IGEL – Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage
Gestern ging unter leistungsschutzrecht.info die Kampagnen-Website der Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage, kurz IGEL, online. Die von Till Kreutzer ins Leben gerufene Initiative wendet sich gegen ein einseitiges Leistungsschutzrecht, dass nach Kreutzers Aussage »Allen außer den Verlegern« schadet und im Fall von freien Journalisten sogar deren »Urheberrechte “überlagert”«.
Auf der IGEL-Website heißt es dazu:
IGEL wurde in erster Linie aufgrund der Erkenntnis initiiert, dass es für ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger weder eine Notwendigkeit noch eine Rechtfertigung gibt. Ein solches Recht wird einerseits nicht benötigt und hat andererseits – unabhängig von dessen Ausgestaltung – zwangsläufig sehr bedenkliche Auswirkungen auf die Interessen Dritter und das Gemeinwohl.
Weitere Informationen, Argumente und die Möglichkeit gegen ein solches Leistungsschutzrecht mitzustreiten, gibt es auf leistungsschutzrecht.info.
von Matthias Zellmer
Initiative “Pro Netzneutralität” gegründet
Eine der absolut grundlegenden Ideen bei der Schöpfung des Internets, war, dass alle daran beteiligten Knotenrechner völlig neutral alle Datenpakete zu ihrem Zielpunkt weiterleiten. Damit sollte seine Ausfallsicherheit z.B. bei einem Atomschlag gewährleistet werden. Diese so genannte Netzneutralität ist heute noch eine der Grundpfeiler des Internets. Meine durch das Internet geschickten Daten haben die gleiche Wertigkeit, wie die von Barack Obama oder die von McDonalds. Demokratie wie sie im Buche steht.
Laut dem Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages definiert sich Netzneutralität folgendermaßen:
Der Begriff Netzneutralität bezeichnet die neutrale Übermittlung von Daten im Internet, das bedeutet eine gleichberechtigte Übertragung aller Datenpakete unabhängig davon, woher diese stammen, welchen Inhalt sie haben oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben.
Inzwischen wird das Internet jedoch so stark benutzt und beansprucht, dass es für die Betreiber der Netze durchaus eine Verdienstquelle sein kann, wenn sie Datenpakete gegen Gebühr bevorzugt und damit schneller durchleiten. Dies widerspricht jedoch grundlegend dem Paradigma der Netzneutralität und somit den demokratischen Grundstrukturen des Internets.
Darum gibt es auch zahlreiche Stimmen, bis hin zum US-Präsidenten Obama, die sich für die Netzneutralität einsetzen. Aus einigen dieser Stimmen ist nun auch die Initiative “Pro Netzneutralität” geworden.
Bei Pro Netzneutralität kann man jetzt seine Stimme für eine Erklärung zur Netzneutralität abgeben und damit einen zähl- und vorzeigbaren Beitrag zu diesem wichtigen Thema leisten.
via netzwertig.com
von Matthias Zellmer


