Die erste Folge vom Elektrischen Reporter im ZDFinfokanal

Das von mir sehr geschätzte Web-TV-Format “Elektrischer Reporter” kommt ins TV. Damit das vom Medium her kein all zu krasser Rückschritt ist, erstmal nur in den ZDFinfokanal. Heute um 19:35 … sowas nennt man dann Sendzeit bzw. Sendeplatz und man braucht sowas bei broadcastingbasierten Audio- oder Video-Streams … also heute um 19:35 wird die erste Folge des Elektrischen Reporters ausgestrahlt. Und wenn ihr sie euch nicht jetzt … oder irgendwann sonst … auf elektrischerreporter.de oder hier


Elektrischer Reporter – Microblogging: Leben in 140 Zeichen

angesehen hat, dann erfahrt ihr darin, was dieses Microblogging eigentlich ist.

Obama siegt und Claus Kleber lernt Twitter kennen

Da ich ja ein politisch sehr interessierter Mensch bin und mich auch schon fast persönlich beleidigt fühlte, von der US-Politik der vergangenen Jahre, erfasste mich gestern das US-Wahl-Fieber.

So bin ich auch gestern extra ein wenig früher zu Bett gegangen und habe mir meinen Wecker auf 4 Uhr gestellt. Die Uhrzeit war nicht zufällig gewählt. Ich hatte recherchiert und abgewägt. 3:58 wurde ich wach und ging an den Rechner. Das Web, Zattoo und Twitter haben mich dann die entscheidenden Momente live miterleben lassen.

Kurz erzählt: Es war gegen 4Uhr MEZ schon nicht mehr so richtig spannend, aber noch nicht entschieden, wer US-Präsident wird. Wieder eingepennt bin ich dann gegen 6:45Uhr, da war klar, Obama hat gewonnen, McCain hatte dies es in einer recht beeindruckenden Rede eingestanden und Obama hatte auch zu seinem Volk in spe gesprochen.

Aber eins ist in dieser Nacht noch passiert. Claus Kleber hat uns auf zdf.de und im ZDF infokanal mit jungen Menschen mit Laptops hinter die Kulissen blicken lassen. Das ging oftmals chaotisch zu, aber er hat in der Nacht wohl viel über das Social Web gelernt. Sinngemäß stellte er Fragen wie, “Was sagen sie bei Twitter dazu?” und mehrfach war Twitter auch der Ausgangspunkt für eine neu anstehende Informationswelle. Zusammen mit seinen gut 8-10 nächtlichen Begleitern hat er Websites abgesurft und sie zum Teil als “interessant” oder auch “hochgradig unseriös … aber spaßig” bezeichnet, wie z.B. iftheworldcouldvote.com.

Man hat richtig gemerkt, wie es dem alten Hasen Kleber Spaß gemacht hat, auf diese für ihn offensichtlich neue Art mit Menschen in Kontakt zu treten und auf Entwicklungen hingewiesen zu werden. Und ich finde es auch gut, dass er das Social Web als Medium differenziert betrachtet hat. Nicht schwarz, noch weiß … ein bisschen wie Obama.

glossr.de – Die soziale Begriffsdatenbank

glossr.de ist ein kleines Projekt, um in Gruppen Begriffe zu definieren. Vorzugsweise auf web2.0-affinen Veranstaltungen, wie etwa einem Barcamp oder einer pl0gbar.

Im Kern werden via glossr.de Begriffe definiert, die in der Web-Szene ganz selbstverständlich verwendet werden, aber nicht unbedingt zu allgemeinen Sprachgebrauch gehören. Die Begriffsdefinition darf allerdings nicht länger als 140 Zeichen lang sein … Twitter lässt grüßen. Wenn ich es richtig verstanden hab, werden die Definitionen nach dem Konsens-Prinzip festgelegt.

Was auf glossr.de allerdings noch fehlt, ist eine glossr-konforme Definition von glossr. (Kleiner Aufruf an die nächsten pl0gbars bzw. Barcamps im Land)

blip.fm veröffentlicht API

Wie es sich für einen ordentlichen Web2.0 Microblogging-Dienst gehört hat nun auch blip.fm eine API veröffentlicht.
(Was blip.fm ist hat Matthias hier erläutert.)

Aktuell befindet die API sich allerdings noch in private beta. Sie bietet Bibliotheken für ActionScript, JavaScript und PHP. Eine Java Bibliothek ist angekündigt.
Die API ermöglicht es unter anderem Playlists zu erstellen, Songs zu blipen und favorisierte DJ’s und Informationen zu blip-Usern anzuzeigen.

Ich bin mir nicht so sicher, ob das Veröffentlichen einer API für blip.fm Sinn macht. In letzter Zeit findet man bei weitem nicht mehr so viele blips im Twitter-Stream wie etwa noch vor sechs Wochen. Was daran liegen kann, dass bestimmt schon viele User alles geblipt haben, was blip.fm an Songs für sie hergibt …

via TechCrunch.com

Wie nervig ist dieser Twitterer?

Diese Frage beantwortet Follow Cost mit zwei Statistiken. Die ein zeigt, wie viele Tweets ein Twitterer insgesamt im Tagesdurchschnitt postet. Und die zweite, wie viele er in den letzten 100 Tagen im Tagesdurchschnitt gepostet hat.

Ich schätze mal, dass ich statistisch gesehen wohl zu den Twitterern mit etwas überdurchschnittlichem Nerv-Potential gehöre. Aber da müssen meine geneigten Follower jetzt einfach mal durch. Oder auch nicht …

Warum der Joker immer die Nase vorn hat …

Das mir das heute morgen auf bleeper.de über den Weg gelaufen ist, interpretiere ich jetzt mal als Einladung hier ein paar Worte zu “The dark knight” zu schreiben. War nämlich gestern drin. Gut gemachter Film. Aber Batman ist und bleibt für mich ein Unsympath. Die einzige Figur in dem Film mit Profil war der Joker. Aber ich glaube, dass das bei einer Comic-Verfilmung oft so ist. Schubladen sind für Cineasten wohl sehr wichtig, sind eben auch nur Menschen …

Erste-Minuten-Test: Bleeper.de

Hab eine Mail von bleeper.de bekommen:

…vor kurzem sind wir mit bleeper.de online gegangen. Bleeper ist ein auf Laconica basierter deutscher Micro-Blogging-Service (vgl. twitter). Offenheit ist eines der Hauptcharakteristika unseres Dienstes: OpenSource, OpenMicroBlogging Protocoll, OAuth, OpenID, serverübergreifendes Connecten, etc.

Na dann will ich mal nicht so sein und mache einen “Erste-Minuten-Test” … los geht’s:

  • Rufe http://bleeper.de/ auf: Fühle mich gleich “Zuhause” … typische Mirco-Blogging-Optik. Die Farben erinnern mich an unser twompare.
  • Klicke auf “Mitmachen”: Wundere mich, dass dort ganz old school ein Formular kommt … da steht nix von OpenID … nur oben in der Metanavi.
  • Klicke auf “OpenID” in der Metanavi und logge mich mit meiner OpenID ein.
  • Klappt gut, bis ich meinen Username von “zellmi” in “Zellmi” ändern will. Bekomme Hinweis, dass “Usernamen darf nur Kleinbuchstaben, Zahlen und keine Leer- bzw. Sonderzeichen enthalten” darf.
  • Tippe noch mal “zellmi” ein und bin drin.
  • “Tweets” heißen wohl “Bleeps”, “Following” heißen “Connections” und “Followers” “Connectors”.
  • Bleeper ist also wie Twitter (140 Zeichen, @-Replies, #-Tags, …) … nur eben in Deutsch.
  • Die Freunde-Suche versteh ich nicht … hab über die Textsuche rumgesucht und irgendwie “mspro” gefunden. Dem follow ich auch bei Twitter. Aber beim Klick auf das Profilbild bin ich plätzlich bei identi.ca. Seltsam!
  • Hab unter “Einstellungen > Profil” die Funktion “Connecte automatisch zu jedem der sich zu mir connected.” entdeckt. Wenn man das will, ist das cool.
  • Schnell noch zur Erkennung durch andere Bleeper-Tester mein Standard-Bild hochgeladen und dann den Erste-Minuten-Test beendet.

Mein Highlight bei bleeper.de ist die OpenID-Anbindung. Es ist OpenSource und in Deutsch. Und sonst? Sonst erkenne ich keinen Mehrwert im Bezug auf Twitter bzw. identi.ca. Lass mich aber gerne durch gute Argumente vom Gegenteil überzeugen …

openmicroblogger: Konkurrenz der Konkurrenz

Microblogging (µb) ist derzeit ein ganz dicker Fisch im Web. Der Platzhirsch ist hierbei ganz klar Twitter. Doch Twitter hat Performanz-Probleme. Klar, dass es immer mehr Projekte gibt, die es Twitter nach machen wollen … darunter auch Open-Source-Projekte wie identi.ca.

identi.ca basiert auf dem µb-Framework laconi.ca. Das mit openmicroblogging.org einen weiteren Open-Source-Konkurrenten bekommen hat. Wobei der Konkurrent auch als Partner angesehen werden kann, denn dadurch, dass beide auf den gleichen Standards aufsetzen, werden die auf den Frameworks aufgebauten µb-Tools miteinander interagieren können.

Eine Tatsache, die eines der Hauptprobleme lösen könnte, welches die User mit Twitter haben. Denn wenn es im Prinzip egal ist, welchen µb-Dienst man für sich persönlich wählt und man damit trotzdem auch in den anderen µb-Diensten präsent sein kann, dann könnte sich die Last die z.B. bei Twitter auf den Servern eines Diensten lastet, bei diesem Modell auf denen mehrerer Dienste lasten. Was durchaus die bei Twitter so dringlich vermisste Zuverlässigkeit im Mircoblogging bringen könnte. Und wenn sich Twitter entschließen könnte, ebenfalls die offenen µb-Standards zu unterstützen, dann bräuchten sich viele auch nicht auf einen anderen Dienst umzustellen. Wenn, ja wenn …

Via: Webmaster Blog

16. August 2008
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

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