Produzieren in Open Source Zeiten

korbmacher

Ich habe gerade den Blog-Beitrag No YouTube please, we’re Deutsche! angelesen … und werde ihn auch später noch zu Ende lesen. Aber in den ersten Absätzen hat mich etwas zum Nachdenken gebracht. Ich meine ein interessantes Konzept für Produkte in Zeiten von Open Source und kostenlos Content ausgemacht zu haben.

Oliver Lysiak erläutert eher zur Einleitung, dass der Protagonist seines Beitrags … M Dot Strange … gerade an dem Film “Iron Sky” arbeitet, für dessen Produktion derzeit auch im Social Web Umfeld Geld gesammelt wird und der dann schlussendlich kostenlos im Web verfügbar sein wird. Und das ist auch schon das Konzept. Beziehungsweise sein überraschendes Ende. Dass neue Produktentwicklungen in aller Regel vorfinanziert werden, ist ja üblich. Aber dass der Mehrwert für die Menschen, die in die Entwicklung eines Produkt investieren, nicht die anschließende Gewinnoptimierung durch Teilhabe an dem Vertrieb/Verkauf haben, sondern das Produkt an sich, das finde ich äußerst interessant.

Gut, im Prinzip kenne ich sowas aus dem sozialen Netzwerk “Dorf”, in dem ich aufgewachsen bin, schon ganz gut. Da wurde auch mal ein Vereinsheim vornehmlich von den Vereinsmitgliedern in Eigenleistung gebaut. Vielleicht ist die Tatsache, die mich in meiner Jugend als zu oft auch gequält hat, nun die Basis dafür, dass mir diese Analogie zum weltweiten sozialen Dorf … Social Web … überhaupt erst bewusst werden konnte.

Open Source Alternative zu Google Analytics

piwik

Das Bauchgefühl sagt: “Keine wichtigen Daten an Google liefern!”. Die Praxis zeigt dann aber, dass es Google in aller Regel einfach drauf hat und gut durchdachte und gut funktionierende Dienste anbietet. Ein Dienst auf den das Beschriebene besonders gut zutrifft, ist Google Analytics. Google Analytics analysiert die Zugriffen auf Websites und ist obendrein … wen wundert es noch bei Google …kostenlos.

Doch wie schon bei Google Maps mit Openstreetmap gibt es auch für Google Analytics eine Open Source Alternative: Piwik. Und wenn man sich die Demo-Seite so anschaut, dann sieht das schon wirklich sehr schick aus. Es wirkt auch ziemlich flott, was daran liegen kann, dass es dezentral auf dem eigene Webserver eingesetzt wird. Da es recht performant laufen soll, dürfte es bei Websites mit durchschnittlichem Traffic auch nicht zu besonderen Geschwindigkeitseinschränkungen kommen.

Was zudem gefällt, sind die weiteren Features von Piwik wie zum Beispiel die Erweiterbarkeit durch Plugins, die durch die offen API von jedem geschrieben und zur Erweiterung des Funktionsumfangs zur Verfügung gestellt werden können.

Piwik scheint mir eine wirkliche Alternative zu Google Analytics zu sein, auch wenn es noch beta ist und den oftmals eher puristisch eingestellten Web-Admins vielleicht etwas zu verspielt daherkommen könnte. Aber in irgendeinen der sauren Äpfel muss man ja meistens beißen und die Nutzung eines Google-Dienstes ist für viel Leute meist einer von den sauersten Äpfeln …

Wie man heute ein Webprojekt aufzieht

makingoftweal

Gerade habe ich voller Begeisterung auf tweal.net die Beschreibung “Infos zum Projekt: tweal – ein Microdeal Twitter Mashup” gelesen. Da hat sich Sven Wiesner, der Mann hinter tweal.net, hingesetzt und einfach mal beschrieben, wie er das Projekt an den Start bekommen hat. Und zwar ohne großartige Programmierkenntnisse und im Kern nur auf Basis von WordPress und Twitter und deren Erweiterungen und Plugins, die sowieso irgendwo im Web rumliegen.

Schaut es euch an und saugt den Spirit des dort Beschriebenen in euch auf. Denn dann wisst ihr wieder ein Stück mehr von dem, was man euch unter den Schlagworten Web2.0 oder Social Web tagtäglich um die Ohren haut. Respekt Sven!

Android als Netbook-Betriebssystem

android_netbook

Einige Unternehmen wie etwa Intel und Microsoft wollen den Netbook-Markt deckeln, indem sie Obergrenzen für alles mögliche einführen. Zum Beispiel will Microsoft, dass Netbook-Festplatten nicht größer als 16GB (SSD) oder 160GB (HDD) sein und nicht mehr als 1GB Arbeitsspeicher aufweisen dürfen. So soll gesteuert werden, dass die Verkäufe von “normalen” Notebooks nicht noch weiter abrutschen. Dies ist ein verständliches Ansinnen, das durch die doch eher geringe Akzeptanz von Linux als Netbook-Betriebssystem und dem (leider) immer noch nicht vorhandenem Apple-Netbook durchaus erfolgsversprechend erscheint.

Wenn da nicht mit Googles Android ein anderer Kandidat auf dem Markt der möglichen Netbook-Betriebssysteme aufgetaucht wäre. Aber warum eigentlich nicht? Statt einem veralteten oder abgespeckten neuen Betriebssystem, ist es doch auch durchaus denkbar, für den Netbook-Markt ein für mobile Endgeräte gedachtes System auszubauen, welches obendrein auch noch Open-Source ist.

Auch wenn Google vielleicht selbst noch gar nicht auf die Idee gekommen sein könnte … was ich mir irgendwie kaum vorstellen kann, was die Leutchen von Venturebeat da auf die Beine gestellt haben, dürfte Google gut und gerade Microsoft weniger gut gefallen. Es zeigt aber in jedem Fall, dass wenn man künstliche Beschränkungen einführen will, man schon über ein wirkliches und auch nachhaltiges Monopol verfügen sollte. Vielleicht hat Microsoft im Bezug auf die Beschränkungen für den Netbook-Markt vergessen, dass es inzwischen andere Spielkameraden im Bereich der Global Player gibt. Oder sie wollen es noch mal versuchen, wie in den guten alten Zeiten …

Android Source-Code nun komplett Open-Source

Nachdem von Anfang an geplant war, den gesamten Source-Code zu veröffentlichen war es gestern endlich so weit: die vollständige Implementierung des Handy-Betriebssystems Android kann nun hier eingesehen werden. Bisher waren nur die Entwickler-Kits zugänglich.

Die Code-Sammlung enthält unter anderem den Linux Kernel, die Application Platform, die System Library, Libraries zur Spracherkennung und Applikationen wie den Browser oder den Contact Manager.

Dave Bort und Dan Bornstein erläutern, was der Source-Code beinhaltet, wie er verwendet bzw. angesprochen werden kann, … :

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Bemerkenswert finde ich, dass in Verbindung mit Android zunehmend nur noch von Google als Herausgeber die Rede ist. Eigentlich hatte ich gedacht, dass die Open Headset Alliance der Herausgeber von Android ist. Im Beitrag von TechCrunch.org findet die OHA noch Erwähnung, GoogleWatchBlog.de dagegen spricht nur noch von Google.

openmicroblogger: Konkurrenz der Konkurrenz

Microblogging (µb) ist derzeit ein ganz dicker Fisch im Web. Der Platzhirsch ist hierbei ganz klar Twitter. Doch Twitter hat Performanz-Probleme. Klar, dass es immer mehr Projekte gibt, die es Twitter nach machen wollen … darunter auch Open-Source-Projekte wie identi.ca.

identi.ca basiert auf dem µb-Framework laconi.ca. Das mit openmicroblogging.org einen weiteren Open-Source-Konkurrenten bekommen hat. Wobei der Konkurrent auch als Partner angesehen werden kann, denn dadurch, dass beide auf den gleichen Standards aufsetzen, werden die auf den Frameworks aufgebauten µb-Tools miteinander interagieren können.

Eine Tatsache, die eines der Hauptprobleme lösen könnte, welches die User mit Twitter haben. Denn wenn es im Prinzip egal ist, welchen µb-Dienst man für sich persönlich wählt und man damit trotzdem auch in den anderen µb-Diensten präsent sein kann, dann könnte sich die Last die z.B. bei Twitter auf den Servern eines Diensten lastet, bei diesem Modell auf denen mehrerer Dienste lasten. Was durchaus die bei Twitter so dringlich vermisste Zuverlässigkeit im Mircoblogging bringen könnte. Und wenn sich Twitter entschließen könnte, ebenfalls die offenen µb-Standards zu unterstützen, dann bräuchten sich viele auch nicht auf einen anderen Dienst umzustellen. Wenn, ja wenn …

Via: Webmaster Blog

16. August 2008
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Techcrunch sucht User Genereted Web Tablet

Die Autoren von TechCrunch haben in einem Blog-Beitrag ihren Wunsch nach einer einfachen, erschwinglichen und sexy Apparatur geäußert, mit der man im Netz surfen kann und deren Abmessungen an die des MacBook Air angelehnt sein sollen. Obwohl: geäußert trifft es nicht ganz … sie haben ihre Leser aufgefordert, sich konkret an der Entwicklung eines solchen Geräts und der entsprechenden Software zu beteiligen.

Für die Hardware-Produktion haben die TechCrunch-Leute wohl eine Firma am Start … sie sprechen diesbezüglich von einer supply chain management company. Die Spezifikation der Hardware und die Anpassungen von Linux und Firefox würden dann TechCrunch und seine Community übernehmen.

Ein paar Eckdaten: Der gesamte Code soll OpenSource werden. Auf dem Tablet PC soll im Grunde kein Betriebssystem installiert sein, sondern nur direkt Firefox und Skype. Der von Techcrunch vorgeschlagene Name: Firefox Tablet … was aber sicher erst noch mit Mozilla abgeklärt werden muss.
Angedachter Funktionsumfang: So dünn wie möglich, ein Knopf zum Ein- und Abschalten, Audio-Ausgang, integrierte Kamera, Lautsprecher, Mikrofon, WiFi-Schnittstelle, vielleicht ein USB-Port, Akku, ½ Giga RAM, 4 Giga Festplatte. Daten werden ähnlich wie beim iPhone über das TouchPad eingegeben. Außerdem wäre es schön, wenn Skype per VOIP funktionieren würde. Zur Überbrückung von Offline-Phasen soll unter anderem eine Synchronisierung von Google Docs via Google Gears möglich sein.

Das Ziel ist es, ein solches Teil für circa 200$ herzustellen. Es soll ein kleines Team zusammengestellt werden, das sich um die Lösung der Aufgaben kümmert. Mitglieder dieses Teams, die erheblich zu diesem Projekt beigetragen haben, erhalten dann auch die ersten Prototypen zum Testen.
Es gibt bereits solche Tablets, allerdings sind die Teilchen nicht gerade billig. Das TechCrunch Web Tablet soll nicht nur erschwinglicher als eben diese sein, sondern auch portabler und flacher als Tablet PCs.

Hier in der Agentur gibt es schon Stimmen, die verkünden ließen, dass sie sich “des Ding auf jeden Fall kaufen”.

identi.ca – Open Source Twitter Klon

Twitter ist sehr beliebt. Doch Twitter hat auch Probleme. Zum Beispiel steht der Microblogging-Dienst des öfteren mal nicht zur Verfügung und dann sitzen Millionen Twitter-Nutzer auf dem Trockenen. Warum also nicht nach Alternativen suchen? identi.ca ist ein solcher alternativer Twitter-ähnlicher Mircoblogging-Dienst, der obendrein auch noch Open-Source ist.

Auch nett: Bei identi.ca kann man sich per OpenID anmelden. Und ein Umstieg sollte aus Nutzungssicht kaum ein Problem darstellen, da die allerneueste Version der sehr beliebten Twitter-Desktop-Software twhirl identi.ca schon unterstützt. Das ist aber wohl erst der Anfang, eine Liste mit zukünftigen Feature verspricht u. A. ein “Cross-Postin” mit Twitter und auch die üblichen von Twitter bekannten Features wie Hashtags und SMS-Updates.

Android frustriert Entwickler

Logo Open Handset Alliance

Die Open Handset Alliance um Google lässt sich mächtig Zeit mit der Veröffentlichung einer aktualisierten Entwicklungsumgebung (SDK) für Android; eine Open-Source-Plattform für mobile Endgeräte. Darum haben nun dreißig Software-Entwickler sogar eine Petition unterschrieben, in der sie die baldige Veröffentlichung einer aktualisierten Version der Android-SDK fordern. Ist dies aus irgendeinem nachvollziehbaren Grund nicht möglich oder sinnvoll, so möchten die Unterschreiber zumindest die Gründe für diese Verzögerung erfahren.

Seit Februar gab es keine Updates der API mehr. Zudem ist die damals veröffentlichte API noch sehr fehlerhaft. Einige Entwickler, die sich für Android als Plattform entschieden haben, sind so frustriert, dass sie darüber nachdenken, die Plattform zu wechseln. Hier wäre wohl die des iPhones die derzeit naheliegendste Wahl, denn bei Apple gibt es für 99 $ eine verfügbares funktionierendes SDK.

Google und Konsorten haben damit möglicherweise einen entscheidenden Vorteil aus der Hand gegeben, denn sie waren mit der Ankündigung eines SDK für mobile Endgeräte wesentlich früher dran als ihre Konkurrenz. Da Android aber nicht so funktioniert wie es soll und Konkurrenten wie etwa Apple auch SDKs für mobile Endgeräte anbieten … auch wenn diese wesentlich später veröffentlicht wurden … sollte Google nun endlich mal in die Gänge kommen, damit ihnen nicht alle freien Entwickler weglaufen.

Via googlewatchblog.de und heise.de

Enkin – Die Realität als Karte

Enkin - Die Realität als Karte

“Was ist das für ein Gebäude da drüben?” Wie wäre es, wenn man die Frage einfach beantworten könnten, indem man sein Handy rausholt, eine kamera-basierte Anwendung startet und die Antwort automatisch auf dem Display hat? Das ist das Prinzip von Enkin … einer Anwendung, die die beiden Studenten Max Braun und Rafael Spring für Android entwickelt haben. Das Prinzip von Enkin erklären Braun und Spring recht anschaulich in einem Video auf enkin.net

Via googlewatchblog.de

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