pixlr, Online-Bildbearbeitung auf Speed

Gestern war ich auf der Suche nach einem brauchbaren UND kostenlosen Grafikeditor für OSX. Leider ist das Ergebnis ausgesprochen nüchtern ausgefallen. Mit Ausnahme von GIMP, das mir eigentlich schon zu überladen ist, konnte mich kein Tool wirklich überzeugen.
Da liegt es natürlich nahe, sich mal bei der Webdiensten umzuschauen. Online-Bildbearbeitung gibt es mittlerweile ja haufenweise: Picnik, FotoFlexer, Phixr und wie sie nicht alle heißen waren mir bisher aber immer zu glossy und verspielt, was sicherlich daran liegt, dass Grafikdesigner und deren Arbeitsweise nicht gerade im Fokus dieser Dienste stehen. Photoshop.com dagegen ist meiner Meinung nach lahm und irgendwie zu “ganzheitlich”. Warum muss Bildbearbeitung immer in Kombination mit einer aufgeblähten Bildverwaltung daherkommen?
Einen anderen Weg beschreitet da pixlr. Der Editor, für dessen Nutzung keine Anmeldung erforderlich ist, besticht durch ein übersichtliches und sauber aufgebautes Interface, das mit seinen schwebenden Paletten an das Bedienkonzept professioneller Grafikprogramme anknüpft. Pixlr unterstützt Ebenentransparenz, einige Ebeneneffekte und -modi, bietet Effekt- und Einstellungsfilter und eine rudimentäre Textfunktion für die ich mir dringend ein besseres Antialiasing wünschen würde. Das alles ist für sich genommen sicher nichts Spektakuläres, funktioniert aber derart flüssig und smooth dass es eine wahre Freude ist - sogar einige der gewohnten Tastaturkürzel wurden implementiert.

Ein absolutes Killerfeature für alle Nutzer des Flash10-Plugins ist jedoch die Möglichkeit Bilddateien zu bearbeiten, ohne diese vorher Uploaden zu müssen. Ein immerhin 5 MB großes Digitalfoto ließ sich ohne erkennbare Verzögerung öffnen und direkt bearbeiten. Sauber. Damit gehört das bisher größte Manko sämtlicher Online-Editoren endlich der Vergangenheit an.
Sicherlich gibt es noch einige Dinge zu verbessern, die Unterstützung der OS-Zwischenablage ist hier besonders wichtig und ein brauchbarer Weichzeichner wäre sicherlich auch nicht verkehrt.
Der erste Eindruck von pixlr ist dennoch durchweg positiv. Gut gemacht und weiter so.
von Artur Richter
Coole Lampen – auch zum Mitnehmen
Link: www.youtube.com
Die Nomad Light Molecules sind ein cooles Lampen-Konzept. Die Basis-Lampe sieht schon ganz fein aus, aber man kann Einzelteile davon sogar abmachen und mitnehmen. Sie leuchten dann für gut eine Stunde einfach weiter. Wenn den Lampen-Teilen auf Reise die Energie ausgeht, dann werden erst mal rot und dann weiß man, dass sie wieder zur Rest-Lampe zurück wollen.
Via gizmodo.de
von Matthias Zellmer
Designskins – Geräte aufhübschen
In den aktuellen Startup-Charts von yeebase.de habe ich auf Platz 97 designskins.com von DeinDesign entdeckt. Dort kann man speziell auf bestimme Geräte zugeschnittene Design-Folien kaufen. Man hat die Möglichkeit aus bestehenden Designs auszuwählen oder mittels Online-Konfigurator ein eigenes Design erstellen. Ein Beispiel gefällig:
In der Produktinfo zu dem Beispiel oben steht:
Dieser DesignSkin wird individuell für dich angefertigt und passgenau auf das ausgewählte Gerät zugeschnitten. Damit dein bestes Stück und das Motiv vor hässlichen Kratzern geschützt sind, wird der DesignSkin mit einer hochglänzenden Schutzschicht versiegelt. Zur Herstellung unserer DesignSkins verwenden wir eine spezielle Vinylfolie mit Luftkanälen in der Klebestruktur. Dadurch lässt sich dein DesignSkin einfach und blasenfrei verkleben.
Hört sich nach einem schlüssigen Konzept an. Muss mich wohl in der Winterpause mal mit dem Thema MacBook aufhübschen beschäftigen …
von Matthias Zellmer
Was zum Teufel ist User Experience?

Mein Telefon braucht nicht schön zu sein oder so. Man muss damit Telefonieren können … Punkt aus! –– Okay, dann können wir ihr jetziges Gerät ja gegen ein baugleiches mit einem rosa Plüsch-Bezug austauschen. –– Sind sie verrückt! Sowas kommt mir nicht ins Haus!
Dieses fiktive Gespräch habe ich so ähnlich mal auf einer Veranstaltung zum Thema Usability in einem Vortrag über User Experience (UX) gehört. Es ist etwas überspitzt formuliert, da es als Anekdote eine Art “Hallo-Wach!”-Effekt bei den Zuhörern haben sollte. Aber es zeigt schon mal, dass UX nicht mit einem hübschen Design gleichzusetzen ist.
Hinter UX steht ein breiter interdisziplinärer Ansatz. Wenn eine Website als Beispiel optisch gefällt, dann ist das der UX erst einmal nicht abträglich. Aber das Bemühen um eine optisch ansprechende Website kann wiederum der Usability abträglich sein. Wenn etwa durch ein in der CI festgeschriebenes Gestaltungsraster inhaltlich zusammenhängenden Elementen nicht zusammen dargestellt werden können, dann kann dies die Gebrauchstauglichkeit, aber auch die Gebrauchsfreude einschränken, weil man dadurch einfach nicht zu Potte kommt. Und wenn auf der anderen Seite eine gut bedienbare Website die Augen quält, dann macht deren Nutzung auch kein Spaß.
UX steht also sowohl mit der Usability wie auch mit der Gestaltung in einem direkten Zusammenhang. Aber auch solche Aspekte, wie die Reaktionszeit beim Seitenaufbau, der angemessene Einsatz von multimedialen Elementen und natürlich auch von Werbeelementen stehen in einem Kontext mit der UX.
Im Kern geht es bei der UX im Web-Bereich um eine gute … ein besseres bzw. wertfreieres Wort fällt mir dazu nicht ein … also um eine gute Gestaltung von User Interfaces. Denn nichts anderes sind moderne Webseiten in der Regel. Aber “gut” ist hier auch im Sinne von zielführend und dem Nutzer einen Mehrwert bietend gemeint. Denn der oft im der UX in Verbindung gebrachte “Joy of Use” sollte nicht unbedingt als Spaß an der Nutzung missverstanden werden. Es kann auch sehr befriedigend sein, wenn man einfach nur schnell an eine gesuchte Information kommt.
Wie schlecht sich die UX in ein Bewertungsraster pressen lässt, zeigt auch ein schöner Spruch, der im Bezug darauf die Runde macht:
Listen to your users, but ignore what they say.
Heißt: Deine Nutzer werden dir nicht sagen können, was sie im Bezug auf deine Website von dir erwarten, aber wenn du aufmerksam bist, wirst du es schnell herausfinden können.
von Matthias Zellmer
Hauptberuf StyleSpion
Kai Müller, auch bekannt als der StyleSpion bzw. Betreiber des gleichnamigen Weblogs hat gestern verkündet, dass er ab 1. Dezember Stylespion.de hauptberuflich betreiben wird.
Da der Kai erstens ein sympatischer Mensch ist und seine Artikel von mir gerne gelesen und vor allem angesehen werden, wünsche ich ihm viel Glück bei seinem Vorhaben. Es zeigt sich, dass man … wenn man es drauf hat … doch vom Bloggen leben kann. Oder es zumindest versuchen kann …
Außerdem freut es mich, dass Kai das Vorhaben “Vom Bloggen leben” mit von ihm selbst geschaffenem Qualitätscontent versucht. Ich habe nämlich so das Gefühl, dass die Masse derer, die vom Bloggen leben können, dies vor allem mit PR-Geschreibsel und Quick’n'Dirty-Copy’n'Paste-Beiträgen tun. Weshalb auch einige Journalisten u. a. recht herablassend auf Blogger herabschauen und die Blogosphäre von einigen Menschen in der Krise gesehen wird. Aber das ist nun auch wieder ein Thema für sich …
Also Kai: Viel Glück bei deinem Vorhaben und vor allem … Durchhaltevermögen. Ich finde es gut, was du da vorhast …
von Matthias Zellmer
MOO-Cards bestellt
Meine von mir am Wochenende durchgesehene GTD-Liste in Evernote, hat mir gesagt, dass ich mir doch mal so genannte MOO-Cards bestellen wollte.
Die Moo-Cards, die eigentlich MiniCards heißen und von der Druckerei MOO hergestellt und vertrieben werden, sind kleine Visitenkarten, deren Rückseite individuell gestaltet bzw. mit Fotos versehen werden können. Der Clou daran ist, dass man nicht ein Bild für alle 100 MiniCards eines Sets auswählen muss, sondern bis zu 100 auswählen kann.
Also habe ich am Sonntag mal meine externe Festplatte an mein MacBook angeschlossen und neuere wie ältere Bilder durchforstet. Was schon mal riesig Spaß gemacht hat. Nicht viel weniger Spaß hat dann der Teil der MiniCard-Erstellung gemacht, der auf der Moo-Website stattfand. Denn so oder so ähnlich sollte jeder Webdienst funktionieren. Auf das Wichtigste fokussiert, aber an den entscheidenden Stellen mit anspruchsvollen technische Lösungen, die jedoch bei ihrer Nutzung auch kein Informatik-Studium voraussetzen und nicht überladen oder verkünstelt wirken.
Im ersten Schritt lädt man die Bilder hoch oder importiert sie z.B. von seinem Flickr-Account. Dann kann man die Bilder, die ja meist vom Format her größer sind, als die MiniCards auf das Format anpassen. Das funktioniert aus meiner Sicht intuitiv und bietet genau die Möglichkeiten, die man braucht. Anschließend beschriftet man die Rückseite und dann kann man die Bestellung auch schon abschicken.
Jetzt heißt es: warten. Dass die Qualität der MOO-Cards gut ist, weiß ich ja schon von den vielen MiniCards, die ich bei diversen Veranstaltungen in die Hand gedrückt bekommen habe. Ich bin aber trotzdem schon gespannt, wie sich die Motive, die ich ausgesucht habe, auf den Karten machen …
von Matthias Zellmer
Inspiration von Getty Images
Eine der größten und ältesten Bild-Datenbanken im Web – Getty Images – hat eine Flash-Applikation veröffentlicht, über die sich User mit dort vorliegendem Content berieseln lassen können.
Die Applikation trägt den Namen Moodstream und soll laut thenextweb.org die User beim Brainstorming unterstützen.
Ausgangspunkt für die Auswahl der wiedergegebenen Bilder, Videos und Songs ist nicht etwa ein Thema, dass der User eingibt. Die Auswahl der angezeigten Inhalte wird über Parameter wie zum Beispiel Stimmung (fröhlich bis traurig) oder Zeitbezug (nostalgisch bis zeitgenössisch) beeinflusst. Zusätzlich kann der User wählen, wie die Übergänge zwischen den einzelnen visuellen Inhalten gestaltet werden sollen und ob in Sachen Audio auf Gesang verzichtet werden soll oder nicht. Für Unentschlossene stehen sechs vorgefertigte Einstellungen zur Verfügung.
Nachdem ich Moodstream nun circa 15 Minuten getestet habe fällt auf, dass sich der Stream beispielsweise einzelne Bilder nach einigen Minuten wiederholen. Auch, wenn man ein Parameter (geringfügig) verändert, wird noch immer der gleiche Stream angezeigt. Das kann Zufall sein, oder daran liegen, dass Moodstream noch sehr grün hinter den Ohren ist.
Ich bin mir nicht sicher, ob Moodstream eine geeignete Hilfe zur Ideenfindung ist – aber das ist ja von Person zu Person verschieden.
Es macht in jedem Fall Spaß, mit der Applikation zu spielen und sich etwas berieseln zu lassen.
von Katrin Schneider
What happens in Vegas stays in Vegas
Gerade entdeckt und schon kann ich mich nicht mehr davon lösen: der Blog The Fast Life von Teen Millionaire, Pseudoe Silhouette und Mi Nou. Es geht um Design, Style und Musik, sieht richtig gut aus und macht Spaß. Alleine die Grafiken und Bilder, die die einzelnen Beiträge einleiten, sind ein guter Grund, diesen Blog regelmäßig zu besuchen. Aber auch die verschiedenen Logos und die allgemeine Aufmachung des Blogs machen Lust auf mehr.
Besonders angetan hat es mir unter anderem das HD-Video der Danger Seekers. Irgendwie verfolgen mich aktuell übergroße Roboter.
von Katrin Schneider
60 kostenlose Icons zum Download
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Quelle: Icojoy.com
von Simon Schmid
Photoshop ersetzt nicht den Verstand
Nachdem unsere, die Retusche so liebende Auszubildende, gestern offiziell bestätigt bekommen hat, dass sie ihre Abschlussprüfung bestanden hat, folgen jetzt ein paar mahnende Beispiele, die zeigen, was alles schief laufen kann, wenn man beim Retuschieren den Kopf nicht gebraucht.
Die Beispiel sind übrigens nicht von ihr, sondern werden auf dem Blog PhotoshopDisasters zusammengetragen.
von Matthias Zellmer








