Webzeugkoffer

Was ist jetzt eigentlich besser, produktiver, effizienter, effektiver, schöner, erfolgreicher, usability-optimierter oder auch einfach nur webzwonulliger? Blogs, Mircoblogs, Mini-Blogs, Social Networks, Social Media, Social Web, Instant Messenger, Googles Wellen, iPhone, E-Mail oder, oder, oder …
Tagtäglich lese ich in meinem RSS-Reader über Meinungen, Diskussionen und Erkenntnisse, die uns von der neuen, direkt vor unserer Tür stehenden Vormachtstellung von diesem und jenen Tool, Gadget oder Dienst berichten. Doch nur allzu oft kommen mir das so vor wie ein, mir zum Glück noch nicht untergekommener Vergleich in Richtung “ist ein Kühlschrank nützlicher als ein Auto?”.
Doch mit was wir es bei den auf dem Internet aufbauenden Technologien zu tun haben, sind schlichtweg Werkzeuge. Viele stehen in Konkurrenz, zum Teil auch ungewollt und auch oft nur teilweise. Einige ergänzen sich und andere nicht. Und was noch hinzukommt, bei jedem Nutzer ist die eingesetzte Kombination der Werkzeuge unterschiedlich. Viele stehen auch in Konkurrenz zu nicht internet-basierten Werkzeugen oder Medien. So kann ein Instant Messanger mit Videofunktion in Konkurrenz mit einem Auto stehen, wenn dadurch Autofahrten vermieden werden. Und so kann Twitter in Konkurrenz mit dem Mobiltelefon stehen, wenn eine Direct Message statt einer SMS schickt.
Jedoch fahren viele Menschen weiterhin Auto und schreiben SMS. Diese Konkurrenz ist im Prinzip eine Erweiterung des Spektrums. Allerdings bedeutet auch jede Spektrumserweiterung, dass es auf den jeweiligen Märkten enger wird. Aber das ist dann wiederum ein anderes Thema.
Es bleibt also nur, für sich persönlich zu schauen, welche Tools man aus dem “Webzeugkoffer” man in welchen Situationen auspacken und nutzen will. Und eins noch: In Ermangelung eines Hammers, habe ich auch schon mal einen Nagel mit eine Zange eingeschlagen … ging auch.
von Matthias Zellmer
Bei Skype-Videoanruf Bildschirminhalt anzeigen
In der am 12. Oktober erschienen 4.1er Version von Skype für Windows wurde eine für mich sehr interessante Neuerung eingeführt. Das von Skype als Bildschirmfreigabe bezeichnete Feature, ermöglicht es in einem Skype Video-Anruf dem Gegenüber den Inhalt des eigenen Bildschirms anzuzeigen.
Dies geht als Vollbild oder auch als frei wählbarer Ausschnitt, der zudem jederzeit veränderbar ist. Dazu muss man eine Video-Anrufverbindung aufbauen und über den kleinen runden Pfeilsymbol-Button rechts von der Lautstärkereglung die Option “Bildschirminhalt übertragen” auswählen, um dem Angerufenen seinen Bildschirminhalt anzeigen. Dabei sieht das Gegenüber wie bei einem Screencast die ganzen auf dem Bildschirm dargestellten Interaktionen mit dem eigenen Rechner.
Eine praktische Sache wie ich finde. So kann man zum Beispiel live sehen, welche Probleme das Gegenüber bei der Nutzung der eigenen Software bzw. Website hat und erspart sich so unter Umständen viele E-Mails oder langwierige Erläuterungen am Telefon.
von Matthias Zellmer
Backtweets – Wer twittert was über deine Website?
Simple Sache, aber fürs Monitoring der eigenen Aktivitäten im Web nicht ganz uninteressant: Mittels Backtweets kann man sehen, wer was über die eigene (oder sonst irgendeine Website) twittert. Für mich ist der Clou dabei, dass auch die Websites trotz verkürzter URLs á la tinyURL erkannt werden.
Via ibo@twitter
von Matthias Zellmer
TwittaRound – Auf dem iPhone live sehen, wo und was getwittert wird
Besitzers des neusten iPhones kommen mit TwittaRound vielleicht bald in den Genuss einer ganz besonders schönen Spielerei. Im Videomodus kann man dann die Gegend abscannen und sehen, welche lokalisierbaren Twitterer in der jeweils im Sichtbereich liegenden Richtung Tweets gepostet haben. Wenn ich das richtig verstehe, gibt es aber noch Probleme damit, dass Apple die App akzeptiert, da sie auch auf nicht Apple-APIs zurückgreift.
Mal sehen, was aus TwittaRound wird, die Idee ist mal wieder sehr interessant, denn sie verfolgt, wie die hier schon früher mal vorgestellten Apps Layar und Email’n'walk, den Augmented-Reality-Ansatz … den ich sehr spannend finde. Dieser Ansatz, die mit einer Kamera erfassbare Umgebung, mit irgendwelchen Infos zu ergänzen, dürfte auf vielen Gebieten sinnvoll einzusetzen sein. Wenn ich zum Beispiel vor einem Geschäft stehe, dann könnten mir schon davor die aktuellen Sonderangebote angezeigt werden. Oder wenn ich die Kamera auf ein Werbe-Plakat halte, dann könnte ich viel auch das Video zur Kampagne sehen. Den Anwendungsmöglichkeiten des Augmented-Reality-Ansatz sind sicher nahezu unbegrenzt.
Via gizmodo.de
von Matthias Zellmer
Pencil Project – Entwurf-Tool als Firefox-Add-On
Pencil Project ist ein Open-Source-Tool mit dem sich Entwürfe von Benutzeroberflächen prototypisch skizzieren lassen. Solche Tools gibt es viele, wie zum Beispiel die lizenzkostenpflichtigen Microsoft Visio, OmniGraffle, ConceptDraw (welches ich benutze) oder Dia, welches ebenfalls Open-Source ist.
Pencil ist als Tool vom Funktionsumfang und von der Bedienung her maximal Durchschnitt und damit für jemanden, der nur gelegentlich mal was skizzieren muss als Alternative zu den oben genannten leistungsfähigeren Tools durchaus annehmbar. Doch was mich an Pencil wirklich beeindruckt hat, ist, dass es, obwohl nur Firefox-Add-On und daher als Instanz des Browsers läuft, wie eine eigenständiges Desktop-Tool daher kommt.

Ein interessantes Konzept wie ich finde. Und es spricht immer mehr dafür, dass der Browser das Betriebssystem der Zukunft sein wird. Zumindest was die Wahrnehmung des Nutzers betrifft. Auch die Lauffähigkeit von solchen Add-On-Tools auf leistungsschwächeren Rechnern wie Netbooks sollte damit gewährleistet sein … inklusive einer weitestgehenden Plattformunabhängigkeit. Zumindest fällt mir so spontan kein relevantes Betriebssystem ein, auf dem der Firefox nicht läuft.
Wem das mit dem Firefox-Add-On aus irgendeinem Grund aber suspekt sein sollte, es gibt Pencil auch als Stand-Alone-Anwendung ohne Firefox für Windows und Linux …
von Matthias Zellmer



















