takeataxi – Wie teuer wird meine Taxifahrt?

takeataxi

Nette Idee … auf takeataxi.de kann man für ausgewählte Städte errechnen lassen, wie viel eine Taxifahrt von A nach B kosten würde. Leider ist Stuttgart (noch) nicht dabei und man kann auch noch direkt für die ausgewählte Route ein Taxi zu Punkt A bestellen. Schade ist auch, dass die Site auf meinem Nokia-Handy nicht funktioniert. Ja, ich habe kein iPhone, dafür gibt es nämlich eine Extraseite.

takeataxi ist somit ein klarer Fall von, gute Idee gehabt, aber leider bei der Umsetzung nicht weitergedacht. Aber vielleicht wird ja im Hintergrund noch eifrig an der Site gearbeitet. Wir leben ja in Zeiten des ewigen Beta-Status …

Be funky … und fang mit deinen Bildern an

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Ich finde diese Web-Dienste toll, bei denen man ein Bild hochlädt und die dann mittels irgendwelcher schicken Effekte eine andere Optik bekommen.

Diesmal bin ich via Ralf-Jürgens photoappar.at auf Be funky gestoßen. Wie zum Beispiel unser Netzlogbuch-Logo auf einer geweißten Backsteinwand aussehen könnte, seht ihr oben. Wie sich mein Standard-Web-Avatar beispielhaft via Be funky verfremden lässt, seht ihr hier:

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Und wie es sich für einen super-duper Web2.0-Dienst gehört, kann man sich das Bild seiner Wahl auch gleich auf ein T-Shirt, eine Tasse oder sonstwas drucken lassen. Be funky hat also sogar ein Geschäftsmodell. Was ja nicht selbstverständlich für solche Dienste ist.

Web Trends Map 4

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Wie auch in den vergangenen Jahren haben die Leutchen von iA ordentlich Gas gegeben und unsere kleine Web-Welt auf einen Liniennetzplan projiziert und das Ganze dann Web Trend Map 4 getauft. Ein sehenswerter Schmöcker, für dessen Betrachtung es sich mal ein paar Minuten zu opfern lohnt …

Rock Soap Opera

rocksoapopera

Ich habe ja gedacht, dass ich aktuell keinem sich periodisch wiederholenden Mediencontent verfallen bin. (Noch gar nicht all zu lange her gab es da Nils September, davor Heroes und was davor war möchte ich hier lieber nicht öffentlich machen ;) ). Aber die Rock Soap Opera könnte das ändern. Hat sie eigentlich schon. Denn ich habe mich heute morgen schon komplett durch die ersten 34 “Episoden” geklickt …

Die Rock Soap Opera ist ein interaktives Projekt von Brit Iain Haywood. Er fordert die User auf an der Entwicklung der Story teilzunehmen. Entweder indem sie konkret abstimmen oder einfach frei ihre Ideen einreichen. So liebevoll wie die Site gestaltet und umgesetzt ist könnte ich mir vorstellen, dass er rege Zuschriften erhält.

Einen klaren Beweggrund für das Projekt scheint es nicht zu geben. Laut thenextweb.com ist die Rock Soap Opera für Haywood einfach

a bit of tongue-in-cheek fun and daily escapism

Die moderne Gesellschaft und die Privatheit

privatheit

In China ist es ein Zeichen der Wertschätzung, wenn man etwas kopiert. Und genau so soll es nun auch verstanden werden, dass ich jetzt einfach einen kompletten Text eines anderen Menschen hier reinkopiere. Es handelt sich um das Editorial der diesjährigen Februar-Ausgabe des Magazins für professionelle Informationstechnik iX von Christian Heller … im Web auch als plomlompom bekannt.

Nach der Privatheit

Das Ende des Privaten naht. Schuld ist die unaufhaltsam wachsende globale Informationsmaschinerie. Droht so auch das Ende der Freiheit? Nicht unbedingt.

Es greift zu kurz, Privatsphäre nur als Kernraum der Freiheit zu sehen. Hier halte sich soziale Kontrolle zurück, hier könne man sich unbeschränkt verwirklichen, hier könne Unangepasstheit zum politischen Stachel heranwachsen. Das unterschätzt die hemmende, potenziell erstickende Isolation des Privaten. Unter ihrer Decke vollziehen sich zum Beispiel häusliche Gewalt und Kindererziehung zu repressiven Werten. Ebenso kann Privatheit ein Verlies sein, in das eine intolerante Gesellschaft Andersartiges sperrt, und zugleich ein Ventil, damit sie nicht toleranter werden muss. Der Befreiungsweg der Homosexuellen etwa führte folglich nicht über Datenschutzkampagnen, sondern über Massen-Outing.

Betrachten wir die Gründe zum Abstreifen der Privatheit im Internet: Je mehr ich das Netz von mir wissen lasse, umso besser kann es meine Wünsche ablesen und mir Kommunikations- und Tauschpartner vermitteln. Das Netz formt Werte, die durchs Teilen nicht ab-, sondern zunehmen. Diese Grundidee hinter Begriffen wie „Open Source“ oder „Creative Commons“ überträgt das Social Web auf persönliche Informationen: Je mehr ich mich dem Netz öffne, desto mehr Wege habe ich, mich zu entfalten.

Das Netz ist nämlich keine Öffentlichkeit, die gleichschaltet, sondern eine, die Vielfalt fördert. Noch obskurste Interessen finden Raum für Austausch, Bestätigung, Verstärkung. Die Vielfalt der Anschlussmöglichkeiten wächst, je mehr Menschen ihre Andersartigkeit nach außen tragen. Niemand muss sein Wesen mehr durch den Flaschenhals der Anpassung zwängen, um Rückhalt in Geselligkeit zu finden. So braut sich eine Sturmflut offener, schamloser Anormalität zusammen. Bald wird sie die Gesellschaft in Zugzwang bringen zu bersten – oder dehnbarer, toleranter zu werden.

Ein anderer Punkt: Vielleicht archivieren bald alle ihre Stimmungen, Meinungen und Handlungen öffentlich. So würde sich die Wechselhaftigkeit, Inkohärenz und Kontextabhängigkeit menschlicher Wesen offenbaren. Begriffe wie „Normalität“, „Identität“ oder „Persönlichkeitskern“ verlören damit ihre Gewalt über uns. Je ausgiebiger wir das Chaos unseres Seins dokumentieren, desto schwieriger wird es, uns darauf festzunageln. Je mehr Daten über uns im öffentlichen Umlauf sind, desto weniger können wir mit ihnen erpresst werden.

Abschließend eine Warnung: Freiheit lässt sich in einer Informationsgesellschaft eher durch Offenheit als durch Privatheit voranbringen. Orwells „1984“ schilderte eine absolut unfreie Gesellschaft ohne Privatheit, aber auch ohne Offenheit: Der Informationsfluss war einseitig. Freiheit ohne Privatheit lässt sich nur dort denken, wo alle alles über alle wissen. Nun: Privatheit schwindet. Also gilt es, ein gesundes Misstrauen gegenüber jeder Art von Informationsmonopolismus zu entwickeln.

Im Zuge des von Christian Beschriebenen ist es nun besonders wichtig, dass in der heutigen Zeit nicht nur jede/r beim Überqueren einer Straße auf sich aufpasst … was wir unserem Nachwuchs gerne schon im Vorschulalter beibringen … sondern auch bei seinen Aktivitäten im Web. Und genau so wenig, wie wir uns wegen der allgegenwärtigen Gefahren nicht mehr auf die Straße trauen sollten, sollten wir uns nicht vom Web fernhalten oder übertrieben vorsichtig werden, sondern aktiv lernen, uns dort gekonnt und selbstbewusst zu bewegen.

In diesem Kontext ist oft die Rede von persönlichem Reputationsmanagement. Ein Begriff, der sich schon wieder ziemlich wichtig anhört und gut und gerne in jedes Hype-Lexikon passen könnte. So dramatisch ist es aber nicht. Ein paar einfache Grundregeln, wie man auf seinen Ruf achten und doch im Web unterwegs sein kann, finden sich auf Netzwertig: 8 Tipps, um sein Image im Social Web zu schützen.

Also: Bitte nicht den Kopf in den Sand stecken! Es wäre schade drum …

Villa zu gewinnen

villa

Ideen muss man haben. Zwei bei Berlin lebende Österreicher, die seit einem Jahr erfolglos versuchen ihre Villa loszuwerden, verlosen sie jetzt. Es sind 18.000 Lose im Topf und jedes kostet 49 Euro. Dazu ist auf der zugehörigen Info-Website zu lesen

Wir möchten die Gewinn-Chance für jeden einzelnen so hoch wie möglich gestalten, deshalb möchten wir die Verlosung nur mit 18.000 Teilnehmern durchführen. Die Chance, einen Treffer zu landen, ist ungleich höher als beim Lotto, 1:18.000 ist die Chance, das Haus zu gewinnen, oder noch höher, wenn Sie mehrere Lose kaufen, beim Lotto ungefähr 1:14.000.000.

Also liebe Berliner und möchtegern Fast-Berliner: Zuschlagen! Die Chancen stehen gar nicht so schlecht ;-)

Wie Domino-Day … nur interessanter

laufderdinge

1987 haben die beiden Schweizer Peter Fischli und David Weiss einen schönen 30 minütigen Dokumentarfilm gedreht, der den Lauf der Dinge als eine Verkettung aufeinanderfolgender Ereignisse widerspiegelt. Man nennt das dann wohl Kettenreaktion und die in diesem Film festgehaltene ist besonders interessant, da sie besonders fragil wirkt. Ständig denkt man: “Jetzt brichts ab!”. Tut es aber nicht:

Teil 1 von 3
Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Teil 2 von 3
Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Teil 3 von 3
Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Tolle junge Filmemacher aus Bayern


VFS scholarship competition entry from benjamin & stefan ramirez perez on Vimeo.

Bei theLager//derBlog entdeckt und da gibt es auch ein paar interessante Infos zu den beiden 19jährigen Filmemacher-Zwillingen aus Bayern mit den sympatischen Namen Benjamin & Stefan Ramirez Perez.

Mehr von den Jungs gibt es dann auch bei vimeo.

PS: Damit zum Beispiel solche Jungs auch ohne Vitamin B bekannt werden, dafür liebe ich das Web …

23. Dezember 2008
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Coole Lampen – auch zum Mitnehmen

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Die Nomad Light Molecules sind ein cooles Lampen-Konzept. Die Basis-Lampe sieht schon ganz fein aus, aber man kann Einzelteile davon sogar abmachen und mitnehmen. Sie leuchten dann für gut eine Stunde einfach weiter. Wenn den Lampen-Teilen auf Reise die Energie ausgeht, dann werden erst mal rot und dann weiß man, dass sie wieder zur Rest-Lampe zurück wollen.

Via gizmodo.de

19. Dezember 2008
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Leseempfehlung: Von der Unfähigkeit zu lernen

untergang

Danke, lieber Marcel Weiss, für deinen Blog-Beitrag Von der Unfähigkeit zu lernen. An alle Anderen: Unbedingt lesen … und daraus lernen!

Meine persönlichen Highlights aus dem Beitrag:

Die Entscheider in jedem Wirtschaftszweig, dessen Geschäftsmodelle direkt vom Internet betroffen sind, weigern sich seit Jahren, zu lernen, zu verstehen, zu überleben.

Es passt nicht in’s eigene Weltbild, deswegen kann und darf es nicht wahr sein.

Dass das Gleiche ebenfalls in der Printindustrie/Journalismusbranche der Fall ist, ist nach wie vor nur schwer nachzuvollziehen. Die Branche, deren Aufgabe es ist, die Welt zu verstehen und verständlich zu machen, versteht die eigene Situation nicht einmal ansatzweise.

Stattdessen: Ignoranz, Arroganz und ein Vertrauen auf die eigenen Lobbyverbände und als letzte Notlösung die Regierung, die notfalls eingreifen soll. Nur reicht eben nicht einmal das. Was Einigen langsam klar werden dürfte.

Markt bedeutet eben nicht nur unverschämt hohe Renditen sondern auch Untergang, wenn man sich nicht an Veränderungen der Umwelt anpassen kann oder will.

Den Rest gibt es auf netzwertig.com. Sorry, dass ich hier keine journalistisch wertvolle Eigenleistung vollbracht habe, aber der Artikel bringt es eben wunderbar auf den Punkt.

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