Was gibt es hier in der Umgebung?

Google hat in seinen Google Maps Labs mal wieder ein paar Neuerungen für seine Kartenanwendung ausgebrütet. Neben der sehr sinnvollen und von mir schon sehr lange erwünschten Möglichkeit einen Kartenausschnitt wählen zu können, um in den gewählten Bereich rein zu zoomen, hat Google auch eine Funktion eingeführt, die auf Deutsch Was gibt es hier in der Umgebung? heißt.

Damit man die neuen Google-Maps-Funktionen nutzen kann, müssen sie erst einmal aktiviert werden. Dazu muss man oben rechts Neu! anklicken und dann die gewünschte Funktion aktivieren. Aktiviert man Was gibt es hier in der Umgebung?, so wird neben dem Suchbutton ein weiterer platziert, mittels dessen die Kartenansicht “die Masern bekommt”.

Hinter jedem, der kleinen Punkte findet sich mindestens eine adressbezogene Information. Wie ganz oben zu sehen, wird im Falle unserer Agentur sogar die neuste Meldung auf unserer Startseite angeteasert. D.h. Google kann einen Bezug zwischen dieser Meldung und unserer Adresse herstellen. Aber klar doch. Denn auf unserer Website steht sowohl unsere Adresse, wie auch diese Meldung.

Doch Google kann das natürlich auch mit nicht (ge)werblichen Websites. So habe ich zum Beispiel an der Wohnadresse eines Bekannten eine Info gefunden, die er auf der Website seines Sportvereins veröffentlicht hat. Die Meldung auf der Sportvereinsseite ist alt, von 2008, aber er hat dort eben auch seine Adresse hinterlassen.

Alles in allem ist das was Google dort macht, nichts als das was man sowieso schon von Google weiß. Daten sammeln und in einem anderen Kontext zu nutzen. Und es gibt auch keine Argumente gegen dieses Vorgehen, die noch nicht gebracht wären. Doch irgendwie hinterlässt das alles einen irgendwie schalen Beigeschmack. Vielleicht sollte man sich doch mal etwas genauer mit den Möglichkeiten beschäftigen, wie man die Google Bots an die kürzere Leine nehmen kann.

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