LibreOffice statt OpenOffice
Seit mindestens fünf Jahren nutze ich privat kein Microsoft Office mehr, und seit gut zwei Jahren bin auch beruflich komplett auf OpenOffice umgestiegen. Gestern habe ich auch diese Office-Paket deinstalliert und bin wiederum auf LibreOffice umgestiegen; ein freies, von der Document Foundation unterstützes Projekt.
Nachdem der Hauptsponsor der OpenOffice-Entwicklung, Sun Microsystems, 2010 von der Oracle Corporation übernommen wurde, hatte diese zunächst angekündigt, dass sie das Projekt auch weiterhin unterstützen werden. Doch die Unterstützung ließ wohl etwas zu wünschen übrig, so dass ehemaligen OpenOffice-Entwicklern den OpenOffice-Fork LibreOffice ins Leben riefen.
Das Team hinter LibreOffice entwickelt nun eine unabhängige, freie und offene Office-Suite. D.h. frei im Gebrauch und frei in der Verbreitung. Auf der LibreOffice-Website steht dazu:
Frei meinen wir hier im Sinne von Freiheit.
Finde ich gut. Da mache ich doch gerne mit…
von Matthias Zellmer
Mapbox: Freie Karten zum Selbermachen
Mapbox ist ein online Karten-Angebot, dass es Website-Betreibern ermöglicht, Karten … oder wie man im Web eher sagt: Maps … nach den eigenen Bedürfnissen generieren zu lassen. Dazu stehen diverse Tools zur Verfügung, wie etwa die MapBox for iPad oder auch eine Offline-Variante namens Maps on a Stick. Mit Simple KML kann man zudem eine Bibliothek nutzen, die wie Google Maps auf dem Dateiformat Keyhole Markup Language (KML) aufsetzt.
Beim Datenmaterial setzt Mapbox auf CGIAR World Digital Elevation Model (basiert auf NASA-Kartenmaterial) und auf TIGER US Census Data (kommt vom US Census Bureau, Geography Division). Mir sagt das ehrlich gesagt erst einmal nicht viel, aber die Beispiele auf der Mapbox-Site sehen schon mal ganz gut aus: Haiti Roads oder Southwest Pakistan Earthquake, Jan 18, 2011.
Wer nun neugierig geworden ist, kann sich gerne auch mal die diversen Dokumentationen über die Nutzung von Mapbox ansehen.
von Matthias Zellmer
WordPress Stiftung gegründet
Am 22. Januar 2010 wurde die Gründung der WordPress-Stiftung publik gemacht. Damit möchte der WordPress-Initiator und leitenden Entwickler Matthew Mullenweg die Offenheit von WordPress sichern und auch ein Zeichen für freie Software setzen.
Auf gemeingueter.de hat Arne Petrich die entscheidenden Passagen aus der Stiftungsbeschreibung übersetzt:
Das Ziel der der Stiftung ist es, dauerhaft den freien Zugriff auf die Projekte die wir unterstützen, zu gewährleisten. Menschen und Firmen kommen und gehen, demzufolge ist es wichtig sicherzustellen, dass diese Projekte auch ohne die derzeitige Basis von Mitwirkenden und Entwicklern überleben können…
Die Stiftung wird demnach auch andere Projekte im Dunstkreis von WordPress unterstützen, die die entsprechenden Anforderungen erfüllen.
von Matthias Zellmer
CrunchPad gescheitert
Im Juli 2008 schrieb Michael Arrington von TechCrunch einen Beitrag, in dem er sich einen Tablet-Computer wünscht, der sich per TouchScreen bedienen lässt und der vornehmlich zum Surfen im Web dienen soll. Seit diesem Beitrag haben wir mehr oder weniger vollständig die Entwicklung des CrunchPads verfolgt.
Im gleichen Beitrag rief Arrington die Entwicklergemeinde und Firmen auf, sich bei ihm zu melden, wenn Interesse daran bestünde, an der Umsetzung eines solchen Geräts mitzuarbeiten. Wichtig waren Arrington von Anfang an ein günstiger Anschaffungspreis (anfangs 200$, später 300$) und dass das Gerät so weit wie irgend möglich Open-Source ist.
In den letzen eineinhalb Jahren wurde aus der ersten Idee ein Gerät, dessen Hardware und User-Interface sich laut Arrington wirklich sehen lassen konnten und das ersten Test-Nutzer wirklich Freude zu bereiten schien. Für den 20.November war die Einführung des CrunchPads geplant, die Massenproduktion sollte 2010 beginnen.
Eine Vielzahl von Kooperationspartner wie zum Beispiel Intel unterstützen das Projekt, um einen günstigen Anschaffungspreis zu ermöglichen und dem TechCrunch-Team den Vertrieb des CrunchPads so einfach wie möglich zu machen.
Am 17.November wurde dann das vorläufige Ende des CrunchPads besiegelt: Die Partner-Firma Fusion Garage, die schließlich die Hardware-Entwicklung übernommen hatte, benachrichtigte TechCrunch, dass die Anteilseigner der Firma beschlossen hätten, das Gerät ohne weitere Beteiligung von TechCrunch vertreiben zu wollen.
Aber sowohl das geistige Eigentum am CrunchPad, wie auch die Marke CrunchPad gehören TechCrunch. Doch dies reicht scheinbar rechtlich nicht aus, um das Gerät seitens TechCrunch mit einem anderen Partner weiter produzieren zu dürfen. Ebenso wenig gestattet es die rechtliche Lage wohl (zum Glück) Fusion Garage, das CrunchPad ohne Einwilligung von TechCrunch weiter zu produzieren.
In seinem Beitrag zum Scheitern des CrunchPads bringt Arrington immer wieder seine Enttäuschung und Trauer darüber zum Ausdruck, dass ein Projekt, für das sich so viele unterschiedliche Partner ohne Profitgedanken eingebracht und begeistert haben, an den (ich nehme doch einmal stark an monetären) Bestrebungen der Anteilseigner von Fusion Garage scheitert.
Und das sehe ich ganz genauso wie er!
von Katrin Schneider
Open Office Vorlagen
Privat besitze ich schon seit Jahren kein Microsoft Office mehr, sondern nutze nur noch Open Office. Und spätestens seit der Version 3 kann ich echt nicht mehr verstehen, warum man noch Geld für Word und Co. ausgeben sollte. Denn Open Office ist zu einem etabliertem und erwachsenem Software-Produkt herangereift.
Was mich kürzlich zusätzlich in meiner Meinung bestärkt hat, ist die Tatsache, dass es von Open Office ja auch eine Vielzahl von so genannten Templates gibt. Das sind vorgefertigte Dokumenten-Vorlagen für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle, wie etwa DIN-gerechte Briefe, Rechnungen oder Präsentationen im Schiefertafel-Look. Das gibt es zudem alles z. B. auch in einer deutschen Sprachversion.
von Matthias Zellmer





















