Professor Peter Kruse über die Revolution 2.0

Der Mann sieht gar nicht aus wie ein Digital Native. Zum Glück. Vielleicht hören Professor Peter Kruse dann auch mal Leute, zu die das ganze Social Networking Zeugs für total überbewertet halten. Denn er erklärt plausibel, warum die Netzwerkkultur die Gesellschaft fundamental verändern wird.

Die zum Vortrag gehörenden Folien gibt es hier:

Lpr Forum Medienzukunft

Gefunden im Projektmanagement Blog

Das Medium ist die Botschaft

mcluhan

Andreas Göldi hat gestern auf netzwertig.com mal wieder mal die guten alten Thesen des 1980 verstorbenen Medientheoretikers Marshall McLuhan herausgekramt und sie im Lichte des Internets betrachtet. Herausgekommen ist ein sehr lesenswerter Beitrag, in dem er zum Beispiel ganz richtig schreibt:

Eine von McLuhans Kernthesen ist im knackigen Satz “Das Medium ist die Botschaft” zusammengefasst. Damit drückte McLuhan aus, dass die essentiellen Eigenschaften eines Mediums erheblich bestimmen, wie es von den Konsumenten wahrgenommen wird und damit auch, welche Inhalte darin funktionieren.

In der Folge beschreibt Göldi u.a. auch wie der Buchdruck die revolutionäre Zeit der Aufklärung vielleicht erst richtig möglich gemacht hat. Oder auch wie sich das Musik hören von den Zeiten als Schallplatten das Nummer-Eins-Musik-Medium bis zum heutigen iPod-Zeitalter verändert hat.

Schlussendlich schreibt Göldi ganz richtig:

Medienunternehmen müssen lernen, die verschiedenen Charakteristiken unterschiedlicher Internet-basierter Medien (und davon gibt es immer mehr) zu nutzen und ihre Angebote dort zu fördern, wo Inhalte Priorität vor Interaktion haben.

Dazu gehört meiner Meinung auch, dass man in diesen revolutionären Zeiten der vernetzten und interaktiven Medien auch die etablierten Geschäftsmodell in Frage stellen muss. Dazu werden wohl noch einige alte Zöpfe abgeschnitten werden (müssen).

Aber jetzt schnell rüber zu Andreas Göldis Artikel Das Medium ist auch die kommerzielle Botschaft. Lesebefehl!

CeBit zeigt Zukunft der Berichterstattung

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Vielleicht kommt das ja jetzt einem kleinen Outing nahe, aber ich war noch niemals auf der CeBIT. Was wohl auch noch nie weniger schlimm war, wie in diesem Jahr. Warum? Der Citizen-Journalism macht es möglich. Von der CeBIT wird nämlich nicht nur von den klassischen Medien berichtet, sondern es wird auch direkt auf der gebloggt und getwittert, es werden Bilder bei Flickr und Twitpic hochgeladen, Video bei Youtube eingestellt und Live vom Handy gestreamt. Eine solche, auf so breiter Basis stattfindende Berichterstattung hat es auch auf so einer Innovationsmesse wie CeBIT nicht gegeben.

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Doch was das Allerbeste ist, es gibt nun auch einen direkten Kanal von Leuten wie mir, die nicht auf der CeBIT sind und Leuten, die dort vor Ort sind. Dies ist eine echte Bereicherung und, wie ich finde, ein kleiner Vorgeschmack auf die Zukunft der Berichterstattung.

Cradlepoint Travel Router: WLAN-Access-Point mittels UTMS

cradlepoint_travel_router

Was den Leuten auf den Konferenzen, Barcamps und pl0gbars, die ich in den vergangenen Jahren besucht habe, immer sehr wichtig war, war dass erstens ein WLAN da war und dass es zudem flott und stabil war. Eine oftmals unerfüllte Anforderung, die auch fast immer zu mürrischen Kommentaren und Unmut führte.

Darum sieht man in der letzten Zeit gerade auf solchen Veranstaltungen immer häufiger Menschen, die sich von vorne herein nicht auf das WLAN-Angebot der Veranstalter verlassen, sondern gleich ihre Note- und Netbooks mittels geflatrateten UTMS-Sticks sind Netz bringen. Was diesen Leuten in der Regel auch den einen oder anderen neidischen Blick einbringt.

Doch wer will kann jetzt seine soziale Kompetenz unter Beweis stellen und sich den Travel Router von Cradlepoint besorgen und statt seinen UTMS-Stick direkt an den mobilen Rechner, direkt in diesen Router stecken. Der wird dann zum Access Point für bis zu 16 Nutzer. Wie auch in diesem Video gezeigt:

Via netbooknews.de

30. Januar 2009
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Netzneutralität

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Ich habe gerade über den heise-Newsticker einen Artikel zu einem Thema gelesen, dessen ich mir bisher nicht wirklich bewußt war: Netzneutralität.
Laut Wikipedia ist Netznautralität

eine Bezeichnung für die neutrale Datenübermittlung im Internet. Sie bedeutet, dass Zugangsanbieter (access providers) Datenpakete an ihre Kunden unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben, übertragen.

Diverse Netzbetreiber planen, die Daten zahlender Kunden auf einer Art “Überholspur” schneller auszuliefern als die “normaler” Kunden. Das wäre ein klarer Bruch der Netzneutralität. Der Grund, aus dem die Netzbetreiber die “Überholspuren” einrichten wollen, ist natürlich Geld. Allerdings geht es vornhemlich darum, den Ausbau der Netze für die Zukunft zu finanzieren.
Sowohl in Washington, wie auch im EU-Parlament wird darum gerungen, wie mit diesen Plänen der Netzbetreiber umgegangen werden soll. Die einen plädieren für eine gesetzliche Zusicherung der Netzneutralität, andere wollen, dass der Wettbewerb mehrerer Netzanbieter die Netzneutralität in einem gewissen Umfang erhält …

Da das Thema Netzneutralität sich vor nicht mal einer Stunde in meinem Hirn manifestiert hat, habe ich noch keine abschließende Meinung dazu. Allerdings frage ich mich schon, wie ich es geschafft habe, so lange (der zweite verlinkte Artikel ist vom Mai !!) nichts von der Diskussion mitzubekommen …

(das Bild stammt übrigens von flickr von wolframshuetteob)

Brightkite – Ortsbezogenes Social Network

Nachdem mir in letzter Zeit bei Twitter öfters mal Nachrichten in der Form “I’m at Musterstraße 1, 76543 Musteringen (Musterstraße 1, Musteringen, Baden-Württemberg 76543, DE) – http://bkite.com/abc01″ aufgefallen sind, habe ich am Wochenende auf dem Barcamp live Menschen beobachten können, die das Social Network Brightkite nutzten. Neugierig wie ich bin, habe ich mich jetzt mal zu Brightkite einladen lassen.

Gedacht ist Brightkite, um im Bedarfsfall z.B. auf einer Karte sehen zu können, wo die eigenen Freunde gerade sind oder ob jemand in der Nähe ist. Das Ganze nennt sich dann Location Based Community. Wie schon angedeutet, gibt es auch eine Schnittstelle zu Twitter. Aber auch zu anderen Web-Diensten wie MySpace, Last.fm oder Facebook.

Ich kann Brightkite ganz gut nutzen, da ich keine Paranoia im Bezug auf meine öffentliche Positionierung im Netz habe. Doch wer da vielleicht etwas vernünftiger ist als ich, kann seine Position auch nur für seine Freunde freigeben. Auch hier unterscheidet Brightkite scheinbar noch mal. Denn wenn man jemanden aus dem Netzwerk zu seinem Freund erklärt, kann man angeben, ob man der Person vertraut.

Natürlich hat Brightkite auch an die mobile Nutzung des Dienstes gedacht und bietet unter m.brightkite.com eine allgemeine Mobile-Site und unter i.brightkite.com eine Site fürs iPhone an. Weiter kann man auch zu den Orten an denen man sich befindet Bilder hochladen oder Notizen veröffentlichen.

Im Moment begreife ich Brightkite eher als Erweiterung zu Twitter, wie z.B. auch 12seconds oder TwitPic. Aber vielleicht wird ja noch mehr draus …

Webkare: ein japanischer Internet-Freund

Gerade bin ich über etwas gestolpert, was mich doch ein wenig irritiert hat: In Japan gibt es mit Webkare ein soziales Netzwerk für Mädchen und junge Frauen, in dem man sich einen virtuellen Freund zulegen kann. Man muss sogar. Während des Registrierungsvorgangs wählt die Neu-Nutzerin aus einem von vier männlichen Comic-Jungs.
Dieser “Junge” “kommuniziert” dann immer wieder in kurzen Flash-Sequenzen mit der Nutzerin. Wann der virtuelle Freund Kontakt aufnimmt, wird vom System gesteuert. Laut TechCrunch sind diese Sequenzen so gestreut, dass die “Beziehung” sich kontinuierlich entwickelt.
Sinn der Sache ist wohl, durch bestimmte Aktionen das “Herz” des virtuellen Freundes zu gewinnen. Die übrigen Features des Netzwerks sollen allerdings nicht sehr umfassend sein.

Interessant sind die User-Zahlen: 52% der Nutzerinnen sind 20 – 29 Jahre, 18% sind in den Dreißigern. Welcher Altersgruppe entspringen dann die übrigen 30%? Noch interessanter wären aber Angaben über die Zeit, die die Nutzerinnen auf dem Netzwerk verbringen. Schafft es ein virtueller Freund, die Nutzerinnen länger auf der Website zu halten als echte, menschliche Netzwerk-Mitglieder?

In Japan ist Webkare ein Renner. Ob ein solches Konzept auch hierzulande erfolgreich sein könnte?

via techcrunch.com

Mit twompare sein Twittergefolge vergleichen

Jetzt haben wir auch mal … fast schon Google-mäßig … ein Nebenbei-Projekt an den Start gebracht: twompare

twompare hilft Twitter-Nutzern ihre Follower mit jenen Nutzern zu vergleichen, die denen sie folgen – und umgekehrt. Auch kann man sehen, welchen Followern man selbst wiederum auch folgt.

twompare ist ein Kunstwort, dass sich aus “twitter” und “compare” zusammensetzt. Wir haben uns entschieden, den Dienst auf Englisch anzubieten, da der Referenzdienst Twitter nun mal auch ein englischsprachiger Dienst ist.

Gleichzeitig mit twompare ist auch der Twitter-Account twompare an den Start gebracht worden.

Also liebe Twitterianer: Gleich mal bei twompare vorbeischauen …

Wer kennt wen – Was kommt nach dem Wachstum?

Immer mehr Leute kennen Wer kennt wen?. Das schnell wachsende soziale Netzwerk gehört inzwischen regelmäßig zu den üblichen Verdächtigen, wenn irgendwo irgendwelche Statistiken zum Thema Social Networking in Deutschland ausgepackt werden oder in irgendeiner Form über das Thema gesprochen wird.

Doch was passiert, wenn fast alle Willigen sich dort angemeldet und einander als Bekannte gekennzeichnet haben? Irgendwann wird sich eine Sättigung einstellen und was bietet Wer kennt wen? seinen vielen Nutzern dann? In den letzten Monaten hat sich dort im Bezug auf neue Features augenscheinlich kaum etwas getan.

So ein langer Stillstand kann meiner Meinung nach zweierlei bedeuten. Zum einen sind die WKW-Macher intensiv mit dem Erfolg beschäftigt. D.h. sie haben mit der Betreuung von Usern und Servern so viel zu tun, dass sie ihre Website nicht weiterentwickeln können. Oder sie arbeiten zudem im Hintergrund an netten kleineren oder größeren Features, die dann irgendwann mal die vielen User bei der Stande halten sollen. Denn das ist in jedem Fall nötig, wenn dann mal die Sättigung einsetzt. Und das ist in den Gebieten, in denen Wer kennt wen? schon früh sehr stark war, sicher langsam der Fall …

Starbucks startet soziales Netzwerk

Starbucks startet soziales Netzwerk

Oft sieht man im Starbucks Leute mit ihren Notebooks sitzen. Die Frage, was sie dort außer Kaffee zu trinken tun, dürfte in Zukunft leicht zu beantworten sein: Sie optimiere im Starbucks-eigenen Social Network My Starbucks Idea die Leistungen und Angebote des Mega-Kaffeehauses. Eine interessante Idee …
Via: digital:next

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