Zellmer
Coworking in Stuttgart nimmt Gestalt an
Seit Anbeginn begleite ich das Coworking-Projekt in Stuttgart mit sehr viel Wohlwollen und freue mich daran, dass es wächst, gedeiht und immer mehr Gestalt annimmt. Die Leute um den Initiator Harald Amelung sind derzeit nicht nur fleißig dabei für ihr Projekt zu trommeln und Business-Pläne zu schreiben, sondern auch aktiv auf der Suche nach einem geeigneten Ort für einen solchen Coworking-Space.
Und da das Projekt seit Anfang an für jedermann und jederfrau offen stand, sind nun auch alle in Stuttgart an Coworking Interessierten dazu eingeladen, ein potentielles Objekt selbst einmal in Augenschein zu nehmen. Dazu hat die Initiative am kommenden Mittwoch, den 13.01.2010, um 16:30 Uhr in das ehemalige Möbelhaus von Möbel-Beck in der Hauptstätter Straße 111 eingeladen. Treffpunkt ist im Hinterhof.
Im Ankündigungsbeitrag auf der Projekt-Website coworking-stuttgart.de heißt es erläuternd zu dem Objekt:
Auf dem Gelände von ehemals Möbel-Beck in der Hauptstätter Str. 111 soll ein neues Kreativzentrum mit Räumen für Musiker, Künstler & Co. entstehen und hier hätten auch wir die Möglichkeit, mit unserem Coworkingspace einzuziehen. Es handelt sich wie gesagt um ein ehemaliges Möbelhaus, die Raumgestaltung ist offen und kann flexibel nach unseren Bedürfnissen angepasst werden und die Räume sind hoch, bieten also Raum zur Entfaltung ;) Die Lage ist zentrumsnah und das Objekt ist per Auto gut zu erreichen, ebenso wie per ÖPNV (Haltestellen Marienplatz oder Österreichischer Platz bzw. Bushaltestellen in der Nähe), Parkplätze sind im Hof kostenlos verfügbar. Im gesamten Objekt sollen noch weitere Kreative ihren Platz finden, eine Cafeteria ist geplant und Platz für Veranstaltungen soll es auch geben.
Wer nun neugierig geworden ist, ob auf das alte Möbelhaus oder auch die Coworking-Initiative, sollte sich diesen Termin nicht entgehen lassen.
von Matthias Zellmer




