cuil doch nicht so cool

Die Suchmaschine cuil, die zum Zeitpunkt ihres Launches schon als Google-Konkurrenz gehandelt wurde, steht immer wieder in der Kritik. Zunächst, weil sie kurz nach dem Launch nicht in der Lage war, aus ihrem riesigen Seiten-Index die entsprechenden Ergebnisse auf eine Anfrage zu liefern.
Aktuell gibt das Indizierungsverhalten von cuil Anlass zur Kritik: TechCrunch hat erfahren, dass der Cuil-Robot – Twiceler – beim Indizieren einer Seite enormen Traffic erzeugt. So viel, dass die Seite unter Umständen in die Knie gezwungen wird.
Auch andere Website-Betreiber berichten im Forum von Admin Zone über ähnliche Vorfälle. In einem Fall hat Twiceler beispielsweise einer Site 70.000 Besuche im Monat abgestattet.
Angeblich soll der Cuil-Robot sogar versuchen, Seiten zu indizieren, die nicht existieren – wodurch der Seiten-Index aufgebläht wird. Entspricht dies der Wahrheit, so kann sich cuil zukünftig auch nicht mehr auf seinem Index ausruhen, der angeblich größer als der von Google sein soll.
via techcrunch.com
von Katrin Schneider
Web-Suche – es tut sich was

Aktuell tut sich einiges im Bereich der Suchmaschinen. Während Google sein Produktsortiment kontinuierlich ausweitet, gibt es zunehmend Konkurrenz im Bereich seines Kerngeschäfts – der Web-Suche.
Bereits Anfang Juli hat Yahoo mit BOSS eine API herausgegeben, über die auf den Yahoo-Such-Index zugegriffen werden kann. Die gelieferten Suchergebnisse können völlig frei weiter verwertet werden. Nur zehn Tage nach Veröffentlichung von BOSS hat mit SearchCloud eine Applikation gelauncht, die genau dies tut. Bei SearchCloud kann der User mehrere Suchworte eingeben und den einzelnen Worten über verschiedene Schriftgrößen entsprechende Relevanzen zugeweisen.
Auch ehemalige Google-Mitarbeiter haben eine neue Suchmaschine auf den Markt gebracht: cuil. Die Macher von cuil behaupten, nahezu drei mal so viele Seiten zu indizieren wie Google es tut. Doch verfolgt man die cuil-Tests diverser Blogger, so scheinen die Suchergebnisse nicht wirklich befriedigend zu sein. Allerdings sticht die Aufbereitung der Suchergebnisse ins Auge – diese besitzt Potential. Die Ergebnisse werden nicht einfach textuell aufgereiht dargestellt, sondern organisiert in drei Spalten, angereichert mit Bildern und zum Suchbegriff passenden Kategorien.
SearchCloud und cuil sind nur zwei Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit für alternative Suchmaschinen neben dem Giganten Google. Da sind auch noch alt eingesessene Konkurrenten wie die live-Suche von Microsoft und (noch) Yahoo. Es gibt aber auch zahlreiche neue Suchmaschinen, die alternative Ansätze verfolgen: visuelle Suchmaschinen wie viewzi oder semantische Web-Suchen wie zum Beispiel Powerset.
Es wird spannend zu sehen, welche Web-Suchen und Ansätze sich halten können bzw. durchsetzen werden. Ob Google Marktfüherer bleiben wird?
von Katrin Schneider
















