Schickt den IE6 in die Rente

Schon mehrfach, mehrfach, mehrfach habe ich mich mit dem Internet Explorer in der Version 6 beschäftigt. Dieser Browser wird im August 10 Jahre alt und gehört nun endlich in Rente geschickt.

Selbst Microsoft ist dieser Meinung und hat auf der diesjährigen CeBIT die Aktion IE6 Countdown gestartet. Deren Ziel ist es, die Nutzerquote des des Browser-Dinosauriers auf unter 1% zu bringen. Wie die Grafik oben zeigt, wird Microsoft vor allem in Asien noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssen.

Aber auch in Deutschland ist das 1%-Ziel noch nicht erreicht. Laut IE6 Countdown hat der IE6 noch einen Marktanteil von 2,9%. Also: Haltet die Augen offen, ob nicht vielleicht doch noch irgendwer in eurem Umfeld den IE6 benutzt und gar nicht weiß, was er seiner Nutzerperformance und seiner IT-Sicherheit damit antut.

CSS3 Pie – CSS-Workarounds für alte IEs

Noch vor ein paar Jahren war es hauptsächlich der Netscape 4, der die Web-Entwickler regelmäßig zu irgendwelchen Hacks und Workarounds getrieben hat. In den letzten Jahren hat sich der Internet Explorer (IE), vor allem in der Version 6, zu dessen legitimen Nachfolger gemausert.

Eine neue Website, die Workarounds für alte IEs anbietet, ist CSS3 Pie. Derzeit ist dort nur eine Demo für einen Workaround zu Farbverläufen, Schatten und abgerundete Ecken, aber wenn ich die Ankündigung auf der Site richtig interpretieren, können wir schon bald mit weiteren Sachen rechnen.

Checkliste für Webdesigner

Auf findmebyip.com gibt es eine ganz ansehnlich HTML5/CSS3-Checkliste für Webdesigner. Mit ihr lässt sich recht schnell abchecken, was im Bezug auf HTML5 und CSS3 in den verschiedenen Browsern bei Mac und Windows-Rechnern alles funktioniert und vor allem, was nicht.

Es ist dabei keine große Überraschung, dass vor allem die Internet Explorer (IE 6-8) dabei nicht gerade gut abschneiden. Bleibt zu hoffen, dass der für Ende 2010 erwartete IE 9 da einiges an Boden wieder wettmacht. In der im März veröffentlichen Entwickler-Version des IE 9 soll ja gerade im Bezug auf CSS3 schon einiges möglich sein.

Gefunden habe ich den Link zu der Webdesigner’s Checklist in einem auch interessanten Dr.Web-Magazin-Artikel zum Thema Web-Typografie.

Googles Chrome überholt Apples Safari

Während sich im so genannten Browser-Kampf ganz vorne inzwischen Mozillas Firefox und Microsofts Internet Explorer zumindest bei den aktuellen Versionen auf Augenhöhe gegenübertreten, hat es im hinteren Feld laut der Net Applications Dezember-Statistik Googles Browser-Frischling Chrome geschafft, ganz knapp an Apples Safari vorbei zu ziehen.

Diese Entwicklung ist sicherlich auch dem geschuldet, dass Google den Chrome nun auch für Mac OS und Linux anbietet. Zudem ist es inzwischen auch möglich, den Chrome durch Plugins Dritter zu erweitern.

Auch in meinem persönlichen Umfeld sind inzwischen einige umgestiegen und nutzen den Chrome als ihren Erstbrowser. Sie äußern sich dabei durchaus zufriedenen … gerade im Bezug auf seine Schnelligkeit.

Dass sich Googles Chrome langsam zu etablieren scheint, ist auch vor dem Hintergrund von Googles Strategie bzgl. eigener Plattformen wie Android und Chrome OS interessant. In einer immer vernetzteren Welt mit solchen immer relevanten Phänomenen wie Cloud Computing und mobile Internet-Nutzung, scheint sich Google derzeit durchaus zukunftsweisend aufzustellen. Was aber eigentlich für niemanden eine Überraschung sein dürfte.

Via linux-community.de

Browser-Performance: JavaScript vs. HTML

html_vs_js

Gestern bin ich auf AjaxLine.com auf einen interessanten Artikel gestoßen, der sich mit der Performance von Browsern bezüglich JavaScript befasst. Wie der Titel “The Browsers Performance in Dependence of HTML Coding” schon sagt, ist dieser Artikel kein weiterer reiner Vergleich der JavaScript-Engines verschiedener Browser. Vielmehr beschäftigt er sich damit, wie performant Browser JavaScript in Abhängigkeit vom zu rendernden HTML-Code ausführen.

Der Autor, Sergey Chikuyonok (Blog), hat verschiedene HTML-Konstrukte in folgenden Browsern getestet: IE6, IE7, IE8b2, FF2, FF3, FF3.1a, Opera 9.62, Chrome 0.3, Safari 3.1.2, FF3 (Mac), FF3.1a (Mac), Safari 3.1.2 (Mac), Opera 9.6.1 (Mac), WebKit r37790 (Mac).
Es wurde beispielsweise überprüft, ob absolute oder relative Positionierung von Elementen performanter ist, oder wie sich die Anzahl der DOM-Elemente auf die Browser-Performance auswirkt. Die Ergebnisse der einzelnen Test sind jeweils grafisch aufbereitet dargestellt. Aus besonders eindeutigen Ergebnissen formuliert Chikuyonok außerdem klare Handlungsanweisungen.
Am Ende des Artikels befindet sich ein Resümee, in dem folgende Maßnahmen zur Verbesserung der Browser-Performance vorgeschlagen werden:

  • interaktive Elemente sollten absolut positioniert werden
  • interaktive Elemente sollten bereits von Anfang an bedacht und eingeplant und nicht nachträglich eingefügt werden
  • zu viele Elemente auf einer Seite können sich negativ auf die Performance auswirken
  • gleiches gilt für zu tiefes Verschachteln von Elementen
  • das Verwenden von <img />-Elementen ist performanter als das Einsetzen des Background-Image-Attributs
  • Bilder sollten nicht vom Browser skaliert werden

Die getesteten HTML-Konstrukte sind typisch für Szenarien, in denen DOM-Manipulation über JavaScript stattfindet. Doch das Befolgen einiger der vorgeschlagenen Maßnahmen – wie beispielsweise der Verzicht auf Skalierung von Bildern über den Browser – ist sicher auch ratsam, wenn kein JavaScript zum Einsatz kommt.

via spic

10 Jahre Mozilla

10 Jahre Mozilla

Um sicher zu gehen, dass es nicht als Aprilscherz missverstanden wird, wurde die Vorabversion vom Netscape Communicator 5.0 nicht am 1. April 1998, sondern einen Tag vorher veröffentlicht. Und damit heute vor genau 10 Jahren. Spaß beiseite, sicher gab es ganz andere Gründe für diesen Termin. Jedenfalls erblickte damit ein Projekt das Licht der Welt, dass heute als wichtiger Faktor im Bereich Web-Software gilt: Mozilla.

Dabei finde ich nicht die Marktanteile, die z.B. der Firefox-Browser oder auch der Thunderbird-Mail-Client inzwischen erzielen, bemerkenswert. Sondern viel mehr den Druck, den eine OpenSource-Organisation wie Mozilla auf den Softwareriesen Microsoft hat ausüben können. Ich denke, dass wir die Tatsache, dass Microsoft sich bei der Entwicklung ihrer neueren Versionen des Internet Explorers an gewisse Standards hält und vielleicht überhaupt wieder intensiv an ihrer Browser-Software arbeitet, ist zu einem guten Stück auch Mozilla zu verdanken.

Via: Golem

Browserkrieg reloaded

Firefox 3 gegen Internet Explorer 8

Einen netten Artikel mit dem Titel “Der Browser-Krieg geht weiter – Firefox 3 gegen Internet-Explorer 8” hat heute Peer Wandiger im Blog Selbständig im Netz veröffentlicht.

Unter anderem vergleicht er darin die beiden Browser im Bezug auf ihre Neuerungen, geht kurz darauf ein, was sich für die Web-Entwickler ändert und verweist auch auf die unvermeidlichen Browser-Statistiken. Wobei ich mich bei den Browser-Statistiken immer Frage, wie aussagekräftig diese eigentlich sind. Sollte in einer solchen Statistik nicht auch die Nutzungsdauer mit einfließen? Ich hab das Gefühl, dass vor allem so genannte “Heavy Webuser” eher dazu neigen nicht den Internet Explorer zu nutzen.

Als ich die die Versionsnummer “8″ beim Internet Explorer gelesen habe, ist mir ein Ausspruch von meinem ehemaligen Software-Technik-Professor eingefallen. Sinngemäß hat dieser gesagt, dass ein Software-Produkt erfahrungsgemäß ab der Version 7 keine nennenswerten Verbesserungen mehr zu bieten hat und dann mit zunehmender Versionsnummer eher immer schlechter wird. Eine Richtlinie, die sich meiner Ansicht nach schon bei vielen Software-Produkten bewahrheitet hat.

Gestern habe ich übrigens mal die 4. Beta des Firefox 3 installiert und mir ist sofort der deutlich schnellere Seitenaufbau aufgefallen. Ich muss jedoch zugeben, dass ich auch keine Add-Ons aktiviert hatte. Diese bremsen den Firefox üblicherweise schon immer etwas aus.

Bin mal gespannt, wie dieser “Krieg” nun weitergeht …

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