Was ist Web2.0? Ein Beispiel …

Blogger wollen, dass ihre Blogs gelesen werden. Dazu nutzen sie das weltweite Netzwerk der Blogger-Gemeinschaft: die Blogosphäre. Ich auch. Doch schlichtes Zitieren in den eigenen Beiträgen ist zwar immer noch weit verbreitet, aber inzwischen gibt es einige andere interessante Möglichkeiten, wie sich Inhalte verbreiten lassen.

Ein konkretes Beispiel:

Gestern hat Markus Spath auf dem Blog netzwertig.com den Artikel Location Based Services: Der Yahoo Fire Eagle ist gelandet veröffentlicht.

Wie einige dutzend andere RSS-Feeds habe ich auch den Feed von netzwertig.com in meinem Google Reader abonniert und dort auch den oben genannten Beitrag gelesen. Im Google Reader ist es möglich die Beiträge Anderen mit einem Klick weiterzuempfehlen. Die nach und nach von mir empfohlenen Beiträgen sind dann auf einer automatisch vom Google Reader erstellten Seite einzusehen. Parallel ist diese Seite selbst auch wieder als RSS-Feed abonnierbar.

Mit twitterfeed gibt es einen interessanten Web-Dienst, der es möglich macht, die neuen Beiträge eines jeden beliebigen RSS-Feeds in seinem Twitter-Account veröffentlichen zu lassen. Einmal eingerichtet, tut er dies automatisch. Da es auch für das Netzlogbuch einen Twitter-Account gibt, habe ich es so eingerichtet, dass alle von mir per Google Reader empfohlenen Beiträge via twitterfeed automatisch auch im Netzlogbuch-Twitter-Account als Lese-Empfehlung veröffentlicht werden.

Jeder Twitter-Account ist nun auch wieder als RSS-Feed abonnierbar. Das haben wir uns beim Netzlogbuch zu nutze gemacht und geben diesen Twitter-Feed via WordPress-Plugin im Bereich “By the way” in der rechten Spalte des Netzlogbuch aus … zusammen mit den anderen unserer so genannten Tweets.

Auf diese Weise bekomme ich nicht nur mit einem Klick, die von mir gerne gelesenen Beiträge als Empfehlung auf das Netzlogbuch, sondern gleichzeitig auch auf Twitter und zudem auch noch auf sonstige Dienste, wie z.B. friendfeed oder lifestream.fm.

Das ist für mich (auch) Web2.0 …

Unangebrachte Nutzer-Reaktionen? Don’t feed the troll!

Seit es Kommunikation im Internet gibt, also schon lange vor dem World Wide Web, gibt es auch immer wieder Situationen wie sie alle aktiven Web-Nutzer aus zahlreichen Beispielen aus Foren, Chats oder aber auch Weblog-Kommentaren kennen: Da nervt einer rum … ein Troll:

In Internet-Medien wie dem Usenet werden Menschen als Troll bezeichnet, die Beiträge verschicken, mit denen sie erkennbar nur provozieren wollen, ohne einen wirklichen Beitrag zur Diskussion zu leisten. Die Beiträge selbst werden meist als Troll, Troll-Post oder Troll-Posting bezeichnet.

Doch, wie soll man mit einem Troll umgehen? Den Beitrag löschen? Da hat der Troll nur drauf gewartet! Er wird sich bitter beschweren und gar von Zensur sprechen. Die Argumente des Troll zu entkräften versuchen? Wow! Das wird schwer … unsachlich vorgetragene Auswürfe wird man kaum durch Sachlichkeit wieder in den Griff bekommen. Darum: Don’t feed the troll! Dem Troll darf man keine Angriffsfläche und keine Plattform bieten. Wenn es irgendwie möglich ist: einfach ignorieren!

In einigen Foren hat sich eine interessante Art der Reaktion auf Trolls eingebürgert. Immer wenn ein Troll auftaucht, wird in der Folge in dieser Betragskette nur noch über Rezepte gesprochen. Auf solchen Trollreaktionen basiert basierte auch mal eine ganzes Kochbuch namens Trollhouse Cookbook.

Wenn ich es mir so recht überlege, ist die Don’t-feed-the-troll-Sache nicht nur was fürs Web, sondern lässt sich sicher auch im alltäglichen Umgang mit unausgeglichenen Menschen gut anwenden.

iPhone, iPhone, iPhone

Apple iPhone 3G

Völlig überraschend und von der Öffentlichkeit fast unbemerkt hat die Firma Apple ein Nachfolgemodell ihres 2007 auf den Markt gebrachten Mobiltelefons mit dem nicht den amtlichen Regeln der deutschen Rechtschreibung entsprechenden Namen iPhone in die Läden gebracht.

Okay … jetzt mal Spaß bei Seite. Natürlich hat das neue iPhone für einigen Wirbel gesorgt. Derzeit werden in allen möglichen Medien eine Meldung nach der anderen über das iPhone raus gehauen. Hier ein paar ausgesuchte Beispiele aus dem Web:

Livley – Googles Welt

Zellmi in Lively

Vergangenen Mittwoch hat auch Google unter dem Namen Lively eine virtuelle Welt veröffentlicht. Lively wurde wie so viele andere Google-Produkte im Rahmen der 20%-Zeit geschaffen. Sofort nachdem Lively gelauncht war, wurde auch schon der Vergleich mit Second life bemüht. Ein Vergleich, der zwangsläufig kommen musste … und leider (noch) etwas hinkt.

Lively ist nämlich keine zusammenhängende Welt, sondern setzt sich aus Räumen zusammen. Durch diese Räume … sorry: Rooms … kann man sich bewegen und dort mit anderen kommunizieren. Diese soziale Komponente … wie sollte es in Zeiten des Web2.0 auch anders sein … darf natürlich eben so wenig fehlen, wie dass man zusätzlich Kontakte z.B. aus Picasa und YouTube übernehmen kann.

Das ist aber nicht die einzige Schnittstelle zu anderen Web-Anwendungen. Auch Avatare aus Second life können in Lively genutzt werden, da es den Second-life-Machern von Linden Labs in Zusammenarbeit mit IBM gelungen ist, die dort kreierten Avatare auch für andere 3D-Welten verfügbar zu machen. Und damit wird ein weiteres Mal deutlich, dass es sich bei Interoperabilität und vor allem bei Data Portability um mehr als aktuelle Web-Trends handelt. Sie sind zentraler Bestandteil der “nächsten Ausbaustufe” des Webs. Da bin ich mir sicher …

Leider konnte ich mich in Lively bisher noch nicht richtig einrichten, aber wenn ich Zeit und Muse finde, dies zu tun, werde ich hier berichten …

Auch via thenextweb.org

Blog mit Online-Schreibtipps

Text-gold.de

Wenn wir bei einem Kunden sitzen, erklären wir ihnen regelmäßig erst einmal, dass sie im Web Inhalte etwas anders als in anderen Medien präsentieren müssen . Das ist vor allem dann wichtig, wenn die Menschen, die uns dann gegenübersitzen, Erfahrungen mit anderen Medien haben. Im Bezug auf Bilder, Videos und andere multimediale Inhalte stossen wir diesbezüglich auch meist auf viel Verständnis. Anders ist es bei Texten. Online muss man einfach Texte anders aufbereiten, es muss anders geschrieben werden.

Ein sehr lesenwerter Blog, der sich genau mit diesem Thema beschäftigt, findet man unter text-gold.de. Dort findet man interessante Beiträge zu Themen, wie Warum ein Online-Redakteur für die Qualität der Web-Site unerlässlich ist oder Das Schreckgespenst guter Texte im Internet, Intranet und Extranet.

Ich kann allen, die Inhalte für das Web produzieren, nur empfehlen, öfters mal auf text-gold.de vorbeizuschauen oder am besten gleich den RSS-Feed zu abonnieren.

Gezwitscher vom Barcamp Bodensee

Wie schon die ganze Woche, ist auch heute wieder das Barcamp vom Wochenende am Bodensee mein Thema. Nachdem ich kurz erklärt habe, was aus meiner Sicht ein Barcamp ist und die Initiierung eines Schoolcamps angeregt habe, möchte ich heute konkret auf das Barcamp Bodensee eingehen.

Eine einem Barcamp angemessene Art auf ein Barcamp zurück zu blicken, dürfte derzeit die Auflistung von Twitter-Posts (Tweets) sein. Hier also (teilweise) meine Barcamp Bodensee Tweets:

  • Nehme an diesem WE am Barcamp Bodensee #BCBS teil. Hier tagen und diskutieren 2 Tage lang Web-Worker über Netzzeugs … sehr locker gehalten … (12:18 PM May 31, 2008)
  • Schöne Aussage zu Blogs, Twitter und Co: “Ich liebe diesen ganzen Scheiße!” #bcbs (12:33 PM May 31, 2008)
  • Heute morgen an einer regen Diskussion über Zukunft von Blogs & Co teilgenommen … jetzt steht eine Session “Online Reputation” an #bcbs (02:03 PM May 31, 2008)
  • Komme gerade aus Session “Zukunft 2.0″ mit heftiger Diskussion & sitz jetzt in “Einfachheit, Klarheit, Schnelligkeit – Intranet Usability” (04:10 PM May 31, 2008)
  • Frühstückszeit auf dem Barcamp Bodensee #bcbs … Moin (09:55 AM June 01, 2008)
  • Barcamp Bodensee: Der 2. Session-Tag beginnt … gerade werden Sessions vorgestellt … demnächst wird dann wieder diskutiert #bcbs (10:16 AM June 01, 2008)
  • Erste Sonntag-Session: Kollektive Intelligenz … #bcbs (11:09 AM June 01, 2008)
  • Sehr interessante und kontroverse Diskussion über den Begriff Kollektive Intelligenz und seine Teilbegriffe bei gleichnamiger Session #bcbs (11:58 AM June 01, 2008)
  • Live-Tipp direkt von der #bcbs Session “Digital education”: http://is.gd/oWq – Sir Ken Robinson (12:16 PM June 01, 2008)
  • Umsteigen Stuttgart Hbf in die S-Bahn … bald bin ich zuhause … gebloggt übers Barcamp wird erst morgen: netzlogbuch.de #bcbs (06:16 PM June 01, 2008)

Das #bcbs ist der so genannte Hash-Tag fürs Barcamp Bodensee und zeigt an, dass der Tweet mit dieser Veranstaltung zu tun hat oder sich darauf bezieht. So kann man übrigens auch alle Tweets von allen Twitterern zum Barcamp Bodensee nachlesen. So ein Hash-Tag kann nämlich als eine Art Filter genutzt werden.

Getwitter wurde übrigens ständig …. überall … und auf allen Kanälen … via Notebooks, via iPhones, via Handys usw. So habe ich auch nicht einmal meine Mail-Adresse raus geben müssen, um auch später mit den Leuten, die ich kennen lernen durfte, über das Barcamp hinaus in Kontakt zu bleiben. Es gab für mich im Kern zwei Arten, den Kontakt nachhaltig herzustellen: Twitter oder Xing. Ein interessante Entwicklung, wie ich finde. E-Mail scheint unter “Web-Worker” deutlich an Relevanz zu verlieren.

Studie: Mobile muss es einfach sein

Eine Studie von IBM bestätigt wohl, was ich immer dann auch bemerke, wenn ich mit meinem Handy irgendwelche Internet-Dienste wie E-Mail oder das Web nutze: Dann muss es schlichtweg einfach funktionieren.

Zum einen weil es immer noch recht kostenintensiv ist, wenn man derzeit mobil ins Netz geht … was sich hoffentlich bald ändert … und zum anderen, weil es trotz iPhone und Co. noch kaum ganzheitlich überzeugende und alltagstaugliche Eingabemöglichkeit gibt, wenn man z.B. auf dem Heimweg in der S-Bahn mal schnell eine Mail schreiben möchte oder ein Bestellung in einem Online-Shop tätigen möchte.

Laut Digital:next gibt es jedoch noch ein weiteres Problem im Bezug auf mobile Endgeräte:

Ein großes Problem bei der Bereitstellung von Inhalten ist vor allem aber die Vielzahl an Betriebssystemen und unterschiedlichen Endgeräten, weil die Nutzer eine möglichst einfache Anwendung der Inhalte wünschen. Daher sollten künftig nicht mehr die Anforderungen des Geräts, sondern die Anforderungen des anzubietenden Dienstes im Mittelpunkt der Soft- und Hardware-Entwicklung stehen. Die wichtigsten Kriterien für die mobilen Märkte der Zukunft seien aber vor allem ein günstiger Zugang mit einem günstigen Endgerät.

Allgemein muss man aber sagen, dass das Web weiter von der recht eingleisigen Ausrichtung auf die Ein-und Ausgabe am Rechner mit Tastatur und Monitor weg kommen sollte bzw. muss. Hier hilft schon mal die strikte Einhaltung des Paradigmas von der Trennung von Layout, Verhalten und Inhalten. So können mobile Dienste auf den Inhalten aufsetzen und nicht nur angepasste Layouts anbieten, sondern auch eine angepasste Nutzungslogik. Insgesamt ist dies vor allem eine Herausforderung an die Menschen, die Informationssysteme konzipieren und entwickeln.

Zadby: Product Placement im Web

Zu den bekanntesten Beispielen für Product Placement zählen wohl die Filmautos unseres geliebten Geheimagenten James Bond. Wie viele Millionen von den Autoherstellern gezahlt werden, dafür dass Pierce Brosnan & Co. mit den neuesten BMWs und Aston Martins über die Leinwand brettern, will man sich gar nicht vorstellen… auf der anderen Seite gibt es wohl keine bessere Werbung um auf ein Produkt aufmerksam zu machen. Man denke auch an die Goldketten-tragenden US-Rapper, die in ihren Musikvideos mal kurz das neueste BlackBerry in Nahaufnahme aufblitzen lassen. Kurz: Product Placement ist ein stetig an Bedeutung gewinnendes Marketing-Instrument und nicht zu unterschätzen.

Vor gar nicht all zu langer Zeit wurde das Thema in Deutschland mit den Öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten in Verbindung gebracht, als es darum ging, was man unter Product Placement versteht bzw. wo dieses anfängt, denn wie jeder weiß gibt es sehr strenge Regeln was Werbung im Öffentlich-rechtlichen Fernsehen betrifft. Darf nun in der ARD-Vorabendserie die RAMA-Margarine auf dem Frühstückstisch zu sehen sein? Wie oft darf Andrea Kiewel bei Kerner über die Weight Watchers sprechen? Ein heikles Thema…

Natürlich spielt Product Placement auch im Web eine immer größere Rolle. Dem Gerücht nach sollen ja z.B. auch die sich viral verbreitenden YouTube-Video von Coca-Cola & Mentos nicht nur von Otto Normalusern ins Netz gestellt worden sein…

Jetzt geht es sogar schon soweit, dass es den Web 2.0-Dienst Zadby gibt, bei dem sich Firmen anmelden können um “Videoregisseure” für Product Placement-Videos zu finden. Natürlich zahlen die Firmen auch eine Vergütung, je nach dem wie oft das Video dann im Netz angesehen wurde. Interessante Sache – mal sehen ob sich so etwas durchsetzt.

Morgen: pl0gbar in Stuttgart

2. pl0gbar in Stuttgart ... 27. Mai 2008 ... 19 Uhr ... Lichtblick

Liebe Web-Worker aus Stuttgart und Umgebung! Morgen findet die 2. Stuttgarter pl0gbar im Lichtblick statt. Um 19 Uhr geht es los. Soweit ich informiert bin, haben sie uns dort die nette Lounge im Hinterhof reserviert. Könnte wieder supergemütlich werden … getreu dem Motto der pl0gbars “Web2.0 in kuschlig”.

Für Alle, die sich jetzt fragen: “pl0gbar? Was’n das?” … diese kleine Beschreibung könnte helfen:

Wer pl0g.de kennt, wird die pl0gbar lieben: Leute treffen, fachsimpeln oder einfach nur bei Bier oder Kafe Latte plaudern. Lerne die Menschen hinter den Pixeln kennen, in Farbe und bunt! Wage den Schritt ins echte Leben, treffe Leute, die Du bisher nur aus Deiner Kontaktliste kanntest und lerne neue kennen, die deine Interessen teilen. Schnell und unkompliziert, so wie pl0g.de!

Größtenteils werden spezielle Events als Anlass genommen, sich zu treffen (Apple Keynotes, Wii Launch in Deutschland etc.), es gelingt aber trotzdem das ganze als regelmäßige Institution zu platzieren und alle 2 Wochen abzuhalten…

Also: Man sieht sich …

Quoten, Klicks und Kohle

Quoten, Klicks und Kohle

Erstmals seit Jahren ist der Durchschnitts-Fernsehkonsum in Deutschland gesunken – auf nunmehr 208 Minuten täglich. Ein Trendwende zeichnet sich ab. Denn zugleich wächst die Bedeutung des Internets: Schon heute surfen mehr als 60 Prozent der Bürger im Netz. Für junge Leute unter 30 ist mittlerweile der Computer das Medium der Wahl.

Gestern Abend lief im SWR-Fernsehen eine sehr interessante Sendung mit dem Titel “Quoten, Klicks und Kohle – Der Kampf um die Zuschauer”, welche sich genau mit dieser Situation befasste. Die etablierten Medien wie zum Beispiel das Fernsehen verlagern ihre Inhalte mehr und mehr ins Web, wo mittlerweile ein riesiger Wettbewerbsdruck entstanden ist. Will man sich von der Masse abheben, müssen immer neue Verbreitungswege für Bilder, Töne und Texte gegangen werden. Auch die Themen Öffentlich-rechtliche Sender vs. “Bezahl”-Inhalte im Web und die Veränderung des Journalismus durch die digitale Medienrevolution werden angerissen – aber seht selbst:

Download der Sendung (MP4-Format)

via SWR

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