Augmented Reality – einfach erklärt
“Erweiterte Realität”, wie die Augmented Reality eingedeutscht genannt wird, war schon mehrfach Thema im Netzlogbuch, nun haben sich kürzlich auch endlich meine Lieblingserklärer von der Common Craft Show dem Thema angenommen.
von Matthias Zellmer
Skyfire – Mobile-Brower der Flash kann
Als ich gestern Abend mit meinem Nokia-Smartphone im Ovi-Store gestöbert habe, bin ich auf den Mobile-Browser Skyfire aufmerksam geworden. In der Kurzbeschreibung wurde behauptet, dass er jedes Video abspielen kann. Das hat mich neugierig gemacht, da bisher alle Browser, die ich auf meinem Smartphone installiert hatte, kein Flash unterstützt haben und somit auch keine Flash-Videos abspielen.
Nachdem ich den kostenlosen Skyfire runtergeladen hatte, steuerte ich gleich mal das Netzlogbuch an, da ich ja wusste, dass dort noch die WE-Musik vom Freitag ganz oben zu finden sein sollte. Und siehe da! Skyfire spielte das eingebettete Youtube-Video klaglos ab. Da ich aber auch weiß, dass es für Youtube-Videos den einen oder anderen Workaround gibt, hab ich dann auch die ZDF-Mediathek getestet. Und nachdem auch hier die Videos abgespielt wurden, habe ich es mal mit einem Flash-Game probiert. Es lief zwar nicht flüssig, aber es lief.
Skyfire, den es derzeit nur für Windows Mobile und Nokia S60 3rd Edition bzw. 5th Edition gibt, macht auf mich auch ansonsten einen guten ersten Eindruck. Ich frage mich aber, wie mir dieser Browser bisher hat entgehen können?
von Matthias Zellmer
barcoo – Scan dir deine Produktinfo
Mir wurde kürzlich berichtet, dass es inzwischen Menschen gibt, die fast schon süchtig nach barcoo sind. Dies ist in erster Linie eine mobile Anwendung mit der man den Barcode auf Produkten einscannen kann, um dann auf der zugehörigen Webseite mehr darüber zu erfahren. Dieses “Mehr” sind zum einen der Preis, bzw. was dieses Produkt wo anders kostet, die Inhaltsstoffe und ihre Qualität, sowie die Einordnung des Produkts nach gesellschaftlich relevanten Kriterien, zum Beispiel im Bezug auf die Umwelt und die Firmen, die das Produkt auf den Markt bringen.
Gestern hab ich mich nun endlich auch mal aufgerafft und barcoo auf meinem Handy installiert und ausprobiert. Und ich muss sagen, dass ich ziemlich beeindruckt bin. Es funktioniert genau so einfach, wie in dem Video oben gezeigt.
Beim Deutschlandfunk haben sie sich übrigens kürzlich auch mal mit barcoo beschäftigt: Preisvergleich in der Hosentasche. In dem Beitrag gibt es auch ein paar kritischen Anmerkung, wie dass das Unternehmen hinter barcoo schließlich auch irgendwie Geld verdienen möchte, was für die Neutralität der Produkt-Infos ein Problem werden könnte. Es wird aber auch erläutert, dass barcoo durch User Generated Content etwas Interessantes zu Stande bringen könnte:
barcoo setzt auf ein ähnliches Modell wie Wikipedia: Alle Nutzer sind aufgerufen, die Datenbank mit ihren Prüfberichten und Informationen zu füttern. Zum Beispiel, die auf den Lebensmittelverpackungen aufgedruckten Nährwerte einzugeben – so wird nach und nach die von der Bundesregierung abgelehnte Lebensmittelampel Realität.
Als Fan der Idee der Lebensmittel-Ampel, finde ich barcoo allein deshalb schon super. Und da ich ja Optimist bin, erfreue ich mich einfach mal an den positiven Aspekten rund um die Anwendung. Außerdem erwarte ich als nächsten Innovationsschritt die Augmented Reality App von barcoo ;-)
von Matthias Zellmer
Wakemate macht das Handy zum sanften Wecker
Irgendwie habe ich mich in letzter Zeit recht häufig über Wecker unterhalten. Vor allem darüber, dass ich, wenn ich keinen Termin habe, auf die Dienste eines solchen verzichte. Was dazu geführt hat, dass mich nun mein innerer Wecker weckt und ich dadurch nicht nur ausgeschlafener bin, sondern interessanter Weise in aller Regel auch früher aufstehe. Das hat sicher auch etwas damit zu tun, dass ich so kaum völlig gerädert aus einer Tiefschlaf-Phase gerissen werde.
Für Handy-Besitzer, die meiner Methode nicht trauen und trotzdem lieber zu einem geeigneten Zeitpunkt im REM-Schlafzyklus geweckt werden wollen, gibt es bald den Wakemate. Das ist ein neues, mit dem iPhone und anderen mobilen Geräten kommunizierendes Armband, das den besten Weckzeitpunkt in einem vom Besitzer vorgegebenen Weckzeitfenster ermittelt und dann das mobile Gerät seinen Dienst als Wecker erledigen lässt.
Zudem hilft die zugehörige Software bei der Schlafanalyse und kann anhand in der Nacht gesammelter Daten dabei helfen, die Ursachen von Schlafstörungen zu erkennen.
Wakemate ist derzeit noch in der Pre-Order-Phase, die ersten Geräte sollen jedoch Ende Januar in den Verkauf gehen. Unterstützt werden neben dem iPhone, auch Android-Handys, Blackberrys, Windows Mobile Phones, Palms und Handys mit Java, sowie der iPod Touch.
Via gizmodo.de
von Matthias Zellmer
Audiko – Klingeltöne selbst generieren
Mit Audiko kann man einfach und schnell aus einer Audio-Quelle einen Klingelton generieren. Man lädt dort eine entsprechende Datei hoch oder gibt einfach die URL zu einer Datei oder auch zu einem Youtube-Video an, Audiko lädt diese dann zum Bearbeiten runter.
Das Bearbeiten ist dann ganz simple. Einfach den gewünschten Ausschnitt zurecht schieben und via Play-Funktion solange anhören, bis es passt. Man kann zudem noch sehr einfach bestimmen, ob Anfang bzw. Ende ein- oder ausfaden sollen. Dabei zeigt die Schnittfunktion bei Audiko auch an, wie lange ein Ausschnitt sein darf, damit es auch fürs iPhone passt.
Wenn man dann seinen individuellen Klingelton generiert hat, liegt er dann sogar in mehreren Versionen (mp3, iPhone, AMR) vor und kann zudem bequem z.B. via Twitter oder Facebook verbreitet werden. Oder auch per Embed-Code in eine Website eingebunden werden:
Natürlich muss man zusehen, bei der Nutzung von Audiko darauf zu achten, dass man das geltendes Recht eines Landes im Bezug auf Urheber und Rechteinhaber nicht verletzt. Aber das ist ja sicher selbstverständlich. Ansonsten ist Audiko eine feine Sache und ein durchdacht gemachtes Web-Tool, das einem obendrein den nächsten Anruf oder die nächste SMS etwas versüßen kann.
von Matthias Zellmer
TwittaRound – Auf dem iPhone live sehen, wo und was getwittert wird
Besitzers des neusten iPhones kommen mit TwittaRound vielleicht bald in den Genuss einer ganz besonders schönen Spielerei. Im Videomodus kann man dann die Gegend abscannen und sehen, welche lokalisierbaren Twitterer in der jeweils im Sichtbereich liegenden Richtung Tweets gepostet haben. Wenn ich das richtig verstehe, gibt es aber noch Probleme damit, dass Apple die App akzeptiert, da sie auch auf nicht Apple-APIs zurückgreift.
Mal sehen, was aus TwittaRound wird, die Idee ist mal wieder sehr interessant, denn sie verfolgt, wie die hier schon früher mal vorgestellten Apps Layar und Email’n'walk, den Augmented-Reality-Ansatz … den ich sehr spannend finde. Dieser Ansatz, die mit einer Kamera erfassbare Umgebung, mit irgendwelchen Infos zu ergänzen, dürfte auf vielen Gebieten sinnvoll einzusetzen sein. Wenn ich zum Beispiel vor einem Geschäft stehe, dann könnten mir schon davor die aktuellen Sonderangebote angezeigt werden. Oder wenn ich die Kamera auf ein Werbe-Plakat halte, dann könnte ich viel auch das Video zur Kampagne sehen. Den Anwendungsmöglichkeiten des Augmented-Reality-Ansatz sind sicher nahezu unbegrenzt.
Via gizmodo.de
von Matthias Zellmer
Layar – Erfahren, was die Handy-Kamera sieht
Ein kleiner Traum von mir könnte wahr werden. Gerade auf Reisen. Einfach das Handy in die Hand nehmen, den Browser Layar starten, via eingebauter Kamera die Gegend abscannen und wie der Terminator wissen, was man da so sieht. Hört sich doch gut an, oder?!
Vor allem in Ermangelung eines Android-Handys, habe ich die dafür entwickelte Software selbst noch nicht testen können, doch laut der Angaben des Herstellers SPRXmobile legen sich, wenn man die Umgebung damit abscannt, Info-Layer über das Sichtfenster und geben Informationen über die jeweiligen Orte, Gebäude, etc. preis. Zu den Nutzungsvoraussetzungen gehört nicht nur ein Android-fähiges Smartphone, sondern auch, dass diese Smartphone eine Kamera, GPS und einen Kompass eingebaut hat.
SPRXmobile nennt seine Software einen Augmented Reality Browser und verspricht damit eine Erweiterung der Realität, doch da wir inzwischen im Informationszeitalter und nicht mehr in den 1970er sind, handelt es sich hierbei nicht um das Bewusstsein erweiternde Drogen, sondern um Erkenntnis anreichernde Informationen. Okay, es sei denn, man steht vielleicht in Holland in der Nähe eines Coffeeshops, dann ist es ein ggf. eine Kombination aus beidem. Apropos Holland. Derzeit ist die Software wohl nur in den Niederlanden erhältlich, wo es schon Kooperationen mit einem Immobilien-Makler, einer Bank, dem soziale Netzwerk Hyves, einer Zeitarbeitsfirma und einer Versicherung (Informationen zu Gesundheitsdienstleistern) gibt. Aber es gibt schon Ankündigungen, sowohl bis Ende des Jahres auch in Deutschland an den Start zu gehen, sowie die Software auch auf das iPhone zu portieren.
Via createordie.de
von Matthias Zellmer
Long Term Evolution – Japan startet 2010 die 4. Mobilfunk-Generation
Mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde sollen die Japaner dank Long Term Evolution (LTE) ab 2010 mobil im Netz unterwegs sein können. Das LTE läutet dann die 4. Generation der Mobilfunkstandards ein und wird somit im Maximum fast 14mal schneller sein als die aktuelle 3. Generation … auch als UMTS gekannt.
Doch wie die Trendpiraten ganz richtig schreiben:
Wie auch bei UMTS sind die angepriesenen 100 Mbit/s zunächst nur ein theoretischer Wert: Early Adopter müssen sich zunächst mit 25 bis maximal 50 Mbit/s zufrieden geben, was aber immerhin deutlich schneller ist, als derzeit die meisten Deutschen mit ihren DSL-Leitungen im Netz unterwegs sind. Die höheren Downloadbandbreiten sollen nach Expertenschätzungen erst in gut 10 Jahren erreicht werden können. Ein feines Detail, das Netzbetreiber in ihrer Werbung sicherlich zu kaschieren wissen werden.
Jetzt wissen wir aber zumindest mal, wo die Reise mit dem mobilen Web grob hingehen wird. Bin mal gespannt, ob die Bundesrepublik dann irgendwann auch wieder so einen Reibach machen wird, wie einst bei der Versteigerung der UTMS-Lizenzen im Jahr 2000 …
von Matthias Zellmer
Qipit – Keep it. Share it.

Sie sind mal wieder auf einer Tagung oder in einem Business-Meeting und möchten gerne die Skizzen und Aufschriebe auf den Whiteboards oder Flipcharts als handliche Ausdrucke haben? Kein Problem! Nehmen Sie einfach Ihr Mobiltelefon zur Hand, fotografieren Sie das gewünschte Motiv und senden Sie eine MMS oder E-Mail an Qipit. Im Handumdrehen generiert Ihnen dieser Dienst ein tonersparendes, druckbares PDF-Dokument.
So oder zumindestens so ähnlich würde sicherlich die Marketing-Abteilung von Qipit ihren Dienst bewerben…
Einen Erfahrungsbericht eines Qipit-Testers gibt es hier.
Die “Computerwoche” erwähnt Qipit bereits im Zusammenhang mit den “besten Web 2.0 Tools für die tägliche Arbeit”.
von Simon Schmid
Geo-Coding = Real-World-Tagging

Gestern hat Erick Schonfeld von TechCrunch einen Beitrag geschrieben, in dem er sich mit Tagging und Geo-Coding beschäftigt. Die Quintessenz des Beitrags ist, dass das Versehen digitaler Daten mit Geo-Codes dem Taggen von Web-Inhalten entspricht; aber eben im Kontext der realen Welt.
Ende 2003 haben einige wenige Web-User damit angefangen, in entsprechenden Online-Diensten (zum Beispiel Delicious oder Flickr) Web-Inhalte mit Tags zu versehen. Besonders User Generated Content (UGC), der sonst oftmals nicht kategorisiert oder thematisch geordnet vorliegt, wurde dadurch einfacher durchsuchbar und Informationen wurden für andere User leichter zugänglich.
Seit einiger Zeit beschränkt sich das Taggen nicht mehr nur auf die inhaltliche Komponente von Daten. Über Geo-Coding werden Web-Inhalte in einen Zusammenhang mit Orte der realen Welt gestellt. Geo-Coding entspricht also dem Taggen der realen Welt.
Nahezu alle Online-Dienste, die USG zulassen, bieten die Möglichkeit, Daten mit Geo-Codes zu versehen. Und auch immer mehr Dienste für mobile Endgeräte fügen anfallenden Daten automatisch Geo-Codes hinzu; so zum Beispiel Brightkite oder auch Nokia’s Plazes oder Fried View.
Durch Geo-Coding werden aber nicht nur reale Orte getagt, sondern auch in einen sozialen, zeitlichen und oft auch ereignisbezogenen Zusammenhang gestellt. User posten Daten zu einem einem bestimmten Ort, an dem sie sich aus einem bestimmten Anlass aufhalten, zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Geo-Coding ist mit Sicherheit keine Alternative zum eigenen Erleben der realen Welt. (Irgendwie kommt mir in diesem Zusammenhang der Bordcomputer von Wall-E in den Sinn.) Doch die Daten, die zu einem realen Ort im Web vorliegen, können über Geo-Coding mit diesem verbunden und gefunden werden. Auf diese Weise kann Geo-Coding die eigene (unter Umständen auch erst zukünftige) Wahrnehmung eines Ortes ergänzen.
von Katrin Schneider




