blip.fm veröffentlicht API
Wie es sich für einen ordentlichen Web2.0 Microblogging-Dienst gehört hat nun auch blip.fm eine API veröffentlicht.
(Was blip.fm ist hat Matthias hier erläutert.)
Aktuell befindet die API sich allerdings noch in private beta. Sie bietet Bibliotheken für ActionScript, JavaScript und PHP. Eine Java Bibliothek ist angekündigt.
Die API ermöglicht es unter anderem Playlists zu erstellen, Songs zu blipen und favorisierte DJ’s und Informationen zu blip-Usern anzuzeigen.
Ich bin mir nicht so sicher, ob das Veröffentlichen einer API für blip.fm Sinn macht. In letzter Zeit findet man bei weitem nicht mehr so viele blips im Twitter-Stream wie etwa noch vor sechs Wochen. Was daran liegen kann, dass bestimmt schon viele User alles geblipt haben, was blip.fm an Songs für sie hergibt …
via TechCrunch.com
von Katrin Schneider
blip.fm: Micro-Music-Blogging
Bin seit einigen Tagen mal wieder von einem Web-Dienst fasziniert: Blip.fm.
Über diesen Micro-Music-Blogging-Dienst kann im Twitter-Stil Musik posten. Auf Wunsch nicht nur in Blip.fm selbst, sondern auch in Twitter. Zudem kann man eine kleine Nachricht zu jedem Lied hinterlassen.
Die Leutchen von Blip.fm haben meiner Meinung nach einiges richtig gemacht. Sie haben ein Follower-Prinzip wie z.B. Twitter auch, es gibt Playlists, man kann andere User … den DJs … via so genannter Props seine Anerkennung aussprechen und sich auch von den “Blips” der anderen DJs berieseln lassen. Entweder von allen DJs, seinen favorisierten DJs oder auch nur von einem DJ. Wenn einem ein Stück nicht gefällt, kann man einfach zum nächsten Wechseln.
Wo die Musik herkommt, die man einfach Suchen kann, das weiß ich nicht. Aber mir scheint, dass sie wie z.B. bei Seeqpod im Web gesucht wird.
Wie schon einleitend gesagt, mir als passioniertem Twitterer gefällt Blip.fm ausgesprochen gut. Auch wenn ich das >Gefühl habe, noch nicht alle Funktionen entdeckt zu haben.
von Matthias Zellmer
Mit twompare sein Twittergefolge vergleichen
Jetzt haben wir auch mal … fast schon Google-mäßig … ein Nebenbei-Projekt an den Start gebracht: twompare
twompare hilft Twitter-Nutzern ihre Follower mit jenen Nutzern zu vergleichen, die denen sie folgen – und umgekehrt. Auch kann man sehen, welchen Followern man selbst wiederum auch folgt.
twompare ist ein Kunstwort, dass sich aus “twitter” und “compare” zusammensetzt. Wir haben uns entschieden, den Dienst auf Englisch anzubieten, da der Referenzdienst Twitter nun mal auch ein englischsprachiger Dienst ist.
Gleichzeitig mit twompare ist auch der Twitter-Account twompare an den Start gebracht worden.
Also liebe Twitterianer: Gleich mal bei twompare vorbeischauen …
von Matthias Zellmer
Was ist Web2.0? Ein Beispiel …

Blogger wollen, dass ihre Blogs gelesen werden. Dazu nutzen sie das weltweite Netzwerk der Blogger-Gemeinschaft: die Blogosphäre. Ich auch. Doch schlichtes Zitieren in den eigenen Beiträgen ist zwar immer noch weit verbreitet, aber inzwischen gibt es einige andere interessante Möglichkeiten, wie sich Inhalte verbreiten lassen.
Ein konkretes Beispiel:
Gestern hat Markus Spath auf dem Blog netzwertig.com den Artikel Location Based Services: Der Yahoo Fire Eagle ist gelandet veröffentlicht.
Wie einige dutzend andere RSS-Feeds habe ich auch den Feed von netzwertig.com in meinem Google Reader abonniert und dort auch den oben genannten Beitrag gelesen. Im Google Reader ist es möglich die Beiträge Anderen mit einem Klick weiterzuempfehlen. Die nach und nach von mir empfohlenen Beiträgen sind dann auf einer automatisch vom Google Reader erstellten Seite einzusehen. Parallel ist diese Seite selbst auch wieder als RSS-Feed abonnierbar.
Mit twitterfeed gibt es einen interessanten Web-Dienst, der es möglich macht, die neuen Beiträge eines jeden beliebigen RSS-Feeds in seinem Twitter-Account veröffentlichen zu lassen. Einmal eingerichtet, tut er dies automatisch. Da es auch für das Netzlogbuch einen Twitter-Account gibt, habe ich es so eingerichtet, dass alle von mir per Google Reader empfohlenen Beiträge via twitterfeed automatisch auch im Netzlogbuch-Twitter-Account als Lese-Empfehlung veröffentlicht werden.
Jeder Twitter-Account ist nun auch wieder als RSS-Feed abonnierbar. Das haben wir uns beim Netzlogbuch zu nutze gemacht und geben diesen Twitter-Feed via WordPress-Plugin im Bereich “By the way” in der rechten Spalte des Netzlogbuch aus … zusammen mit den anderen unserer so genannten Tweets.
Auf diese Weise bekomme ich nicht nur mit einem Klick, die von mir gerne gelesenen Beiträge als Empfehlung auf das Netzlogbuch, sondern gleichzeitig auch auf Twitter und zudem auch noch auf sonstige Dienste, wie z.B. friendfeed oder lifestream.fm.
Das ist für mich (auch) Web2.0 …
von Matthias Zellmer
Karte statt Fernsehzeitung, Handyvideo statt HD-TV
Das Web gerät immer mehr außer Kontrolle. Schuld daran sind diese allgegenwärtigen User. Nicht nur, dass es seit geraumer Zeit möglich ist, per Handy live Bewegtbild ins Netz zu übertragen, nein, jetzt ist es auch noch möglich auf einer Landkarte zu sehen, wo dies geschieht! Was ist aus unserer guten alten Fernsehkultur mit Sofa und Kartoffel-Chips geworden?
von Matthias Zellmer
Yahoo! verspricht via BOSS innovatives Sucherlebnis
Seit heute stellt Yahoo! Betreibern von Webangeboten die innovative Such-Schnittstelle BOSS zur Nutzung zur Verfügung.
BOSS steht dabei für “Build Your Own Search Engine” und über diese API kann die auf den gesamten Yahoo-Such-Index zugegriffen werden. Die Nutzer von BOSS erhalten bis zu 50 Ergebnisse der Yahoo-Suche im XML- oder JSON-Format und können diese Daten (fast) beliebig weiterverwenden. D.h. Yahoo” muss nicht als Lieferant der Suchergebnisse genannt werden … aber es müssen Yahoo!-Ads in unmittelbarer Nähe angezeigt werden.
Die Web-Suche wird damit zu einem Web-Service … d.h. im Klartext: Auf Basis des Crawling ,der Indizierung, des Ranking und des Relevanz-Algorithmus von Yahoo kann jeder seine eigene Suchmaschine bauen und hat gegenüber bisherigen Modellen den Vorteil die Anzeige der Suchergebnisse komplett ans eigene Layout anzupassen und mit eigenen Inhalten zu versehen.
Weiter zeigt BOSS, dass es im Web einen eindeutigen Trend Loslösen und Austauschen von Daten gibt. Oder um es in Anleihe an Jeff Javis zu sagen:
Do what you do best, and link to the rest
Via techcrunch.com
von Matthias Zellmer
Floka! – Flohmarkt via Map
Das Erste was einem auffällt, wenn man die neue Flohmarkt-Plattform Floka! im Browser aufgerufen hat: Karte … überall Karte. Aber warum auch nicht? Wenn man schon einen Flohmarkt im Web aufziehen will, dessen Hauptzugang zu den Artikeln der über Karten sein soll, warum soll man dann diese Karte irgendwie beschneiden und in kleine mit dünnen Linien umrandete Kästen packen? Finde ich gut … finde ich konsequent!
Zwei Fragen tauchen aber spontan auf, wenn man Floka! betrachtet: Wie wird die Site aussehen, wenn erst mal 20.000 oder mehr Artikel eingestellt sind? Hier finde ich, dass Xing mit ihrer Kartenansicht der Kontakte einen guten Weg gefunden hat. Je mehr man rauszoomt, desto mehr Kontakte werden zu einem bezifferten Punkt zusammengefasst. Mir scheint der Ansatz bei Floka! ein ähnlicher zu sein, aber die Zahl auf dem Symbol macht den kleinen, aber feinen Unterschied.
Weiter frage ich mich … und das ist noch viel entscheidender … wer sucht nach einem Flohmarkt-Artikel über eine Karte? Bzw. welche Artikel müssen in diesem Flohmarkt eingestellt werden, dass es Sinn macht einen Kartenzugang zu wählen? Hier sind es wohl eher die Selbstabholer-Artikel wie ein Küchentisch und nicht z.B. die Druckerpatrone sein.
Bin mal gespannt, wie sich Floka! entwickelt, ich wünsch den Jungs aus meiner Studienstadt Gießen auf jeden Fall, dass Floka! rockt …
von Matthias Zellmer
Interessante Erkenntnisse

Bei meinen kleinen Forschungsreisen im Web, stoße ich regelmäßig auf kleine, aber Erkenntnis liefernde Weisheiten. Die kleinen Biester verstecken sich oft in Texten, Interviews oder auch getwitterten Anmerkungen.
So hörte ich mir gestern in der S-Bahn die aktuelle Ausgabe des Videocast Elektrischer Reporter an, in der Jeff Jarvis, US-Top-Journalist und Blogger, interviewt wurde und so nebenbei eine wichtige Erkenntnis für Aktivitäten im modernen Web zum Besten gab:
Sie müssen herausfinden, was sie am Besten können – und den Rest verlinken.
Eine schöne Erkenntnis lieferte mir heute morgen Andreas Göldi als er in seinem Beitrag Platform-as-a-Service: Das nächste IT-Schlachtfeld auf dem Blog netzwertig.com folgendes schrieb:
Das Web entstand nicht als kommerzielles Produkt, sondern als akademische Plattform. Es baute darum von Anfang an auf offenen Standards auf, die nicht von einer einzelnen Institution oder Firma kontrolliert werden.
Das Zitat ist zwar etwas aus dem Zusammenhang gerissen, aber hieraus ist zu lesen, dass es ja zwangsläufig nicht ganz einfach sein kann, aus dem Web Profit zu schlagen. Und schon gar nicht durch die Adaption von althergebrachten Mustern. So kann z.B. TV im Web kaum als Broadcasting funktionieren oder einfach irgendwo eine Community hindefinieren, wo im richtigen Leben auch keine sein würde. Aber ich schweife ab … schön nicht?!
von Matthias Zellmer
Web2.0 pur: TwittyTunes
Immer häufiger bekomme ich den Eindruck, dass man Web2.0 irgendwie nicht so richtig erklären kann. Ich versuche es aber einfach immer wieder mal. Diesmal anhand von TwittyTunes.
Dies ist ein Plugin u.a. für den Firefox-Browser, welches zum einen auf dem Mikro-Blogging-Dienst Twitter und zum anderen auf dem weiteren Browser-Plugin FoxyTunes aufsetzt. Mit FoxyTunes kann man seinen Musikplayer (z.B. Winamp, VLC media player, …) über die Browser-Statuszeile steuern. Soweit die notwendige Vorgeschichte.
Nun ist es mit TwittyTunes mittels des berühmten Mausklicks möglich, Titel und Interpret eines gerade via FoxyTunes abgespielten Liedes … ob per Webradio oder aus der eigenen Sammlung auf dem Rechner … direkt via Twitter zu posten. Es wird sogar noch ein Link generiert, der den geneigten Twitter-Feed-Leser zu der zugehörigen Seite des Interpreten von FoxyTunes Planet bringt. Auf dieser findet man dann … falls vorhanden … jede Menge Infos über den Interpreten, im feinsten Mashup-Stil zusammengetragen, wie z.B. Videoclips (YouTube), ähnliche Künstler (LastFM), Songtexte (LyricWiki), Fotos (Flickr), Radio (Pandora), CD’s kaufen (Amazon) etc.
Und das ist dann Web2.0 … pur!
von Matthias Zellmer
Quo vadis, Web?

Das Web2.0 hat mal wieder einen Internet-Hype ausgelöst. Unzählige neue Web-Angebote sind auf den Markt gebracht worden und einige auch wieder verschwunden. Es würde mich nicht verwundern,wenn uns schon in naher Zukunft eine Marktkonsolidierung bevorsteht würde. Viele der Web-Angebote sind sich sehr ähnlich oder haben vor ihrer Nutzung durch ihren personenbezogenen Zuschnitt eine hohe Hürde aufgebaut.
Auch besteht die Möglichkeit, dass Initiativen wie die OpenID-Initiative zur zentralen Identitätsverwaltung und die Öffnung sozialer Plattformen, die erwartete Marktkonsolidierung in geregelte Bahnen leiten wird. Zumindest wenn sich die Betreiber der vielen kleineren oder größeren Web-Angebote sich darauf einlassen. Dies könnte bedeuten, dass nicht mehr jede Website die Identität eines Nutzers prüft, sondern dies an zentraler Stelle geschieht. Der Vorteil für den Nutzer wäre, dass er möglicherweise wieder die Übersicht über die vielen Anmeldungen zurückgewinnen kann. Oder wenn gerade das bisher ein Hindernis für eine Anmeldung bei mehreren Angeboten darstellte, dieses durch einen zentralen und hoffentlich vertrauenswürdigen Anbieter bei Seite geräumt werden kann. Für die Anbieter hätte dies den Vorteil, dass eine zum Teil kosten- und zeitintensive Nutzerverwaltung nicht mehr selbst betrieben werden müsste.
Weiter ist davon auszugehen, dass in Zukunft vermehrt Inhalts- und Anwendungsmodule website-übergreifend Anwendung finden werden und nach dem Mashup-Prinzip auf externe Anwendungen und Inhalte zugegriffen werden kann und diese zum Teil zu neuen Inhalten vermischt werden können.
Wie würde Kaiser Franz auch die Frage “Quo vadis, Web?” beantworten: Schau mer mal …
von Matthias Zellmer







