Einsichten und Erkenntnisse vom Barcamp München

Wie schon am Montag angedeutet, möchte ich hier auch mal auf ein paar Einsichten und Erkenntnisse vom Barcamp München eingehen.

Session Netvibes und Widgets

Die Session Netvibes und Widgets ist etwas anders als von mir … und wohl auch von der Session-Anbieterin Magdalena … erwarte bzw. erhofft abgelaufen. Leider wurde kaum auf die Chancen und Möglichkeiten eingegangen, die Netvibes zum Beispiel zur Optimierung des eigenen Tagesablaufs offenbart. Es war leider auch kaum möglich etwas anderes zu diskutieren, als wie man damit sein eigenes Projekt/Start-up billig und ohne persönlichen Aufwand promoten kann. Schade.

YiGG Spekulieren

Die deutschsprachige Social-News-Community YiGG will ihr Angebot demnächst um eine spielerische Variante erweitern, mit News und Meldungen umzugehen. Die Idee ist es, über Folgen von aktuellen Ereignissen zu spekulieren. Das Ganze wird angereichert um eine nicht-monetäre Bewertungs- und Belohnungskomponente. Könnte ein großer Spaß werden.

User Experience Design

Sehr interessant fand ich die Session zum Thema “User Experience Design” (UX-Design). Elizabeth, eine Neuseeländerin, die lange in Amerika gearbeitet hat, hat uns aufgezeigt, dass Deutschland in Sachen UX noch recht unerschlossen ist. Gerade in den Köpfen der Entscheider ist UX noch nicht angekommen. Die verdauen gerade noch die Begriffe Barrierefreiheit und Usability.

Technologie – Quo Vadis?

Dies war die Session, die ihre Teilnehmer in einem besonderen Maß beeindruckt hat. Constantin hat uns behutsam auf dem möglichen Weg mitgenommen, den die Technologie vor allem in den Feldern Nano- und Bio-Technologie, sowie IT und KI nehmen könnte . Erst einmal skizzierte er allgemein den bisherigen Weg von technologischen Entwicklungen und zeigte davon abgeleitete Gesetzmäßigkeiten. Schlussendlich hörten sich Dinge, die in jeden guten oder schlechten Science-Fiction-Roman passen, völlig logisch an. Ich bin echt mal gespannt, ob sich mein Bewusstsein und meine Erinnerungen irgendwann mal von meinem Körper lösen lassen, um in irgendeiner Form körperlos weiterzuexistieren.
Nachtrag: Constantin hat auf seinem Blog über das Barcamp und seine Session geschrieben.

So, das soll es für den Augenblick gewesen sein. Natürlich habe ich noch mehr Erkenntnisse mitgenommen. Gerade aus den vielen Gesprächen. Dazu später mehr …

netvibes Ginger – Kurzer Erfahrungsbericht

netvibes - (re)mix the web

Seit ein paar Wochen nutze ich nun netvibes Ginger. Das ist die neue aktuelle Version der personalisierbaren Startseite netvibes. Ich hatte das Vergnügen Ginger schon vor der offiziellen Veröffentlichung am 04. März 2008 einrichten zu können. Auch wenn es nicht immer eine Freude war, da auch bei Ginger die üblichen Kinderkrankheiten nicht ausblieben.

Aber so langsam bekomme ich das Gefühl, dass Ginger recht stabil und auch rund läuft. Das optimierte Inhalte-hinzufügen-Menü macht Spaß und ist auch in seiner Funktionsweise für andere Web-Anwendungen interessant. Das auf Knopfdruck per Mausklick herausfahrende Menü erinnert mich an eine Desktop-Anwendung.

Leute, die bereits einen netvibes-Account besitzen, können nun wählen, ob sie weiterhin die Coriander-Edition oder die neue Ginger-Version nutzen wollen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass nach dem vollständigen Abschluss der Umstellung auf die Ginger-Version dies die netvibes-Version sein wird, die Allen zur Verfügung steht. Unabhängig davon, ob diese bereits einen netvibes-Account besitzen oder nicht.

Die zentrale Neuerung von netvibes Ginger ist die Erweiterung der sozialen Komponente. netvibes-User können nun Freundschaften untereinander schließen, ihre Facebook, Twitter und Yahoo-Freunde importieren und die eigenen Aktivitäten genau so wie die anderer User über ein Activities-Widget verfolgen. Mit dem Release von Ginger bewegt sich netvibes klar in die Richtung eines sozialen Netzwerks.

Zudem stehen mit Ginger neue Themes zur Verfügung und auch das User-Interface wurde in vielen Punkten überarbeitet und erweitert. Neben von Usern erstellten Tabs existieren auch so genannte Universen. Bis zur Veröffentlichung der Ginger-Version waren Universen Tabs, die ausschließlich von Unternehmen, die in Partnerschaft mit netvibes stehen, herausgegeben und gepflegt wurden. Sie enthielten in der Regel eine Sammlung von Widgets zu einem bestimmten Themenbereich, der oftmals mit den Tätigkeiten des Unternehmens in Verbindung stand.

Seit dem Release von Ginger kann jeder User ein Universum erstellen, auf dem er beliebige Widgets anordnen kann. Dieses ist dann unter einer URL nach dem Muster www.netvibes.com/UserName für jedermann erreichbar. Universen sind eine öffentliche, spezielle Form von Tabs. Jeder User kann genau ein Universum erstellen und beliebig viele Universen anderer User als jeweils separaten Tab in sein netvibes einbinden.

Es ist abzuwarten, was die für Ginger angekündigten Verbesserungen bewirken werden. Auch abzuwarten bleibt, wie die User auf die neuen Community-Features reagieren und in welchem Umfang sie sie nutzen werden. Aber allgemein habe ich für mich das Gefühl, dass ich nun netvibes schon viel mehr als meine personalisierte Startseite einsetze; auch für die Arbeit. Das ist eine gute Entwicklung …

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