Interessante Schaugrafik mit Daten und Fakten zur Pornografie

The Numbers Behind Pornography
Source: Online Education

Die Grafik der Statistik-Guerilleros von Online Education zur Pornografie zeigt ein paar sehr interessante Sachverhalte zum Thema. Nicht nur, dass über ein Drittel aller Downloads im Netz als pornografisch eingeordnet werden. Sondern zum Beispiel auch, dass in dem als extrem religiös bekannten US-Bundesstaat Utah, pro Kopf am meisten Pornografie konsumiert wird. Und leider gehören die Begriffe “Sex” und “Porn” zu den Top-5-Suchbegriffen von US-amerikanischer Jugendlichen.

Die Schaugrafik zeigt meiner Ansicht nach nicht nur deutlich auf, dass wir es in unserer Gesellschaft nur all zu oft mit Scheinheiligkeit zu tun haben, vor allem aus der doch so heiligen Privatsphäre heraus. Es fehlt noch weitestgehend an grundlegendem, auf Erfahrung aufgebautem Wissen, wie wir mit der nach geschichtlichen Maßstäben noch neuen Internet-Technologie so umgehen, dass wir sie möglichst uneingeschränkt nutzen können, ohne dabei aber zum Beispiel all zu sehr der Pornografie zu verfallen.

Für mich ist der durch das Internet extrem vereinfachte Zugang zur Pornografie, ein gesellschaftliches Problem wie Alkohol oder Raserei auf der Autobahn. Auch im Bezug darauf hilft eine gesunde Einstellungen mehr als alle staatlichen Regeln und Gesetze. Damit will ich nicht sagen, dass es nicht auch klare, und im Bedarfsfall auch vor Gericht durchsetzbare Spielregeln gegen muss, so bin ich zum Beispiel auch für ein Tempolimit auf Autobahnen.

Es gibt auch für das Gebiet der Pornografie anwendbare, grundlegende Spielregeln, wie etwa hier zu Lande im Jugendschutz und international in den Menschenrechte. Doch was nutzt der deutsche Jugendschutz, der für pornografische Inhalte eine Altersfreigabe verlangt, bei einem weltweiten Netzwerk, bei dem gerade mal drei Prozent der Seiten das Alter der Konsumenten überprüfen? International sind die deutschen Jugendschutz-Gesetze zahnlose Tiger. Da ist es wichtig, den potenziellen Konsumenten durch Bildungsmaßnahmen die Reife zu zukommen zu lassen, die es ihnen möglich macht, das pornografische Material für sich richtig einzuordnen und einen gesunden Umgang damit zu lernen. Zudem sollte niemand bei der Produktion und durch die Verbreitung herab gewürdigt werden. Ist dies auf einer breiten Ebene erreicht, dann kann auch die Pornografie einen angemessenen Platz in der Gesellschaft finden.

Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg, den wir aber nicht nur von den selbst erklärten Moralapostel vorgeben lassen dürfen … ich sage nur: Utah.

Unverblümte Fakten über mich

Der gute Dentaku hat mir ein so genanntes Stöckchen zugeworfen und mich damit gebeten acht zufällige, dafür aber ungeschminkte Fakten über mich zu berichten. Here we go:

  • Ich mag Gummibärchen und ähnliches Gummizeugs, aber keine Lakritze.
  • Ich mag keine alkoholischen Getränke, aber extrem künstlich aussehende Limonaden.
  • Ich mag die Lindenstraße und die Gilmore Girls, schau aber nicht die Simpsons und auch keinen Tatort
  • Ich mag Fußball … aktiv wie passiv, aber keine Vereinsmeierei.
  • Ich mag Bücher, aber keine Krimis und Liebesromane.
  • Ich mag schwarzen Tee (mit Milch, ohne Zucker), aber keinen Earl Grey.
  • Ich mag Diskussionen … auch hitzige, aber keine oberflächlichen und niveaulosen Meinungsäußerungen.
  • Ich mag Wald, aber keinen Nadelwald.

So, nun habe ich meine blogosphärische Pflicht erfüllt und möchte das Stöckchen weitergeben an:

Viel Spaß damit …

19. November 2008
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

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