Fraukes digitaler Selbstmord

Fraukes digitaler Selbstmord

Frauke hat sich selbst gerichtet! Sie hat ihre Accounts bei Xing, Facebook und StudiVZ gelöscht … und darüber bei Spiegel Online geschrieben. Und ich hab mir das mal durchgelesen.

Frauke berichtet in ihrem Artikel hauptsächlich über studiVZ und dass das Löschen ihres studiVZ-Accounts in ihrem Freundeskreis eine große Welle geschlagen hat. Was ich da gelesen habe, erinnert mich schon ein wenig an das Poser-Gehabe, das ich in meiner Zeit als Community-Koordinator bei FunOnline des öfteren erleben musste. Da wurde im Chat auch öfters mit solchen Aussagen “gedroht”, wie “Ich lösch’ mich jetzt!” und dem unvermeidlichen Beschwörungen , dies doch bitte nicht zu tun. Klar, damals waren es fast immer Jugendliche, die dort eine Anerkennung und Freunde finden könnten, die sie zum Teil in der so genannten realen Welt nicht gefunden haben. Und die Web2.0-Communitys sind von ihrem Ansatz her mehr auf Netzwerkbildung ausgelegt. Aber im Prinzip geht es doch immer um das Selbe: Zugehörigkeit zu eine Gemeinschaft, ob nun in realen oder im virtuellen Gemeinschaften.

Ich schätze mal, dass sich Frauke auch irgendwann wieder in einer Community finden lassen wird … ich schau am besten gleich mal bei werkenntwen.de ;-)

HyperSpace: BIOS-Browser

HyperSpace: Mini-Betriebssystem zum Surfen

Im Prinzip hört es sich an, wie ein BIOS-Browser: HyperSpace soll ein Betriebssystem nur zum Surfen sein, welches direkt aus dem BIOS bootet und parallel zu anderen Betriebssystemen betrieben werden kann. Das hört sich nach einer echten Innovation an und passt perfekt zu den Plänen von Google, Facebook und Co. Diese sprechen immer häufiger vom Web-Betriebssystem und liefern sich derzeit sogar ein recht interessantes Gefecht rund um die beste Marktpositionierung.

Und wie es sich anhört, könnte HyperSpace die Schnittstelle zwischen Web und Hardware bilden: Notebook rausholen, anschalten und los surfen. Keine langen Wartezeiten bis das komplette Betriebssystem hochgefahren und der Browser gestartet ist. Und statt Microsoft Office nutzt man dann Google Documents und statt Outlook Gmail. Die Daten können wahlweise wie gewohnt auf dem Rechner, im eigenen Webspace oder mittels Wuala gespeichert werden …

Alles wird anders … glaubt es mir!

Via derstandard.at

Google reagiert auf Facebook

Google reagiert auf Facebook

Google hat eine Vision: ein Web-Betriebsystem. Natürlich von Google. Doch ist das, was dem im Netz am nahsten kommt, nämlich facebook, nicht im Besitz von Google. So etwas stellte in letzter Zeit eigentlich kein großes Problem für Google dar. Man nahm ein paar Millionen oder Milliarden Dollar in die Hand und kaufte sich, was man haben wollte: Youtube, Picasa, Writely, …

facebook wollte aber scheinbar nicht gekauft werden. Auch nicht von Google. Und was fast noch schlimmer ist, facebook verkaufte einen Teil … einen winzig kleinen Teil … an Microsoft. Genauer gesagt 1,6 Prozent und das für stolze 240 Millionen US-Dollar. Hochgerechnet wäre dieser ein Marktwert von rund 15 Milliarden US-Dollar. Was facebook zu einem mächtigen Spielkameraden macht.

Okay, wenn es durch Übernehmen nicht klappt, dann sucht man sich Verbündete und kämpft. Das hat Google jetzt getan und, wie iBusiness vermeldet, zusammen mit US-amerikanische Social Networks wie etwa LinkedIn, Friendster, Plaxo und Ning das Projekt OpenSocial ins Leben gerufen. OpenSocial ist der Versuch offene Standards für Social Networks zu etablieren.

Weiter berichtet iBusiness:

Ziel von Google ist, für die großen Social Networks einen offenen Standard zu entwickeln. Entwickler sollen künftig Anwendungen programmieren, die dann in alle Netzwerke integriert werden können. Auf diese Weise soll den Medienberichten zufolge ein “großer Rivale” zu Facebook entstehen. Nach Insider-Informationen erreichen die an der “Google-Gang” (New York Times) beteiligten US-Netzwerke bereits zusammen rund 100 Millionen Internetnutzer: bereits mehr als doppelt so viele wie Facebook derzeit.

Ich glaube, es bleibt spannend …

31. Oktober 2007
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

myspace öffnet sich für externe Anwendungen

myspace öffnet sich für externe Anwendungen

Wie zdnet berichtet, wird sich myspace demnächst für externe Anwendungen öffnen. Als Vorbild dürfte der Konkurrent facebook mit seiner Entwicklerplattform F8 gedient haben.

Wieder ein eindeutiger Hinweis, dass sich das Web2.0 eindeutig in Richtung des von Google-CEO Eric Schmidt beschriebenem Applikationen-Web entwickelt. Somit ist dieser Schritt nur logisch, da myspace ja zum Google-Imperium gehört.

Nutzerschwund bei Social Networks

schweden.jpg

Genauer gesagt bei bestimmten Vertretern ihrer Gattung. Martin Weigert berichtet von einem kontinuierlichen Nutzerrückgang bei den beiden bisher größten schwedischen Social Network Vorreitern LunarStorm und playahead. Als Gründe hierfür sieht Martin Weigert das “Herauswachen” der einstigen Zielgruppe aus dem engen Altersfokus und das anschließende Abwandern in breiter angelegte, internationale Netzwerke wie Facebook.

Was reichweitenstarke Communities betrifft, ist Schweden Deutschland und anderen europäischen Ländern um einige Jahre voraus. lokalisten, studiVZ, MySpace – alle Social Networks, die heute den Großteil der deutschen Netzwerker auf sich vereinen, entstanden erst in den vergangen zwei-drei Jahren. Wir haben also noch gar nicht miterlebt, wie sich ein Social Network entwickelt, wenn es die Reifephase im Produktlebenszyklus überschritten hat.

Es wird interessant sein zu beobachten, wie studiVZ und Co dieser Entwicklung und der nicht abreißen zu wollenden Flut von Communities begegnen wird. Bis dahin kann ich Martin Weigert nur beipflichten: Nur mit innovativen Diensten und Services wird es in Zukunft möglich sein, seine User dauerhaft an sich zu binden. Ich denke hier besteht durchaus noch etwas Nachholbedarf. Wie sich studiVZ im Vergleich zu Facebook geschlagen hat, kann man übrigens beim Selbstversuch auf dem Fischmarkt nachlesen.

via zweinull

Was wird aus den ganzen Web2.0-Angeboten?

Mesmo kann man direkt auf Facebook einbinden

Eine Frage, die seit Wochen bei uns durch die Agentur geistert, lautet ordentlich formuliert:

Was wird aus den ganzen Web2.0-Angeboten?

Es sind einfach so verdammt viele! Und fast jede möchte, dass man sich anmeldet. Ich bin jetzt wirklich keiner, der vor der Anmeldung bei irgendeinem Web-Angebot zurückschreckt. Doch so langsam wäre jede Katze neidisch auf meine Überlebensfähigkeiten, so oft wie es mich schon als Leiche in irgendwelchen Systemen gibt: myspace, localisten, kwick, etc., etc., etc., …

Als ich nun auf web2null.de den Beitrag über mesmo.tv gesehen habe, ist mir sofort aufgefallen, dass die Leute von mesmo.tv direkt neben ihrem Logo sehr prominent einen Banner platziert haben, der es per Klick direkt ermöglicht, mesmo.tv als so genannte facebook-application zu seinem facebook-profil hinzuzufügen.

Vielleicht ist dies einen der möglichen Entwicklung, die Web2.0 nimmt?! Im Prinzip könnten nur ein paar wenige Meta-Communities wie myspace, iGoogle oder facebook als eigenständige Web2.0-Site übrig bleiben und als Container für Applikationen (iLike, ripple, …) bzw. Plugins (RSS-Reader, Webmailer, …) dienen. Web2.x würde dann bedeuten, spezialisierte Dienste für die Meta-Communities anzubieten. Mal sehen was kommt …?!

Usability2.0

Eine gute Usability ist toll …  nicht selbstverständlich!

Was bringt einer Web2null-Site eigentlich den von ihren Machern gewünschten Erfolg? Monster-Frage, oder?! Und wenn ich die Antwort … glaubhaft … wüsste, hätte ich wohl viel zu tun. Denn ich müsste meinen Job wechseln und Unternehmensberater Start-Up-Berater werden.

Das Look&Feel und die Usability scheinen zumindest keine zwingend notwendigen Erfolgsfaktoren zu sein. Das Gefühl bekomme ich zumindest, wenn ich mir myspace und facebook anschaue.

Bei facebook bin ich dem Ruf der Blogosphäre gefolgt und habe mich mal einfach so angemeldet. Ohne eigentlich zu wissen, was facebook ist und wozu ich es brauche. Es hat schon einige Zeit gebraucht, bis ich verstanden habe, dass es zur Selbstdarstellung und zum Networking in die vernetzte Welt gesetzt wurde.

Dass aber die Usability bei einem Web2null-Projekt durchaus eine Rolle spielen darf, sieht man wunderbar an der Videoplattform Mediaplattform sevenload. Da wurde scheinbar viel nachgedacht und die Storybook-Schreiber verstehen ihr Handwerk. Alleine die Idee, Vorschaubilder durch Vorschau-Diashows zu ersetzen finde ich schon klasse. Wieder mal nichts Großartiges, aber voller Wirkung.

Anmelden bei Facebook

Facebook - Anmelden

Es sind gewöhnlich eher die Kleinigkeiten, die mich bezogen auf die Web-Gestaltung besonders ansprechen. So bin ich bei dem Anmelde-Vorgang bei facebook.com an dem Anmelde-Formular hängen geblieben. Was mich total fasziniert hat, ist die eingabebezogene Veränderung dessen, was auszufüllen ist.

Ich weiß, ich weiß, in Zeiten von AJAX und Web 2.0 ist das wohl schon fast normal. Aber als einer, der gefühlte 100 Jahre im Web 1.0 unterwegs war (oder noch ist ?!), ist es immer wieder schön zu sehen, dass sich jemand Gedanken über eine vernünftige Interface-Gestaltung macht.

Facebook - Anmelden die 1.Facebook - Anmelden die 2.

Facebook - Anmelden die 3.Facebook - Anmelden die 4.

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