Android frustriert Entwickler
Die Open Handset Alliance um Google lässt sich mächtig Zeit mit der Veröffentlichung einer aktualisierten Entwicklungsumgebung (SDK) für Android; eine Open-Source-Plattform für mobile Endgeräte. Darum haben nun dreißig Software-Entwickler sogar eine Petition unterschrieben, in der sie die baldige Veröffentlichung einer aktualisierten Version der Android-SDK fordern. Ist dies aus irgendeinem nachvollziehbaren Grund nicht möglich oder sinnvoll, so möchten die Unterschreiber zumindest die Gründe für diese Verzögerung erfahren.
Seit Februar gab es keine Updates der API mehr. Zudem ist die damals veröffentlichte API noch sehr fehlerhaft. Einige Entwickler, die sich für Android als Plattform entschieden haben, sind so frustriert, dass sie darüber nachdenken, die Plattform zu wechseln. Hier wäre wohl die des iPhones die derzeit naheliegendste Wahl, denn bei Apple gibt es für 99 $ eine verfügbares funktionierendes SDK.
Google und Konsorten haben damit möglicherweise einen entscheidenden Vorteil aus der Hand gegeben, denn sie waren mit der Ankündigung eines SDK für mobile Endgeräte wesentlich früher dran als ihre Konkurrenz. Da Android aber nicht so funktioniert wie es soll und Konkurrenten wie etwa Apple auch SDKs für mobile Endgeräte anbieten … auch wenn diese wesentlich später veröffentlicht wurden … sollte Google nun endlich mal in die Gänge kommen, damit ihnen nicht alle freien Entwickler weglaufen.
Via googlewatchblog.de und heise.de
von Matthias Zellmer
Das iPhone ist viel mehr als nur ein Telefon

In den Kommentaren zu meinem Netzlogbuch-Beitrag iPhone, iPhone, iPhone hat Zuckerbäckerin den aktuellen Hype um das iPhone 3G ein wenig mit den Worten relativieren wollen:
Herrgott, es ist ein Telephon!
Ist es wirklich nur ein Telefon? Ich würde es eher als Mobile Internet Device (MID) sehen. Und dass das iPhone gerade für das mobile Web einiges verändert, ist zu sehen, wenn man sich mal die Nutzungsdaten ansieht:
- mobil Nachrichten lesen: iPhone-Nutzer 80%, andere 32%
- mobile E-Mail: iPhone 70%, andere 26%
- mobile TV/Video: iPhone 32%, andere 15%
- Social Networking/Bloggen: iPhone 42%, andere 10%
Das iPhone ist also ein mächtiger Antreiber des mobilen Webs. Und wenn man mal bedenkt, dass es weltweit fast dreimal mehr Handys gibt als Computer, dann wird die Tragweite dessen, was das iPhone da einläutet schon viel klarer …
von Matthias Zellmer
iPhone, iPhone, iPhone
Völlig überraschend und von der Öffentlichkeit fast unbemerkt hat die Firma Apple ein Nachfolgemodell ihres 2007 auf den Markt gebrachten Mobiltelefons mit dem nicht den amtlichen Regeln der deutschen Rechtschreibung entsprechenden Namen iPhone in die Läden gebracht.
Okay … jetzt mal Spaß bei Seite. Natürlich hat das neue iPhone für einigen Wirbel gesorgt. Derzeit werden in allen möglichen Medien eine Meldung nach der anderen über das iPhone raus gehauen. Hier ein paar ausgesuchte Beispiele aus dem Web:
- Riesen Andrang nach dem neuen iPhone, nicht genug Geräte vorhanden
- In USA gibt es gar nicht genug – wird die Versorgung künstlich limitiert?
- Eine Menge neuer Widgets/Applikationen für das iPhone durch den AppStore, unter anderen auch eine neue Google-Applikation
- Das iPhone 3G ist bereits geknackt
von Matthias Zellmer
Studie: Mobile muss es einfach sein

Eine Studie von IBM bestätigt wohl, was ich immer dann auch bemerke, wenn ich mit meinem Handy irgendwelche Internet-Dienste wie E-Mail oder das Web nutze: Dann muss es schlichtweg einfach funktionieren.
Zum einen weil es immer noch recht kostenintensiv ist, wenn man derzeit mobil ins Netz geht … was sich hoffentlich bald ändert … und zum anderen, weil es trotz iPhone und Co. noch kaum ganzheitlich überzeugende und alltagstaugliche Eingabemöglichkeit gibt, wenn man z.B. auf dem Heimweg in der S-Bahn mal schnell eine Mail schreiben möchte oder ein Bestellung in einem Online-Shop tätigen möchte.
Laut Digital:next gibt es jedoch noch ein weiteres Problem im Bezug auf mobile Endgeräte:
Ein großes Problem bei der Bereitstellung von Inhalten ist vor allem aber die Vielzahl an Betriebssystemen und unterschiedlichen Endgeräten, weil die Nutzer eine möglichst einfache Anwendung der Inhalte wünschen. Daher sollten künftig nicht mehr die Anforderungen des Geräts, sondern die Anforderungen des anzubietenden Dienstes im Mittelpunkt der Soft- und Hardware-Entwicklung stehen. Die wichtigsten Kriterien für die mobilen Märkte der Zukunft seien aber vor allem ein günstiger Zugang mit einem günstigen Endgerät.
Allgemein muss man aber sagen, dass das Web weiter von der recht eingleisigen Ausrichtung auf die Ein-und Ausgabe am Rechner mit Tastatur und Monitor weg kommen sollte bzw. muss. Hier hilft schon mal die strikte Einhaltung des Paradigmas von der Trennung von Layout, Verhalten und Inhalten. So können mobile Dienste auf den Inhalten aufsetzen und nicht nur angepasste Layouts anbieten, sondern auch eine angepasste Nutzungslogik. Insgesamt ist dies vor allem eine Herausforderung an die Menschen, die Informationssysteme konzipieren und entwickeln.
von Matthias Zellmer
Wer kennt wen? Auch mobil beliebt
Als ich die Studie von Opera zur mobilen Nutzung von Websites mit ihrem Browser Opera Mini gelesen habe, hat mich vor allem überrascht, dass das Social Network Wer kennt wen? in Deutschland die dritt beliebteste Unterwegs-Website ist. Nur geschlagen von Google und StudiVZ. Wie ich finde … eine Überraschung.
Auch finde ich es immer wieder spannend, zu beobachten, wie sich gerade Wer kennt wen? scheinbar wellenförmig in Deutschland ausbreitet. Diese Art der Verbreitung erinnert mich an die Wellen, die einen Stein, den man in einen See wirft.
Via digitalnext.de und heise.de
von Matthias Zellmer
Enkin – Die Realität als Karte
“Was ist das für ein Gebäude da drüben?” Wie wäre es, wenn man die Frage einfach beantworten könnten, indem man sein Handy rausholt, eine kamera-basierte Anwendung startet und die Antwort automatisch auf dem Display hat? Das ist das Prinzip von Enkin … einer Anwendung, die die beiden Studenten Max Braun und Rafael Spring für Android entwickelt haben. Das Prinzip von Enkin erklären Braun und Spring recht anschaulich in einem Video auf enkin.net
von Matthias Zellmer
Auflösungsabhängige Seitendarstellung
In Zeiten, da immer mehr von Unterwegs auf das Web zugegriffen wird, wird die Frage nach einer guten Darstellung von Webseiten auch auf kleineren Displays immer wichtiger. Schrift und Bilder gut skalierbar zu gestalten ist hier ein wichtiges und richtiges Mittel. Doch auch der Lösungsansatz, den The Man in Blue mit ihrer Beispielseite für eine auflösungsabhängige Seitendarstellung anbieten, finde ich bemerkenswert.
Bei Auflösungen über 800 Pixel Breite werden die Inhalte spaltenförmig und bei kleineren Auflösungen in Form von Zeilen dargestellt. Ein mehr als interessanter Weg sich dem Problem unterschiedlich Auflösungen zu stellen.
So … und nun einfach mal auf die Beispielseite zum Thema gehen, das Browser-Fenster klein und groß ziehen und den kleinen großen Effekt beobachten.
von Matthias Zellmer
Erfolgreiche Communities – Ein Veranstaltungsbesuch
Gestern Abend habe ich mal wieder eine Veranstaltung der MFG Baden-Württemberg besucht. Dieses Mal war das Thema “Erfolgreiche Communities: Auf was es wirklich ankommt!”. Als Referenten konnte die MFG drei Vertreter von namhaften Communities mit Sitz in Baden-Württemberg gewinnen können.
Den Anfang machte Markus Hofmann, Projektleiter von fudder.de aus Freiburg. fudder ist eine Grimme Preis dekorierte regionale Community, die ihren Schwerpunkt auf lokale Themen aus dem Raum Freiburg legt. Betreiber von fudder ist die Badische Zeitung. Ein gerade im Rahmen der Finanzierungfrage interessanter Aspekt. Die Macher haben mit einem so starken … und wohl auch langmütigen … Partner im Rücken augenscheinlich mehr Ruhe und Muse, diese Community sukzessive auszubauen und voranzutreiben. Hofmann betonte aber, dass sie lange bewusst auf eine Unterstützung der Zeitung im Bezug auf eine Vergrößerung ihres Bekanntheitsgrads verzichtet haben. Grund war wohl, dass die Zeitung als eher konservativ gilt und fudder im Kern ein junges Publikum ansprechen will.
Als nächster Referent war Christian Angele an der Reihe. Er ist Geschäftsführer des Gesundheitsportals imedo aus Stuttgart. imedo bietet eine Plattform für Menschen die sich rund ums Thema Gesundheit austauschen und vernetzten wollen. imedo ist übrigens fremdfinanziert und steht damit diesbezüglich im Kontrast zur Community des dritten Referenten des Abends.
Jens Kammerer, Gründer und Managing Director der KWICK! Community aus Weinstadt betonte, dass KWICK! sich komplett selbst finanziert. KWICK! ist eine … nein … nach eigenen Angaben “Die Erlebnis-Community”. Schwerpunkte sind neue Freunde finden, Spaß und Unterhaltung. KWICK! ist aus einem reinen Studentenprojekt entstanden und ist damit unter den vorgestellten die einzige wirklich gewachsene Community. Welche Vor- und Nachteile eine solche Community gegenüber den neuen, am Reißbrett entstandenen hat, wurde von den Referenzen offen gelassen.
Jeder der Referenten ging kurz auf seine Community ein, ihre jeweilige Geschichte, Ausrichtung und Schwerpunkte. Die titelgebende Frage des Abends drehte sich dann um die Erfolgsgeheimnisse der jeweiligen Communities. Und was nicht weiter überraschte, für alle drei Referenten spielen die User eine extrem zentrale Rolle beim Erfolg ihrer Community. Zentral auch im Betreuungsbedarf durch die Betreiber. Ein Punkt, der bei der Planung einer Community gerne mal vergessen oder als nicht so bedeutend angesehen wird.
Eine erfolgreiche Community muss laut Markus Hofmann von fudder folgende Aspekte beinhalten:
- Regeln
- Schiedsrichter
- Trophäen
- Bestenlisten
- Leidenschaftliche Fans
- Austausch- und Interaktionsmöglichkeiten
Er betonte noch, dass man die üblichen Störenfriede unbedingt mit Nichtachtung strafen sollte. Er formulierte das folgendermaßen:
Don’t feed the trolls!
Christian Angele von imedo stellte besonders die Bedeutung von regionalen Aspekten auch bei einer im Prinzip weltweit zugänglichen Community heraus. Zudem riet er jedem, der sich mit dem Gedanken trägt eine neue Communtiy aufzubauen, deren Ziele eindeutig zu definieren und zu formulieren.
Bei KWICK! fand ich besonders beeindruckend, dass sie es geschafft haben, den Mobilfunk-Anbieter O2 dazu zu bringen, dass deren Kunden kostenfrei auf KWICK! zugreifen können. Solange es noch keine wirklich sorgenfrei bezahlbaren mobilen Datentarife gibt, ein echter Wettbewerbsvorteil. Und sollten solche Tarife dann flächendeckend bei den Kunden angekommen sein, so hat KWICK! mit Sicherheit schon einige wertvolle Erfahrungen mit einer mobilen Community sammeln können. Noch ein Wettbewerbsvorteil.
In der abschließenden Diskussion kam noch ein interessanter Aspekt zur Sprache. Die kritische User-Masse für eine nicht-regionale Community sahen die Referenten bei ca. 50.000 Usern. Davon müssen mindestens 500 so genannte Heavy User sein. Auch interessant: Kammerer schätze, dass bis man diese kritische Masse erreicht hat, man pro User gut 3-4 Euro an anfallenden Kosten rechnen muss. Eine schöne Stange Geld.
von Matthias Zellmer
iPhone: Nun kann das Entwickeln losgehen
Gestern präsentierte Steve Jobs das von der mobilen Entwickler-Gemeinde fast schon sehnsüchtig erwartete Software Development Kit (SDK) für das iPhone.
Neben dem frei erhältlichen SDK bietet Apple auch noch zwei iPhone Entwickler Programme an. Das Standard Programm für $99 erlaubt es freie und kommerzielle Software für das iPhone und den iPod touch zu entwickeln. Das Enterprise Programm für $299 ermöglichte es proprietäre Anwendungen zu entwickeln. D.h. man kann dann urheberrechtlich geschützte Software entwickeln, die unter keine freien Lizenz steht. Ich hoffe, ich hab das richtig und verständlich ausgedrückt, die Nuancen zum Thema freie und nicht-freie Software kann man bei Wikipedia nachlesen.
Nun kann es losgehen … bin mal gespannt, wann ich über die ersten Non-Apple iPhone-Anwendungen lesen. Ich schätze, es wird recht bald sein.
Via: digitalnext.de und techcrunch.com
von Matthias Zellmer
Wii Browser – Linksammler für die Wii
Erst einmal habe ich meine Zeit an einer Wii verplempern dürfen. Und so schnell mir klar war, dass die ganzen Kommentatoren recht haben, die der Wii bescheinigten, dass es sich um ein interessantes Spielekonsolen-Konzept handelt, so schnell war mir auch das Potential als Sofa-Surf-Station klar. Nur, dass es wegen der eingeschränkten Texteingabe-Möglichkeiten z.B. nicht so einfach ist, die einzelnen Websites aufzurufen. Hier setzt der so genannte Wii Browser an.
Der Wii Browser ist ein Linksammler für die Wii. D.h. man sammelt an einem Gerät mit geeigneteren Texteingabe-Möglichkeiten wie etwa einem PC auf wiibrowser.com die Links zu seinen persönlichen Lieblingswebsites und kann dann ganz einfach mit dem Wii-Controller die Sites ansteuern.
Was das Ganze interessant macht, ist, dass man statt Nutzerkennung auszuwählen eine ID zugeteilt bekommt. Dies generiert man, indem man eine Passwort für seine eigene Wii-Browser-Seite angibt. Die ID muss man sich merken, sonst kommt man nicht mehr auf seine persönliche Sammlung und das Passwort ist immer mit anzugeben, wenn man einen Link hinzufügt oder an der Sammlung was ändert. Von Seiten der Wii-Browser-Macher wird dieses Konzept als besonders toll angepriesen wird, da man sich nicht anmelden muss, beinhaltet aber trotzdem, dass ich mir eine Kennung, hier die ID und ein Passwort merken muss. Ich weiß nicht, was dadurch gewonnen wurde?
Alles in Allem könnte das Konzept kleine Dienste für die Wii anzubieten schon zukunftsweisend sein. Genauso, wie dies für mobile Endgeräte, den internet-fähigen Fernseher oder soziale Netzwerke o.ä. zu tun.
Via agenturblog.de
von Matthias Zellmer






