Beste Olympia-Info-Site: Wikipedia

Die 2008er Olympischen Spiele in Peking laufen nun schon ein paar Tage. Wie es sich für einen web-affinen Menschen, lasse ich mich nicht nur vom TV-Angebot berieseln, sondern suche auch regelmäßig Informationen im Netz.

Ziemlich enttäuscht haben mich die üblichen Verdächtigen unter den Sport-Sites, welche ich ansonsten gerne im Bezug auf Sport-News konsultiere. Mein aktueller Favorit ist witzigerweise Wikipedia.

Nicht nur die zu erwartenden lexikalischen Informationen zum Thema Olympische Spiele im Allgemeinen sind dort zu finden. Auch die Spiele in Peking werden von den Wikipedianern sehr aktuell dokumentiert … und das recht übersichtlich und ziemlich zeitnah. Respekt!

iPhone, iPhone, iPhone

Apple iPhone 3G

Völlig überraschend und von der Öffentlichkeit fast unbemerkt hat die Firma Apple ein Nachfolgemodell ihres 2007 auf den Markt gebrachten Mobiltelefons mit dem nicht den amtlichen Regeln der deutschen Rechtschreibung entsprechenden Namen iPhone in die Läden gebracht.

Okay … jetzt mal Spaß bei Seite. Natürlich hat das neue iPhone für einigen Wirbel gesorgt. Derzeit werden in allen möglichen Medien eine Meldung nach der anderen über das iPhone raus gehauen. Hier ein paar ausgesuchte Beispiele aus dem Web:

Quoten, Klicks und Kohle

Quoten, Klicks und Kohle

Erstmals seit Jahren ist der Durchschnitts-Fernsehkonsum in Deutschland gesunken – auf nunmehr 208 Minuten täglich. Ein Trendwende zeichnet sich ab. Denn zugleich wächst die Bedeutung des Internets: Schon heute surfen mehr als 60 Prozent der Bürger im Netz. Für junge Leute unter 30 ist mittlerweile der Computer das Medium der Wahl.

Gestern Abend lief im SWR-Fernsehen eine sehr interessante Sendung mit dem Titel “Quoten, Klicks und Kohle – Der Kampf um die Zuschauer”, welche sich genau mit dieser Situation befasste. Die etablierten Medien wie zum Beispiel das Fernsehen verlagern ihre Inhalte mehr und mehr ins Web, wo mittlerweile ein riesiger Wettbewerbsdruck entstanden ist. Will man sich von der Masse abheben, müssen immer neue Verbreitungswege für Bilder, Töne und Texte gegangen werden. Auch die Themen Öffentlich-rechtliche Sender vs. “Bezahl”-Inhalte im Web und die Veränderung des Journalismus durch die digitale Medienrevolution werden angerissen – aber seht selbst:

Download der Sendung (MP4-Format)

via SWR

Vorschlag: Öffentlich-rechtliche Internet-Anstalt

Vorschlag: Öffentlich-rechtliche Internet-Anstalt
Es gibt mal wieder Diskussionen über die Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Rundfunk-Anstalten im Netz. Nun soll es ARD und ZDF weitgehend untersagt werden Textbeiträge im Internet zu veröffentlichen.

Schon lange ermüdet mich diese Diskussion. Aber besonders nervt mich, dass die privaten Wettbewerber von ARD und ZDF so dermaßen offensichtlich die Anstrengungen der öffentlich rechtlichen Konkurrenz nur mit dem Augenmerk torpedieren, um die eigenen Inhalte leichter ans Volk zu bringen. Da wird Chancengleichheit eingefordert und auf eine ursprüngliche Ausrichtung hingewiesen, die in den Zeiten des Internets keine ausschließliche Relevanz mehr haben kann.

Vielleicht sollte einfach eine öffentlich-rechtliche Internet-Anstalt gegründet werden. Dann können Kritiker der Internet-Aktivitäten von ARD und ZDF wenigstens nicht mehr mit dieser schwachen Argumentation daher kommen. Aber auch dies würde nur das Problem verlagern. RTL, Bild und Co. sollten aber in jedem Fall nicht vergessen, dass es im Internet (noch?) etwas aufgeklärter zu geht. Vielleicht nicht in der breiten Masse, aber alleine solchen Beispiele wie etwas bildblog zeigen, dass dem so ist.

Also liebe Kritiker der öffentlich-rechtlichen Aktivitäten im Netz, schaut drauf, dass eure Inhalte qualitativ gut und interessant sind, dann braucht ihr auch nicht solche Pseudo-Spielchen zu veranstalten.

Erfolgreiche Communities – Ein Veranstaltungsbesuch

Erfolgreiche Communities: KWICK!, Fudder und imedo

Gestern Abend habe ich mal wieder eine Veranstaltung der MFG Baden-Württemberg besucht. Dieses Mal war das Thema “Erfolgreiche Communities: Auf was es wirklich ankommt!”. Als Referenten konnte die MFG drei Vertreter von namhaften Communities mit Sitz in Baden-Württemberg gewinnen können.

Den Anfang machte Markus Hofmann, Projektleiter von fudder.de aus Freiburg. fudder ist eine Grimme Preis dekorierte regionale Community, die ihren Schwerpunkt auf lokale Themen aus dem Raum Freiburg legt. Betreiber von fudder ist die Badische Zeitung. Ein gerade im Rahmen der Finanzierungfrage interessanter Aspekt. Die Macher haben mit einem so starken … und wohl auch langmütigen … Partner im Rücken augenscheinlich mehr Ruhe und Muse, diese Community sukzessive auszubauen und voranzutreiben. Hofmann betonte aber, dass sie lange bewusst auf eine Unterstützung der Zeitung im Bezug auf eine Vergrößerung ihres Bekanntheitsgrads verzichtet haben. Grund war wohl, dass die Zeitung als eher konservativ gilt und fudder im Kern ein junges Publikum ansprechen will.

Als nächster Referent war Christian Angele an der Reihe. Er ist Geschäftsführer des Gesundheitsportals imedo aus Stuttgart. imedo bietet eine Plattform für Menschen die sich rund ums Thema Gesundheit austauschen und vernetzten wollen. imedo ist übrigens fremdfinanziert und steht damit diesbezüglich im Kontrast zur Community des dritten Referenten des Abends.

Jens Kammerer, Gründer und Managing Director der KWICK! Community aus Weinstadt betonte, dass KWICK! sich komplett selbst finanziert. KWICK! ist eine … nein … nach eigenen Angaben “Die Erlebnis-Community”. Schwerpunkte sind neue Freunde finden, Spaß und Unterhaltung. KWICK! ist aus einem reinen Studentenprojekt entstanden und ist damit unter den vorgestellten die einzige wirklich gewachsene Community. Welche Vor- und Nachteile eine solche Community gegenüber den neuen, am Reißbrett entstandenen hat, wurde von den Referenzen offen gelassen.

Jeder der Referenten ging kurz auf seine Community ein, ihre jeweilige Geschichte, Ausrichtung und Schwerpunkte. Die titelgebende Frage des Abends drehte sich dann um die Erfolgsgeheimnisse der jeweiligen Communities. Und was nicht weiter überraschte, für alle drei Referenten spielen die User eine extrem zentrale Rolle beim Erfolg ihrer Community. Zentral auch im Betreuungsbedarf durch die Betreiber. Ein Punkt, der bei der Planung einer Community gerne mal vergessen oder als nicht so bedeutend angesehen wird.

Eine erfolgreiche Community muss laut Markus Hofmann von fudder folgende Aspekte beinhalten:

  • Regeln
  • Schiedsrichter
  • Trophäen
  • Bestenlisten
  • Leidenschaftliche Fans
  • Austausch- und Interaktionsmöglichkeiten

Er betonte noch, dass man die üblichen Störenfriede unbedingt mit Nichtachtung strafen sollte. Er formulierte das folgendermaßen:

Don’t feed the trolls!

Christian Angele von imedo stellte besonders die Bedeutung von regionalen Aspekten auch bei einer im Prinzip weltweit zugänglichen Community heraus. Zudem riet er jedem, der sich mit dem Gedanken trägt eine neue Communtiy aufzubauen, deren Ziele eindeutig zu definieren und zu formulieren.

Bei KWICK! fand ich besonders beeindruckend, dass sie es geschafft haben, den Mobilfunk-Anbieter O2 dazu zu bringen, dass deren Kunden kostenfrei auf KWICK! zugreifen können. Solange es noch keine wirklich sorgenfrei bezahlbaren mobilen Datentarife gibt, ein echter Wettbewerbsvorteil. Und sollten solche Tarife dann flächendeckend bei den Kunden angekommen sein, so hat KWICK! mit Sicherheit schon einige wertvolle Erfahrungen mit einer mobilen Community sammeln können. Noch ein Wettbewerbsvorteil.

In der abschließenden Diskussion kam noch ein interessanter Aspekt zur Sprache. Die kritische User-Masse für eine nicht-regionale Community sahen die Referenten bei ca. 50.000 Usern. Davon müssen mindestens 500 so genannte Heavy User sein. Auch interessant: Kammerer schätze, dass bis man diese kritische Masse erreicht hat, man pro User gut 3-4 Euro an anfallenden Kosten rechnen muss. Eine schöne Stange Geld.

handlungsreisen.de: Literatur-Map

handlungsreisen.de: Literatur-Map
Heute morgen in der S-Bahn zur Arbeit hab ich mir mal wieder die Zeit mit dem neusten Beitrag des elektrischen Reporters verkürzt. Diesmal präsentiert uns Mario Sixtus in seinem Videoblog ein Interview mit Jens Nommel. Dieser spricht über sein Online-Projekt handlungsreisen.de. Eine astreine Google-Maps-Mashup-Anwendung, die Bücher mit den Orten ihrer Handlung verknüpft. Beides … Video-Beitrag und Karten-Anwendung: Sehr sehenswert!!!

Klein Bloggers Jahresrückblick

Klein Bloggers Jahresrückblick

So! Das Jahr 2007 ist nun so gut wie aufgebraucht. Was nun noch übrig bleibt, ist mit Konsum, Futtern und Feiern vorbelegt. Darum möchte ich nun mal schauen, was meine Blogger-Seele so durchs Jahr getrieben hat.

Januar

Anfang des Jahres bezeichnetet ich Digitale Bilderrahmen noch als coole Sache. Nicht ahnend, dass sie mir im 2007er Weihnachtskonum-Exzess überall die Laune verderben würden. Zudem berichtete ich über Sponto, den Spiegel-Online-Avatar, der Second Life eben so erkunden wollte, wie mein persönlicher SL-Held … dessen Namen ich leider vergessen habe.

Februar

Im Februar fand ich es noch wichtig, der Welt in 5 Minuten erklären zu lassen, was Web2.0 ist. Wenn ich mich im Netz so umschau: Hat wohl nicht geklappt. Mir fehlte dazu wohl der perfekte Projektplan.

März

Von der Idee des Nutzergenerierten beflügelt, begeisterte mich im März auch die von User generated products. In dem Fall, dass diese digitaler Bauart sein würden, sollten diese auch wirklich nutzbar sein und somit legte ich kurze Zeit später einen Beitrag über Interaktionsdesign nach.

April

Im April schaffte ich es, einen Beitrag über Ökohoster zu schreiben, ohne den Begriff Klimawandel zu verwenden. Das würde mir heute so auch nicht mehr passieren. Auch entdeckte ich tinyURL in diesem Monat, eine Website, die mir über das ganze Jahr hinweg die Arbeit erleichterte.

Mai

Im Wonnemonat Mai bemerkte ich anerkennend, dass Spiegel Online bei Verweisen teilweise ganze Sätze ausgezeichnet (mehr…) und war mehr als angetan von Microsofts interaktivem Tisch-Interface namens Surface.

Juni

Auch im Juni ging es gleich mit der positiven Überraschung bzgl. Microsoft weiter, als auf der innovativen Vortragsvideo-Plattform TED Photosynth vorgestellt wurde. Eher traurig machte mich, dass Katrin Bauerfeind bei Ehrensenf aufgehört hat. Das sie jetzt im „richtigen“ Fernsehen zu sehen sein soll, sind sicher nur Gerüchte …

Ach ja … und wir haben aus unserem internen Blog das öffentliche Netzlogbuch gemacht.

Juli

Zur Mitte des Jahres wurde erst einmal die Lücke zwischen WM- und EM-Jahr mit einem grandiosen 3. Platz beim traditionellen Ernsthäuser Fußballturnier gestopft und die überraschenderweise durchaus beliebte Rubrik Wochenend-Musik bzw. WE-Musik ins Leben gerufen.

August

Der August startete mit dem Beitrag Umsonst Faxen, der mir erstmals das Gefühl vermittelte, dass wir mit dem Netzlogbuch da draußen wahrgenommen werden. Zudem wurde der Smiley 25 Jahre alt.

September

Im September stellte ich die Frauen bzw. die Art und Weise, wie sie das Web nutzen in den Fokus meiner Recherchen. Aber nicht ohne zuvor das Web als möglichen Sieger auf dem Formate-Wettstreit zwischen Bluy-Ray-Disk und HD-DVD ins Spiel zu bringen.

Oktober

In meinem Geburtsmonat habe ich mich ausführlich über booking.com ausgelassen. Eine Hotel-Buchungswebsite, die durch besonders gute Nutzbarkeit brilliert. Auch versuchte ich, all die Journalisten da draußen zu beruhigen: Blogger beißen nicht!

November

Android bzw. die Berichte darüber begegneten mir zum ersten Mal im November. Diesbezüglich bin ich schon sehr gespannt, was ich dazu im November 2008 schreiben würde oder sogar werde. Weiter bekam ich im vergangenen Monat meinen Wunsch nach einer persönlichen Tagcloud von yasni.de erfüllt.

Dezember

In diesem Monat prognostizierte ich das Aussterben der Festplatte, wie sie derzeit in Computersystemen vorherrscht und gratulierte der Systemgattung zum 10. Geburtstag, die sich durch eine lange, umgekehrt chronologisch sortierte Liste von Einträgen auszeichnet, die in bestimmten Abständen umbrochen wird: das Weblog.

Das war er auch schon, der Klein-Bloggers-Jahresrückblick. Ich hoffe, ihr hattet beim Lesen mindestens so viel Spaß, wie ich Freude beim Schreiben … und das nicht nur bei diesem Beitrag.

Kathrin Passig übers entstruppende Web

Kathrin Passig übers Entstruppen auf U_mag

Auf der Website des U_mag wurde heute ein interessantes Interview mit Kathrin Passig von der Zentralen Intelligenz Agentur veröffentlicht.

Mir ist dabei etwas besonders aufgefallen: Genau das, was die Autoren so interessant fanden, dass sie es als Überschrift (“Angenehm entstruppt”) herausgearbeitet haben, wurde in dem Beitrag nicht angewandt. Auf die Frage nach der Überlegenheit des Internets zum Buch antwortete Passig:

Wenn wir unser Gespräch jetzt im Internet führen würden, dann hätten wir den Vorteil, dass wir “Neue Literaturgattungen” mit einem Mouseover unterlegen könnten, wo dann “grotesk übertriebene Darstellung” erscheint. Bei Sachtexten kann man außerdem zu Wikipedia verlinken, sodass man nicht immer diese Germanistenschnörkel machen muss: der Dalai Lama, das geistige Oberhaupt von diesen und jenen. Man macht einfach einen Link bei Dalai Lama – und dann weiter im Text. So wird der Text angenehm entstruppt. Und im Internet geht alles viel schneller. Es heißt ja immer, dass ein Internetjahr sieben Menschenjahren entspricht, und ich glaube, auch was Textweiterentwicklung angeht, funktioniert das Internet schneller.

So eine Entstruppung fand leider bei der Erstellung des Beitrags nicht statt. Und genau da liegt ein entscheidender Unterschied zwischen jenen, die das Potential des Web verstanden haben und denen, die es nicht verstanden haben. So schreiben die Autoren einleitend:

Kathrin Passig (37) arbeitet als Journalistin, Autorin und Webdesignerin. Sie ist Geschäftsführerin der 2002 in Berlin gegründeten Zentrale Intelligenz Agentur, die sich mit der Entwicklung von Kulturformaten beschäftigt. Dem von der ZIA betriebenen Weblog Riesenmaschine wurde 2006 ein Grimme Online Award verliehen.

Webgerecht aufbereitet hätten sie eher folgendermaßen eingeleitet:

Kathrin Passig (37) arbeitet als Journalistin, Autorin und Webdesignerin. Sie ist Geschäftsführerin der Zentrale Intelligenz Agentur, die sich mit der Entwicklung von Kulturformaten beschäftigt. Dem von der ZIA betriebenen Weblog Riesenmaschine wurde 2006 ein Grimme Online Award verliehen.

Nichtsdestotrotz ein schönes Interview …

Best of Elektrischer Reporter

Logo des Elektrischer Reporter

Der Elektrische Reporter ist ein wunderbarer Video-Blog von Mario Sixtus, bei dem die digitale Welt im Fokus steht. Dort werden interessante Interviews mit Menschen geführt, die für die aktuelle Entwicklung der vernetzten Welt, wenn nicht besonders wichtig, dann zumindest äußerst interessant sind.

Inzwischen gibt es 42 Folgen des Elektrischen Reporters, zwei davon fassen die vorherigen zusammen:

Ein bisschen Zeit nehmen und anschauen … lohnt sich!

Ich bin feige

Ich bin feige

Mein Name ist Matthias Zellmer und meine Meinung ist, dass Aussagen wie

Blogs sind meines Erachtens nur in ganz wenigen Ausnahmefällen journalistische Erzeugnisse. Sie sind eher der Tummelplatz für Menschen, die zu feige sind, ihre Meinung frei und unter ihrem Namen zu veröffentlichen.

unverschämt sind und von völliger Unkenntnis zeugen. Gesagt hat das übrigens der Bundesvorsitzende des Deutschen Jounalistenverbands (DFV) Michael Konken auf dem DJV-Verbandstag 2007.

Was ist bloß los im DJV? Ist es Arroganz? Ist es das Pfeifen im Walde?

schließen