Video der zweiten Twitterlesung
Nachdem ich die welterste Twitterlesung noch live per Videostream hab verfolgen können, musste ich bei der zweiten auf eine Video aus der Konserve zurückgreifen. Trotzdem sehenswert …
von Matthias Zellmer
Obama siegt und Claus Kleber lernt Twitter kennen

Da ich ja ein politisch sehr interessierter Mensch bin und mich auch schon fast persönlich beleidigt fühlte, von der US-Politik der vergangenen Jahre, erfasste mich gestern das US-Wahl-Fieber.
So bin ich auch gestern extra ein wenig früher zu Bett gegangen und habe mir meinen Wecker auf 4 Uhr gestellt. Die Uhrzeit war nicht zufällig gewählt. Ich hatte recherchiert und abgewägt. 3:58 wurde ich wach und ging an den Rechner. Das Web, Zattoo und Twitter haben mich dann die entscheidenden Momente live miterleben lassen.
Kurz erzählt: Es war gegen 4Uhr MEZ schon nicht mehr so richtig spannend, aber noch nicht entschieden, wer US-Präsident wird. Wieder eingepennt bin ich dann gegen 6:45Uhr, da war klar, Obama hat gewonnen, McCain hatte dies es in einer recht beeindruckenden Rede eingestanden und Obama hatte auch zu seinem Volk in spe gesprochen.
Aber eins ist in dieser Nacht noch passiert. Claus Kleber hat uns auf zdf.de und im ZDF infokanal mit jungen Menschen mit Laptops hinter die Kulissen blicken lassen. Das ging oftmals chaotisch zu, aber er hat in der Nacht wohl viel über das Social Web gelernt. Sinngemäß stellte er Fragen wie, “Was sagen sie bei Twitter dazu?” und mehrfach war Twitter auch der Ausgangspunkt für eine neu anstehende Informationswelle. Zusammen mit seinen gut 8-10 nächtlichen Begleitern hat er Websites abgesurft und sie zum Teil als “interessant” oder auch “hochgradig unseriös … aber spaßig” bezeichnet, wie z.B. iftheworldcouldvote.com.
Man hat richtig gemerkt, wie es dem alten Hasen Kleber Spaß gemacht hat, auf diese für ihn offensichtlich neue Art mit Menschen in Kontakt zu treten und auf Entwicklungen hingewiesen zu werden. Und ich finde es auch gut, dass er das Social Web als Medium differenziert betrachtet hat. Nicht schwarz, noch weiß … ein bisschen wie Obama.
von Matthias Zellmer
Das Ende des Internets
Warum wundert es mich nicht, diese Nachricht auf einem Online-Portal für Journalisten vorzufinden?
Dem Mitmach-Netz schwinden die Mitarbeiter: Kostenlos für Wikipedia und Open Source-Projekte zu arbeiten, wird man sich schon bald nicht mehr leisten können, sagt US-Journalist Andrew Keen voraus.
Keimt da Hoffnung in der Journalie auf wenn Keen schreibt:
In Zeiten von Massenentlassungen dürfte die Bereitschaft zu kostenloser Arbeit, von der Web-Angebote wie Wikippedia, YouTube, MySpace und Flickr, aber auch Open Source-Projekte profitieren, deutlich sinken. Es wird eine kulturelle Veränderung in der Einstellung gegenüber dem ökonomischen Wert unserer Arbeit geben.
Ich finde es schon sehr interessant, wie da grundlegend unterschiedliche Web-Dienste in einen Topf geworfen werden. Mitarbeit an YouTube? An MySpace? Flickr? Bin ich dann auch ein Mitarbeiter einer Zeitung, wenn ich einen Leserbrief einsende?
Ist es nicht dann vielleicht auch so, dass die Massenentlassenen sich dann nur noch die kostenlosen Dienste leisten können? Heute finanzieren sich viele Dienste schon jetzt indirekt – durch Werbung . Man könnte nun auch prognostizieren, dass bei der Verknappung der Resource Geld die Bemühungen, derer die was zu verkaufen haben, steigen müssen, da ja die Konkurrenz um das wenige Geld nun noch mehr steigt. Da muss einfach mehr Werbung gemacht werden und die werbefinanzierten Web-Dienste werden boomen. Aber auch das ist, wie die Ausssagen von Keen, reine Spekulation.
Also liebe Keens dieser Welt, das Internet ist ein Faktum, das geschaffen ist. Es ist ein neues Medium, dass euch wohl allzuoft an klassische Medien erinnert. Aber das ist ein fieser Trick von ihm. Es ist anders, es ist vielschichtig, es kann darin direkt interagiert werden und es ist vor allem nicht mal annähernd am Ende.
von Matthias Zellmer
MTV MUSIC
MTV scheint sich wieder auf sein Kerngeschäft zu besinnen: Musik.
Mit MTV MUSIC (aktuell noch Beta) hat MTV ein Portal gelauncht, auf dem richtig viele Musik-Videos verschiedenster Künstler und Jahrzehnte in voller Länge verfügbar sind.
Der Player ist wie ich finde ganz gut gelungen (auch wenn er manchmal noch etwas zuckelt) und einbetten lassen sich die Videos auch.
Hier ein kleiner Vorgeschmack:
Und ich stimme CrunchGear.com völlig zu: Es ist richtig sympatisch, dass ein solches Web-Angebot einmal ohne großes Tamtam und breite Ankündigungen veröffentlicht wird !!
von Katrin Schneider
Besuch bei Udo Lindenberg
Nachdem wir bei seitenblick in den vergangenen Wochen die neue Udo Lindenberg Website an den Start bringen durften. Wurden wir jetzt vom Meister selbst zu seinem gestrigen Stuttgarter Konzert eingeladen. Vielen Dank dafür. Ich habe schon gehört, dass es für einige von uns dann sogar später im Hotel weiterging. Natürlich mit Udo selbst. Ich habe ihn selbst aber leider … mal wieder … nicht getroffen. Aber der nächste Relaunch kommt bestimmt ;-)
von Matthias Zellmer
Relaunch Udo Lindenberg
Pünktlich zum Tour-Start haben wir von seitenblick dem lieben Udo Lindenberg eine neue Website verpasst. Udos Ansage im Vorfeld:
Das muss so voll panisch werden, und so …
Ich denke mal, dass uns das auch gelungen ist. Oder?!
von Matthias Zellmer
Meine fairen Bio-Regungen
Wie neulich schon erwähnt läuft zurzeit die FaireWoche mit dem Thema Doppelt gut! Bio im Fairen Handel und dazu hat Karma Konsum einen Blog-Karneval ausgerufen:
Schreibt bitte, wie ihr ganz persönlich darüber denkt und wie ihr dem Fairtrade-Gedanken gegenüber eingestellt seid.
Na, dann tue ich das mal:
Manche schreiben es meinem Sternzeichen zu, ich bin ein großer Verfechter des Fairness-Gedankens. Ungerechtigkeiten können mich auf die Palme bringen, wie nichts anderes auf der Welt. Wer jetzt denkt, „Super, dass ist DER Mann fürs Thema FairTrade und so”, hat damit nur bedingt recht. Wenn einen etwas im Kern seines eigenen Wesens so sehr beschäftigen kann, dass es einer der ganz wenigen Auslöser für wütende Proteste und Anklagen ist, dann kann einen das auch richtig fertig machen. Darum gilt es in einem solchen Zusammenhang Strategien zu entwickeln, die es einem ermöglichen immer noch am Alltagsleben teilnehmen zu können. Mir hilft diesbezüglich ein Spruch eines Freundes, der in einer Kommune lebt:
Nur nicht dogmatisch werden!
Will heißen: Alles mit einem gesunden Mass. Seit mir das bewusst ist, kann ich mit gutem Gewissen in ein normales Restaurant gehen und dort zum Beispiel eine Portion Pasta mit Carbonara-Soße essen und anschließend einen Kaffee trinken. Auch wenn davon nichts fair gehandelt oder in Bio-Qualität ist. Es geht.
Wenn ich Lebensmittel einkaufe, achte ich schon deutlich stärker auf die zugehörigen Labels. Kaffee, Kakao und oft auch Schokolade (bin kein großer Schokoladenesser) für den privaten Konsum kaufe ich in aller Regel aus fairem Handel. Bei tierischen Produkten wie Milch und Fleisch kauf ich meist Bio. Bei pflanzlichen Produkten bin ich nicht so strickt. Da greife ich aber gerne auf regionale und saisonale Produkte zurück.
Bei Kleidung tue ich mir mit dem FairTrade-Gedanken noch etwas schwerer. Keine Ahnung warum. Ich habe mir aber jetzt mal den RSS-Feed des Grüne-Mode-Blogs abonniert. Vielleicht hilft es ja, auch diesbezüglich meine Wahrnehmung zu schärfen und nach und nach auf grünere Mode umzusteigen. Aber auch hier wird bei mir gelten:
Nur nicht dogmatisch werden!
von Matthias Zellmer
Das Lieblingsschmähwort von Goethe
Ein stöhnender Portraitzeichner from Katz und Goldt on Vimeo.
Achtung! Dies ist ein Werbefilm … nicht für das Lieblingsschmähwort von Goethe, das war … aber schaut selbst!
Via katzundgoldt.de
von Matthias Zellmer
Blog-Lesung in Hamburg
Wem eine Reise zum Barcamp nach Stuttgart am letzten September-Wochenende zu weit ist … weil er vielleicht in Hamburg oder so wohnt, sei alternativ die Blog-Lesung am 27. September in Hamburg ans Herz gelegt.
von Matthias Zellmer
Kreative Kritik am Urheberrecht
Link: www.youtube.com
Nicht dass mich jemand falsch versteht. Meiner Meinung nach ist es eine feine Sache in einem Rechtsstaat zu leben und dazu gehört es auch, dass es ein Urheberrecht gibt. Aber wenn sich die Bürokratie einem solchen Recht annimmt … so richtig annimmt … dann kann das wirklich groteske Formen annehmen.
Da kann es durchaus befreiend hilfreich sein, den zuständigen Stellen mal einen Spiegel vorzuhalten … so wie es Johannes Kreidler zu seiner Aktion “product placements” derzeit tut.
Er hat ein 33 Sekunden langes “Musikstück” mit 70200 so genannten Fremd-Zitaten darin erschaffen und wird dies nun vorschriftsmäßig bei der GEMA mit den notwendigen 70200 Formularen anmelden … eines für jedes darin verwendete Zitat.
Übrigens: Kreidler wird die Formulare am 12.9.2008 um 11h bei der GEMA Generaldirektion Berlin … mit einem Lastwagen … einreichen.
Via de:bug
von Matthias Zellmer





