oEmbed macht URL zum Embed-Objekt

oEmbed ist ein offenes XML-Format, mit dem man die URL von so genannten Rich-Media-Inhalten, wie Bilder oder Videos, aber auch Links und HTML-Code in eine einbettbare Objekt-Struktur umwandeln kann.

Um sich das Ganze vorzustellen zu können, ist ein Beispiel wohl der beste Weg.

Die folgende Flickr-URL

wird dann als oEmbed-URL (Flickr unterstützt das oEmbed-Format) in folgender Weise geschrieben

und daraus wird dann die folgende XML-Struktur

WordPress unterstützt übrigens auch das oEmbed-Format. D.h. wenn ich die Flickr-URL von oben einfach hier reinkopiere, dann wird direkt das Bild angezeigt:

Spiderman über Stuttgart

Hier ein Screenshot des aus der Flickr-URL entstandenen Codes in WordPress:

Daran sieht man, dass die Flickr-URL, die ja eigentlich auf eine Webseite verweist, nun so umgewandelt wurde, dass sie direkt auf die JPG-Datei verweist und auch weitere Daten aus der oEmbed-Struktur verwendet, wie den Titel (title), die Höhe (height) und Breite (width) des Bildes. Weiter wäre es auch möglich gewesen z.B. den Namen des Besitzers (author) und die URL zu dessen Flickr-Profil zu nutzen.

Wie Steffen Voß von kaffeeringe.de zum Thema schreibt, kennt oEmbed vier Inhaltstypen (photo, video, link, rich) und gerade der Typ

“Rich” kann im Prinzip jede Art von HTML zurück­geben. Da wer­den nur durch die eigene Fan­tasie Gren­zen gesetzt.

Wozu das Ganze? Es eröffnet vor allem Spielräume, um mit von Content-Hostern wie Flickr oder Youtube gelieferten Inhalten umzugehen. Genauso wie man mit Inhalten die per RSS ausgeliefert werden, auf der eigenen Site nach den eigenen Spielregel umgehen kann, ist man als Web-Entwickler bei via oEmbed ausgelieferten Inhalten auch nicht mehr auf die Darstellungsvorgaben der Embed-Content-Anbieter angewiesen … weder im Bereich Design noch Struktur. So hat etwa WordPress im Beispiel oben auch nur einige der im oEmbed-XML angebotenen Daten genutzt.

oEmbed ist somit ein weiterer Baustein für die Vision eines “full mashable” Webs…

ffffl*ckr Bilderwand

Dass es auf flickr durchaus ein paar (viele) Perlen zu entdecken gibt ist allein aufgrund der schieren Menge von Bildern unausweichlich. Aber wie zum Teufel soll man in diesem Wust die guten Sachen finden? Oder anders gefragt: wie soll ich die Sachen finden, die MIR persönlich gefallen?

Flickr versteckt unter dem Punkt “Entdecken” zwar ein paar Möglichkeiten, intuitiv sind die aber nicht gerade, gut aussehen tun sie auch nicht und auf meinen Geschmack abgestimmt sind sie schonmal gar nicht.

ffffl*ckr bietet hier eine interessante Alternative: Abhängig von den eigenen Favs, stellt ffffl*ckr eine übersichtliche Fotowand ohne überflüssigen textuellen Schnickschnack zusammen. Man kann sich die Fotos direkt aus der Bilderwand vergrößert anzeigen lassen oder zur jeweiligen flickr Seite springen. Durch einen Klick auf eines der Fotos wird die Wand nach unten hin mit Bildern ergänzt, die der Fotograf des geklickten Bildes seinerseits favorisiert hat. Der Dienst folgt also der altbewährten Annahme: Wenn mir Fotos gefallen, die Karl-Heinz geschossen hat, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass mir auch Fotos gefallen, die Karl-Heinz gut findet. ffffl*ckr drückt das etwas unsperriger aus:

Use it to find the photography you like using the simple idea that people whose work you like, probably like stuff you’ll like.

Das klappt nicht immer, aber doch erstaunlich oft. Ich muss an dieser Stelle allerdings zugeben, dass mir die Bildauswahl die mir per default, (ohne sich anzumelden) angeboten wurde, besser gefallen hat, als die auf meinen persönlichen Favoriten basierende. Das mag an der geringen Anzahl meiner Favs liegen oder an meinem unausgegorenen Geschmack, whatever. Ich werde jedenfalls erst einmal ohne Login weiter browsen, fleißiger favorisieren als bisher und irgendwann später einen neuen Login-Versuch wagen…

Die Gestaltung des Interfaces kann übrigens ebenfalls gefallen, deshalb bin ich auch über siteinspire drauf gekommen.

Werbung während Prozesse ablaufen

flickr_upload

Skyscraper, Wallpaper, Rectangle, et cetera pp … es werden schon reflexartig immer die gleichen Formate ins Spiel gebracht, wenn es um die Bannerwerbung bei Websites geht. Da haben die gängigen Vermarkter genug von in petto und die Anderen machen es ja auch so.

Doch leider zeigen zahlreiche Studien auch, dass vor allem die gängigen Werbeformate nur all zu oft nicht mehr der Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich ziehen können. Ein eindeutiges Indiz, das dies nochmals unterstreicht, ist, dass ich manchmal mit und manchmal ohne AdBlocker im Netz surfe und es in meiner Wahrnehmung lediglich im Bezug auf besonders aggressive Werbung einen Unterschied macht. Nur bei einer Werbemaßnahme war dies in letzter Zeit anders.

Beim Foto-Upload via Webinterface auf Flickr nehme ich auch ganz unaufgeregte Werbung sehr wohl war. Die Seite ist sehr schlicht gehalten und während der Upload-Prozess läuft, verfängt sich das Auge automatisch an dem Werbebanner. Vor allem, wenn es ein kleiner Werbefilm oder eine Animation ist.

Somit kann jedem werbenden Website-Betreiber nur angeraten werden, den eigenen Webauftritt mal auf Prozesse hin zu analysieren, die sich eignen, um mit Werbung versehen zu werden. Es könnte sich lohnen.

Kennst noch jemand vergleichbare Fälle von unaufdringlicher Werbung, die trotzdem ins Auge fällt?

off - ,
25. November 2009
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

pixlr, Online-Bildbearbeitung auf Speed

pixlr

Gestern war ich auf der Suche nach einem brauchbaren UND kostenlosen Grafikeditor für OSX. Leider ist das Ergebnis ausgesprochen nüchtern ausgefallen. Mit Ausnahme von GIMP, das mir eigentlich schon zu überladen ist, konnte mich kein Tool wirklich überzeugen.

Da liegt es natürlich nahe, sich mal bei der Webdiensten umzuschauen. Online-Bildbearbeitung gibt es mittlerweile ja haufenweise: Picnik, FotoFlexer, Phixr und wie sie nicht alle heißen waren mir bisher aber immer zu glossy und verspielt, was sicherlich daran liegt, dass Grafikdesigner und deren Arbeitsweise nicht gerade im Fokus dieser Dienste stehen.  Photoshop.com dagegen ist meiner Meinung nach lahm und irgendwie zu “ganzheitlich”. Warum muss Bildbearbeitung immer in Kombination mit einer aufgeblähten Bildverwaltung daherkommen?

Einen anderen Weg beschreitet da pixlr. Der Editor, für dessen Nutzung keine Anmeldung erforderlich ist, besticht durch ein übersichtliches und sauber aufgebautes Interface, das mit seinen schwebenden Paletten an das Bedienkonzept professioneller Grafikprogramme anknüpft. Pixlr unterstützt Ebenentransparenz, einige Ebeneneffekte und -modi, bietet Effekt- und Einstellungsfilter und eine rudimentäre Textfunktion für die ich mir dringend ein besseres Antialiasing wünschen würde. Das alles ist für sich genommen sicher nichts Spektakuläres, funktioniert aber derart flüssig und smooth dass es eine wahre Freude ist -  sogar einige der gewohnten Tastaturkürzel wurden implementiert.

pixlr_ui

Ein absolutes Killerfeature für alle Nutzer des Flash10-Plugins ist jedoch die Möglichkeit Bilddateien zu bearbeiten, ohne diese vorher Uploaden zu müssen. Ein immerhin 5 MB großes Digitalfoto ließ sich ohne erkennbare Verzögerung öffnen und direkt bearbeiten. Sauber. Damit gehört das bisher größte Manko sämtlicher Online-Editoren endlich der Vergangenheit an.

Sicherlich gibt es noch einige Dinge zu verbessern, die Unterstützung der OS-Zwischenablage ist hier besonders wichtig und ein brauchbarer Weichzeichner wäre sicherlich auch nicht verkehrt.

Der erste Eindruck von pixlr ist dennoch durchweg positiv. Gut gemacht und weiter so.

MOO-Cards bestellt

Meine von mir am Wochenende durchgesehene GTD-Liste in Evernote, hat mir gesagt, dass ich mir doch mal so genannte MOO-Cards bestellen wollte.

Die Moo-Cards, die eigentlich MiniCards heißen und von der Druckerei MOO hergestellt und vertrieben werden, sind kleine Visitenkarten, deren Rückseite individuell gestaltet bzw. mit Fotos versehen werden können. Der Clou daran ist, dass man nicht ein Bild für alle 100 MiniCards eines Sets auswählen muss, sondern bis zu 100 auswählen kann.

Also habe ich am Sonntag mal meine externe Festplatte an mein MacBook angeschlossen und neuere wie ältere Bilder durchforstet. Was schon mal riesig Spaß gemacht hat. Nicht viel weniger Spaß hat dann der Teil der MiniCard-Erstellung gemacht, der auf der Moo-Website stattfand. Denn so oder so ähnlich sollte jeder Webdienst funktionieren. Auf das Wichtigste fokussiert, aber an den entscheidenden Stellen mit anspruchsvollen technische Lösungen, die jedoch bei ihrer Nutzung auch kein Informatik-Studium voraussetzen und nicht überladen oder verkünstelt wirken.

Im ersten Schritt lädt man die Bilder hoch oder importiert sie z.B. von seinem Flickr-Account. Dann kann man die Bilder, die ja meist vom Format her größer sind, als die MiniCards auf das Format anpassen. Das funktioniert aus meiner Sicht intuitiv und bietet genau die Möglichkeiten, die man braucht. Anschließend beschriftet man die Rückseite und dann kann man die Bestellung auch schon abschicken.

Jetzt heißt es: warten. Dass die Qualität der MOO-Cards gut ist, weiß ich ja schon von den vielen MiniCards, die ich bei diversen Veranstaltungen in die Hand gedrückt bekommen habe. Ich bin aber trotzdem schon gespannt, wie sich die Motive, die ich ausgesucht habe, auf den Karten machen …

Spell with flickr

Spell with flickr bietet die Möglichkeit sich Wörter mit generierten Buchstaben-Bildern von flickr anzeigen zu lassen. Entwickelt hat diese auf PHP und JavaScript besierende Anwendung Erik Kastner. Ähnlich tolle Sachen lassen sich auch mit Amaztype realisieren.

jiffr – Flirten via Flickr

jiffr - Flirten via Flickr

Witzige Idee: Man sammelt ein paar Flickr-Bilder zusammen, die einen charakterisieren und wenn das Set jemandem zusagt, dann trifft man sich. So hab ich das Grundprinzip von jiffr zumindest verstanden.

Web2.0 at it’s best …

Flickr nun auch mit Video

flickr mit Video

Im flickr Blog werden sie “long photos” genannt, die Videos, die die so genannten Pro-Mitglieder ab sofort ihrem flickr-Profil hinzufügen können. Ein solches langes Foto darf übrigens lediglich bis zu 90 Sekunden lang sein.

Da sieht man mal wieder, dass es nicht gerade wichtig ist, woher man kommt, sondern wohin man geht. Und wohin man besser nicht geht …

Via: digital:next

Web2.0 pur: TwittyTunes

TwittyTunes von FoxyTunes von Yahoo!Music

Immer häufiger bekomme ich den Eindruck, dass man Web2.0 irgendwie nicht so richtig erklären kann. Ich versuche es aber einfach immer wieder mal. Diesmal anhand von TwittyTunes.

Dies ist ein Plugin u.a. für den Firefox-Browser, welches zum einen auf dem Mikro-Blogging-Dienst Twitter und zum anderen auf dem weiteren Browser-Plugin FoxyTunes aufsetzt. Mit FoxyTunes kann man seinen Musikplayer (z.B. Winamp, VLC media player, …) über die Browser-Statuszeile steuern. Soweit die notwendige Vorgeschichte.

Nun ist es mit TwittyTunes mittels des berühmten Mausklicks möglich, Titel und Interpret eines gerade via FoxyTunes abgespielten Liedes … ob per Webradio oder aus der eigenen Sammlung auf dem Rechner … direkt via Twitter zu posten. Es wird sogar noch ein Link generiert, der den geneigten Twitter-Feed-Leser zu der zugehörigen Seite des Interpreten von FoxyTunes Planet bringt. Auf dieser findet man dann … falls vorhanden … jede Menge Infos über den Interpreten, im feinsten Mashup-Stil zusammengetragen, wie z.B. Videoclips (YouTube), ähnliche Künstler (LastFM), Songtexte (LyricWiki), Fotos (Flickr), Radio (Pandora), CD’s kaufen (Amazon) etc.

Und das ist dann Web2.0 … pur!

Flickrvision – weltweit Bilder beobachten

Flickrvision - weltweit Bilder beobachten

Flickrvision ist eigentlich nur eine Spielerei. Hier bekommt man lediglich angezeigt, wer gerade ein Bild bei Flickr eingestellt hat bzw. auch welches Bild. Aber in der 3D-Version hat das ganze etwas sehr meditatives und könnte der Space night vom Bayerischen Fernsehen durchaus Konkurrenz machen.

Via ajaxoffice

03. August 2007
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

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