Websuche mit Ökoanspruch

Immer wieder mal taucht irgendwo das Thema “Das Internet und seine Ökobilanz” auf. Und ja, es ist völlig klar, dass das Internet ein Netzwerk elektrisch betriebener Rechner ist und dadurch auch Energie braucht, die irgendwie erzeugt werden muss. Ein kleines Trostpflaster auf dem eigenen Ökogewissen, können die Websuchdienste Forestle und Ecocho bieten.
Diese versprechen nämlich, dass wenn man ihre Dienste nutzt, dass sie dafür Bäume pflanzen (Ecocho) bzw. Regenwald unter Schutz gestellen (Forestle), und damit was Gutes für die Ökobilanz tun.
Wer nun genauer über diese Suchmaschinen Bescheid wissen will, kann in den FAQ von Ecocho bzw. den FAQ von Forestle mehr über diese Ökosuchen und ihre Intention erfahren.
Die Suchergebnisse sind meiner Ansicht nach okay, aber nicht mit denen von Google zu vergleichen. Das ist aber eine nicht verifizierte Meinung und sollte niemand davon abhalten, sich erst mal bei einer der beiden Suchmaschinen umzusehen, bevor man zu Google zum Suchen geht.
von Matthias Zellmer
Etherpad: Einfach zusammen texten
Nein, das Etherpad hat nichts mit dem iPad zu tun. Es handelt sich dabei lediglich um eine Web-Anwendung mit der man gemeinsam an Texten arbeiten kann.
Inzwischen von Google aufgekauft, ist Etherpad jedoch freie Software, so dass es gegenwärtig einige Ableger der konkreten Anwendung gibt, wie etwa typewith.me oder Piratepad.
Im Kern besteht ein Etherpad-Objekt aus einem Text-Editor, einer Nutzer-Verwaltung und einem Chat … alles sehr leichtgewichtig gehalten. Zudem kommen noch ein paar Funktionen, wie etwa Import/Export und Zwischenspeichern. Auch verfügt Etherpad über einer kleine Zeitmaschine, mit der man sich detailliert die Zwischenstände des Erstellungsprozess ansehen kann.
Einen Account muss sich bei Etherpad niemand anlegen, die Mitschreiber werden über eine unikale URL eingeladen, die vom Aufbau einer z.B. via TinyURL verkürzen Web-Adresse entspricht. Wer höhere Ansprüche an die Sicherheit hat, kann Etherpad auch auf dem eigenen Server installieren.
Mir gefällt an Etherpad vor allem die Schnörkellosigkeit und seine Leichtigkeit. Zudem gehört es zu jenen Web-Anwendungen, die genau seinen Zweck erfüllen … nicht mehr, aber vor allem auch nicht weniger!
von Matthias Zellmer
Google TV vs. Fernsehen wie bisher
Neben Android 2.2 wurde gestern auf dem Developer Event Google I/O in SanFranciso auch Google TV vorgestellt. Google TV soll das Web auf den Fernseher bringen, d.h.: Blogs lesen, Social-Sertworking, Shopping,… direkt vom Fernseher aus. Und Video-Content aus dem Web, der jederzeit verfügbar ist (und in anderen Ländern auch einfach zugänglich, wie z.B. Fox.com oder Hulu.com in den USA), auf einem angemessenen Endgerät betrachten – dann, wenn man es möchte.
Vor allem der zweite Punkt hört sich wirklich interessant an. Zwar schaffen programmierbare Festplatten-Rekorder aktuell schon Abhilfe, wenn man einen Teil des TV-Programms sehen möchte – zum entsprechenden Zeitpunkt aber nicht vorm Fernseher sitzen kann. Wenn man nun aber etwas sehen möchte, was von den Sendeanstalten gerade nicht ausgestrahlt wird hilft einem diese Technik nicht weiter. Google TV dagegen kann diese Inhalte zur Verfügung stellen, da es unter anderem Kooperationen mit einer Reihe von PayPerView-Anbietern gibt und YouTube durchsuchbar sein wird.
Voraussetzung für ein gutes Web-Video-Erlebnis am Fernseher sind natürlich – und ganz unabhängig von Google TV – eine ausreichende (fette) Bandbreite und dass die Video-Inhalte im Web in einer ausreichend (fetten) Qualität zur Verfügung stehen.
Besonders interessant finde ich, dass Google TV zukünftig in bestimmten Fernseher-Modellen von Sony und Logitech direkt integriert sein wird. Für andere Modelle soll sich Google TV aber auch über die HDMI-Schnittstelle angebundene Settop-Boxen nachrüsten lassen. Google TV setzt als Betriebssystem Android ein und wird Chrome als Browser mitbringen. Damit können am Fernseh-Gerät auch Inhalte abgespielt werden, die im Flash-Format vorliegen. (Im Gegensatz zum schon 2006 vorgestellten Apple TV kann man mit Google TV auf das gesamte Web zugreifen – nicht nur auf Inhalte, die man via iTunes herunter lädt.)
Um dem User das neue Fernseh-Erlebnis möglichst einfach zu gestalten gibt es einen Start-Bildschirm, auf dem die favorisierten Inhalte abgelegt werden können und damit sehr schnell verfügbar sind. Zum Finden von Inhalten aus dem Web wurde eine “Bild im Bild”-Ansicht implementiert, über die man bei laufendem Programm parallel das Web durchsuchen kann.
Für mich stellt sich die Frage, wie Google TV bedient wird. Während der Präsentation auf der Bühne wurden Maus und Tastatur zur Steuerung von Google TV verwendet. Es ist aber angekündigt, dass Android-Handys(!) als Fernbedienung genutzt werden können sollen. Besonders interessant könnte in diesem Zusammenhang die Steuerung bestimmter Funktionen über Sprache werden.
Wie für viele (alle?) Google-Produkte wird es eine API und ein SDK geben, so dass Entwickler eigene Applikationen und Bedien-Möglichkeiten für GoogleTV schaffen können. Es ist außerdem geplant, die Plattform als Open-Source öffneltich zugänglich zu machen.
via techcrunch.com (arbeitet schön den Konkurrenz-Kampf mit Apple heraus), googlewatchblog.de (enthält viele technische Details), heise.de und thenextweb.com
von Katrin Schneider
SEO: Performance neues Ranking-Kriterium bei Google
Da ist mir gerade eine tolle Nachricht via uxzentrisch.de bzw. RSS-Reader rein geflattert: Für Google ist die Performance einer Website jetzt auch ein Ranking-Kriterium. Nachzulesen im Offiziellen Google-Blog.
Ich freue mich darüber, weil das im Umkehrschluss bedeutet, dass gut gecodete Websites, und hiermit dann vor allem auch sauber implementierte Systeme, eine Grundvoraussetzung fürs gut bei Google gefunden werden sind. Und ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder erlebt, dass Website-Betreiber immer gerne bereit sind, in die Suchmaschinenoptimierung (SEO) Geld und Zeit zu investieren. Wenn sich das also herum spricht, kann das nur zu einem Qualitätsschub fürs Web bedeuten.
Auch bei der CMS-Auswahl für die eigenen Web-Projekt mit SEO-Anspruch, sollten man nun unbedingt auch auf die Code-Qualität des Systems achten. Denn gut implementierte Systeme, sind auch schneller und damit performanter.
von Matthias Zellmer
PDFs automatisch in Google Docs öffnen
Gerade beim Arbeiten am Mac nervt mich der Umgang der Browser bzw. des Systems mit im Web referenzierten PDFs. Aber auch die Standard-Lösung unter Windows mit dem Adobe Reader, finde ich nicht gerade optimal. Darum freut es ich mich sehr, als ich auf die Browser-Erweiterung gPDF gestoßen bin. Diese hilft ein PDF direkt in Googles Dokumentenbetrachter zu öffnen.
gPDF gibt es als Erweiterung für Firefox, den Chrome und als Greasemonkey Script. Weitere Informationen gibt es auf der gut dokumentierten Anbieter-Seite.
von Matthias Zellmer



















