Webzeugkoffer

toolbox

Was ist jetzt eigentlich besser, produktiver, effizienter, effektiver, schöner, erfolgreicher, usability-optimierter oder auch einfach nur webzwonulliger? Blogs, Mircoblogs, Mini-Blogs, Social Networks, Social Media, Social Web, Instant Messenger, Googles Wellen, iPhone, E-Mail oder, oder, oder …

Tagtäglich lese ich in meinem RSS-Reader über Meinungen, Diskussionen und Erkenntnisse, die uns von der neuen, direkt vor unserer Tür stehenden Vormachtstellung von diesem und jenen Tool, Gadget oder Dienst berichten. Doch nur allzu oft kommen mir das so vor wie ein, mir zum Glück noch nicht untergekommener Vergleich in Richtung “ist ein Kühlschrank nützlicher als ein Auto?”.

Doch mit was wir es bei den auf dem Internet aufbauenden Technologien zu tun haben, sind schlichtweg Werkzeuge. Viele stehen in Konkurrenz, zum Teil auch ungewollt und auch oft nur teilweise. Einige ergänzen sich und andere nicht. Und was noch hinzukommt, bei jedem Nutzer ist die eingesetzte Kombination der Werkzeuge unterschiedlich. Viele stehen auch in Konkurrenz zu nicht internet-basierten Werkzeugen oder Medien. So kann ein Instant Messanger mit Videofunktion in Konkurrenz mit einem Auto stehen, wenn dadurch Autofahrten vermieden werden. Und so kann Twitter in Konkurrenz mit dem Mobiltelefon stehen, wenn eine Direct Message statt einer SMS schickt.

Jedoch fahren viele Menschen weiterhin Auto und schreiben SMS. Diese Konkurrenz ist im Prinzip eine Erweiterung des Spektrums. Allerdings bedeutet auch jede Spektrumserweiterung, dass es auf den jeweiligen Märkten enger wird. Aber das ist dann wiederum ein anderes Thema.

Es bleibt also nur, für sich persönlich zu schauen, welche Tools man aus dem “Webzeugkoffer” man in welchen Situationen auspacken und nutzen will. Und eins noch: In Ermangelung eines Hammers, habe ich auch schon mal einen Nagel mit eine Zange eingeschlagen … ging auch.

TED: Stefana Broadbent über die Demokratisierung der Vertrautheit

Heute gibt es mal wieder einen interessanten TED-Vortrag. Zum Inhalt:

We worry that IM, texting, Facebook are spoiling human intimacy, but Stefana Broadbent’s research shows how communication tech is capable of cultivating deeper relationships, bringing love across barriers like distance and workplace rules.

24. November 2009
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Professor Peter Kruse über die Revolution 2.0

Der Mann sieht gar nicht aus wie ein Digital Native. Zum Glück. Vielleicht hören Professor Peter Kruse dann auch mal Leute, zu die das ganze Social Networking Zeugs für total überbewertet halten. Denn er erklärt plausibel, warum die Netzwerkkultur die Gesellschaft fundamental verändern wird.

Die zum Vortrag gehörenden Folien gibt es hier:

Lpr Forum Medienzukunft

Gefunden im Projektmanagement Blog

Hervorragende ZDF-Sendung zum Thema Klima … tief in der Nacht

zdf_klima

Was macht ihr freitags so kurz nach Mitternacht? Ihr schaltet doch sicher um 0:35 Uhr das ZDF ein und schaut euch gut zweieinhalb Stunden die Sendung Die lange Nacht des Klimas an. Nicht? Eigentlich schade, denn was uns das ZDF da vergangene Woche Mitten in der Nacht präsentiert hat, gehört sicher zu den besten Sendungen, die ich seit langem gesehen habe. Allerdings nicht zu der vom ZDF für uns vorgesehen Sendezeit. Denn zum Glück gibt es inzwischen das Internet und so etwas wie Mediatheken und Microsites.

02. November 2009
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Wikivoyage – wirklich freie Reiseinformationen

wikivoyage_logo

Die Wikipedia kennen wahrscheinlich die meisten, die sich hin und wieder im Internet informieren. Es gibt aber noch viele weitere Wikis, deren Autoren sich das gemeinschaftliche Sammeln und allen Zur-Verfügung-Stellen von Informationen zur Aufgabe gemacht haben. Dazu gehört das Wikivoyage-Projekt.

Auf der Wikivoyage-Über-uns-Seite ist dazu Folgendes zu lesen:

Wikivoyage, der freie, aktuelle und zuverlässige Reiseführer.

Dieses Projekt hat das Fernziel eines vollständigen und aktuellen weltweiten Reiseführers, dessen Beiträge von Wikivoyagern aus allen Ecken und Enden des Globus stammen.

Wikivoyage möchte dem Bedürfnis Reisender nachkommen, aktuelle Informationen möglichst schnell zu erhalten, was durch Bücher mit ihren naturgemäß langen Produktionszyklen nur schwer zu erreichen ist.

Interessant ist, dass Wikivoyage ein so genanntes Fork-Projekt von Wikitravel ist, deren Rechte an der Domain wikitravel.org an eine US-amerikanische Werbefirma verkauft wurden. Um eventuellen Tendenzen kommerziellen Interessen der neuen Wikitravel-Domain-Rechteinhaber entgegen zu wirken, wurde Wikivoyage von Wikitravel abgespaltet und zudem der in Halle an der Saale ansässige Verein Wikivoyage e.V. gegründet.

Vorbildhaft ist, dass man sich bei Wikivoyage eine unabhängige, transparente und demokratische Organisationsstruktur auf die Fahnen geschrieben hat, um dort zusammengetragenes Wissen auch wirklich dauerhaft allen Menschen zur Verfügung zu stellen. Mit Wikivoyage und den vielen anderen freien Wiki-Projekten, führen uns die Menschen, die an solchen Projekten mitarbeiten und bewusst keinen kommerziellen Vorteil aus ihrem Wissen ziehen wollen, vielleicht gerade in ein neues Zeitalter der Aufklärung. Es würde uns allen gut tun.

schließen