Android als Netbook-Betriebssystem
Einige Unternehmen wie etwa Intel und Microsoft wollen den Netbook-Markt deckeln, indem sie Obergrenzen für alles mögliche einführen. Zum Beispiel will Microsoft, dass Netbook-Festplatten nicht größer als 16GB (SSD) oder 160GB (HDD) sein und nicht mehr als 1GB Arbeitsspeicher aufweisen dürfen. So soll gesteuert werden, dass die Verkäufe von “normalen” Notebooks nicht noch weiter abrutschen. Dies ist ein verständliches Ansinnen, das durch die doch eher geringe Akzeptanz von Linux als Netbook-Betriebssystem und dem (leider) immer noch nicht vorhandenem Apple-Netbook durchaus erfolgsversprechend erscheint.
Wenn da nicht mit Googles Android ein anderer Kandidat auf dem Markt der möglichen Netbook-Betriebssysteme aufgetaucht wäre. Aber warum eigentlich nicht? Statt einem veralteten oder abgespeckten neuen Betriebssystem, ist es doch auch durchaus denkbar, für den Netbook-Markt ein für mobile Endgeräte gedachtes System auszubauen, welches obendrein auch noch Open-Source ist.
Auch wenn Google vielleicht selbst noch gar nicht auf die Idee gekommen sein könnte … was ich mir irgendwie kaum vorstellen kann, was die Leutchen von Venturebeat da auf die Beine gestellt haben, dürfte Google gut und gerade Microsoft weniger gut gefallen. Es zeigt aber in jedem Fall, dass wenn man künstliche Beschränkungen einführen will, man schon über ein wirkliches und auch nachhaltiges Monopol verfügen sollte. Vielleicht hat Microsoft im Bezug auf die Beschränkungen für den Netbook-Markt vergessen, dass es inzwischen andere Spielkameraden im Bereich der Global Player gibt. Oder sie wollen es noch mal versuchen, wie in den guten alten Zeiten …
von Matthias Zellmer
Netzneutralität

Ich habe gerade über den heise-Newsticker einen Artikel zu einem Thema gelesen, dessen ich mir bisher nicht wirklich bewußt war: Netzneutralität.
Laut Wikipedia ist Netznautralität
eine Bezeichnung für die neutrale Datenübermittlung im Internet. Sie bedeutet, dass Zugangsanbieter (access providers) Datenpakete an ihre Kunden unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben, übertragen.
Diverse Netzbetreiber planen, die Daten zahlender Kunden auf einer Art “Überholspur” schneller auszuliefern als die “normaler” Kunden. Das wäre ein klarer Bruch der Netzneutralität. Der Grund, aus dem die Netzbetreiber die “Überholspuren” einrichten wollen, ist natürlich Geld. Allerdings geht es vornhemlich darum, den Ausbau der Netze für die Zukunft zu finanzieren.
Sowohl in Washington, wie auch im EU-Parlament wird darum gerungen, wie mit diesen Plänen der Netzbetreiber umgegangen werden soll. Die einen plädieren für eine gesetzliche Zusicherung der Netzneutralität, andere wollen, dass der Wettbewerb mehrerer Netzanbieter die Netzneutralität in einem gewissen Umfang erhält …
Da das Thema Netzneutralität sich vor nicht mal einer Stunde in meinem Hirn manifestiert hat, habe ich noch keine abschließende Meinung dazu. Allerdings frage ich mich schon, wie ich es geschafft habe, so lange (der zweite verlinkte Artikel ist vom Mai !!) nichts von der Diskussion mitzubekommen …
(das Bild stammt übrigens von flickr von wolframshuetteob)
von Katrin Schneider
Designskins – Geräte aufhübschen
In den aktuellen Startup-Charts von yeebase.de habe ich auf Platz 97 designskins.com von DeinDesign entdeckt. Dort kann man speziell auf bestimme Geräte zugeschnittene Design-Folien kaufen. Man hat die Möglichkeit aus bestehenden Designs auszuwählen oder mittels Online-Konfigurator ein eigenes Design erstellen. Ein Beispiel gefällig:
In der Produktinfo zu dem Beispiel oben steht:
Dieser DesignSkin wird individuell für dich angefertigt und passgenau auf das ausgewählte Gerät zugeschnitten. Damit dein bestes Stück und das Motiv vor hässlichen Kratzern geschützt sind, wird der DesignSkin mit einer hochglänzenden Schutzschicht versiegelt. Zur Herstellung unserer DesignSkins verwenden wir eine spezielle Vinylfolie mit Luftkanälen in der Klebestruktur. Dadurch lässt sich dein DesignSkin einfach und blasenfrei verkleben.
Hört sich nach einem schlüssigen Konzept an. Muss mich wohl in der Winterpause mal mit dem Thema MacBook aufhübschen beschäftigen …
von Matthias Zellmer
Techcrunch sucht User Genereted Web Tablet
Die Autoren von TechCrunch haben in einem Blog-Beitrag ihren Wunsch nach einer einfachen, erschwinglichen und sexy Apparatur geäußert, mit der man im Netz surfen kann und deren Abmessungen an die des MacBook Air angelehnt sein sollen. Obwohl: geäußert trifft es nicht ganz … sie haben ihre Leser aufgefordert, sich konkret an der Entwicklung eines solchen Geräts und der entsprechenden Software zu beteiligen.
Für die Hardware-Produktion haben die TechCrunch-Leute wohl eine Firma am Start … sie sprechen diesbezüglich von einer supply chain management company. Die Spezifikation der Hardware und die Anpassungen von Linux und Firefox würden dann TechCrunch und seine Community übernehmen.
Ein paar Eckdaten: Der gesamte Code soll OpenSource werden. Auf dem Tablet PC soll im Grunde kein Betriebssystem installiert sein, sondern nur direkt Firefox und Skype. Der von Techcrunch vorgeschlagene Name: Firefox Tablet … was aber sicher erst noch mit Mozilla abgeklärt werden muss.
Angedachter Funktionsumfang: So dünn wie möglich, ein Knopf zum Ein- und Abschalten, Audio-Ausgang, integrierte Kamera, Lautsprecher, Mikrofon, WiFi-Schnittstelle, vielleicht ein USB-Port, Akku, ½ Giga RAM, 4 Giga Festplatte. Daten werden ähnlich wie beim iPhone über das TouchPad eingegeben. Außerdem wäre es schön, wenn Skype per VOIP funktionieren würde. Zur Überbrückung von Offline-Phasen soll unter anderem eine Synchronisierung von Google Docs via Google Gears möglich sein.
Das Ziel ist es, ein solches Teil für circa 200$ herzustellen. Es soll ein kleines Team zusammengestellt werden, das sich um die Lösung der Aufgaben kümmert. Mitglieder dieses Teams, die erheblich zu diesem Projekt beigetragen haben, erhalten dann auch die ersten Prototypen zum Testen.
Es gibt bereits solche Tablets, allerdings sind die Teilchen nicht gerade billig. Das TechCrunch Web Tablet soll nicht nur erschwinglicher als eben diese sein, sondern auch portabler und flacher als Tablet PCs.
Hier in der Agentur gibt es schon Stimmen, die verkünden ließen, dass sie sich “des Ding auf jeden Fall kaufen”.
von Matthias Zellmer
Android frustriert Entwickler
Die Open Handset Alliance um Google lässt sich mächtig Zeit mit der Veröffentlichung einer aktualisierten Entwicklungsumgebung (SDK) für Android; eine Open-Source-Plattform für mobile Endgeräte. Darum haben nun dreißig Software-Entwickler sogar eine Petition unterschrieben, in der sie die baldige Veröffentlichung einer aktualisierten Version der Android-SDK fordern. Ist dies aus irgendeinem nachvollziehbaren Grund nicht möglich oder sinnvoll, so möchten die Unterschreiber zumindest die Gründe für diese Verzögerung erfahren.
Seit Februar gab es keine Updates der API mehr. Zudem ist die damals veröffentlichte API noch sehr fehlerhaft. Einige Entwickler, die sich für Android als Plattform entschieden haben, sind so frustriert, dass sie darüber nachdenken, die Plattform zu wechseln. Hier wäre wohl die des iPhones die derzeit naheliegendste Wahl, denn bei Apple gibt es für 99 $ eine verfügbares funktionierendes SDK.
Google und Konsorten haben damit möglicherweise einen entscheidenden Vorteil aus der Hand gegeben, denn sie waren mit der Ankündigung eines SDK für mobile Endgeräte wesentlich früher dran als ihre Konkurrenz. Da Android aber nicht so funktioniert wie es soll und Konkurrenten wie etwa Apple auch SDKs für mobile Endgeräte anbieten … auch wenn diese wesentlich später veröffentlicht wurden … sollte Google nun endlich mal in die Gänge kommen, damit ihnen nicht alle freien Entwickler weglaufen.
Via googlewatchblog.de und heise.de
von Matthias Zellmer
iPhone, iPhone, iPhone
Völlig überraschend und von der Öffentlichkeit fast unbemerkt hat die Firma Apple ein Nachfolgemodell ihres 2007 auf den Markt gebrachten Mobiltelefons mit dem nicht den amtlichen Regeln der deutschen Rechtschreibung entsprechenden Namen iPhone in die Läden gebracht.
Okay … jetzt mal Spaß bei Seite. Natürlich hat das neue iPhone für einigen Wirbel gesorgt. Derzeit werden in allen möglichen Medien eine Meldung nach der anderen über das iPhone raus gehauen. Hier ein paar ausgesuchte Beispiele aus dem Web:
- Riesen Andrang nach dem neuen iPhone, nicht genug Geräte vorhanden
- In USA gibt es gar nicht genug – wird die Versorgung künstlich limitiert?
- Eine Menge neuer Widgets/Applikationen für das iPhone durch den AppStore, unter anderen auch eine neue Google-Applikation
- Das iPhone 3G ist bereits geknackt
von Matthias Zellmer
Bei Panik am Rechner
Auch wenn noch so eindringlich auf dem Umschlag des Reiseführers Per Anhalter durch die Galaxis Don’t panic! steht. Manchmal passiert es einem doch … man reagiert panisch. Keine Ahnung, ob es einem besonders weiterhilft, wenn man gerade am Rechner sitzend panisch wird, dann einen USB-Panic-Button neben sich zu haben, aber lustig finde ich das Teil in jedem Fall!
von Matthias Zellmer
Studie: Mobile muss es einfach sein

Eine Studie von IBM bestätigt wohl, was ich immer dann auch bemerke, wenn ich mit meinem Handy irgendwelche Internet-Dienste wie E-Mail oder das Web nutze: Dann muss es schlichtweg einfach funktionieren.
Zum einen weil es immer noch recht kostenintensiv ist, wenn man derzeit mobil ins Netz geht … was sich hoffentlich bald ändert … und zum anderen, weil es trotz iPhone und Co. noch kaum ganzheitlich überzeugende und alltagstaugliche Eingabemöglichkeit gibt, wenn man z.B. auf dem Heimweg in der S-Bahn mal schnell eine Mail schreiben möchte oder ein Bestellung in einem Online-Shop tätigen möchte.
Laut Digital:next gibt es jedoch noch ein weiteres Problem im Bezug auf mobile Endgeräte:
Ein großes Problem bei der Bereitstellung von Inhalten ist vor allem aber die Vielzahl an Betriebssystemen und unterschiedlichen Endgeräten, weil die Nutzer eine möglichst einfache Anwendung der Inhalte wünschen. Daher sollten künftig nicht mehr die Anforderungen des Geräts, sondern die Anforderungen des anzubietenden Dienstes im Mittelpunkt der Soft- und Hardware-Entwicklung stehen. Die wichtigsten Kriterien für die mobilen Märkte der Zukunft seien aber vor allem ein günstiger Zugang mit einem günstigen Endgerät.
Allgemein muss man aber sagen, dass das Web weiter von der recht eingleisigen Ausrichtung auf die Ein-und Ausgabe am Rechner mit Tastatur und Monitor weg kommen sollte bzw. muss. Hier hilft schon mal die strikte Einhaltung des Paradigmas von der Trennung von Layout, Verhalten und Inhalten. So können mobile Dienste auf den Inhalten aufsetzen und nicht nur angepasste Layouts anbieten, sondern auch eine angepasste Nutzungslogik. Insgesamt ist dies vor allem eine Herausforderung an die Menschen, die Informationssysteme konzipieren und entwickeln.
von Matthias Zellmer
Ghostriding
Link: www.youtube.com
Da hätten wir um Haaresbreite einen Trend verpasst: Ghostriding. Was man dazu braucht? Nichts weiter als einen DeLorean und eine unbelebte Gasse. Sollte kein Problem darstellen.
Dank an unseren Trendscout Daphi.
P.S.: Okay, zur Not kann man auch erst einmal auf (neben) nem Zweier-Golf üben.
von Artur Richter
Das MacBook Air polarisiert

Bei uns in der Agentur gab es in den letzten Tagen vor allem zwei Diskussionsthemen, die immer wieder auf den Tisch kamen. Beide sind ultraflach: Dschungelcamp und MacBook Air.
Und beide Themen haben … nicht nur bei uns in der Küche … polarisiert. Wobei das MacBook Air als Diskussionsgrundlage eindeutig nachhaltiger sein sollte. Die Kommentare in der Küche, Presse und Blogosphäre gehen von einem mit leicht diabolischem Funkeln in den Augen verkündetem “Will ich haben!!!” (Küche) über ein sachliches “MacBook Air: 4 bis 19 mm hoch und 1,36 kg leicht” auf Golem.de bis zu “Apples neues MacBook Air … interessiert mich nicht die Bohne.” von Kai Müller, dem StyleSpion.
Ich persönlich … als relativ frisch gebackener Mac-Fan … finde das Teil erstmal extrem chick. Die etwas schwächere Rechenleistung ist mir dabei ziemlich egal, denn ich habe schon lange nicht mehr an einem neueren Rechner gesessen, dessen Rechenleistung mich in meinem alltäglichen Tun eingeschränkt hätte. Bin eben kein Zocker. Und den Kompromiss, das gute Stück eben hauptsächlich auf Funktechnik auszulegen, ist auch okay … ist schließlich ein ultramobiles Gerät. Nett wäre es, wenn Apple dem MacBook Air noch eine vernünftige Dockingstation spendieren würde.
Übel finde ich jedoch, dass das Teil in Deutschland schlappe 1700 € kosten soll und in den USA für knapp 1800 $ zu haben ist, was nach aktuellem Wechselkurs ungefähr 1230 € entspricht. Das ist ein Unterschied, der sich gewaschen hat!
Übrigens kann man das MacBook Air im deutschen Apple Shop schon vorbestellen. Die Lieferzeit wird mit 2-3 Wochen angegeben.
von Matthias Zellmer






