Nicht radioheadish genug?

Robert Hodgin von flight404 macht im Rahmen des radiohead Video Contests ein wunderbares Video zu Weird Fishes: Arpeggi – und reicht es nicht ein.

…after watching and watching, I realized my piece has nothing to do with Radiohead at all. You could swap it out with any electronica song and it would actually fit a little better. My piece just doesn’t feel Radioheadish.

Die Besucher von fligh404 sehen das allerdings gänzlich anders, woraufhin Robert sich doch noch dazu hinreißen läßt, das Video einzusenden. Meiner Meinung nach ist das nicht nur ein wunderbares Video sondern sogar außerordentlich radioheadish, basiert das komplette Werk doch auf einem per beat detection ermittelten Datensatz, der anschließend mit processing visualisiert wurde. Ohne Storyboard, ohne Nachbearbeitung, ein “generatives Musikvideo”.

Firstly, its got some mad crazy super duper beat detection going on. … Secondly, it is Processing from start to finish. There is no post processing (oooh, a literal pun!) or editing after the fact. I import the audio data from the analysis, augment it with the direct FFT data from the Sonia analysis, press play, and after it is done, I have the finished piece.

Sehr beeindruckend und zudem nicht das einzige seiner Art. Hier gibts mehr Informationen zur Entstehung des Videos.


Weird Fishes: Arpeggi from flight404 on Vimeo.

via Jung v. Matt

Emoticon Movie

Wer sagte da noch gleich, skype emoticons wären cheesy?

Aus entsprechender Entfernung betrachtet machen sie animiert jedenfalls eine Menge Spaß.

via plockhead

Vorschlag: Öffentlich-rechtliche Internet-Anstalt

Vorschlag: Öffentlich-rechtliche Internet-Anstalt
Es gibt mal wieder Diskussionen über die Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Rundfunk-Anstalten im Netz. Nun soll es ARD und ZDF weitgehend untersagt werden Textbeiträge im Internet zu veröffentlichen.

Schon lange ermüdet mich diese Diskussion. Aber besonders nervt mich, dass die privaten Wettbewerber von ARD und ZDF so dermaßen offensichtlich die Anstrengungen der öffentlich rechtlichen Konkurrenz nur mit dem Augenmerk torpedieren, um die eigenen Inhalte leichter ans Volk zu bringen. Da wird Chancengleichheit eingefordert und auf eine ursprüngliche Ausrichtung hingewiesen, die in den Zeiten des Internets keine ausschließliche Relevanz mehr haben kann.

Vielleicht sollte einfach eine öffentlich-rechtliche Internet-Anstalt gegründet werden. Dann können Kritiker der Internet-Aktivitäten von ARD und ZDF wenigstens nicht mehr mit dieser schwachen Argumentation daher kommen. Aber auch dies würde nur das Problem verlagern. RTL, Bild und Co. sollten aber in jedem Fall nicht vergessen, dass es im Internet (noch?) etwas aufgeklärter zu geht. Vielleicht nicht in der breiten Masse, aber alleine solchen Beispiele wie etwas bildblog zeigen, dass dem so ist.

Also liebe Kritiker der öffentlich-rechtlichen Aktivitäten im Netz, schaut drauf, dass eure Inhalte qualitativ gut und interessant sind, dann braucht ihr auch nicht solche Pseudo-Spielchen zu veranstalten.

MySpass – humorbasiertes Videoportal

MySpass - humorbasiertes Videoportal

MySpass ist ein Video-Portal, dass sich mit dem deutschen TV-Humor beschäftigt. Die Sache mit dem TV-Humor ist auch nur folgerichtig, da hinter MySpass der TV-Produzent Brainpool steckt. Freunde der deutschsprachigen Comedy finden dort nicht nur ganze Folgen von “Stromberg”, “Pastewka” und Co, sondern zum Teil auch ganze Staffeln. Und das Ganze nicht nur kostenlos, sondern scheinbar auch ohne Werbung. Und da die Site vom Produzenten der Videos betrieben wird, braucht man auch keine Angst für rechtlichen Grauzonen zu haben. Schön!

Ich bin mal gespannt, ob Brainpool dieses Portal dauerhaft online hält und ob es auch kosten- und werbefrei bleibt?! Doch jetzt ist es erst einmal ein kleines Trostpflaster auf die stage6-Wunde.

VLC media player sicherer gemacht

VCL media player sicherer gemacht

Wie heise online berichtet haben die Entwickler des hervorragenden VLC media players eine kritische Sicherheitslücke geschlossen. D.h. schnell updaten

Wer den VCL media player noch nicht installiert hat, sollte mal darüber nachdenken, dies zu tun. Dieses kleine Stück Open Source Software spielt im Audio- und vor allem Video-Bereich wirklich (fast) alles zuverlässig ab. Und das auf fast allen Plattformen.

Wii Browser – Linksammler für die Wii

Wii Browser - Linksammler für die Wii

Erst einmal habe ich meine Zeit an einer Wii verplempern dürfen. Und so schnell mir klar war, dass die ganzen Kommentatoren recht haben, die der Wii bescheinigten, dass es sich um ein interessantes Spielekonsolen-Konzept handelt, so schnell war mir auch das Potential als Sofa-Surf-Station klar. Nur, dass es wegen der eingeschränkten Texteingabe-Möglichkeiten z.B. nicht so einfach ist, die einzelnen Websites aufzurufen. Hier setzt der so genannte Wii Browser an.

Der Wii Browser ist ein Linksammler für die Wii. D.h. man sammelt an einem Gerät mit geeigneteren Texteingabe-Möglichkeiten wie etwa einem PC auf wiibrowser.com die Links zu seinen persönlichen Lieblingswebsites und kann dann ganz einfach mit dem Wii-Controller die Sites ansteuern.

Was das Ganze interessant macht, ist, dass man statt Nutzerkennung auszuwählen eine ID zugeteilt bekommt. Dies generiert man, indem man eine Passwort für seine eigene Wii-Browser-Seite angibt. Die ID muss man sich merken, sonst kommt man nicht mehr auf seine persönliche Sammlung und das Passwort ist immer mit anzugeben, wenn man einen Link hinzufügt oder an der Sammlung was ändert. Von Seiten der Wii-Browser-Macher wird dieses Konzept als besonders toll angepriesen wird, da man sich nicht anmelden muss, beinhaltet aber trotzdem, dass ich mir eine Kennung, hier die ID und ein Passwort merken muss. Ich weiß nicht, was dadurch gewonnen wurde?

Alles in Allem könnte das Konzept kleine Dienste für die Wii anzubieten schon zukunftsweisend sein. Genauso, wie dies für mobile Endgeräte, den internet-fähigen Fernseher oder soziale Netzwerke o.ä. zu tun.

Via agenturblog.de

Wer kennt wen? kooperiert mit RTL

Wer kennt wen? kooperiert mit RTL

Ob ich das gut finden kann? Fühlt sich irgendwie nicht so an. Was ich meine? Die beliebte Social-Networking-Plattform Wer kennt wen? ist nun so erfolgreich, dass RTL sich daran in Form einer Kooperation beteiligt.

So informiert Wer kennt wen? seine Mitglieder seit heute:

Liebe wkw-Nutzer,

wie Ihr alle täglich miterlebt, wächst wer-kennt-wen immer schneller. Mittlerweile sind wir 1,5 Millionen Mitglieder. Vielen, vielen Dank dafür!

Um diesem Wachstum auch zukünftig gerecht zu werden und gleichzeitig kostenlos zu bleiben, haben wir uns entschieden, mit einem Partner zusammenzuarbeiten, den Ihr alle kennt: RTL interactive – das für die neuen Medien verantwortliche Tochterunternehmen der RTL-Gruppe.

Eines möchten wir direkt klarstellen: wkw bleibt weiterhin in unserer Hand, es ist unser Baby und das wird es auch bleiben. Wir entscheiden auch zukünftig mit unserem Team, was mit wkw passiert.

Damit bleibt Euch wkw durch die Zusammenarbeit genau so erhalten, wie es ist – es wird nur schneller und wir haben viel mehr Möglichkeiten, die Plattform in Eurem Sinne weiter zu entwickeln.

Für uns ist es selbstverständlich: Eure Daten bleiben bei uns. Sie werden NICHT an RTL oder Dritte weitergegeben und deshalb auch auf keinen Fall von RTL genutzt. Und daran, dass wkw für Euch kostenlos ist, wird sich auch in der Zukunft nichts ändern.

Wir freuen uns mit Euch auf die Weiterentwicklung von wer-kennt-wen.

Viele Grüße
Patrick & Fabian

Für mich hört sich das Alles etwas zu gut an. Was hat RTL von dem Deal? Wird es eine wkw-Show geben? Kann es sein, dass da gerade eine ziemlich gute Plattform seine Unschuld verliert? Ich fand es gerade sympathisch, dass da ein paar Leutchen aus Koblenz ihr Ding machten und dabei immer besser und auch beliebter wurden. Nun steckt ein mächtig großer Medienkonzern dahinter und wird das “Baby” schon schaukeln. Und die Gründer gleich mit …

Horst Evers Podcast

Horst Evers Live

Bei der Übertragung der Aufzeichnung der Verleihung des Deutschen Kleinkunstpreises 2008 am vergangenen Wochenende ist mir vor allem der Preisträger Horst Evers in der Sparte Kleinkunst aufgefallen. Auch wenn ich diese Sparten-Bezeichnung in deisem Kontext etwas seltsam finde. Aber vielleicht gehört das auch zur Kleinkunst und soll jetzt nicht einer  meiner kleingeistigen Betrachtung anheim fallen.

Ich könnte jetzt lang und breit erklären, warum gerade jener Künstler mir so viel Freude bereitet hat und warum was auch immer, so lustig an ihm ist. Aber das brauche ich gar nicht. Wir sind ja hier im Web und da gibt es Links und da gibt es Podcasts. Also, viel Spaß mit den Podcasts von Horst Evers.

handlungsreisen.de: Literatur-Map

handlungsreisen.de: Literatur-Map
Heute morgen in der S-Bahn zur Arbeit hab ich mir mal wieder die Zeit mit dem neusten Beitrag des elektrischen Reporters verkürzt. Diesmal präsentiert uns Mario Sixtus in seinem Videoblog ein Interview mit Jens Nommel. Dieser spricht über sein Online-Projekt handlungsreisen.de. Eine astreine Google-Maps-Mashup-Anwendung, die Bücher mit den Orten ihrer Handlung verknüpft. Beides … Video-Beitrag und Karten-Anwendung: Sehr sehenswert!!!

Filesharing fördert CD-Absatz

Filesharing fördert CD-Absatz

Achtung! Jetzt kommt ein Vergleich, der hinkt! Warum er dies tun muss, erkläre ich danach. Also: Man stelle sich vor, die Metzger-Gilde würde sich darüber aufregen, dass jemand, der bei ihnen eine Wurst gekauft hat, jemand anderen davon probieren lassen würde. Und sie würde darüber so lange jammern, bis der Gesetzgeber harte Strafen für dieses Vorgehen ins Gesetzbuch schreiben würde.

Dies soll ein Vergleich mit der Musikindustrie sein. Und wie angekündigt hinkt er, da man die beim Metzger gekaufte Wurst wohl kaum in der eigenen Küche (wahrscheinlich in einer minderwertigen Qualität) kopieren würde, um sie dann anderen zur Verfügung zu stellen. Das macht keiner! Und schon gar nicht Tausenden von fremden Menschen.

Doch genau das ist die Realität, mit der sich die Musikindustrie seit Jahren konfrontiert sieht. Irgendjemand kauft Musik, erstellt eine Kopie in minderwertiger Qualität (MP3) und stellt sie mittels des so genannten Filesharings Anderen zur Verfügung. Und diese Leute müssen diese Musik dann nicht mehr kaufen. Oder besser gesagt, müssten sie diese nicht mehr kaufen. Denn wie das kanadische Wirtschaftsministerium durch eine Studie hat feststellen lassen, kaufen Menschen, die an Filesharing teilnehmen, auch überdurchschnittlich viel Musik … zumeist auf CD. D.h. die Musikindustrie geht massiv gegen ihre besten Kunden vor.

Es scheint wohl so, dass Filesharing einen Markt schafft, der ohne es nicht existieren würde. Man könnte es auch als virales Marketing oder etwas derber als Anfixen bezeichnen. Leider ist es nur all zu menschlich, an Gewohntem festhalten zu wollen. Und besonders an wohnten hohen Umsätzen. Doch so langsam müssten nicht nur die Musikindustrie, sondern auch andere Wirtschaftsbereiche langsam mal akzeptieren, dass sich durch das Internet vieles einfach so existenziell verändert hat, dass es einfach nicht mehr möglich ist, an Althergebrachtem klettenartig festzuhalten. Zumal die Musikindustrie sich noch nicht mal all zu sehr beschweren dürfte. Die Umsätze, die sie über ihren Online-Vertrieb machen, sind nicht so schlecht. Um es mal sinngemäß mit den Jungs von Die Ärzte zu sagen: Sie leiden, aber auf hohem Niveau!

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