Twitter-Regelwerke

Es gibt in den letzten Monaten verstärkt Anzeichen, dass Twitter sich zu etablieren beginnt. Eines der untrüglichsten Anzeichen ist, dass uns immer mehr Leute sagen wollen, wie man zu twittern habe. Es gibt inzwischen dutzende Listen, die alle möglichen Do’s and Don’ts für uns bereithalten. Am schlimmsten sind die, die ihre Regeln für allgemein gültig erklären, ohne sie in einen bestimmten Kontext zu setzen.
Ich verzichte hier auf die Verlinkung zu solchen Twitter-Regel-Seiten und möchte euch die Regel 1-7 von Friedrich von aptgetupdate.de ans Herz legen:
Twitter ist dein Kommunikationskanal. Mach was du willst und lass dir auch von keinem A- oder B- oder C-Blogger/Twitterer vorschreiben, wie du zu twittern hast. Auch nicht von mir oder sonst wem.
von Matthias Zellmer
PR2.0 = Public Reaction

Im immer sozialer werdenden Web reden die Nutzer auf immer mehr öffentlichen Kanälen. Nimmt man alle Äußerungen aller Nutzer zusammen, dann entsteht ein digitaler Lärm, in dessen Rauschen auch die beste Marketing-Maßnahme schlichtweg untergeht. Das Web ist eben kein klassischer Broadcasting-Kanal, bei dem einer sendet und viele lauschen.
Diese Tatsache ist nun auch bei vielen Marketeers angekommen und das Akronym PR hat im Zusammenhang mit dem Social Web eine weitere Bedeutung erhalten: Public Reaction statt Public Relation.
Ein Beispiel: Am Samstag habe ich via Live-Stream die Webciety auf der CeBIT verfolgt. Dabei habe ich, wie einige andere auch, mehrfach meine Meinung zu dem auf dem Podium gesagten per Twitter kundgetan.
Neben anderem, wurde auch Helpedia auf dem Webciety-Podium vorgestellt. Ein Webdienst mit dessen Hilfe jeder mit seinem Hobby, seiner individuelle Fähigkeit, seiner Kreativität oder einem persönlichen Anlass Spenden für eine guten Sache generieren kann.
Da stellte ich mir die Frage nach der Finanzierung von Helpedia:
Die Frage blieb allerdings unbeantwortet. Zumindest erst einmal, denn gestern Abend kam dann plötzlich via Twitter folgendes rein:
Siehe da, irgendjemand bei Helpedia hat sich die Mühe gemacht und nach den Reaktionen bei Twitter zu schauen und mir meine Frage zu beantworten. Denn hier dem dort geposteten Link fand ich die Antwort auf meine Frage. Das ist wirklich gute Public Reaction!
Und wenn das Unternehmen Glück hat, dann gerät es wie in diesem Fall auch noch an einen Multiplikator, der dann sogleich darüber bloggt. Aber so viel Glück ist im Social Web gar nicht notwendig, denn dort sind fast alle in irgendeiner Form Multiplikatoren, denn genau das unterscheidet das Social Web vom klassischen Web.
von Matthias Zellmer
CeBit zeigt Zukunft der Berichterstattung
Vielleicht kommt das ja jetzt einem kleinen Outing nahe, aber ich war noch niemals auf der CeBIT. Was wohl auch noch nie weniger schlimm war, wie in diesem Jahr. Warum? Der Citizen-Journalism macht es möglich. Von der CeBIT wird nämlich nicht nur von den klassischen Medien berichtet, sondern es wird auch direkt auf der gebloggt und getwittert, es werden Bilder bei Flickr und Twitpic hochgeladen, Video bei Youtube eingestellt und Live vom Handy gestreamt. Eine solche, auf so breiter Basis stattfindende Berichterstattung hat es auch auf so einer Innovationsmesse wie CeBIT nicht gegeben.
Doch was das Allerbeste ist, es gibt nun auch einen direkten Kanal von Leuten wie mir, die nicht auf der CeBIT sind und Leuten, die dort vor Ort sind. Dies ist eine echte Bereicherung und, wie ich finde, ein kleiner Vorgeschmack auf die Zukunft der Berichterstattung.
von Matthias Zellmer
Wozu Twittern? Wozu Social Networking?
Nachdem ich in den vergangenen Wochen immer wieder nach dem Sinn von Twitter und dem “ganzen Kram” gefragt wurde und ich immer wieder versucht habe, zu erklären, warum ich Twitter bzw. das Microblogging im Allgemeinen bzw. das Social Networking noch Allgemeiner für eine gelungene Sache halte, möchte ich nun auch noch auf einen Beitrag zum Thema hinweisen, der es vielleicht etwas exemplarischer und damit nachvollziehbarer beschreibt: Mikroblogging und soziale Bewegungen auf blog.mensch.coop.
Bitte jetzt nicht falsch verstehen, ich möchte hier niemanden zum Twittern bekehren. Doch ich habe in der letzten Zeit festgestellt, dass diesbezüglich gerade auf den Menschen in unserer Branche ein erhöhter Druck zu lasten scheint, die sich nicht reflexartig auf alle Trends und Hypes aufspringen. Und gerade der rationelleren Klientel helfen ein paar aussagekräftige Beispiele vielleicht, um den ganzen Trubel zumindest etwas besser nachvollziehen zu können.
von Matthias Zellmer
Tweets mit Folgen?
Twemes starten ist gerade schwer In in der Twittersphäre. Es ist der kleine Szene-Spaß, an den man sich ab und an versucht. Und oft genug kommt so ein Tweme daher und man verbringt dann Stunden um Stunden und überlegt sich plötzlich eine geekige #beleidigung2.0 nach der anderen oder durchforstet sein cineastisches Basis-Wissen nach #movietwitter Ideen.
Nun begab es sich auf der MBC09, dass die @zauberfrau Julia und ich uns überlegt haben, dass wir ja gerade auf einer Konferenz zum Thema Microblogging ein Tweme starten müssten. Nach nur wenigen Sekunden war die #twerbung geboren.
Dass dann ein paar Leute auf unseren Tweme-Versuch reagierten fanden wir sehr schmeichelhaft. Doch was muss ich heute bei Oliver Berger auf dem Blog von 13.Stock lesen:
Bei #twerbung ist aber ein interessanter Effekt zu beobachten, denn noch während der MBC09 erhielt ich eine E-Mail von Thomas Promny, der mich nach guten Trendanalyse-Tools und -diensten für Twitter fragte. Nun mag auch dies noch Zufall gewesen sein, aber ich kenne Thomas Promny als einen trendbewussten und online-affinen Unternehmer, der sich zwar oftmals polarisierend, meistens jedoch sehr gewinnorientiert verhält.
Wir stellen uns nun die Frage, welche Gedanken Thomas hatte, als er die Domain twerbung.de für sein Unternehmen adfire gesichert hat.
Interessante Entwicklung, oder?!
von Matthias Zellmer






















