Twitterfeed – ein Vorzeige-Web2.0-Tool
Die Idee von Twitterfeed ist simple: Es twittert automatisiert RSS-Feeds. Doch ich bin immer wieder begeistert, wie es dies tut. Denn Twitterfeed ist für mich derzeit das Tool, dass die Ideen des Web2.0s im positiven Sinn am integriertesten anwendet.
Alles fängt damit an, dass ich mich bei Twitterfeed per openID anmelden kann. Dies geschieht grafisch ansprechend in einer Lightbox, in der einem unterschiedliche openID-Provider vorausgewählt angeboten werden.
Ist man nun angemeldet und hat man bei früheren Besuchen schon RSS-Feeds angelegt, so bekommt man nach dem Anmelden eine Übersicht mit Statistiken zu den auf Twitter veröffentlichten Feeds. Diese kann man sich dann jeweils auch etwas detaillierter ansehen.
Einen Feed kann man übrigens nicht nur automatisiert auf Twitter veröffentlichen lassen, auch für laconi.ca, ping.fm und HelloTxt ist dies möglich. Die Eingabe-Masken für das Anlegen eines Feed für einen dieser Dienste wechselt sehr schick ohne Page Reload.
Will man nun einen neuen Feed für Twitter anlegen, dann hat man zum Start eine einfach Eingabemaske:

Versierte Nutzer können diese aber erweitern, um die Optionen bezüglich der Feed-Ausgabe besser an ihre Bedürfnisse anpassen zu können:

Wie man auf diesen Screenshots hoffentlich erkennen kann, unterstützt Twitterfeed hier ein paar interessante Methoden und Dienste:
Connect your feed to your Twitter Account: Hier kann eine Verbindung zu jedem beliebigen Twitter-Account erstellt werden, zu dem man die Zugangsdaten hat. Und zwar über Twitters OAuth-Schnittstelle. D.h. Twitterfeed bekommt die Zugangsdaten nicht mal zu sehen. Es wird nur eine Anfrage an Twitter gestellt und dort wird Benutzername und Passwort eingeben. Twitterfeed bekommt im Erfolgsfall am Ende lediglich eine Art digitales “Okay”.
Test RSS Feed: Twitterfeed hilft einem mit dieser Funktion, noch mal zu testen, ob der RSS-Feed, den man ins URL-Feld eingegeben hat, auch wirklich korrekt funktioniert. Eine mögliche Fehlerquelle wird hiermit ausgeschlossen.
Shorten link through: Hier kann nicht nur der URL-Verkürzungsdienst ausgewählt werden. Hat man einen Account bei einem dieser Dienste, so kann auch noch diesen mit Twitterfeed verknüpfen. Das ist ganz interessant, wenn man eine Historie der veröffentlichen Links haben möchte oder sich für die Zugriffsstatistiken interessiert. Ich nutze hier übrigens bit.ly. Dieser Dienst arbeitet mit einer anderen Verknüpfungsmethode als Twitter. Hier kann man sich im Backend von bit.ly einen “API Key” holen und darüber die Verbindung, d.h. den Datenaustausch herstellen.
Die weiteren Einstellungen, die man dort vornehmen kann, sind schick, aber jetzt aber nichts speziell web2.0iges an sich … außer vielleicht, dass es sie gibt.
Um das Web2.0-Paket noch rund zu machen: Twitterfeed hat übrigens auch einen Blog und man kann den Machern auch bei Twitter als @twfeed folgen.
Übrigens sind bei Twitterfeed überall Fallbacks eingebaut, so kann man sich zum Beispiel auch ohne openID registrieren oder nur mittels Eingabe der Zugangsdaten und ohne die Nutzung von OAuth mit Twitter verbinden. Es geht also bei Twitterfeed auch 1.0ig – aber wer will das schon…
von Matthias Zellmer
TwitZap – Twitter-Webclient mit Autorefresh
Manchmal frage ich mich wirklich, warum Twitter gewisse Features nicht von Haus aus anbietet. Dazu gehört die Option, dass die neu reinlaufenden Tweets direkt auch dargestellt werden … und zwar ohne einen Browser-Refresh machen zu müssen. Da muss erst so ein Dienst, wie TwitZap daherkommen und es Twitter vormachen.
Auch schick an TwitZap: Man bekommt dort die verlinkten TwitPic-Bilder als kleine Vorschau zu sehen und man kann sich so genannte Channels anlegen. Damit lassen sich die Ergebnisse bestimmter Suchanfragen dauerhaft in die Sidebar integrieren. Die Suchanfragen sind recht gut konfigurierbar, so dass man damit ganz leicht auch die bei Twitter oft vermissten Gruppen realisieren lassen. Leider scheinen mir die Suchanfragen nicht veränderbar zu sein.
Von Funktionsumfang gefällt mir TwitZap zwar recht gut, aber die Optik ist nicht gerade hübsch. Vor allem die Gestaltung vieler Verlinkungen in einer nicht gerade hübschen Button-Optik gefällt mir nicht besonders gut. Zudem werden diese dann auch noch viel zu häufig eingesetzt.
von Matthias Zellmer
Web-Unterricht an englischen Grundschulen
Die englische Tageszeitung The Guardian berichtete gestern, dass im Zuge der Reformierung des Lehrplans zukünftig auch das Nutzen des Web (2.0) an der Grundschule vermittelt werden soll.
Schüler sollen nach der Grundschulzeit in der Lage sein, Blogs, Podcasts, Twitter und Wikipedia als Informationsquellen nutzen zu können. Außerdem sollen nicht mehr nur Handschrift (also Schreiben mit einem Stift in der Hand), sondern auch der Umgang mit der Tastatur gelehrt werden. Und parallel zur Rechtschreibung sollen Schüler beigebracht bekommen, wie man mit Software zur Rechtschreibprüfung umgeht.
Diese Ansätze stammen von Sir Jim Rose, der von Regierungsministern beauftragt wurde, den Lehrplan für Grundschulen zu überarbeiten. Offiziell werden seine Vorschläge erst nächsten Monat veröffentlich – und erst dann wird sich auch die englische Politik dazu äußern.
Das Vermitteln von Web- und Computer-Kenntnissen in der Grundschule ist ein Ansatz, der viele neue Möglichkeiten mit sich bringt. Beispielsweise würden sich die verfügbaren Lehrmittel vervielfachen.
Voraussetzung ist aber, dass die Lehrkräfte mit dem Web (2.0) vertraut sind und es selbst adäquat nutzen können. Man kann nichts vermitteln was man selbst nicht versteht und beherrscht. Ob die Lehrkräfte (gerade ältere) dieser Aufgabe heute schon gewachsen sind … ?
via uk.techcrunch.com, thenextweb.com
von Katrin Schneider
Twitter-Regelwerke

Es gibt in den letzten Monaten verstärkt Anzeichen, dass Twitter sich zu etablieren beginnt. Eines der untrüglichsten Anzeichen ist, dass uns immer mehr Leute sagen wollen, wie man zu twittern habe. Es gibt inzwischen dutzende Listen, die alle möglichen Do’s and Don’ts für uns bereithalten. Am schlimmsten sind die, die ihre Regeln für allgemein gültig erklären, ohne sie in einen bestimmten Kontext zu setzen.
Ich verzichte hier auf die Verlinkung zu solchen Twitter-Regel-Seiten und möchte euch die Regel 1-7 von Friedrich von aptgetupdate.de ans Herz legen:
Twitter ist dein Kommunikationskanal. Mach was du willst und lass dir auch von keinem A- oder B- oder C-Blogger/Twitterer vorschreiben, wie du zu twittern hast. Auch nicht von mir oder sonst wem.
von Matthias Zellmer
PR2.0 = Public Reaction

Im immer sozialer werdenden Web reden die Nutzer auf immer mehr öffentlichen Kanälen. Nimmt man alle Äußerungen aller Nutzer zusammen, dann entsteht ein digitaler Lärm, in dessen Rauschen auch die beste Marketing-Maßnahme schlichtweg untergeht. Das Web ist eben kein klassischer Broadcasting-Kanal, bei dem einer sendet und viele lauschen.
Diese Tatsache ist nun auch bei vielen Marketeers angekommen und das Akronym PR hat im Zusammenhang mit dem Social Web eine weitere Bedeutung erhalten: Public Reaction statt Public Relation.
Ein Beispiel: Am Samstag habe ich via Live-Stream die Webciety auf der CeBIT verfolgt. Dabei habe ich, wie einige andere auch, mehrfach meine Meinung zu dem auf dem Podium gesagten per Twitter kundgetan.
Neben anderem, wurde auch Helpedia auf dem Webciety-Podium vorgestellt. Ein Webdienst mit dessen Hilfe jeder mit seinem Hobby, seiner individuelle Fähigkeit, seiner Kreativität oder einem persönlichen Anlass Spenden für eine guten Sache generieren kann.
Da stellte ich mir die Frage nach der Finanzierung von Helpedia:
Die Frage blieb allerdings unbeantwortet. Zumindest erst einmal, denn gestern Abend kam dann plötzlich via Twitter folgendes rein:
Siehe da, irgendjemand bei Helpedia hat sich die Mühe gemacht und nach den Reaktionen bei Twitter zu schauen und mir meine Frage zu beantworten. Denn hier dem dort geposteten Link fand ich die Antwort auf meine Frage. Das ist wirklich gute Public Reaction!
Und wenn das Unternehmen Glück hat, dann gerät es wie in diesem Fall auch noch an einen Multiplikator, der dann sogleich darüber bloggt. Aber so viel Glück ist im Social Web gar nicht notwendig, denn dort sind fast alle in irgendeiner Form Multiplikatoren, denn genau das unterscheidet das Social Web vom klassischen Web.
von Matthias Zellmer





















