Reduziertes Nutzungskonzept beim Künstler Teo Skaffa

I’m Teo Skaffa and I like to draw cats. I also like my beard. So yeah …

Das ist, was man über Teo Skaffa auf seiner Website erfährt. Weiter gibt es darauf aber noch einiges zu entdecken. Neben den Katzenbildern, der extrem pixeligen Textdarstellung, vor allem ein interessantes Website-Nutzungskonzept.

Ich empfinde es als so interessant, da es so reduziert ist. Im Kern sind es folgende Elemente, die auf der Website genutzt werden:

Leider ist die Website komplett in Flash umgesetzt. Aber nachdem was ich am Montag hier gepostet habe, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis solche Website auf Basis von HTML/CSS/JavaScript auftauchen … bzw. entdeckt werden.

Web-Interface-Regel: Lass sie es vor Ort tun

target

Aus der Historie des World Wide Webs ist es gar nicht so selbstverständlich, dass man User etwas genau dort erledigen lässt, wo es vom Kontext her sinnvoll ist. Doch mit dem Selbstverständnis, das mit dem Web2.0 Einzug hielt, ist dies jedoch immer üblicher geworden. Aber machen wir es mal an einem konkreten Beispiel fest.

Will man bei Twitter seine Mail-Adresse ändern, möchte Twitter, dass man dies mit der Eingabe seiner Mail-Adresse bestätigt. Dazu muss man in den Settings-Bereich bei seinem Twitter-Account gehen. Ausschnittsweise sieht das dann so aus:

twittersettings1

Um nun die Mail-Adresse zu ändern, klickt man in das entsprechende Feld. Daraufhin öffnet sich direkt darunter das Feld, das die bestätigende Eingabe des Passworts einfordert:

twittersettings2

Nach der Änderung der Mail-Adresse und der Eingabe des Passworts, können dann die geänderten Einstellungen gespeichert werden.

Diese Vorgehensweise hat Vorteile gegenüber anderen Lösungen. So weiß der Nutzer immer, was gerade Sache ist. Denn will er zum Beispiel seine Zeitzone oder seine eingetragene Website ändern, verlangt Twitter dazu nicht die Eingabe des Passworts. Auch könnte Twitter sich die Mail-Adressen-Änderung in einem weiteren Schritt bestätigen lassen. Hat der Nutzer aber gerade sein Passwort nicht zur Hand, so muss er den Vorgang abbrechen. Kein großes Drama, aber die sind nur all zu oft nicht nötig, um einen Nutzer zu vergraulen. Und wenn man nicht Twitter ist, und keine so exponierte Stellung unter seinen Wettbewerbern hat, sind es oft gerade diese Kleinigkeiten, die die Nutzerzufriedenheit und somit seine Treue festigen.

Computerunterstützes Leben

Pranav Mistry ist es wichtig, dass Computertechnologien dem Menschen dienen. Er möchte, dass sie uns im alltäglichen Leben immer und überall zur Verfügung stehen. Jedoch sollen wir uns dabei nicht an den Input- und Output-Möglichkeiten der Computer bzw. der Geräte orientieren, sondern sie sich an uns. In seinem TED-Vortrag zeigt er auf wirklich beeindruckende Weise, welche Erfolge er durch seine Forschungsarbeiten am MIT schon erziehen konnte.

Mich hat der Vortag von Pranav Mistry wirklich sehr beeindruckt. Vor allem hat mich beeindruckt, dass als ihn der Moderator am Ende fragt, mit welchen Konzerne er wegen seiner Arbeiten schon in Verbindung steht, er recht schnell über den Kern der Frage hinweg gegangen ist und gleich aufzeigt, dass seine Arbeiten auch für Menschen mit Behinderungen von Bedeutung sind. Schlussendlich machte Mistry deutlich, dass er will, dass seine Arbeiten möglichst zum Nutzen für alle Menschen eingesetzt werden und dass er sie auch als Open Source verbreiten will!

Mehr zu Pranav Mistry und zu seiner Sixth Sense Technologie gibt auf pranavmistry.com und dort auf der zugehörigen Projektseite.

Gefunden bei den blogpiloten.de

CrunchPad gescheitert

crunchpad

Im Juli 2008 schrieb Michael Arrington von TechCrunch einen Beitrag, in dem er sich einen Tablet-Computer wünscht, der sich per TouchScreen bedienen lässt und der vornehmlich zum Surfen im Web dienen soll. Seit diesem Beitrag haben wir mehr oder weniger vollständig die Entwicklung des CrunchPads verfolgt.
Im gleichen Beitrag rief Arrington die Entwicklergemeinde und Firmen auf, sich bei ihm zu melden, wenn Interesse daran bestünde, an der Umsetzung eines solchen Geräts mitzuarbeiten. Wichtig waren Arrington von Anfang an ein günstiger Anschaffungspreis (anfangs 200$, später 300$) und dass das Gerät so weit wie irgend möglich Open-Source ist.

In den letzen eineinhalb Jahren wurde aus der ersten Idee ein Gerät, dessen Hardware und User-Interface sich laut Arrington wirklich sehen lassen konnten und das ersten Test-Nutzer wirklich Freude zu bereiten schien. Für den 20.November war die Einführung des CrunchPads geplant, die Massenproduktion sollte 2010 beginnen.
Eine Vielzahl von Kooperationspartner wie zum Beispiel Intel unterstützen das Projekt, um einen günstigen Anschaffungspreis zu ermöglichen und dem TechCrunch-Team den Vertrieb des CrunchPads so einfach wie möglich zu machen.

Am 17.November wurde dann das vorläufige Ende des CrunchPads besiegelt: Die Partner-Firma Fusion Garage, die schließlich die Hardware-Entwicklung übernommen hatte, benachrichtigte TechCrunch, dass die Anteilseigner der Firma beschlossen hätten, das Gerät ohne weitere Beteiligung von TechCrunch vertreiben zu wollen.
Aber sowohl das geistige Eigentum am CrunchPad, wie auch die Marke CrunchPad gehören TechCrunch. Doch dies reicht scheinbar rechtlich nicht aus, um das Gerät seitens TechCrunch mit einem anderen Partner weiter produzieren zu dürfen. Ebenso wenig gestattet es die rechtliche Lage wohl (zum Glück) Fusion Garage, das CrunchPad ohne Einwilligung von TechCrunch weiter zu produzieren.

In seinem Beitrag zum Scheitern des CrunchPads bringt Arrington immer wieder seine Enttäuschung und Trauer darüber zum Ausdruck, dass ein Projekt, für das sich so viele unterschiedliche Partner ohne Profitgedanken eingebracht und begeistert haben, an den (ich nehme doch einmal stark an monetären) Bestrebungen der Anteilseigner von Fusion Garage scheitert.
Und das sehe ich ganz genauso wie er!

Mockingbird – Online-Wireframe-Tool

mockingbird

Vor zwei Tagen wurde das kostenfreie Online-Wireframe-Tool Mockingbird gelauncht. Ich hab es heute Morgen ein wenig getestet und muss sagen, dass ich echt schwer beeindruckt bin.

Mockingbird selbst spricht von “Wireframes on the fly”, und genau das macht dieses Tool. Und das sehr überzeugend. Manchmal wundert man sich schon, was so eine Web-Applikation inzwischen alles kann. Drag’n'Drop, Tastaturkürzel wie Strg+C und Strg+V, Elemente aneinander ausrichten und vieles mehr, verleiht dem Nutzer hier ein echte Desktop-Feeling.

Auf die Schnelle habe ich mal den oberen Teil dieses Blog nachgebaut, die man natürlich per URL verbreiten oder per iframe anbinden kann:

Mockingbird stellt die zentralen UI-Elemente einer Website zur Verfügung und lässt den Nutzer mehrere Seiten pro Projekt anlegen. Diese können dann auch untereinander verlinkt werden. Dazu zieht man die Page aus der Box oben links auf den Link. Fertig. Das Ergebnis kann man sich dann im Preview-Modus (siehe oben) ansehen. Weiterhin lassen sich einzelne Elemente gruppieren und in der Größe anpassen. Leider kann man bei Text-Elementen nur die Schriftgröße anpassen und keine Auszeichnungen wie fett oder kursiv vornehmen. Auch wäre es nett, wenn man in einem Text auch mal einen Link setzen könnte. Kann ja noch kommen.

Kleines Detail noch am Rande. Vor ein paar Tagen habe ich auf dem Blog uxzentrisch an einer Diskussion über Anmelde- und Registrierungselemente teilgenommen. Interessanterweise ermöglicht Mockingbird das Anmelden bzw. Registrierungen genau in der dort von mir vorgeschlagenen Art und Weise. Dort bekommt man erst einmal nur ein Formular und wenn die eingegebene Mail-Adresse unbekannt ist, wird das Anmeldemodul um ein Feld zu Passwortbestätigung erweitert und somit zur Registrierung. Sehr innovativ, wie ich finde.

mockingbird_reg

Allgemein macht Mockingbird auf mich schon einen sehr ausgereiften Eindruck und verblüfft durch sein ausgereifte Interface. Respekt!

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