PR2.0 = Public Reaction

Im immer sozialer werdenden Web reden die Nutzer auf immer mehr öffentlichen Kanälen. Nimmt man alle Äußerungen aller Nutzer zusammen, dann entsteht ein digitaler Lärm, in dessen Rauschen auch die beste Marketing-Maßnahme schlichtweg untergeht. Das Web ist eben kein klassischer Broadcasting-Kanal, bei dem einer sendet und viele lauschen.
Diese Tatsache ist nun auch bei vielen Marketeers angekommen und das Akronym PR hat im Zusammenhang mit dem Social Web eine weitere Bedeutung erhalten: Public Reaction statt Public Relation.
Ein Beispiel: Am Samstag habe ich via Live-Stream die Webciety auf der CeBIT verfolgt. Dabei habe ich, wie einige andere auch, mehrfach meine Meinung zu dem auf dem Podium gesagten per Twitter kundgetan.
Neben anderem, wurde auch Helpedia auf dem Webciety-Podium vorgestellt. Ein Webdienst mit dessen Hilfe jeder mit seinem Hobby, seiner individuelle Fähigkeit, seiner Kreativität oder einem persönlichen Anlass Spenden für eine guten Sache generieren kann.
Da stellte ich mir die Frage nach der Finanzierung von Helpedia:
Die Frage blieb allerdings unbeantwortet. Zumindest erst einmal, denn gestern Abend kam dann plötzlich via Twitter folgendes rein:
Siehe da, irgendjemand bei Helpedia hat sich die Mühe gemacht und nach den Reaktionen bei Twitter zu schauen und mir meine Frage zu beantworten. Denn hier dem dort geposteten Link fand ich die Antwort auf meine Frage. Das ist wirklich gute Public Reaction!
Und wenn das Unternehmen Glück hat, dann gerät es wie in diesem Fall auch noch an einen Multiplikator, der dann sogleich darüber bloggt. Aber so viel Glück ist im Social Web gar nicht notwendig, denn dort sind fast alle in irgendeiner Form Multiplikatoren, denn genau das unterscheidet das Social Web vom klassischen Web.
von Matthias Zellmer
Social Media Optimization – wichtig wie SEO?

Habe gerade endlich mal den Artikel über Social Media Optimization (SMO) auf zweinull.cc gelesen, den ich schon seit einiger Zeit in meinem Google Reader markiert habe. Ich bin echt froh, dass ich jetzt einen Namen für das Phänomen kenne, dass ich schon länger irgendwie teils unterbewusst und teils bewusst wahrgenommen habe.
Laut Martin Weigert von zweinull.cc soll
Mit Social Media Optimization [...] erreicht werden, dass im Netz über einen gesprochen wird.
und
Ein Onlineanbieter, der seine Seite für soziale Medien optimieren möchte, will diese nämlich nicht nur möglichst viral gestalten, sondern auch erfahren, welche Auswirkungen seine Maßnahmen haben.
Heißt also, dass es nicht mehr reicht, die Struktur einer Website suchmaschinenoptimiert (SEO) zu gestalten und so ‘nen Kram, sondern, dass man auch bloggen, eine Facebook-Präsenz, RSS-Feeds anbieten und ein Widget für Netvibes liefern muss, um im Web noch wahrgenommen zu werden. Aber zudem muss man auch alle diese Maßnahmen ständig überprüfen und weiter am Köcheln halten. SMO ist nicht so leicht zu haben, wie SEO. Aber wer es richtig macht, hat alle Chancen sich von seinen Wettbewerbern abzusetzen.
SMO bedeutet aber auch für viele, die im Web in irgendeiner Form Erfolg haben wollen, dass sie loslassen können müssen. Das man Alles unter seinem Portal subsumieren und damit kontrollieren kann, die Zeiten sind vorbei. Nun gilt es sich zu öffnen, loszulassen. Ob das jeder kann? Und will? Und zudem gibt es im Bezug auf SMO noch eine grundlegende Erkenntnis, die auch René Seifert von Holtzbrinck eLab postuliert:
Ehrlich währt am Längsten
von Matthias Zellmer


