Ruflotse – Social Media Monitoring Dienst
Firmen, die unter den Begriff PR nicht nur Public Relation, auch als also Public Reaction verstehen bzw. verstehen wollen, kommen an dem Thema Social Media Monitoring nicht vorbei.
Es gibt einige Wege, wie man dem Web-Volk “auf Maul schauen” kann. Heinz Grünwald hat diesbezüglich schon Anfang des Jahres eine Zusammenstellung auf UnderTheShower veröffentlicht. Inzwischen sind sicher noch so einige weitere Dienste hinzugekommen … wie jetzt zum Beispiel auch Ruflotse.
Ruflotse ist der kostenpflichter Social Media Monitoring Dienst von den Machern des Eigenmarketing-Dienstes myON-ID. Was schon mal zeigt, dass sich sie sich mit dem Themengebiet auskennen.
Mehr Infos gibt es bei netzwerkig.com …
von Matthias Zellmer
Bericht zur MFG-Veranstaltung “Twitter in der Unternehmenskommunikation”
Am Dienstag Abend fand im Literaturhaus in Stuttgart die gut besuchte MFG-Veranstaltung Twitter in der Unternehmenskommunikation statt. Um es vorweg zu nehmen, der von Bernhard Jodeleit moderierte Infoabend, hat mir richtig gut gefallen. Die Referenten waren gut ausgesucht und zeigten ein gutes Spektrum dessen, wozu Twitter in der Kommunikation von Unternehmen gut sein kann.
Als erster Referent sprach Joachim Schröder von der Sparkasse Pforzheim Calw, der ersten twitternden Sparkasse überhaupt. Die Maßnahmen im Bereich Social Media der Sparkasse stecken, trotz dieser Vorreiterrolle bei den Sparkassen, noch ziemlich in den Kinderschuhen. Doch haben sie bei der Sparkasse Pforzheim Calw schon eine wichtige Lektion gelernt. Sie fanden über die Twittersuche einen Tweet, in dem sich jemand beschwerte, dass die Sparkasse Pforzheim Calw an ihren Geldautomaten keine Kreditkarten von ING-DiBa akzeptieren würden. Daraufhin setzten sie sich mit dem Twitterer in Verbindung und lösten das Problem.
Daran zeigt sich, dass der wirklich interessante Anwendungsfall von Twitter für Unternehmen die Kommunikation ist. Dies unterstrich auch noch mal der nächste Referenz Uwe Knaus von der Daimler. Es ist via Twitter … natürlich aber auch über Facebook und andere Social Media Kanäle … möglich in den direkten Dialog mit den Kunden zu treten. Zumindest wenn ein Unternehmen den Begriff PR inzwischen auch in Richtung Public Reaction interpretiert. Knaus berichtete auch, dass als sie sich im Unternehmen dazu entschieden haben, Social Media Marketing zu betreiben, sie es auch richtig machen wollten. Dazu gehört, wie auch der vierte Referent Stephan Sigloch von Netformic später in seinem Vortrag betonte, eine Social Media Strategie. Zu dieser Strategie bei Daimler gehört, dass sie mit @Daimler einen Twitter-Account für die Kommunikation und den Dialog haben, der in aller Regel auch denen zurückfolgt, die ihnen folgen, und einen mit @Daimler_News einen reinen Meldungen-Account haben. Interessant an letzterem ist, dass dort nicht nur News von Daimler, sondern auch im Netz veröffentlichte Artikel, Meldung und so weiter getwittert werden. Diese Fremdinhalte werden natürlich vorher redaktionell gefiltert. Dies macht auch deutlich, dass Social Media Marketing nicht ohne den Willen zu haben ist, dass Mitarbeiter dafür die Zeit zur Verfügung gestellt bekommen.
Interessant fand ich die Aussagen von Knaus, dass Twitter für Daimler kein “Nebenbeimedium” ist und dass es wichtig ist, dass auch hinter einem Twitter-Account eines solch großen Unternehmens für alle sichtbar sein muss, welche realen Personen dahinter stehen.
Als dritter Referent hat der Rechtanwalt Carsten Ulbricht von der Kanzlei Diem & Partner, der auch auf rechtzweinull.de interessantes und wichtiges zum Internetrecht bloggt, das Twittern von Unternehmen mal aus der rechtlichen Warte beleuchtet. Im Großen und Ganze bringt aber Twitter keine auffälligen Besonderheiten mit, die man als gewerbetreibender Website-Betreiber nicht sowieso schon zu beachten hat.
Wie schon erwähnt, referierte dann noch Stefan Sigloch und betonte noch mal die Relevanz von Twitter als Social Media Monitoring Tool. Denn Twitter ist weit mehr als ein neuer Kanal für die eigenen Pressemitteilungen. Es ist, wie am Beispiel mit dem unzufriedenen Sparkassen-Kunden zu sehen, ein hervorragendes Instrument, um etwas über das eigene Unternehmen und dessen Produkte herauszufinden.
In der abschließenden Diskussionsrunde wurde auch noch mal darauf hingewiesen, dass viele Unternehmer recht viel Vertrauen zu ihren twitternden Mitarbeitern aufbringen müssen und es auch mal aushalten müssen, wenn sie via Twitter etwas Negatives über sich erfahren. Doch noch schlimmer als dort etwas Unangenehmes zu lesen, ist, es einfach so stehen zu lassen und nicht darauf zu reagieren. Doch eindeutiger Tenor in der Runde war, dass man nicht per Rechtsanwalt auf die Meinungsäußerungen im Social Web reagieren sollte, sondern in den Dialog treten soll. Das kann aufwendig sein, aber es soll sich wohl lohnen.
Wer nun noch mehr Details zum Thema erfahren will, kann sich die komplette Veranstaltung noch mal als Audio-Mitschnitt anhören und dazu die jeweiligen Folien der Referenten ansehen.
von Matthias Zellmer
Beziehungskiste Web 2.0 – wir könnten Film werden
Tillmann Allmer, der einigen im Web auch als tristessedeluxe bekannt ist, möchte einen Film darüber machen, wie sich unser Leben durch die Verlängerung unsere sozialen Aktivitäten im Netz verändern bzw. schon verändert haben. Genaueres beschreibt er im Video oben.
Der dokumentarischen Film mit dem Thema Beziehungskiste Web 2.0 soll nach den Vorstellungen Tillmanns im Rahmen des ZDF-Wettbewerbs Bodybits verwirklicht werden. Dazu braucht er aber genügend Unterstützer beim Online-Voting.
Wer Interesse an einem solchen Film hat, sollte nun mal auf Tillmann Blog Tristesse Deluxe vorbei schauen, denn dort beschreibt genau, wie man für ihn abstimmen kann.
Via Text & Blog
von Matthias Zellmer
Social Media Revolution Video nun auch in deutscher Sprache
Wir hatten hier vor ein paar Wochen das Original-Video gepostet, nun gibt es dieses auch in deutscher Sprache. Die schriftlichen Texte sind weiterhin in Englisch, aber der Sprecher vom Michael Ehlers Verlag erläutert das Gesagte bzw. Gezeigte.
von Matthias Zellmer
Deutsches Social Media Prisma
An dieser von ethority-Team erstellten Grafik des ersten Social Media Prisma für den deutschen Markt kann ich mich kaum satt sehen. Ein gute Arbeit, wie ich finde … auch wenn ich z.B. bei den Lifestreams lifestream.fm vermisse.
Gefunden auf dem MAGIX Blog.
von Matthias Zellmer
Video: Community-gerechte Online-PR
Online PR is all about Community from RealWire on Vimeo.
Online-PR – Lesson One: Lerne die Spielregeln der Web-Community und dann spiele trickreich und interessant mit … und fair!
von Matthias Zellmer
Peter Glaser über “Kulturelle Atomkraft”
Der Wandel vom Industriezeitalter zum Informationszeitalter beschäftigt mich als Thema derzeit ziemlich stark. In meiner täglichen Arbeit und meiner intensiven Auseinandersetzung mit dem dem (Social) Web, bekomme ich es einfach zu extrem mit, wie sich alles verändert oder zumindest zu verändern droht. Ich habe dazu auch schon hier und da meine Meinung zu geäußert, wie zum Beispiel in meinem Beitrag Das Ende der Mitverdiener.
Nun hat sich mit Peter Glaser einer zu diesem Themenkomplex zu Wort gemeldet, der den Sachverhalt deutlich besser auf den Punkt bringen kann. Auf der Website der Berliner Zeitung wurde gestern sein sehr lesenswerter Artikel Kulturelle Atomkraft veröffentlicht. Sein These lautet:
Die Digitalisierung zersetzt alte Medienformen – ihre Atome suchen hitzig nach neuer Synthese.
Und seine daraufhin folgende Aufforderung:
Leute, schmiedet neue Moleküle! Lasst die digitalen Bunsenbrenner glühen.
Recht hat er!
—
Das Bild stammt von Geoffrey und ich habe es unter einer Creative Commons Lizenz auf Picasa gefunden.
von Matthias Zellmer
Video: Social Media Revolution
Seit einiger Zeit werde ich das komische Gefühl nicht mehr los, dass diese Sache mit dem Informationszeitalter, dass man mit Lösungen für Industriezeitalter zu gestalten versucht, irgendwie mächtig aus dem Ruder laufen könnte. In diesem Video gibt es mal wieder argumentatives Wasser auf meine Mühlen …
von Matthias Zellmer
Rollip – Digital-Fotos in Polaroid-Optik verpacken
Polaroid-Bilder haben eine gewisse Ästhetik, die man / ich ihnen einfach nicht absprechen kann. Allerdings ist das Schießen von Polaroids nicht so einfach, komfortabel und kostengünstig wie das von Digital-Fotos. Wenn man aber doch gerne Erinnerungen in Polaroid-Optik gebannt hätte, kann rollip.com Abhilfe schaffen. Rollip ist ein Dienst, der vom User hoch geladene Bilder in Polaroid-Optik verpackt – und das nicht schlecht.
Der User kann aus verschiedenen Größen-, Farb- und Fokus-Varianten sein Polaroid wählen. Außerdem kann der Rand des Polaroids gestaltet werden. Hier stehen verschiedene Schriften bzw. Dekore zur Verfügung. Ist das Polaroid generiert, kann es entweder heruntergeladen oder auf diversen Wegen und Social-Networks verwendet werden. Offensichtlich wird das Bild von Rollip dauerhaft gespeichert, da es per Link erreichbar bleibt (und für die Verwendung auf anderen Websites auch bleiben muss).
Auf den ersten Blick und Test finde ich rollip.com echt gelungenen. Vielleicht schaffen es ja einige meiner aktuellen Urlaubsfotos zu Rollip. Nur weiß ich nicht, ob ich diese mehr oder minder frei zugänglich im Netz haben möchte. Hier wäre ein eigener geschützter Account wünschenswert.
via web2null.de
von Katrin Schneider
Das Marketing ist tot … es lebe das Marketing
Mit Werbung und Marketing kenne ich mich nicht aus. Das habe ich zumindest bisher jeder erzählt, die mich als Web-Menschen in eine solche Kategorie stecken wollte. Nachdem ich mir jedoch die Rede von Amir Kassaei (siehe das Video oben) auf dem DMMK am 9. Juni dieses Jahres in Berlin angesehen und gehört habe, muss ich diese Selbsteinschätzung vielleicht doch ein wenig revidieren. Vielleicht muss ich einer Person, die mich danach fragt, ob ich mich mit Werbung oder Marketing auskenne, von nun an antworten: Mit der Werbung bzw. dem Marketing, wie du sie bisher erleben musstest, kenne ich mich nicht aus, aber vielleicht kann ich dir was darüber erzählen, wie Werbung und Marketing im Zeitalter des vernetzten All-in-One-Mediums Internet laufen könnte.
Aber warum kenne ich mich plötzlich mit Werbung bzw. Marketing aus? Im Prinzip tue ich das nur, weil ich finde, dass Amir Kassaei recht hat, wenn er davon spricht, dass
das Internet [...] die komplette Branche auf den Kopf stellen [wird].
Kassaei spricht bei seinem sehenswerten Vortrag von einem fundamentalen Paradigmenwechsel durch das Internet. Die Werbung der Zukunft muss den Kunden Orientierung geben, statt sie wie bisher mit Informationen, Produkten, Marken und Versprechen zu überladen. Er ist der Meinung, dass die Awareness tot sei und dass die Relevanz an seine Stelle treten muss. Die Menschen würden inzwischen Werbung “riechen”. Was nichts anderes bedeutet, als dass sie gelernt haben, damit intuitiv umzugehen. Dazu gehört auch, dass sie Werbung auch schlichtweg “ausschalten” können, real via Fernbedienung, Toilettengang oder Ad-Blocker oder auch geistig, nach dem Prinzip “da rein, da wieder raus”. Aber Werbung, die den Menschen relevant vorkommt, wird wahrgenommen. Das kann eine Relevanz durch Nutzen oder Mehrwert sein. Mich erinnert das irgendwie an “unseren” Begriff der User Experience.
Das die Marketing-Blase, von der Kassaei spricht, irgendwann platzen wird, liegt seiner Meinung nach auch daran, dass durch das Internet die kompletten Mechanismen der Werbe-Branche grundlegend gefährdet sind. Sie sind nämlich all zu oft Medium-orientiert. Aber das Internet führt alle Medien nicht nur zusammen, sondern fügt diesen auch noch Rückkanäle hinzu und lässt somit nur noch Spielraum für offene und ehrliche Kommunikation … und Kommunikation findet nun mal zwischen Menschen statt. Kassaei sagt dazu:
Die Menschen sind das Trägermedium schlechthin!
Übrigens bin ich auf das Video dieser Rede via Fischmarkt aufmerksam geworden, dem Blog der Werber Interaktiven von SinnerSchrader. Die es im Kontext des Rücktritts von Kassaei vom Job des Sprechers des Art Directors Club für Deutschland e.V. (ADC) in ihren Blog-Beitrag eingebettet hatten. Scheint wohl so, dass seine Meinung vielleicht doch als zu kontrovers angesehen wird. Aber vielleicht habe ich ja doch keine Ahnung von Werbung und Marketing.
von Matthias Zellmer





