Via Google-Konto anmelden
Eine weitere Hürde zur Vereinfachung der Web-Welt ist genommen. Jetzt kann man sich auch mit seinem Google-Konto bei anderen Diensten anmelden.
Die Idee ist nicht neu. Initiativen wie openID gibt es schon seit Jahren und andere namhafte Unternehmen wie Yahoo und Facebook bieten die Möglichkeit, sich nicht explizit bei jedem neuen Web-Dienst anmelden zu müssen, auch schon länger an. Statt dessen kann man einfach einen seiner bestehenden Accounts bei einem der unterstützten Anbieter bzw. Dienste nutzen.
Ein Beispiel für einen Web-Dienst, bei dem man sich neuerdings via Google-Konto anmelden kann, ist der Meta-Adressbuch-Dienst Plaxo. Dort ist es allerdings auch möglich, sich über seinen Yahoo-Account oder auch über eine openID anzumelden.
Diese Art sich bei einem neuen Dienst anzumelden, hat vor allem zwei Vorteile. Zum einen muss man sich weniger Zugangsdaten merken, und zum anderen liegen die eigenen personenbezogenen Daten nur noch bei einem Anbieter. Beziehungsweise bei einem Anbieter weniger …
von Matthias Zellmer
Twitterfeed – ein Vorzeige-Web2.0-Tool
Die Idee von Twitterfeed ist simple: Es twittert automatisiert RSS-Feeds. Doch ich bin immer wieder begeistert, wie es dies tut. Denn Twitterfeed ist für mich derzeit das Tool, dass die Ideen des Web2.0s im positiven Sinn am integriertesten anwendet.
Alles fängt damit an, dass ich mich bei Twitterfeed per openID anmelden kann. Dies geschieht grafisch ansprechend in einer Lightbox, in der einem unterschiedliche openID-Provider vorausgewählt angeboten werden.
Ist man nun angemeldet und hat man bei früheren Besuchen schon RSS-Feeds angelegt, so bekommt man nach dem Anmelden eine Übersicht mit Statistiken zu den auf Twitter veröffentlichten Feeds. Diese kann man sich dann jeweils auch etwas detaillierter ansehen.
Einen Feed kann man übrigens nicht nur automatisiert auf Twitter veröffentlichen lassen, auch für laconi.ca, ping.fm und HelloTxt ist dies möglich. Die Eingabe-Masken für das Anlegen eines Feed für einen dieser Dienste wechselt sehr schick ohne Page Reload.
Will man nun einen neuen Feed für Twitter anlegen, dann hat man zum Start eine einfach Eingabemaske:

Versierte Nutzer können diese aber erweitern, um die Optionen bezüglich der Feed-Ausgabe besser an ihre Bedürfnisse anpassen zu können:

Wie man auf diesen Screenshots hoffentlich erkennen kann, unterstützt Twitterfeed hier ein paar interessante Methoden und Dienste:
Connect your feed to your Twitter Account: Hier kann eine Verbindung zu jedem beliebigen Twitter-Account erstellt werden, zu dem man die Zugangsdaten hat. Und zwar über Twitters OAuth-Schnittstelle. D.h. Twitterfeed bekommt die Zugangsdaten nicht mal zu sehen. Es wird nur eine Anfrage an Twitter gestellt und dort wird Benutzername und Passwort eingeben. Twitterfeed bekommt im Erfolgsfall am Ende lediglich eine Art digitales “Okay”.
Test RSS Feed: Twitterfeed hilft einem mit dieser Funktion, noch mal zu testen, ob der RSS-Feed, den man ins URL-Feld eingegeben hat, auch wirklich korrekt funktioniert. Eine mögliche Fehlerquelle wird hiermit ausgeschlossen.
Shorten link through: Hier kann nicht nur der URL-Verkürzungsdienst ausgewählt werden. Hat man einen Account bei einem dieser Dienste, so kann auch noch diesen mit Twitterfeed verknüpfen. Das ist ganz interessant, wenn man eine Historie der veröffentlichen Links haben möchte oder sich für die Zugriffsstatistiken interessiert. Ich nutze hier übrigens bit.ly. Dieser Dienst arbeitet mit einer anderen Verknüpfungsmethode als Twitter. Hier kann man sich im Backend von bit.ly einen “API Key” holen und darüber die Verbindung, d.h. den Datenaustausch herstellen.
Die weiteren Einstellungen, die man dort vornehmen kann, sind schick, aber jetzt aber nichts speziell web2.0iges an sich … außer vielleicht, dass es sie gibt.
Um das Web2.0-Paket noch rund zu machen: Twitterfeed hat übrigens auch einen Blog und man kann den Machern auch bei Twitter als @twfeed folgen.
Übrigens sind bei Twitterfeed überall Fallbacks eingebaut, so kann man sich zum Beispiel auch ohne openID registrieren oder nur mittels Eingabe der Zugangsdaten und ohne die Nutzung von OAuth mit Twitter verbinden. Es geht also bei Twitterfeed auch 1.0ig – aber wer will das schon…
von Matthias Zellmer
OAuth – Anonymer Zugriff mit Authentifizierung
Den Begriff OAuth kenne ich schon länger und mit dem Konzept habe ich mich auch schon auf theoretischer Ebene beschäftigt. Doch am Wochenende hatte ich bei dem Webdienst Twitterfeed zum ersten Mal die Möglichkeit OAuth wirklich zu nutzen.
OAuth ist ein Protokoll, welches einer anderen Website bzw. Webdienst den eingeschränkten Zugriff auf eigene Inhalte ermöglicht, ohne die eigene Identität oder deren schützenswerte Daten wie etwa das Passwort preisgeben zu müssen. Und somit liefert OAuth zusammen mit openID im Prinzip genau das, was im intervernetzten Web wirklich essentiell wichtig ist: Identität und Authentizität.
Der oben erwähnte Webdienst Twitterfeed macht es also genau richtig. Man kann sich dort per openID anmelden und die notwendige Authentifizierung bei Twitter per OAuth vornehmen. Man kann den Dienst … er liefert übrigens automatisiert RSS-Feeds an einen Twitter-Account aus … also im vollen Umfang nutzen, ohne sich dort registrieren zu müssen oder auch nur ein einziges Passwort auf deren Plattform eingeben zu müssen. So muss das sein …
von Matthias Zellmer
claimID – webbasiertes persönliches Reputationsmanagement
Vor ein paar Tagen war die neue Privatheit durch die Entwicklungen im und durch das Web mein Thema hier im Netzlogbuch. Eine wichtige Methode mit der Unsicherheit im Bezug auf die privaten Daten im Web umzugehen, ist es in die Offensive zu gehen. Statt sich sehr bedeckt zu halten oder das Web ganz zu meiden und sich damit selbst der interessanten und einen persönlichen Mehrwert bietenden Möglichkeiten zu berauben, heißt es in diesem Fall, das Heft selbst in die Hand zu nehmen und ein persönliches Reputations – bzw. Identitätsmanagement zu betreiben. Hierbei hilft zum Beispiel claimID.
Zuerst einmal bietet claimID seinen Nutzern eine eigene openID, hat man schon eine, kann man sich damit registrieren. Einmal registriert, kann man dort Informationen über sich selbst veröffentlichen und vor allem die ganzen Verweise auf seine weiteren Aktivitäten dort hinterlegen. Diese Verweise können zudem gruppiert werden. Viel mehr ist es erst einmal nicht. Sowas kann man im Prinzip auch auf der eigenen Website machen. Sogar die openID-Sache, dazu benötigt man allerdings ein paar spezielle Kenntnisse.
Doch einen besonders interessanten Aspekt bietet claimID: Es ist eine der wenigen Webdienste, die eine wirklich sehr große Anzahl an typischen Web2.0-Bestandteilen scheinbar recht selbstverständlich einsetzen. Neben der schon erwähnten Unterstützung von openID, werden u.a. die eigenen Adressdaten per Microformats gespeichert, die Verweise getaggt, die Sortierung der Verweise innerhalb der Gruppen geschieht per Drag ‘n Drop und so weiter und so fort. Auch unterstützt wird MicroID und mit dem ‘Link Status Checking’ wird auch der Tatsache Rechnung getragen, dass manchmal eine verlinkte Website oder ein Dienst offline gestellt wird.
Ach ja! Meine … noch recht jungen … claimID-Seiten findet man unter http://claimid.com/zellmi. Alles in allem keine große Sache, aber das ist ja zum Beispiel Twitter auch nicht …
von Matthias Zellmer
identi.ca – Open Source Twitter Klon
Twitter ist sehr beliebt. Doch Twitter hat auch Probleme. Zum Beispiel steht der Microblogging-Dienst des öfteren mal nicht zur Verfügung und dann sitzen Millionen Twitter-Nutzer auf dem Trockenen. Warum also nicht nach Alternativen suchen? identi.ca ist ein solcher alternativer Twitter-ähnlicher Mircoblogging-Dienst, der obendrein auch noch Open-Source ist.
Auch nett: Bei identi.ca kann man sich per OpenID anmelden. Und ein Umstieg sollte aus Nutzungssicht kaum ein Problem darstellen, da die allerneueste Version der sehr beliebten Twitter-Desktop-Software twhirl identi.ca schon unterstützt. Das ist aber wohl erst der Anfang, eine Liste mit zukünftigen Feature verspricht u. A. ein “Cross-Postin” mit Twitter und auch die üblichen von Twitter bekannten Features wie Hashtags und SMS-Updates.
von Matthias Zellmer





















