Archiv des Schlagworts "Daten-Austausch"
ownCloud – die Cloud auf dem eigenen Server
Die Cloud ist ja schon länger ein fast schon mystische Internet-Phänomen. Nicht nur jede Firma, die etwas auf sich hält, sondern auch viele Privatpersonen nutzen inzwischen Cloud-Computing. Besonders beliebt sind dabei Netzwerk-Dateisysteme, wie etwa die Dropbox. Ein zentraler Nachteil der meisten Cloud-Dienste: Man muss dem Anbieter vertrauen, wenn man seine zum Teil sensiblen Daten auf deren Server hochlädt.
Und hier setzt ownCloud an. Bei vergleichbarem Funktionsumfang wie Dropbox, ist der zentrale Unterschied von ownCloud, dass man es auf den eigenen Servern betreibt. Weitere Features von ownCloud:
ownCloud integriert sich nahtlos in existierende Benutzerverzeichnisse, Sicherheits-, Monitoring-, Backup- und Provisionierungssysteme. Damit wird ownCloud integraler Bestandteil Ihrer bereits vorhandenen IT-Infrastruktur.
ownCloud nutzt offene Standards und veröffentlicht den Quellcode. Dadurch sind Plug-Ins vorhanden, um ownCloud an LDAP-Verzeichnisse und Active Directory anzubinden, um Versionierung und Sharing von Dateien zu ermöglichen oder um externe Filesysteme zu mounten. Wenn eine benötigte Applikation oder Funktion nicht vorhanden ist, kann der Anwender jederzeit selbst ein entsprechendes Plug-In entwickeln.
Wer seine Dropbox also nicht mehr missen möchte, jedoch immer ein etwas mulmiges Gefühl dabei hat, seine Daten auf fremden Servern liegen zu haben, sollte sich mal mit ownCloud beschäftigen.
von Matthias Zellmer
Pflichtablieferung an Nationalbibliothek relativiert
Wie heise.de gestern berichtet wurde im Bezug auf die Pflichtablieferung von im Web publizierten Inhalten an Nationalbibliothek nun doch mal der Verstand bemüht und die Nutzung der vorhandenen technischen Möglichkeiten ins Auge gefasst:
Die Netzgemeinde kann aufatmen, denn die Bibliothek wird Blogs, Foren und Websites mit statischen Inhalten nur automatisiert über einen eigenen Crawler erfassen und archivieren.
Damit ist meine Welt wieder etwas mehr in Ordnung.
von Matthias Zellmer
Nationalbibliothek sollte Feeds abonnieren
In meiner Zeit in der Studierendevertretung der Fachhochschule Gießen-Friedberg haben wir eine kleine Zeitung für unsere Kommilitonen herausgegeben. Damals lernte ich auch die Deutsche Nationalbibliothek kennen. Wir mussten ihr damals von jeder Ausgabe auch ein Exemplar zukommen lassen. Wir hatten ein Sekretariatskraft, die das dann für uns zuverlässig übernommen hat. Das war im Prinzip auch ganz einfach und schnell gemacht. Heft nehmen, eintüten, adressieren und ab zur Post. Fertig.
Doch was jetzt auf uns … und wohl auch auf die Nationalbibliothek … zukommt, das ist wohl nicht so einfach. Laut einer Verordnung der Bundesregierung sind Website-Betreiber seit gestern verpflichtet, dort Kopien ihres Online-Angebotes abzuliefern. Entgegengenommen werden PDF- und Zip-Dateien. Theoretisch machen sich Website-Betreiber strafbar, wenn sie dieser Abgabe-Pflicht nicht nachkommen. Laut Spiegel Online weiß man “bei der DNB selbst noch nicht so genau, wie das alles funktionieren und organisiert werden soll”.
Für mich hört sich das alles ein bisschen “Old-School” an. Sollen sie doch lieber alle Website-Betreiber verpflichten, ihre relevanten Inhalte als RSS-Feed anzubieten. Diesen könnte die Nationalbibliothek dann abonnieren und alles würde automatisiert ablaufen. Zudem würde eine solche, bei vielen Website notwendige Umstellung eben diesen sicher gut tun … von wegen Trennung von Inhalt und Layout und so. Aber wahrscheinlich habe ich in diesem Zusammenhang wieder mal irgendwas nicht richtig bedacht. Aber da scheine ich ja nicht der Einzige zu sein.
von Matthias Zellmer
Dropbox – komfortabel Daten via Web synchronisieren
Immer häufiger fiel mir in letzter Zeit beim Überfliegen der Tweets meiner Twitter-Friends der Begriff Dropbox ins Auge. Neugierig wie ich nun mal bin, bemühte ich am vergangenen Wochenende in einer stillen Stunde Google, mir bei der Klärung der Frage zu helfen:
Ganz kurz gesagt, ist es eine weitere Festplatte im Netz. Davon gibt es inzwischen einige. Aber bisher habe ich alle verschmäht, da ich im Bedarfsfall einfach einen passwortgeschützten Ordner auf meinem Webspace verwendet habe.
Nach ein paar Tagen im Einsatz habe ich den für mich entscheidenden Unterschied zu meiner bisherigen Lösung entdeckt: Die unglaublich komfortable Synchronisation der Daten.
Ich habe die Dropbox-Software auf meinem MacBook zuhause und meinem Windows-PC im Büro installiert … gibt es auch für Linux. Auf beiden Systemen erscheint danach ein neuer Ordner “My Dropbox”. Wie in jeden anderen Ordner kann ich dort Dateien aller Art hineinschieben und fertig. Diese Dateien kann ich danach sofort auch auf jedem anderen System abrufen, auf dem ich meine Dropbox eingerichtet habe. Zudem auch über ein Web-Interface im Browser. Einfacher geht es meiner Ansicht nach nicht.
Andere Features, wie der “Public”-Ordner, in dem ich Dateien ablegen kann, um sie dann über eine URL mit anderen auszutauschen oder die Möglichkeit über Dropbox digitale Fotoalben zu veröffentlichen, finde ich nett. Aber sie würden nicht ausreichen, um einen solchen Dienst bei mir zu etablieren.
Auf getdropbox.com gibt nicht nur die Dropbox-Software, sondern auch ein informatives Video bzw. eine Quick-Tour zu Dropbox, sowie das Login zum Web-Interface. Ist man Dropbox-Nutzer kann auch dauerhaft eingeloggt bleiben, um über die selbe Adresse auf seine in der Dropbox abgelegten Daten zuzugreifen.
Was ich mir jetzt noch wünschen würde, wäre, dass ich Dropbox auf meinem eigenen Server installieren könnte. Denn wirklich sensible Daten würde ich meiner Dropbox nicht so gerne anvertrauen.
Update: Ganz vergessen … die Nutzung von Dropbox ist kostenlos.
von Matthias Zellmer
Sweetcron – eigenen Output im Web auf eigener Website darstellen
Bloggen, Microblogging, Social Bookmarking, Social Networking, Social Media Publishing und so weiter und so fort. Immer mehr eigene Inhalte verteilen sich im Web. Um den persönlichen digitalen Output wieder auf einer Seite zusammenzuführen, haben sich solche Dienste wie friendfeed oder lifestream.fm etabliert. Bei diesen Diensten ist es möglich einen Account anzulegen und dort alles chronologisch darzustellen zu lassen, was man so im Web so von sich gibt, was man irgendwo sammelt oder favorisiert. Voraussetzung es muss in aller Regel auch via RSS-Feed abrufbar sein. Aber das ist inzwischen bei fast allem so … im Web2.0.
Dem Lifestreaming hat sich auch Sweetcron verschrieben. Mit dem Unterschied, dass man Sweetcron kein Dienst ist, sondern auf dem eigenen Webserver läuft. Macht Sinn: Meine Inhalte auf meiner Website, unter meiner Domain. Und … wenn man will … mit dem eigenen Layout.
Ein Beispiel für eine Sweetcron-Implementierung findet man bei Yongfook, dem Entwickler von Sweetcron.
Neugierig geworden? Weiterlesen im Upload-Magazin bzw. auch im Dr. Web Magazin Weblog.
von Matthias Zellmer
Simple-fax nicht mehr simple und auch nicht mehr kostenlos
Im August des vergangenen Jahres hab ich hier im Netzlogbuch von simple-fax.de berichtet. Der damals sehr einfache und kostenlose Dienst ist nun erstens nicht mehr kostenlos und zweitens muss man sich zu dessen Nutzung registrieren. Wodurch ich ihn auch nicht mehr als “simple” bezeichnen würde.
Nichtsdestotrotz ist es immer noch ganz praktisch dass es einen solchen Dienst gibt. Wer hat heute noch ein Fax zuhause? Im Büro ja, aber zuhause? Wenn man dann doch mal in die Verlegenheit kommt, ein Fax versenden zu müssen, dann ist so ein Web-Dienst doch ganz praktisch. Und mit 7 Cent ins deutsche Festnetz durchaus angemessen bepreist. Nur warum muss man sich dazu registrieren?
von Matthias Zellmer
Was ist Web2.0? Ein Beispiel …

Blogger wollen, dass ihre Blogs gelesen werden. Dazu nutzen sie das weltweite Netzwerk der Blogger-Gemeinschaft: die Blogosphäre. Ich auch. Doch schlichtes Zitieren in den eigenen Beiträgen ist zwar immer noch weit verbreitet, aber inzwischen gibt es einige andere interessante Möglichkeiten, wie sich Inhalte verbreiten lassen.
Ein konkretes Beispiel:
Gestern hat Markus Spath auf dem Blog netzwertig.com den Artikel Location Based Services: Der Yahoo Fire Eagle ist gelandet veröffentlicht.
Wie einige dutzend andere RSS-Feeds habe ich auch den Feed von netzwertig.com in meinem Google Reader abonniert und dort auch den oben genannten Beitrag gelesen. Im Google Reader ist es möglich die Beiträge Anderen mit einem Klick weiterzuempfehlen. Die nach und nach von mir empfohlenen Beiträgen sind dann auf einer automatisch vom Google Reader erstellten Seite einzusehen. Parallel ist diese Seite selbst auch wieder als RSS-Feed abonnierbar.
Mit twitterfeed gibt es einen interessanten Web-Dienst, der es möglich macht, die neuen Beiträge eines jeden beliebigen RSS-Feeds in seinem Twitter-Account veröffentlichen zu lassen. Einmal eingerichtet, tut er dies automatisch. Da es auch für das Netzlogbuch einen Twitter-Account gibt, habe ich es so eingerichtet, dass alle von mir per Google Reader empfohlenen Beiträge via twitterfeed automatisch auch im Netzlogbuch-Twitter-Account als Lese-Empfehlung veröffentlicht werden.
Jeder Twitter-Account ist nun auch wieder als RSS-Feed abonnierbar. Das haben wir uns beim Netzlogbuch zu nutze gemacht und geben diesen Twitter-Feed via WordPress-Plugin im Bereich “By the way” in der rechten Spalte des Netzlogbuch aus … zusammen mit den anderen unserer so genannten Tweets.
Auf diese Weise bekomme ich nicht nur mit einem Klick, die von mir gerne gelesenen Beiträge als Empfehlung auf das Netzlogbuch, sondern gleichzeitig auch auf Twitter und zudem auch noch auf sonstige Dienste, wie z.B. friendfeed oder lifestream.fm.
Das ist für mich (auch) Web2.0 …
von Matthias Zellmer
Livley – Googles Welt
Vergangenen Mittwoch hat auch Google unter dem Namen Lively eine virtuelle Welt veröffentlicht. Lively wurde wie so viele andere Google-Produkte im Rahmen der 20%-Zeit geschaffen. Sofort nachdem Lively gelauncht war, wurde auch schon der Vergleich mit Second life bemüht. Ein Vergleich, der zwangsläufig kommen musste … und leider (noch) etwas hinkt.
Lively ist nämlich keine zusammenhängende Welt, sondern setzt sich aus Räumen zusammen. Durch diese Räume … sorry: Rooms … kann man sich bewegen und dort mit anderen kommunizieren. Diese soziale Komponente … wie sollte es in Zeiten des Web2.0 auch anders sein … darf natürlich eben so wenig fehlen, wie dass man zusätzlich Kontakte z.B. aus Picasa und YouTube übernehmen kann.
Das ist aber nicht die einzige Schnittstelle zu anderen Web-Anwendungen. Auch Avatare aus Second life können in Lively genutzt werden, da es den Second-life-Machern von Linden Labs in Zusammenarbeit mit IBM gelungen ist, die dort kreierten Avatare auch für andere 3D-Welten verfügbar zu machen. Und damit wird ein weiteres Mal deutlich, dass es sich bei Interoperabilität und vor allem bei Data Portability um mehr als aktuelle Web-Trends handelt. Sie sind zentraler Bestandteil der “nächsten Ausbaustufe” des Webs. Da bin ich mir sicher …
Leider konnte ich mich in Lively bisher noch nicht richtig einrichten, aber wenn ich Zeit und Muse finde, dies zu tun, werde ich hier berichten …
Auch via thenextweb.org
von Matthias Zellmer
Yahoo! verspricht via BOSS innovatives Sucherlebnis
Seit heute stellt Yahoo! Betreibern von Webangeboten die innovative Such-Schnittstelle BOSS zur Nutzung zur Verfügung.
BOSS steht dabei für “Build Your Own Search Engine” und über diese API kann die auf den gesamten Yahoo-Such-Index zugegriffen werden. Die Nutzer von BOSS erhalten bis zu 50 Ergebnisse der Yahoo-Suche im XML- oder JSON-Format und können diese Daten (fast) beliebig weiterverwenden. D.h. Yahoo” muss nicht als Lieferant der Suchergebnisse genannt werden … aber es müssen Yahoo!-Ads in unmittelbarer Nähe angezeigt werden.
Die Web-Suche wird damit zu einem Web-Service … d.h. im Klartext: Auf Basis des Crawling ,der Indizierung, des Ranking und des Relevanz-Algorithmus von Yahoo kann jeder seine eigene Suchmaschine bauen und hat gegenüber bisherigen Modellen den Vorteil die Anzeige der Suchergebnisse komplett ans eigene Layout anzupassen und mit eigenen Inhalten zu versehen.
Weiter zeigt BOSS, dass es im Web einen eindeutigen Trend Loslösen und Austauschen von Daten gibt. Oder um es in Anleihe an Jeff Javis zu sagen:
Do what you do best, and link to the rest
Via techcrunch.com
von Matthias Zellmer







