TwittaRound – Auf dem iPhone live sehen, wo und was getwittert wird
Besitzers des neusten iPhones kommen mit TwittaRound vielleicht bald in den Genuss einer ganz besonders schönen Spielerei. Im Videomodus kann man dann die Gegend abscannen und sehen, welche lokalisierbaren Twitterer in der jeweils im Sichtbereich liegenden Richtung Tweets gepostet haben. Wenn ich das richtig verstehe, gibt es aber noch Probleme damit, dass Apple die App akzeptiert, da sie auch auf nicht Apple-APIs zurückgreift.
Mal sehen, was aus TwittaRound wird, die Idee ist mal wieder sehr interessant, denn sie verfolgt, wie die hier schon früher mal vorgestellten Apps Layar und Email’n'walk, den Augmented-Reality-Ansatz … den ich sehr spannend finde. Dieser Ansatz, die mit einer Kamera erfassbare Umgebung, mit irgendwelchen Infos zu ergänzen, dürfte auf vielen Gebieten sinnvoll einzusetzen sein. Wenn ich zum Beispiel vor einem Geschäft stehe, dann könnten mir schon davor die aktuellen Sonderangebote angezeigt werden. Oder wenn ich die Kamera auf ein Werbe-Plakat halte, dann könnte ich viel auch das Video zur Kampagne sehen. Den Anwendungsmöglichkeiten des Augmented-Reality-Ansatz sind sicher nahezu unbegrenzt.
Via gizmodo.de
von Matthias Zellmer
Layar – Erfahren, was die Handy-Kamera sieht
Ein kleiner Traum von mir könnte wahr werden. Gerade auf Reisen. Einfach das Handy in die Hand nehmen, den Browser Layar starten, via eingebauter Kamera die Gegend abscannen und wie der Terminator wissen, was man da so sieht. Hört sich doch gut an, oder?!
Vor allem in Ermangelung eines Android-Handys, habe ich die dafür entwickelte Software selbst noch nicht testen können, doch laut der Angaben des Herstellers SPRXmobile legen sich, wenn man die Umgebung damit abscannt, Info-Layer über das Sichtfenster und geben Informationen über die jeweiligen Orte, Gebäude, etc. preis. Zu den Nutzungsvoraussetzungen gehört nicht nur ein Android-fähiges Smartphone, sondern auch, dass diese Smartphone eine Kamera, GPS und einen Kompass eingebaut hat.
SPRXmobile nennt seine Software einen Augmented Reality Browser und verspricht damit eine Erweiterung der Realität, doch da wir inzwischen im Informationszeitalter und nicht mehr in den 1970er sind, handelt es sich hierbei nicht um das Bewusstsein erweiternde Drogen, sondern um Erkenntnis anreichernde Informationen. Okay, es sei denn, man steht vielleicht in Holland in der Nähe eines Coffeeshops, dann ist es ein ggf. eine Kombination aus beidem. Apropos Holland. Derzeit ist die Software wohl nur in den Niederlanden erhältlich, wo es schon Kooperationen mit einem Immobilien-Makler, einer Bank, dem soziale Netzwerk Hyves, einer Zeitarbeitsfirma und einer Versicherung (Informationen zu Gesundheitsdienstleistern) gibt. Aber es gibt schon Ankündigungen, sowohl bis Ende des Jahres auch in Deutschland an den Start zu gehen, sowie die Software auch auf das iPhone zu portieren.
Via createordie.de
von Matthias Zellmer
Long Term Evolution – Japan startet 2010 die 4. Mobilfunk-Generation
Mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde sollen die Japaner dank Long Term Evolution (LTE) ab 2010 mobil im Netz unterwegs sein können. Das LTE läutet dann die 4. Generation der Mobilfunkstandards ein und wird somit im Maximum fast 14mal schneller sein als die aktuelle 3. Generation … auch als UMTS gekannt.
Doch wie die Trendpiraten ganz richtig schreiben:
Wie auch bei UMTS sind die angepriesenen 100 Mbit/s zunächst nur ein theoretischer Wert: Early Adopter müssen sich zunächst mit 25 bis maximal 50 Mbit/s zufrieden geben, was aber immerhin deutlich schneller ist, als derzeit die meisten Deutschen mit ihren DSL-Leitungen im Netz unterwegs sind. Die höheren Downloadbandbreiten sollen nach Expertenschätzungen erst in gut 10 Jahren erreicht werden können. Ein feines Detail, das Netzbetreiber in ihrer Werbung sicherlich zu kaschieren wissen werden.
Jetzt wissen wir aber zumindest mal, wo die Reise mit dem mobilen Web grob hingehen wird. Bin mal gespannt, ob die Bundesrepublik dann irgendwann auch wieder so einen Reibach machen wird, wie einst bei der Versteigerung der UTMS-Lizenzen im Jahr 2000 …
von Matthias Zellmer
Qipit – Keep it. Share it.

Sie sind mal wieder auf einer Tagung oder in einem Business-Meeting und möchten gerne die Skizzen und Aufschriebe auf den Whiteboards oder Flipcharts als handliche Ausdrucke haben? Kein Problem! Nehmen Sie einfach Ihr Mobiltelefon zur Hand, fotografieren Sie das gewünschte Motiv und senden Sie eine MMS oder E-Mail an Qipit. Im Handumdrehen generiert Ihnen dieser Dienst ein tonersparendes, druckbares PDF-Dokument.
So oder zumindestens so ähnlich würde sicherlich die Marketing-Abteilung von Qipit ihren Dienst bewerben…
Einen Erfahrungsbericht eines Qipit-Testers gibt es hier.
Die “Computerwoche” erwähnt Qipit bereits im Zusammenhang mit den “besten Web 2.0 Tools für die tägliche Arbeit”.
von Simon Schmid
Geo-Coding = Real-World-Tagging

Gestern hat Erick Schonfeld von TechCrunch einen Beitrag geschrieben, in dem er sich mit Tagging und Geo-Coding beschäftigt. Die Quintessenz des Beitrags ist, dass das Versehen digitaler Daten mit Geo-Codes dem Taggen von Web-Inhalten entspricht; aber eben im Kontext der realen Welt.
Ende 2003 haben einige wenige Web-User damit angefangen, in entsprechenden Online-Diensten (zum Beispiel Delicious oder Flickr) Web-Inhalte mit Tags zu versehen. Besonders User Generated Content (UGC), der sonst oftmals nicht kategorisiert oder thematisch geordnet vorliegt, wurde dadurch einfacher durchsuchbar und Informationen wurden für andere User leichter zugänglich.
Seit einiger Zeit beschränkt sich das Taggen nicht mehr nur auf die inhaltliche Komponente von Daten. Über Geo-Coding werden Web-Inhalte in einen Zusammenhang mit Orte der realen Welt gestellt. Geo-Coding entspricht also dem Taggen der realen Welt.
Nahezu alle Online-Dienste, die USG zulassen, bieten die Möglichkeit, Daten mit Geo-Codes zu versehen. Und auch immer mehr Dienste für mobile Endgeräte fügen anfallenden Daten automatisch Geo-Codes hinzu; so zum Beispiel Brightkite oder auch Nokia’s Plazes oder Fried View.
Durch Geo-Coding werden aber nicht nur reale Orte getagt, sondern auch in einen sozialen, zeitlichen und oft auch ereignisbezogenen Zusammenhang gestellt. User posten Daten zu einem einem bestimmten Ort, an dem sie sich aus einem bestimmten Anlass aufhalten, zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Geo-Coding ist mit Sicherheit keine Alternative zum eigenen Erleben der realen Welt. (Irgendwie kommt mir in diesem Zusammenhang der Bordcomputer von Wall-E in den Sinn.) Doch die Daten, die zu einem realen Ort im Web vorliegen, können über Geo-Coding mit diesem verbunden und gefunden werden. Auf diese Weise kann Geo-Coding die eigene (unter Umständen auch erst zukünftige) Wahrnehmung eines Ortes ergänzen.
von Katrin Schneider

















