Android Source-Code nun komplett Open-Source

Nachdem von Anfang an geplant war, den gesamten Source-Code zu veröffentlichen war es gestern endlich so weit: die vollständige Implementierung des Handy-Betriebssystems Android kann nun hier eingesehen werden. Bisher waren nur die Entwickler-Kits zugänglich.

Die Code-Sammlung enthält unter anderem den Linux Kernel, die Application Platform, die System Library, Libraries zur Spracherkennung und Applikationen wie den Browser oder den Contact Manager.

Dave Bort und Dan Bornstein erläutern, was der Source-Code beinhaltet, wie er verwendet bzw. angesprochen werden kann, … :

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Bemerkenswert finde ich, dass in Verbindung mit Android zunehmend nur noch von Google als Herausgeber die Rede ist. Eigentlich hatte ich gedacht, dass die Open Headset Alliance der Herausgeber von Android ist. Im Beitrag von TechCrunch.org findet die OHA noch Erwähnung, GoogleWatchBlog.de dagegen spricht nur noch von Google.

skobbler – Freies mobiles Navigieren

Ich habe gerade in der c’t von skobbler gelesen. Ein kostenlos nutzbarer, mobiler Navigationsdienst in der Beta-Phase. Heise-News erklärt uns kurz, was hinter skobbler steckt.

Leider kommt skobbler für mich nicht zur mobile Navigation in Frage, da ich kein GPS-fähiges Handy besitze, aber angeschaut habe ich mir den Dienst trotzdem mal. Und zumindest habe ich so, mit meinem im Bezug auf seine mobilen Fähigkeiten schlichten Nokia 5610 XpressMusic, die Möglichkeit mobil auf Kartenmaterial zuzugreifen. Für mich schon mal ein Fortschritt.

Also, los geht’s: Die Registrierung verläuft schnell und reibungslos. Man kann sich einen Download-Link auf sein Handy schicken lassen, um skobbler mobile zu installieren. Wenn man Glück hat, findet sich in der Auswahlliste auch das eigene Handy-Modell. Ansonsten ist es gut, vorab schon zu wissen, welche Modelle mit dem eigenen kompatibel sind. Der Download der Software ging auch via GSM recht flott. Die Sprachdateien sind da schon etwas datenintensiver. Nun kann man die mobile Version von skobbler starten. Ich habe mal die Adresse unseres Büros gesucht und konnte sie auch gleich als Favorit bookmarken. Leider hat skobbler meine Heimatadresse nicht finden können. Das ist seltsam. Und hier hört auch schon der Nutzwert für GPS-lose Endgeräte auf. Schade, dass keine Ortung via Funkmasten vorgessen ist.

Die browserbasierten Funktionen von skobbler hab ich jetzt noch nicht weiter ausprobiert. Mach ich ein andermal …

Brightkite – Ortsbezogenes Social Network

Nachdem mir in letzter Zeit bei Twitter öfters mal Nachrichten in der Form “I’m at Musterstraße 1, 76543 Musteringen (Musterstraße 1, Musteringen, Baden-Württemberg 76543, DE) – http://bkite.com/abc01″ aufgefallen sind, habe ich am Wochenende auf dem Barcamp live Menschen beobachten können, die das Social Network Brightkite nutzten. Neugierig wie ich bin, habe ich mich jetzt mal zu Brightkite einladen lassen.

Gedacht ist Brightkite, um im Bedarfsfall z.B. auf einer Karte sehen zu können, wo die eigenen Freunde gerade sind oder ob jemand in der Nähe ist. Das Ganze nennt sich dann Location Based Community. Wie schon angedeutet, gibt es auch eine Schnittstelle zu Twitter. Aber auch zu anderen Web-Diensten wie MySpace, Last.fm oder Facebook.

Ich kann Brightkite ganz gut nutzen, da ich keine Paranoia im Bezug auf meine öffentliche Positionierung im Netz habe. Doch wer da vielleicht etwas vernünftiger ist als ich, kann seine Position auch nur für seine Freunde freigeben. Auch hier unterscheidet Brightkite scheinbar noch mal. Denn wenn man jemanden aus dem Netzwerk zu seinem Freund erklärt, kann man angeben, ob man der Person vertraut.

Natürlich hat Brightkite auch an die mobile Nutzung des Dienstes gedacht und bietet unter m.brightkite.com eine allgemeine Mobile-Site und unter i.brightkite.com eine Site fürs iPhone an. Weiter kann man auch zu den Orten an denen man sich befindet Bilder hochladen oder Notizen veröffentlichen.

Im Moment begreife ich Brightkite eher als Erweiterung zu Twitter, wie z.B. auch 12seconds oder TwitPic. Aber vielleicht wird ja noch mehr draus …

Erstes Android-Handy veröffentlicht

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Nach der Ankündigung der letzen Woche wurde gestern an vielen, vielen, vielen, vielen Stellen (und sicher noch vielen mehr) über die Veröffentlichung des ersten Android-Handys berichtet.

Hier die wichtigsten Fakten:

  • Das “Google Phone” ist ein Handy von HTC, trägt den Namen G1 und ist in schwarz und weiß verfügbar.
  • Es ist mit einem Touchscreen und einer kompletten Tastatur ausgestattet.
  • Das G1 erkennt nicht nur, ob es horizontal oder vertikal gehalten wird, sonder auch, in welche Himmelsrichtung.
  • Gesurft wird mit einer Light-Version von Google Chrome, E-Mails werden standardmäig über G-Mail versendet, Adressen werden in Google Maps geöffenet, usw. . Google-Applikationen sind auf dem G1 allgegenwärtig.
  • T-Mobile ist der erste Provider, der Android-Handys anbietet (allerdings gibt es keinen Exklusiv-Vertrag wie beim iPhone). Es soll 179 Dollar kosten und in Verbindung mit Verträgen verfügbar sein, die monatlich mit 25 bis 35 Dollar zu Buche schlagen.
  • Ab dem 22. Oktober wird das G1 in den USA über T-Mobile vertrieben. Zu diesen Zeitpukt wird auch der Android Market (Äquivalent zum App Store von Apple) launchen. Einige Applikationen sind aber aktuell schon verfügbar.
  • In Europa soll das G1 noch vor Weihnachten erscheinen. Im November ist der Release für Großbritannien geplant, im Rest Europas soll das G1 im ersten Quartal 2009 kommen.

Während der Veröffentlichungsveranstanltung in New York tauchten auch die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin überraschender Weise auf. Auf Roller-Blades …

Wer alles noch etwas genauer wissen möchte: ein Live-Blogging des Events gibt es hier.

24. September 2008
von Katrin Schneider
Profilbild von Katrin Schneider

Karte statt Fernsehzeitung, Handyvideo statt HD-TV

Das Web gerät immer mehr außer Kontrolle. Schuld daran sind diese allgegenwärtigen User. Nicht nur, dass es seit geraumer Zeit möglich ist, per Handy live Bewegtbild ins Netz zu übertragen, nein, jetzt ist es auch noch möglich auf einer Landkarte zu sehen, wo dies geschieht! Was ist aus unserer guten alten Fernsehkultur mit Sofa und Kartoffel-Chips geworden?

Android frustriert Entwickler

Logo Open Handset Alliance

Die Open Handset Alliance um Google lässt sich mächtig Zeit mit der Veröffentlichung einer aktualisierten Entwicklungsumgebung (SDK) für Android; eine Open-Source-Plattform für mobile Endgeräte. Darum haben nun dreißig Software-Entwickler sogar eine Petition unterschrieben, in der sie die baldige Veröffentlichung einer aktualisierten Version der Android-SDK fordern. Ist dies aus irgendeinem nachvollziehbaren Grund nicht möglich oder sinnvoll, so möchten die Unterschreiber zumindest die Gründe für diese Verzögerung erfahren.

Seit Februar gab es keine Updates der API mehr. Zudem ist die damals veröffentlichte API noch sehr fehlerhaft. Einige Entwickler, die sich für Android als Plattform entschieden haben, sind so frustriert, dass sie darüber nachdenken, die Plattform zu wechseln. Hier wäre wohl die des iPhones die derzeit naheliegendste Wahl, denn bei Apple gibt es für 99 $ eine verfügbares funktionierendes SDK.

Google und Konsorten haben damit möglicherweise einen entscheidenden Vorteil aus der Hand gegeben, denn sie waren mit der Ankündigung eines SDK für mobile Endgeräte wesentlich früher dran als ihre Konkurrenz. Da Android aber nicht so funktioniert wie es soll und Konkurrenten wie etwa Apple auch SDKs für mobile Endgeräte anbieten … auch wenn diese wesentlich später veröffentlicht wurden … sollte Google nun endlich mal in die Gänge kommen, damit ihnen nicht alle freien Entwickler weglaufen.

Via googlewatchblog.de und heise.de

Das iPhone ist viel mehr als nur ein Telefon

Apple iPhone 3G

In den Kommentaren zu meinem Netzlogbuch-Beitrag iPhone, iPhone, iPhone hat Zuckerbäckerin den aktuellen Hype um das iPhone 3G ein wenig mit den Worten relativieren wollen:

Herrgott, es ist ein Telephon!

Ist es wirklich nur ein Telefon? Ich würde es eher als Mobile Internet Device (MID) sehen. Und dass das iPhone gerade für das mobile Web einiges verändert, ist zu sehen, wenn man sich mal die Nutzungsdaten ansieht:

  • mobil Nachrichten lesen: iPhone-Nutzer 80%, andere 32%
  • mobile E-Mail: iPhone 70%, andere 26%
  • mobile TV/Video: iPhone 32%, andere 15%
  • Social Networking/Bloggen: iPhone 42%, andere 10%

Das iPhone ist also ein mächtiger Antreiber des mobilen Webs. Und wenn man mal bedenkt, dass es weltweit fast dreimal mehr Handys gibt als Computer, dann wird die Tragweite dessen, was das iPhone da einläutet schon viel klarer …

iPhone, iPhone, iPhone

Apple iPhone 3G

Völlig überraschend und von der Öffentlichkeit fast unbemerkt hat die Firma Apple ein Nachfolgemodell ihres 2007 auf den Markt gebrachten Mobiltelefons mit dem nicht den amtlichen Regeln der deutschen Rechtschreibung entsprechenden Namen iPhone in die Läden gebracht.

Okay … jetzt mal Spaß bei Seite. Natürlich hat das neue iPhone für einigen Wirbel gesorgt. Derzeit werden in allen möglichen Medien eine Meldung nach der anderen über das iPhone raus gehauen. Hier ein paar ausgesuchte Beispiele aus dem Web:

Studie: Mobile muss es einfach sein

Eine Studie von IBM bestätigt wohl, was ich immer dann auch bemerke, wenn ich mit meinem Handy irgendwelche Internet-Dienste wie E-Mail oder das Web nutze: Dann muss es schlichtweg einfach funktionieren.

Zum einen weil es immer noch recht kostenintensiv ist, wenn man derzeit mobil ins Netz geht … was sich hoffentlich bald ändert … und zum anderen, weil es trotz iPhone und Co. noch kaum ganzheitlich überzeugende und alltagstaugliche Eingabemöglichkeit gibt, wenn man z.B. auf dem Heimweg in der S-Bahn mal schnell eine Mail schreiben möchte oder ein Bestellung in einem Online-Shop tätigen möchte.

Laut Digital:next gibt es jedoch noch ein weiteres Problem im Bezug auf mobile Endgeräte:

Ein großes Problem bei der Bereitstellung von Inhalten ist vor allem aber die Vielzahl an Betriebssystemen und unterschiedlichen Endgeräten, weil die Nutzer eine möglichst einfache Anwendung der Inhalte wünschen. Daher sollten künftig nicht mehr die Anforderungen des Geräts, sondern die Anforderungen des anzubietenden Dienstes im Mittelpunkt der Soft- und Hardware-Entwicklung stehen. Die wichtigsten Kriterien für die mobilen Märkte der Zukunft seien aber vor allem ein günstiger Zugang mit einem günstigen Endgerät.

Allgemein muss man aber sagen, dass das Web weiter von der recht eingleisigen Ausrichtung auf die Ein-und Ausgabe am Rechner mit Tastatur und Monitor weg kommen sollte bzw. muss. Hier hilft schon mal die strikte Einhaltung des Paradigmas von der Trennung von Layout, Verhalten und Inhalten. So können mobile Dienste auf den Inhalten aufsetzen und nicht nur angepasste Layouts anbieten, sondern auch eine angepasste Nutzungslogik. Insgesamt ist dies vor allem eine Herausforderung an die Menschen, die Informationssysteme konzipieren und entwickeln.

Enkin – Die Realität als Karte

Enkin - Die Realität als Karte

“Was ist das für ein Gebäude da drüben?” Wie wäre es, wenn man die Frage einfach beantworten könnten, indem man sein Handy rausholt, eine kamera-basierte Anwendung startet und die Antwort automatisch auf dem Display hat? Das ist das Prinzip von Enkin … einer Anwendung, die die beiden Studenten Max Braun und Rafael Spring für Android entwickelt haben. Das Prinzip von Enkin erklären Braun und Spring recht anschaulich in einem Video auf enkin.net

Via googlewatchblog.de

schließen