Google+Spiele

Seit heute morgen wird in meinem Google+, wie angekündigt, der neuer Menüpunkt Spiele angezeigt. Ich bin ja schon bei Facebook kein großer Freund dieser Spiel und nachdem ich dort mal ein, zwei ausprobiert hatte, habe ich sie nach kurzer Zeit wieder aus meiner Anwendungen-Liste verbannt.
Trotzdem habe ich heute morgen natürlich gleich mal auf den neuen Menüpunkt geklickt und einen Blick auf die Google+Spiele geworfen. Sogleich ist mir das fast schon berühmt-berüchtigte Angry Birds ins Auge gefallen. Es gibt aber noch zahlreiche andere Spiele. Im Spiele-Stream unter dem großen Spiele-Auswahlbereich, werden die Spielerfolge meiner Google+Bekannten dargestellt. Und wie mir scheint, auch nur dort. Denn in meinem “normalen” Google+Stream finde ich nichts von diesen Postings. Das ist meiner Ansicht nach eine deutlich besser gelöst als bei Facebook.
Das Spiele-Angebot ist derzeit mit 16 Spielen noch sehr überschaubar. Dafür scheint mir die Auswahl recht ausgewogen. So scheint mir … ich bin da wirklich kein Experte … z.B. Crime City eine Art Online-Rollenspiel zu sein, bei dem man zusammen mit anderen Google+Usern Mafia spielen kann. Es gibt aber, neben weiteren, auch Poker und typische Büropausen-Spiele wie Sudoku, Float-It! oder Diamond Dash.
Ich finde die offensichtliche Trennung zwischen Kommunikation und Spielen gut und wichtig. Es nervt mich bei Facebook schon oftmals, dass das dort nicht getrennt ist. Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass es sicher interessant zu beobachten sein wird, was die Spiele mit bzw. aus Google+ machen werden. Und jetzt probiere ich noch mal so ein Spiel aus … vielleicht sogar Angry Birds.
von Matthias Zellmer
Google+ … erste Einschätzung

Jetzt bin ich nun schon seit 5 Tagen in Google+ unterwegs und wie es sich für einen Blogger gehört, überlege ich seit dem, was ich mal über Google+ im Netzlogbuch schreiben könnte. Vielleicht sollte ich ganz von vorne anfangen.
Google+ ist ein Sociales Netzwerk mit Timeline und Funktionen (Bilder, Videos, Links, etc.) wie man sie z.B. auch von Facebook kennt, nur dass es dort (noch?) keine Spielchen und Applikationen gibt. Bei Google+ kann man seine Kontakte taggen wie bei Xing, nur dass man sie dort in Kreise packt. Bei Diaspora gibt es das auch, dort heißen die Tags bzw. Kreise, Aspekte … ist aber das gleiche Prinzip. In Google+ sind die Kontakte jedoch nicht bidirektional, sondern der Umgang mit den Kontakten gleicht eher dem Followerprinzip von Twitter.
So ließen sich Google+ und die anderen Social Networks noch eine Zeit lang auf ihre Social Media Pattern hin vergleichen. Was jedoch meiner Ansicht nach besonders interessant an Google+ ist, ist seine Einbindung in die restliche Google-Welt.

Schon vor einiger Zeit hat Google eine Menüleiste am oberen Rand der jedes Google-Services eingeführt. Inzwischen sind dort auch für Google+ Nutzer Punkte von Googles Social Network zu finden. D.h. bei jeder Nutzung eines Google Services wie etwa Google Mail, Google Reader oder Google Kalender bekommt man mit, ob sich für einen etwas in Google+ getan hat. Das aber als nicht als nervige Statusmeldung, sondern durch ein dezentes rotes Quadrat mit der Anzahl der ungesehenen Meldungen drin. Auch gut gelöst hat Google, dass, will man sich diese betreffenden Beiträge ansehen, man nicht zu Google+ wechseln muss, sondern diese über seiner aktuellen Anwendung eingeblendet bekommt. Dort kann man auch direkt reagieren.
D.h. Google+ integriert sich ganz unspektakulär in den Alltag der zahlreichen Nutzer von Google Services. Und dies sind nur all zu oft Menschen, die diese Services im Produktiveinsatz haben. Ich habe auch schon mehrere Stimmen gehört, dass Facebook doch eher was für die Freizeit sein, als Google+.
Mal sehen, wie es sich entwickelt. Derzeit kann man aber getrost von einem Hype sprechen … und wir alles wissen, dass es auf Hypes wohl bekannte weitere Phasen gibt.
von Matthias Zellmer
