Square – bargeldlos mobil bezahlen lassen
Ich bin schon mal gespannt, wann … und ob überhaupt … die ersten Mobiltelefone den Square-Adapter “onBoard” integriert haben. Dieser Square-Adapter ist nämlich, neben der zugehörigen Software, das Herzstück von Square. Einem System zum bargeldlosen, mobilen Bezahlen und vor allem auch Bezahlen lassen.
Hinter dem Startup Square steht unter anderem der Twitter-Mitbegründer Jack Dorsey und den lassen wir mal kurz erklären wie es funktioniert:
Wie am Ende des Videos zu sehen ist, erinnert die Prozedur sehr an eine übliche Kartenzahlung. Mit dem Hauptunterschied, dass jeder der Empfänger sein kann.
Der Square-Adapter wird übrigens ganz schlicht in den Audioanschluss des Mobiltelefons gesteckt und in einem Audioformat übertragen. Die eigentliche Transaktion wird dann über Square abgewickelt und die Quittung gibt es auf digitalem Weg per SMS oder E-Mail.
Einen etwas umfangreicheren Beitrag über Square gibt es bei netzwertig.com … sehr empfehlenswert.
Mich hat das spontan daran erinnert, was mir eine Bekannte berichtet hat, die einige Jahre als Entwicklungshelferin in Uganda war. Dort ist es wohl schon länger gang und gäbe, untereinander per Handy zu zahlen. Dazu sollen extra Parallelwährungen entstanden sein und das Ganze läuft über die Mobilfunkanbieter statt über die Banken. Bei Square sollen laut Techcrunch aber schon die großen Kreditkartenunternehmen Mastercard, Visa und American Express mit im Boot sein.
von Matthias Zellmer
PaperC ist Start-up des Jahres 2009
Die Dokumentenplattform für Fachbücher paperC ist von einer Jury im Auftrag von deutsche-startups.de zum Start-up des Jahres 2009 gekürt worden.
Das Konzept ist eigentlich recht einfach. Alle derzeit über 1400 Fachbücher im paperC-Portfolio, kann man als registrierter User komplett kostenlos lesen. Will man mehr, wie etwas ausdrucken, als PDF-Dokument abspeichern oder online mit Notizen und Markierungen versehen, greift das Freemium-Geschäftsmodell der Leipziger paperC-Gründer. Man kann sich dann die betreffende Seite oder Seiten für jeweils 10 Cent pro Seite kaufen und kann dann das zuvor Beschriebene damit tun.
Man meint erst gar nicht, dass so ein Modell funktionieren kann. Aber wie an der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Fachbücher zu sehen ist, sind wohl auch die Verlage mit den über paperC zu generierenden Umsätzen zufrieden. Und in Anbetracht des allgemeinen Mangels an funktionierenden Web-Geschäftsmodellen, die der Verlagsbranche zur Verfügung stehen, sollten sich die Verlage mal genau überlegen, zu welchem Mehrwert ihre Produkte über das schlichte Im-Web-Dargestellt-Werden, noch gut sind. Zudem ist paperC auch wieder ein gutes Beispiel, dass die etablierten Medienpakete, wie CDs, Zeitungen und in diesem Fall Bücher, den Nutzern oftmals zu groß sind.
von Matthias Zellmer
Was ist Freemium?

Freemium ist eine Wortkreation aus den Begriffen Free für Frei bzw. Kostenfrei und Premium für Erstklassig bzw. Bonus. Es steht für eine bestimmte Kategorie von Erwerbsmodellen, die zum Beispiel bei Web-Diensten Anwendung findet, und bei denen es in der Regel zahlende und nicht zahlenden Nutzer gibt.
Beim Business-Netzwerk Xing zum Beispiel kann jeder einen freien Account bekommen, bei dem aber im Gegensatz zum kostenpflichtigen Premium-Account bestimmte Funktionen nicht genutzt werden können. Nicht ausschließlich Premium-Accounts anzubieten, hat für den Anbieter zum einen den Vorteil, dass Nutzer ggf. mit der Zeit merken können, dass sie gerne die erweiterten Funktionen nutzen würden und so vielleicht zum Premium-Kunden werden. Zum anderen werten die vielen Free-Accounts das Angebot des Anbieters auf. Wenn bei Xing nur Premium-Nutzer zugelassen wären, so hätte Xing mit Sicherheit viel weniger Nutzer, da für die Premium-Nutzer auch die nicht zahlenden Nutzer relevant sind.
Ein weiterer Ansatz, den man auch zu den Freemium-Modellen zählen kann, ist die der kostenlosen Probe. Dabei wird den Nutzern für einen bestimmten Zeitraum … gerne 30 Tage … der freie Zugang zu einem Dienst bzw. Produkt gewährt. Nach Ablauf der Zeit muss sich der Nutzer dann entscheiden, ob er bereit ist, eine Nutzungsgebühr zu zahlen oder wieder auf den Dienst oder das Produkt zu verzichten.
Aber es kommen natürlich auch Mischformen zum Einsatz: Dem Nutzern erst einmal ein kostenfreien Premium-Zugang geben, dann nach Ablauf des Testzeitraums auf die freie Variante reduzieren und dem Nutzer aber jederzeit wieder zu den Premium-Zugang wechseln zu lassen.
von Matthias Zellmer
scribd.com – Eigene Dokumente vermarkten
Ich bin mir ziemlich sicher, dass vieles auch irgendwie anders gehen könnte. Dies bezieht sich nicht nur auf das, was uns das Internet an neuen Möglichkeiten bietet, aber vor allem hier tun sich besonders viele Optionen auf.
Eine weitere davon ist scribd.com. Hier kann man ohne (klassischen) Verlag seine Dokumente veröffentlichen und damit … wenn man mag … auch etwas Geld verdienen.
Wie es sich für einen Online-Dienst aus dem Web2.0-Umfeld gehört, hat der Autor bei scribd.com die Möglichkeit, zu entscheiden, ob er seine Dokumente verkauft oder unter einer Creative Commons Lizenz zu seinen Bedingungen kostenfrei zugänglich macht.
Weiterführende Infos zu scribd.com gibt es bei Upload – Magazin für digitales Publizieren und Wikipedia.
von Matthias Zellmer
Paid Content via Spenden-Modellen realisieren

Im FreshZweiNull-Blog bezeichnet Jürgen Vielmeier in seinem lesenswerten Beitrag Die 10 besten und schlechtesten Bezahlmodelle: So kann Paid Content funktionieren ein Bezahlmodell als das Beste, das von einigen Menschen, die nun auch mit ihren Inhalten übers Web Geld verdienen wollen, etwas ganz Neues verlangen wird: Transparenz und Ehrlichkeit. Sein favorisiertes Bezahlmodell ist es, nach der Veröffentlichung der Erzeugungskosten zum Spenden aufzurufen.
Sowas könnte skizziert dann etwa so aussehen:

Auch die Bezahlmodell 2, 3 und 6 seiner Top Ten basieren mehr oder weniger auf dem Spenden-Prinzip. Wobei ich den Begriff “Spenden” hier noch mal in Frage stellen möchte, da ihm auch immer ein Hauch von Almosen anhängt. Hier geht es aber eher um eine Wertschätzung … wertiges Geld für wertigen Content.
Ich für meinen Teil könnte mir gut vorstellen, dass ich … ein vernünftiges Bezahlsystem vorausgesetzt … bei dem einen oder anderen Artikel dem Aufruf nach einer monetären Wertschätzung nachkommen würde. Wer noch?
von Matthias Zellmer



















