Online-Flaschenpost

Welch’ liebenswertes Konzept:

Mit Flaschenpost™ kannst du an eine zufällige Person deine Nachricht schicken. Wer diese Person ist, weiß man nicht. Sicher ist, dass sie, weil sie auch schon eine Flaschenpost versendet hat, in unserer Empfängerliste steht. Und wenn du auch deine E-Mail-Adresse angibst kann es sein, dass dich bald eine Flaschenpost erreicht. Yay.

Entweder ist es Zufall, oder es hat sich hierbei mal jemand richtig Gedanken gemacht, wie man ein Reale-Welt-Prinzip aufdröselt, von seinen stofflichen Eigenheiten befreit und in ein Online-Konzept ummodelt.

Denn wenn man mal darüber nachdenkt, wie das Flaschenpost-Prinzip ohne Flasche und Meer online funktionieren kann, dann kann man viel über “Online” lernen. Ich möchte es mal versuchen:

Die Flasche ist das Schutzmedium für die Nachricht. Die Nachricht muss vor dem Wasser geschützt werden, dass wiederum das Transportmedium ist. D.h. auf das Schutzmedium kann man online getrost verzichten und die Nachricht direkt transportieren. Bei der Online-Flaschenpost wird die Nachricht per E-Mail transportiert. D.h. Sender und Empfänger müssen Zugang zu diesem Medium haben. Bei der realen Flaschenpost müssen auch beide … Sender und Empfänger … Zugang zum Transportmedium haben. Bei der Online-Variante steht man vor der Schwierigkeit, dass man mit so einer Web-Anwendung spielend aktiv eine E-Mail versenden kann, aber wie setzt man hier den Flaschenfinder adäquat um? Also schauen wir mal, was den realen Finder einer Flaschenpost auszeichnet. Zunächst muss er mal am Wasser sein. Das Wasser haben wir durch E-Mail ersetzt. D.h. er muss einen Mail-Account haben, eine Mail-Adresse. Jetzt könnte man die Nachricht einfach nach dem Zufallsprinzip … das beim Finden einer Flaschenpost ja auch eine wichtige Rolle spielt … die Nachricht an irgendeine Mail-Adresse schicken. Dass das geht, zeigen die unzähligen Spam-Mails, die wir regelmäßig in unseren virtuellen Postfächern finden. Doch dann würde die Nachricht von einem Unbekannten in aller Regel auch als Spam eingestuft und prompt gelöscht werden. Weil man sie nicht als Online-Flaschenpost-Nachricht erkennen würde. Aber eine Flaschenpost am Strand erkennt man sofort: Flasche mit Nachricht drin. Heißt, wir brauchen online noch den Erkenntnismoment. Den kann man dadurch erreichen, dass man weiß, dass solche Online-Flaschenpost-Nachrichten unterwegs sind. Das wissen am besten die, die selber schon mal eine versendet haben. Also lässt man die Sender zu zufallsgenerierten Empfängern werden. Wie bei Flaschenpost™ geschehen.

Hier geht es übrigens zu deiner Flaschenpost …

ElfYourself

Nach dem Anrufbeantworter des Weihnachtsmanns, der einer Werbeagentur das Geld aus der Tasche zieht, hier noch eine weitere kleine vorweihnachtliche Spielerei: ElfYourself.

Man kann bis zu fünf Fotos hochladen, die dann in die Köpfe von tanzenden Elfen montiert werden. Und dann tanzen eben Matthias, Artur, Gerd und meine Wenigkeit in geringelten Strümpfen im Winter-Wonderland HipHop. Sehr schön.

Der Hintergrund von ElfYourself ist allerdings das genaue Gegenteil von karren-im-dreck.de. Hier wird nichts Wohltätiges getan, sondern es wird versucht zu verkaufen: Das Video als Download (alle Videos stehen ab dem 15.01.2010 nicht mehr zu Verfügung), Tassen mit der eigenen Elfenmontage und anderenRamsch…

via Anne&Tobi

21. Dezember 2009
von Katrin Schneider
Profilbild von Katrin Schneider

FakeWhale – Fake Tweets

fakewhale

Auf fakewhale.com können Tweets im Namen anderer verfasst werden.

Man gibt lediglich den Twitter-Namen der Person ein, in deren Namen ein Tweet gepostet werden soll, und – wie sollte es anders sein – 140 Zeichen Text. FakeWhale zieht sich dann automatisch Namen, den Avatar und das Hintergrundbild des entsprechenden Users und fertig ist die twitter-Täuschung. Auf der Detail-Ansicht des Tweets wird dann allerdings schnell klar, dass es sich um einen Fake handelt:

fakewhale_2

(Danke Matthias, dass ich Deinen Account als Anschauungsobjekt nutzen durfte …)

Die Fake-Tweets sind nicht Teil der twitter-Timeline – was ja auch fatal wäre. Über einen ReTweet allerdings, für den gleich ein entsprechender Link bereit steht, können sie ihren Weg dorthin finden.
Protected Accounts können übrigens nicht gefakewhaled werden.

via theNextWeb.com

Mountainbike-Rennen durch die Favelas

Was man so alles Beklopptes anstellen kann, wenn man es als Sport ausgibt …

Gefunden bei electru.de

23. Oktober 2009
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

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