Haptik für den Musikdownload
Schon länger diskutieren wir hier bei seitenblick über das was verloren geht, wenn man Musik nur online kauft (oder auch nicht) und dann runterlädt: die Haptik. Das ist für Menschen, die noch mit Schallplatten und dem dünnpapierigen Disc-Center-Katalog sozialisiert wurden, eine schwere Bürde. Das sehen die Leute bei der schweizer 234 AG wohl ähnlich und haben zusammen mit Sony BMG den musicbon ersonnen.
Der musicbon ist eine Art Prepaid-Karte für Musik. Man kann sie derzeit wohl nur beim Saturn kaufen … bzw. es versuchen … und darauf findet man dann einen Code, der wenn er auf musicbon.de eingegeben wird, zum Download der Musik berechtigt. Zusätzlich kann man die mittels musicbon gekaufte Musik auch über einen persönlichen Bereich auf der Website streamen.
Die Idee mit der Karte finde ich erst einmal ganz gut. So kann man seine alte Visitenkartenbox als modernes Gegenstück zum CD- oder Plattenregal verwenden. Leider haben Künstler dann noch weniger Platz, um auch auf dem Gebiet des Artworks kreativ zu werden. Was man aber auch als Herausforderung ansehen kann. Bin bzw. wäre mal gespannt, was die Die Ärzte sich diesbezüglich einfallen lassen bzw. lassen würden.
Ein absolut richtige Überlegung ist es, dass sich die Leute die per musicbon gekaufte Musik streamen lassen können. Wenn man dann auf seinem musicbon-Bereich auch noch die gerippten MP3s von seinen CDs und Pod- wie Vidcasts hochladen kann, dann könnte da eine runde Sache draus werden. Eine erschwingliche mobile Datenflatrate vorausgesetzt. Dann bräuchte ich auf meinem Musik-Handy keine Mega-Speicherkarte mehr, sondern könnte mir die Lieder einfach direkt online von meinem musicbon-Bereich anhören. Allerdings möchte ich, wenn ich auf solch eine Lösung setze, nicht von mehreren Websites streamen müssen. Dann baue ich mir doch lieber zuhause ein Media-Center auf und streame von dort … gerne auch Videos.
von Matthias Zellmer
Filesharing fördert CD-Absatz

Achtung! Jetzt kommt ein Vergleich, der hinkt! Warum er dies tun muss, erkläre ich danach. Also: Man stelle sich vor, die Metzger-Gilde würde sich darüber aufregen, dass jemand, der bei ihnen eine Wurst gekauft hat, jemand anderen davon probieren lassen würde. Und sie würde darüber so lange jammern, bis der Gesetzgeber harte Strafen für dieses Vorgehen ins Gesetzbuch schreiben würde.
Dies soll ein Vergleich mit der Musikindustrie sein. Und wie angekündigt hinkt er, da man die beim Metzger gekaufte Wurst wohl kaum in der eigenen Küche (wahrscheinlich in einer minderwertigen Qualität) kopieren würde, um sie dann anderen zur Verfügung zu stellen. Das macht keiner! Und schon gar nicht Tausenden von fremden Menschen.
Doch genau das ist die Realität, mit der sich die Musikindustrie seit Jahren konfrontiert sieht. Irgendjemand kauft Musik, erstellt eine Kopie in minderwertiger Qualität (MP3) und stellt sie mittels des so genannten Filesharings Anderen zur Verfügung. Und diese Leute müssen diese Musik dann nicht mehr kaufen. Oder besser gesagt, müssten sie diese nicht mehr kaufen. Denn wie das kanadische Wirtschaftsministerium durch eine Studie hat feststellen lassen, kaufen Menschen, die an Filesharing teilnehmen, auch überdurchschnittlich viel Musik … zumeist auf CD. D.h. die Musikindustrie geht massiv gegen ihre besten Kunden vor.
Es scheint wohl so, dass Filesharing einen Markt schafft, der ohne es nicht existieren würde. Man könnte es auch als virales Marketing oder etwas derber als Anfixen bezeichnen. Leider ist es nur all zu menschlich, an Gewohntem festhalten zu wollen. Und besonders an wohnten hohen Umsätzen. Doch so langsam müssten nicht nur die Musikindustrie, sondern auch andere Wirtschaftsbereiche langsam mal akzeptieren, dass sich durch das Internet vieles einfach so existenziell verändert hat, dass es einfach nicht mehr möglich ist, an Althergebrachtem klettenartig festzuhalten. Zumal die Musikindustrie sich noch nicht mal all zu sehr beschweren dürfte. Die Umsätze, die sie über ihren Online-Vertrieb machen, sind nicht so schlecht. Um es mal sinngemäß mit den Jungs von Die Ärzte zu sagen: Sie leiden, aber auf hohem Niveau!
von Matthias Zellmer
Pizza finden
Auf der Suche nach einem Pizzaservice bin ich gerade über das Suchportal pizza.de gestolpert. Die Suche und Auswahl des Anbieters wird dem Besucher hier wirklich leicht gemacht und das Interface ist obendrein auch noch sauber, elegant und übersichtlich.
Man klickt sich über eine große Kartenansicht durch die Postleitzahlgebiete und bekommt direkt eine Liste aller verfügbaren Pizzerien mit Online-Bestellmöglichkeit. Die Pizzerien können bewertet werden und sich ihrerseits an einem Internet-Bestellsystem beteiligen. Hat man sich für einen Lieferservice entschieden, landet man auf dessen Bestellseite, wo man sich über ein pizza.de Login-Feld anmelden kann.
So einfach kanns sein.
von Artur Richter
Oma Socken
So bisschen mulmig wurde es mir ja schon, als ich Net Granny Online-Shop mit den Socken strickenden Omas gesehen habe. Meine Oma hat nämlich zu ihren Lebzeiten nicht nur die ganze Familie sondern auch noch die gesamten Freunde der Familie und zum Teil auch deren Freunde mit selbstgestrickten Socken versorgt. Selbst in Australien werden ihre Socken noch heute getragen!
von Matthias Zellmer
Die 10 wichtigsten Webtrends
Read/WriteWeb hat eine knackige Zusammenafssung der 10 wichtigsten Webtrends zusammengestellt. Visionäre Erkenntnisse sollte man vielleicht nicht unbedingt erwarten, handelt es sich doch überwiegend um gegenwärtige Trends. Wer sich aber einem schnellen Überblick verschaffen möchte ist hier goldrichtig.
via presurfer
von Artur Richter
Bringt Rapid Prototyping die Versandrevolution?

Die Abfahrt zum Geburtstag des Patenkinds steht unmittelbar bevor und du hast noch kein Geschenk für den Kleinen? Wie schön wäre es dann, einen Drucker zu haben, der schnell mal die neuste Harry-Potter-Figur aus dem Internet ausdruckt? Nicht auf Papier, sondern in 3-D als Plastikmodell.
Science fiction? Nein, das Prinzip des schon in den 1980ern bekannt gewordenen Rapid Prototyping schickt sich an, das Raumschiff Enterprise zu verlassen, um in unserem Alltag aufzutauchen.
Das Thema ist so interessant, dass Neil Gershenfeld in seinem Buch “FAB: The Coming Revolution on Your Desktop” schon von einer bevorstehenden Revolution spricht und Moritz Sauer und Niels Boeing ihm da beipflichten.
Bin mal gespannt, wann ich meine Raclette-Schaber nicht mehr bestellen muss, sondern sie nur noch ausdrucken brauche.
von Matthias Zellmer
IKEA überarbeitet Website
Eine Warnung vorweg: Hier schreibt ein Fan!
IKEA hat weltweit viele der einzelnen Länderauftritte relauncht. Leider hatte ich noch nicht viel Zeit zum Durchklicken, aber was ich so sehe, gefällt mir gut. IKEA hat mit ihrer Website das gemacht, was ich am Wochenende mit meinen einigen IKEA-Möbeln auch gemacht hab. Mal ordentlich entstaubt. Was bei mir zu Hause vor allem meiner Nase gut tat, tut auf der IKEA-Site besonders den Augen gut. Helle Schrift auf dunkelblauem Hintergrund sucht man nun vergebens.
Auch aufgefallen ist mir der – hoffentlich nicht nur gefühlte – Geschwindigkeitsunterschied. Die Seiten laden schneller und selbst deren Flash-Bestandteile sind flott da.
So! Nun muss nur noch der neue Katalog bald kommen … bin ja IKEA-Familiy-Mitglied!
von Matthias Zellmer
One-Minute-Handy-Tarif
Einige hier in der Firma haben einen so genannten Discounter-Handy-Tarif à la Simyo, Callmobile, Blau, etc. und es kommt schon öfters mal vor, dass wir hitzig darüber diskutieren, wer jetzt den besten, günstigsten oder einfach coolsten Tarif gefunden hat … ich natürlich ;-).
Was den Coolness-Faktor anbetrifft, wird jedoch keiner unserer Tarife den neuen Debitel-Tarif Crash überbieten können. Debitel vertreibt seine Crash-Tarife im verschärften Last-Minute-Stil … ich würde es mal One-Minute-Stil nennen.
Das funktioniert ganz einfach: Jede Minute werden 5 Handynummer mit einem der drei zur Verfügung stehenden Tarife angeboten und man kann innerhalb dieser Minute zuschlagen oder eben nicht. Das Prozedere macht schon was her.
Aber Vorsicht! Ich finde die Tarife nicht gerade so günstig!
von Matthias Zellmer
Gießen ist Spitze

“Ich habe in Gießen studiert.” Kam diese Aussage in der Vergangenheit fast schon einer Beichte gleich, so kann sich ein Gießener nun endlich auch mal als nationaler Spitzenreiter fühlen … nämlich beim Pago-Report 2007 “Trends im Kauf- und Zahlverhalten in den relevanten E-Commerce-Branchen im Jahr 2006″.
Postleitzahlenregion 3: In Gießen wohnen die deutschen E-Commerce-Spitzenreiter
Die Region Gießen/Wetzlar/Marburg/Dillenburg hängte beim Online-Shopping sogar die Berliner Innenstadt (Platz 2) und den Hamburger Nordwesten (Platz 3) ab.
Übrigens: Ja! Ich habe in Gießen studiert … sogar sehr gerne.
Via: iBusiness
von Matthias Zellmer
Amazon bietet komfortableres Vorhören
Seit vielen Jahren bin ich Amazon-Kunde und kaufe wirklich gerne dort ein. Es gab noch nie Probleme und die die eingesetzten Nutzungsfunktionen der Website fand ich fast immer vorbildlich. Fast immer vorbildlich?! Japp! Denn die Vorhör-Funktion mittels RealPlayer hat mich immer genervt.
Jetzt habe ich bemerkt, dass Amazon mein stilles Flehen erhört und etwas geändert hat. Der MusicSampler wurde eingeführt. Sampler kommt in diesem Falle wohl von Sample als Beispiel.
Auf den ersten Blick lässt der MusicSampler kaum einen Wunsch offen. Mit jeweils einem Ein-Minüter als Vorgeschmack kann man sich jetzt komplett durch ein Album hören. Und das mit den üblichen Steuerungsmöglichkeiten eines Musicplayers und den Amazon-üblichen Vorschlags- und Einkaufsfunktionen.
Was zuerst etwas nervig ist, ist, dass man den RealPlayer10 installiert haben muss. Aber sonst bin ich sehr zufrieden mit der Neuerung.
von Matthias Zellmer






