Bei Flattr kann man jetzt auch nur kassieren

Wie Peter Sunde von Flattr kürzlich auf der re:publica angekündigt hat, gibt es den Social-Payment-Service jetzt nicht nur auch in einer deutschen Sprachversion, sondern auch als “Nur-Einnahmequelle”. Konnte man bisher nur etwas via Flattr einnehmen, wenn man zugleich auch seinen finanziellen Beitrag am Flattr-System zusteuerte, wird es ab Mai auch möglich sein, nur zu kassieren.

Weiter hat Sunde auf der re:publica auch angekündigt, dass es bald die Möglichkeit geben soll, offline z.B. via QR-Code zu flattrn. Ich bin ja schon mal sehr gespannt, wann ich den ersten Straßenmusiker mit einem QR-Code im Gitarrenkoffer sehe.

Infografik: flattr vor allem in Deutschland beliebt

Diese interessante Grafik zu Nutzung des Social Payment Diensts flattr habe ich bei medienrauschen.de entdeckt. Daraus geht hervor, dass der aus Schweden stammende Bezahldienst für Inhalte im Web vor allem in Deutschland wird gerne genutzt. Wie in einem früheren Beitrag schon beschrieben, ist die Bezahlung mit flattr ist rein freiwillig und interessanterweise ist taz.de, die Online-Ausgabe der genossenschaftlichen die tageszeitung, die Nachrichtenquelle, die weltweit am meisten Umsatz mit flattr generieren kann.

Flattr – Social Micropayment

Das Social-Micropayment-Konzept von Flattr ist eine Art Spenden-Flatrate, wobei man als Spender die Empfänger jeden Monat selbst erwählt und seine Spenden somit unter Umständen stetig neu verteilt. Die, von mir einfach mal als Spenden bezeichneten Zahlungen, gehen jedoch nicht an Almosen-Empfänger, sondern an solche Menschen, die im Internet etwas veröffentlicht haben, das wir als gut und ihre Arbeit damit für unterstützenswert erachten. Noch ist Flattr in der geschlossenen Beta-Phase, aber man kann ich schon mal auf einer Interessenliste eintragen lassen.

Wie funktioniert Flattr?

Die bei Flattr als Publisher angemeldeten Menschen, können bei ihren Inhalten einen Flatter-Button positionierten. Klickt jemand mit einem Flattr-Account auf diesen Button, so spendet er dem Publisher etwas Geld. Der Spender legt vorab fest, wie viel Geld er in der Summe pro Monat spenden will. Und je nach dem, wie oft er einen Flattr-Button in einem Monat angeklickt hat, desto mehr wird der Monatsbetrag aufgeteilt.

Legt jemand zum Beispiel fest, dass er pro Monat 50 Euro via Flattr spenden will und klickt im April 10-mal einen Flattr-Button, so bekommen die Publisher jeweils 5 Euro. Klickt der Spender im Mai dann aber 100-mal einen Flattr-Button, so bekommen die Publisher jeweils nur 50 Cent.

Das Flattr-Konzept ist mir rundweg sympathisch. Es gibt mir als Web-Nutzer die Möglichkeit, Menschen die gute Inhalte veröffentlichen, ihre gute Arbeit zu honorieren. Zudem muss ich nicht die Katze im Sack kaufen, sondern kann dies genau dann tun, wenn ich weiß, dass ich es mit von mir als qualitativ hochwertig eingestuften Inhalten zu tun habe. Ich hoffe nur, dass sich Flattr keinen zu großen Teil vom Kuchen abschneiden will, und das System auch in Deutschland funktioniert.

schließen