Long Term Evolution – Japan startet 2010 die 4. Mobilfunk-Generation
Mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde sollen die Japaner dank Long Term Evolution (LTE) ab 2010 mobil im Netz unterwegs sein können. Das LTE läutet dann die 4. Generation der Mobilfunkstandards ein und wird somit im Maximum fast 14mal schneller sein als die aktuelle 3. Generation … auch als UMTS gekannt.
Doch wie die Trendpiraten ganz richtig schreiben:
Wie auch bei UMTS sind die angepriesenen 100 Mbit/s zunächst nur ein theoretischer Wert: Early Adopter müssen sich zunächst mit 25 bis maximal 50 Mbit/s zufrieden geben, was aber immerhin deutlich schneller ist, als derzeit die meisten Deutschen mit ihren DSL-Leitungen im Netz unterwegs sind. Die höheren Downloadbandbreiten sollen nach Expertenschätzungen erst in gut 10 Jahren erreicht werden können. Ein feines Detail, das Netzbetreiber in ihrer Werbung sicherlich zu kaschieren wissen werden.
Jetzt wissen wir aber zumindest mal, wo die Reise mit dem mobilen Web grob hingehen wird. Bin mal gespannt, ob die Bundesrepublik dann irgendwann auch wieder so einen Reibach machen wird, wie einst bei der Versteigerung der UTMS-Lizenzen im Jahr 2000 …
von Matthias Zellmer
Android als Netbook-Betriebssystem
Einige Unternehmen wie etwa Intel und Microsoft wollen den Netbook-Markt deckeln, indem sie Obergrenzen für alles mögliche einführen. Zum Beispiel will Microsoft, dass Netbook-Festplatten nicht größer als 16GB (SSD) oder 160GB (HDD) sein und nicht mehr als 1GB Arbeitsspeicher aufweisen dürfen. So soll gesteuert werden, dass die Verkäufe von “normalen” Notebooks nicht noch weiter abrutschen. Dies ist ein verständliches Ansinnen, das durch die doch eher geringe Akzeptanz von Linux als Netbook-Betriebssystem und dem (leider) immer noch nicht vorhandenem Apple-Netbook durchaus erfolgsversprechend erscheint.
Wenn da nicht mit Googles Android ein anderer Kandidat auf dem Markt der möglichen Netbook-Betriebssysteme aufgetaucht wäre. Aber warum eigentlich nicht? Statt einem veralteten oder abgespeckten neuen Betriebssystem, ist es doch auch durchaus denkbar, für den Netbook-Markt ein für mobile Endgeräte gedachtes System auszubauen, welches obendrein auch noch Open-Source ist.
Auch wenn Google vielleicht selbst noch gar nicht auf die Idee gekommen sein könnte … was ich mir irgendwie kaum vorstellen kann, was die Leutchen von Venturebeat da auf die Beine gestellt haben, dürfte Google gut und gerade Microsoft weniger gut gefallen. Es zeigt aber in jedem Fall, dass wenn man künstliche Beschränkungen einführen will, man schon über ein wirkliches und auch nachhaltiges Monopol verfügen sollte. Vielleicht hat Microsoft im Bezug auf die Beschränkungen für den Netbook-Markt vergessen, dass es inzwischen andere Spielkameraden im Bereich der Global Player gibt. Oder sie wollen es noch mal versuchen, wie in den guten alten Zeiten …
von Matthias Zellmer
Qipit – Keep it. Share it.

Sie sind mal wieder auf einer Tagung oder in einem Business-Meeting und möchten gerne die Skizzen und Aufschriebe auf den Whiteboards oder Flipcharts als handliche Ausdrucke haben? Kein Problem! Nehmen Sie einfach Ihr Mobiltelefon zur Hand, fotografieren Sie das gewünschte Motiv und senden Sie eine MMS oder E-Mail an Qipit. Im Handumdrehen generiert Ihnen dieser Dienst ein tonersparendes, druckbares PDF-Dokument.
So oder zumindestens so ähnlich würde sicherlich die Marketing-Abteilung von Qipit ihren Dienst bewerben…
Einen Erfahrungsbericht eines Qipit-Testers gibt es hier.
Die “Computerwoche” erwähnt Qipit bereits im Zusammenhang mit den “besten Web 2.0 Tools für die tägliche Arbeit”.
von Simon Schmid
StreamDrag – Audio-Playlist via Youtube
Dank Dieter Petereit von drweb.de hab ich wieder mal noch etwas mehr Spaß am Web. Er hat in seinem Artikel YouTube – Tipps für Gezieltnutzer den kleinen, aber sehr feinen Web-Dienst StreamDrag vorgestellt.
Auf StreamDrag kann man gezielt nach Musik von Youtube suchen und diese dann anhören. Direkt und gleich und ohne groß auf Youtube rum hampeln zu müssen. Man kann eine Playlist anlegen und dies dann anhören … auch als Loop.
Einfach mal ausprobieren …
PS: Leider ist es für mich mit meinem Handy … Nokia 5610 mit Opera-Mini-Browser … nicht nutzbar. Schade!
von Matthias Zellmer
Geo-Coding = Real-World-Tagging

Gestern hat Erick Schonfeld von TechCrunch einen Beitrag geschrieben, in dem er sich mit Tagging und Geo-Coding beschäftigt. Die Quintessenz des Beitrags ist, dass das Versehen digitaler Daten mit Geo-Codes dem Taggen von Web-Inhalten entspricht; aber eben im Kontext der realen Welt.
Ende 2003 haben einige wenige Web-User damit angefangen, in entsprechenden Online-Diensten (zum Beispiel Delicious oder Flickr) Web-Inhalte mit Tags zu versehen. Besonders User Generated Content (UGC), der sonst oftmals nicht kategorisiert oder thematisch geordnet vorliegt, wurde dadurch einfacher durchsuchbar und Informationen wurden für andere User leichter zugänglich.
Seit einiger Zeit beschränkt sich das Taggen nicht mehr nur auf die inhaltliche Komponente von Daten. Über Geo-Coding werden Web-Inhalte in einen Zusammenhang mit Orte der realen Welt gestellt. Geo-Coding entspricht also dem Taggen der realen Welt.
Nahezu alle Online-Dienste, die USG zulassen, bieten die Möglichkeit, Daten mit Geo-Codes zu versehen. Und auch immer mehr Dienste für mobile Endgeräte fügen anfallenden Daten automatisch Geo-Codes hinzu; so zum Beispiel Brightkite oder auch Nokia’s Plazes oder Fried View.
Durch Geo-Coding werden aber nicht nur reale Orte getagt, sondern auch in einen sozialen, zeitlichen und oft auch ereignisbezogenen Zusammenhang gestellt. User posten Daten zu einem einem bestimmten Ort, an dem sie sich aus einem bestimmten Anlass aufhalten, zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Geo-Coding ist mit Sicherheit keine Alternative zum eigenen Erleben der realen Welt. (Irgendwie kommt mir in diesem Zusammenhang der Bordcomputer von Wall-E in den Sinn.) Doch die Daten, die zu einem realen Ort im Web vorliegen, können über Geo-Coding mit diesem verbunden und gefunden werden. Auf diese Weise kann Geo-Coding die eigene (unter Umständen auch erst zukünftige) Wahrnehmung eines Ortes ergänzen.
von Katrin Schneider
Android Source-Code nun komplett Open-Source

Nachdem von Anfang an geplant war, den gesamten Source-Code zu veröffentlichen war es gestern endlich so weit: die vollständige Implementierung des Handy-Betriebssystems Android kann nun hier eingesehen werden. Bisher waren nur die Entwickler-Kits zugänglich.
Die Code-Sammlung enthält unter anderem den Linux Kernel, die Application Platform, die System Library, Libraries zur Spracherkennung und Applikationen wie den Browser oder den Contact Manager.
Dave Bort und Dan Bornstein erläutern, was der Source-Code beinhaltet, wie er verwendet bzw. angesprochen werden kann, … :
Link: www.youtube.com
Bemerkenswert finde ich, dass in Verbindung mit Android zunehmend nur noch von Google als Herausgeber die Rede ist. Eigentlich hatte ich gedacht, dass die Open Headset Alliance der Herausgeber von Android ist. Im Beitrag von TechCrunch.org findet die OHA noch Erwähnung, GoogleWatchBlog.de dagegen spricht nur noch von Google.
von Katrin Schneider
skobbler – Freies mobiles Navigieren
Ich habe gerade in der c’t von skobbler gelesen. Ein kostenlos nutzbarer, mobiler Navigationsdienst in der Beta-Phase. Heise-News erklärt uns kurz, was hinter skobbler steckt.
Leider kommt skobbler für mich nicht zur mobile Navigation in Frage, da ich kein GPS-fähiges Handy besitze, aber angeschaut habe ich mir den Dienst trotzdem mal. Und zumindest habe ich so, mit meinem im Bezug auf seine mobilen Fähigkeiten schlichten Nokia 5610 XpressMusic, die Möglichkeit mobil auf Kartenmaterial zuzugreifen. Für mich schon mal ein Fortschritt.
Also, los geht’s: Die Registrierung verläuft schnell und reibungslos. Man kann sich einen Download-Link auf sein Handy schicken lassen, um skobbler mobile zu installieren. Wenn man Glück hat, findet sich in der Auswahlliste auch das eigene Handy-Modell. Ansonsten ist es gut, vorab schon zu wissen, welche Modelle mit dem eigenen kompatibel sind. Der Download der Software ging auch via GSM recht flott. Die Sprachdateien sind da schon etwas datenintensiver. Nun kann man die mobile Version von skobbler starten. Ich habe mal die Adresse unseres Büros gesucht und konnte sie auch gleich als Favorit bookmarken. Leider hat skobbler meine Heimatadresse nicht finden können. Das ist seltsam. Und hier hört auch schon der Nutzwert für GPS-lose Endgeräte auf. Schade, dass keine Ortung via Funkmasten vorgessen ist.
Die browserbasierten Funktionen von skobbler hab ich jetzt noch nicht weiter ausprobiert. Mach ich ein andermal …
von Matthias Zellmer
Brightkite – Ortsbezogenes Social Network
Nachdem mir in letzter Zeit bei Twitter öfters mal Nachrichten in der Form “I’m at Musterstraße 1, 76543 Musteringen (Musterstraße 1, Musteringen, Baden-Württemberg 76543, DE) – http://bkite.com/abc01″ aufgefallen sind, habe ich am Wochenende auf dem Barcamp live Menschen beobachten können, die das Social Network Brightkite nutzten. Neugierig wie ich bin, habe ich mich jetzt mal zu Brightkite einladen lassen.
Gedacht ist Brightkite, um im Bedarfsfall z.B. auf einer Karte sehen zu können, wo die eigenen Freunde gerade sind oder ob jemand in der Nähe ist. Das Ganze nennt sich dann Location Based Community. Wie schon angedeutet, gibt es auch eine Schnittstelle zu Twitter. Aber auch zu anderen Web-Diensten wie MySpace, Last.fm oder Facebook.
Ich kann Brightkite ganz gut nutzen, da ich keine Paranoia im Bezug auf meine öffentliche Positionierung im Netz habe. Doch wer da vielleicht etwas vernünftiger ist als ich, kann seine Position auch nur für seine Freunde freigeben. Auch hier unterscheidet Brightkite scheinbar noch mal. Denn wenn man jemanden aus dem Netzwerk zu seinem Freund erklärt, kann man angeben, ob man der Person vertraut.
Natürlich hat Brightkite auch an die mobile Nutzung des Dienstes gedacht und bietet unter m.brightkite.com eine allgemeine Mobile-Site und unter i.brightkite.com eine Site fürs iPhone an. Weiter kann man auch zu den Orten an denen man sich befindet Bilder hochladen oder Notizen veröffentlichen.
Im Moment begreife ich Brightkite eher als Erweiterung zu Twitter, wie z.B. auch 12seconds oder TwitPic. Aber vielleicht wird ja noch mehr draus …
von Matthias Zellmer
Karte statt Fernsehzeitung, Handyvideo statt HD-TV
Das Web gerät immer mehr außer Kontrolle. Schuld daran sind diese allgegenwärtigen User. Nicht nur, dass es seit geraumer Zeit möglich ist, per Handy live Bewegtbild ins Netz zu übertragen, nein, jetzt ist es auch noch möglich auf einer Landkarte zu sehen, wo dies geschieht! Was ist aus unserer guten alten Fernsehkultur mit Sofa und Kartoffel-Chips geworden?
von Matthias Zellmer
Techcrunch sucht User Genereted Web Tablet
Die Autoren von TechCrunch haben in einem Blog-Beitrag ihren Wunsch nach einer einfachen, erschwinglichen und sexy Apparatur geäußert, mit der man im Netz surfen kann und deren Abmessungen an die des MacBook Air angelehnt sein sollen. Obwohl: geäußert trifft es nicht ganz … sie haben ihre Leser aufgefordert, sich konkret an der Entwicklung eines solchen Geräts und der entsprechenden Software zu beteiligen.
Für die Hardware-Produktion haben die TechCrunch-Leute wohl eine Firma am Start … sie sprechen diesbezüglich von einer supply chain management company. Die Spezifikation der Hardware und die Anpassungen von Linux und Firefox würden dann TechCrunch und seine Community übernehmen.
Ein paar Eckdaten: Der gesamte Code soll OpenSource werden. Auf dem Tablet PC soll im Grunde kein Betriebssystem installiert sein, sondern nur direkt Firefox und Skype. Der von Techcrunch vorgeschlagene Name: Firefox Tablet … was aber sicher erst noch mit Mozilla abgeklärt werden muss.
Angedachter Funktionsumfang: So dünn wie möglich, ein Knopf zum Ein- und Abschalten, Audio-Ausgang, integrierte Kamera, Lautsprecher, Mikrofon, WiFi-Schnittstelle, vielleicht ein USB-Port, Akku, ½ Giga RAM, 4 Giga Festplatte. Daten werden ähnlich wie beim iPhone über das TouchPad eingegeben. Außerdem wäre es schön, wenn Skype per VOIP funktionieren würde. Zur Überbrückung von Offline-Phasen soll unter anderem eine Synchronisierung von Google Docs via Google Gears möglich sein.
Das Ziel ist es, ein solches Teil für circa 200$ herzustellen. Es soll ein kleines Team zusammengestellt werden, das sich um die Lösung der Aufgaben kümmert. Mitglieder dieses Teams, die erheblich zu diesem Projekt beigetragen haben, erhalten dann auch die ersten Prototypen zum Testen.
Es gibt bereits solche Tablets, allerdings sind die Teilchen nicht gerade billig. Das TechCrunch Web Tablet soll nicht nur erschwinglicher als eben diese sein, sondern auch portabler und flacher als Tablet PCs.
Hier in der Agentur gibt es schon Stimmen, die verkünden ließen, dass sie sich “des Ding auf jeden Fall kaufen”.
von Matthias Zellmer







