Widgets für Soziale Netzwerke entwickeln

Anfang des Monats hat Google mit einem ungewöhnlichen Event sein neuestes Projekt vorgestellt: OpenSocial. Neben Orkut und iGoogle reiht sich OpenSocial in die sozialen Aktivitäten von Google ein.
OpenSocial beschäftigt sich mit der Distribution von Widgets für Soziale Netzwerke. Bisher musste ein Widget für jedes Netzwerk an dessen spezifische API angepasst werden. Nun genügt ein Widget für OpenSocial, welches anschließend nahtlos in die Netzwerke der Partner eingebunden werden kann. Der prominenteste Partner dürfte MySpace sein, aber auch Bebo, Xing, Hi5 und viele andere sind mit von der Partie.
Der Name OpenSocial impliziert, dass die Netzwerke untereinander kommunizieren können. Doch eigentlich ist OpenSocial eine Erleichterung für Entwickler. Diese müssen nur noch ein Widget – in den bekannten Standard Web Programmiersprachen Javascript und HTML – schreiben, müssen also nur noch OpenSocial statt unzähliger APIs beherrschen.
Technisch gesehen beinhaltet OpenSocial drei APIs, über die der Entwickler Zugang zu den Profildaten und Aktivitäten eines Users und allen anderen, öffentlichen, über ATOM adressierbaren Inhalten erhält.
Neben der Bereitstellung der APIs hat sich Google auch mit der Vernetzung von Netzwerken beschäftigt. Scheinbar plant Google die Speicherung aller, zu einem User im Internet vorhandener Daten. Inklusive Daten aus Soziale Netzwerken und Google Produkten. Weiterhin ist angedacht, diese Daten zu veröffentlichen: Entwickler sollen Zugriff auf die gesammelten Daten erhalten, um soziale Applikationen für beliebige Dienste schreiben zu können.
Wie sind diese Pläne mit den geltenden Datenschutzgesetzen vereinbar? Aktuell wohl noch gar nicht. Aber auch hier hat Google ein Ass im Ärmel: Peter Fleischer, oberster Datenschutzbeauftragter bei Google, hat eine Diskussion über globale Datenschutzgesetzte ins Rollen gebracht. Und da Google diese Debatte initiiert hat, hofft man, bei den neuen Gesetzen ein gewisses Mitsprecherecht zu erhalten.
Es bleibt also abzuwarten, wie das Ringen um die Datenschutzgesetze enden wird und wie gläsern der Internetuser durch Google in Zukunft erscheinen wird.
von Katrin Schneider
















