Frenzy – das auf der Dropbox basierende Social Network

Frenzy ist ein auf der Dropbox basierendes Social Network … (leider nur) für den Mac. Die einfach und minimalistisch gehaltene App macht es möglich Nachrichten und Dateien mit seinen Freunden auszutauschen und zu teilen, wobei die Daten nicht bei Frenzy, sondern in der eigenen Dropbox abgelegt werden.

Gestolpert bin ich über Frenzy bei Mac & i. Dort wird auch darauf hingewiesen, dass der Hersteller Aptonic Software (die mit Dropzone) vor allem den Sicherheitsaspekt für die Daten betont.

Derzeit ist Frenzy in der Beta-Phase und komplett kostenfrei. Für später ist eine Premium-Variante angekündigt, die auch eine History mitbringen soll.

flinc – Das Social Mobility Network

flinc ist die Kombination aus Mitfahrgelegenheit und Social Network. 2010 aus einem Studi-Projekt der Hochschule Darmstadt entstanden, hat flinc laut Wikipedia heute schon über 30.000 Nutzer. Wie flinc funktioniert und was es von anderen Mitfahrgelegenheiten unterscheidet, erklärt flinc-Gründer Michael Hübl in dem folgenden Video:

Die Besonderheit von flinc gegenüber anderen, ist also die Ausrichtung auf spontane und dynamische Vermittlung … als Mobilitätsnetzwerk. Ich bin ja generell ein großer Freund von Alternativen zum eigenen Auto und Social Networking. Darum gefällt mir der Ansatz von flinc auch ziemlich gut. Nur dass eine AG ihr Angebot unter einer .org-Domain hosten darf … naja!

Kurz und knapp verlinkt

Bin unterwegs, darum gibt es heute kurz und knapp nur ein paar Verlinkungen …

Infografik vergleicht Google+ und Facebook

facebook vs google plus 2

Auf der Ursprungsseite der Infografik, Technobombs.com, geben die Autoren zu dieser noch eine Korrektur bekannt:

You are able to share a post to specific people on Google+ by clicking “add more people”.

Google+ … erste Einschätzung



Jetzt bin ich nun schon seit 5 Tagen in Google+ unterwegs und wie es sich für einen Blogger gehört, überlege ich seit dem, was ich mal über Google+ im Netzlogbuch schreiben könnte. Vielleicht sollte ich ganz von vorne anfangen.

Google+ ist ein Sociales Netzwerk mit Timeline und Funktionen (Bilder, Videos, Links, etc.) wie man sie z.B. auch von Facebook kennt, nur dass es dort (noch?) keine Spielchen und Applikationen gibt. Bei Google+ kann man seine Kontakte taggen wie bei Xing, nur dass man sie dort in Kreise packt. Bei Diaspora gibt es das auch, dort heißen die Tags bzw. Kreise, Aspekte … ist aber das gleiche Prinzip. In Google+ sind die Kontakte jedoch nicht bidirektional, sondern der Umgang mit den Kontakten gleicht eher dem Followerprinzip von Twitter.

So ließen sich Google+ und die anderen Social Networks noch eine Zeit lang auf ihre Social Media Pattern hin vergleichen. Was jedoch meiner Ansicht nach besonders interessant an Google+ ist, ist seine Einbindung in die restliche Google-Welt.

Schon vor einiger Zeit hat Google eine Menüleiste am oberen Rand der jedes Google-Services eingeführt. Inzwischen sind dort auch für Google+ Nutzer Punkte von Googles Social Network zu finden. D.h. bei jeder Nutzung eines Google Services wie etwa Google Mail, Google Reader oder Google Kalender bekommt man mit, ob sich für einen etwas in Google+ getan hat. Das aber als nicht als nervige Statusmeldung, sondern durch ein dezentes rotes Quadrat mit der Anzahl der ungesehenen Meldungen drin. Auch gut gelöst hat Google, dass, will man sich diese betreffenden Beiträge ansehen, man nicht zu Google+ wechseln muss, sondern diese über seiner aktuellen Anwendung eingeblendet bekommt. Dort kann man auch direkt reagieren.

D.h. Google+ integriert sich ganz unspektakulär in den Alltag der zahlreichen Nutzer von Google Services. Und dies sind nur all zu oft Menschen, die diese Services im Produktiveinsatz haben. Ich habe auch schon mehrere Stimmen gehört, dass Facebook doch eher was für die Freizeit sein, als Google+.

Mal sehen, wie es sich entwickelt. Derzeit kann man aber getrost von einem Hype sprechen … und wir alles wissen, dass es auf Hypes wohl bekannte weitere Phasen gibt.

Friendika – das Überall-Social-Network

Darauf, dass mir genau sowas über den Weg läuft, habe ich schon lange gewartet: ein Dezentrales Social Network. Friendika will sich als Konkurrenz zu Facebook positionieren. Die Idee dahinter ist vielen schon von solchen Diensten wie Diaspora und identi.ca: Deren Nutzer können sich miteinander verbinden, auch wenn sie nicht Mitglied im selben Netzwerk sind.

Ich weiß jetzt nicht, ob Friendika das Zeug zum “Facebook-Killer” hat, aber schaut man sich z.B. die Geschichte von AOL an, dann ist es durchaus denkbar, dass ein solcher Monolith wie Facebook irgendwann man ins wanken kommen wird. Vor allem wenn es ein so datenhungriger und teilweise dreister Monolith ist.

Meiner Ansicht nach werden es auch hier wieder die offenen Standards sein, die Facebook zurechtstutzen werden. So arbeitet z.B. die Federated Social Web Bewegung u.a. an genau diesem Thema: Offene und freie Protokolle und Schnittstellen zur Entkopplung des eigenen Social Networking von einzelnen Anbietern.

Microsofts Social Media Newsroom

In letzter Zeit ist mir via Twitter mehrfach aufgefallen, dass Microsoft Deutschland wohl einen Social Media Newsroom haben soll. Ein solcher Social Media Newsroom ist im Prinzip ein Website, auf der jemand … in diesem Fall Microsoft … darstellt, was im Social Web über ihn veröffentlicht wird, bzw. gelegentlich auch, was von ihm im Social Web veröffentlicht wird.

Ein Blick in den Social Media Newsroom von Microsoft zeigt, dass dort Flickr-Bilder, Youtube-Videos, Twitter-Tweets, Blog-Einträge und Veröffentlichungen aus anderen Social Networks wie Facebook oder Xing angeteasert werden. Da ich dort bisher noch keine “negativen” Meinungsäußerungen über Microsoft gefunden habe, gehe ich mal davon aus, dass Microsoft dort zumindest automatisiert, wenn nicht sogar redaktionell, die diversen Eingänge aus dem Social Web filtert. Zudem kommt man vom Newsroom aus noch zu diversen Presse-Veröffentlichungen.

Die Website des Social Media Newsroom von Microsoft finde ich in ihrer Struktur und Aufmachung schon recht gelungen. Erinnert mich ein bisschen an meine Netvibes-Startseite oder eine Einstiegswebsite eines Vertical-Network wie Discover Outdoor. Aber was mir persönlich fehlt, ist die kommunikative Komponente bei diesem Newsroom, der sich ja schließlich mit dem Begriff Social Media schmückt. Außer das man Thomas Mickeleit, dem Direktor Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Microsoft Deutschland, eine E-Mail schicken kann … was interessanterweise hinter einem Button mit der Aufschrift “Ping me” versteckt ist, finde ich nichts, was an Social Media gemäße Kommunikation erinnert. Schade eigentlich … denn so ist es doch nur wieder eine Art von Broadcasting, was uns Microsoft dort präsentiert. Nur dass es diesmal sogar noch “unsere” Inhalte sind. Aber man darf wohl nicht zu viel erwarten von der “alten Schule”.

Widgets für Soziale Netzwerke entwickeln

Google Campfire One

Anfang des Monats hat Google mit einem ungewöhnlichen Event sein neuestes Projekt vorgestellt: OpenSocial. Neben Orkut und iGoogle reiht sich OpenSocial in die sozialen Aktivitäten von Google ein.

OpenSocial beschäftigt sich mit der Distribution von Widgets für Soziale Netzwerke. Bisher musste ein Widget für jedes Netzwerk an dessen spezifische API angepasst werden. Nun genügt ein Widget für OpenSocial, welches anschließend nahtlos in die Netzwerke der Partner eingebunden werden kann. Der prominenteste Partner dürfte MySpace sein, aber auch Bebo, Xing, Hi5 und viele andere sind mit von der Partie.

Der Name OpenSocial impliziert, dass die Netzwerke untereinander kommunizieren können. Doch eigentlich ist OpenSocial eine Erleichterung für Entwickler. Diese müssen nur noch ein Widget – in den bekannten Standard Web Programmiersprachen Javascript und HTML – schreiben, müssen also nur noch OpenSocial statt unzähliger APIs beherrschen.

Technisch gesehen beinhaltet OpenSocial drei APIs, über die der Entwickler Zugang zu den Profildaten und Aktivitäten eines Users und allen anderen, öffentlichen, über ATOM adressierbaren Inhalten erhält.

Neben der Bereitstellung der APIs hat sich Google auch mit der Vernetzung von Netzwerken beschäftigt. Scheinbar plant Google die Speicherung aller, zu einem User im Internet vorhandener Daten. Inklusive Daten aus Soziale Netzwerken und Google Produkten. Weiterhin ist angedacht, diese Daten zu veröffentlichen: Entwickler sollen Zugriff auf die gesammelten Daten erhalten, um soziale Applikationen für beliebige Dienste schreiben zu können.

Wie sind diese Pläne mit den geltenden Datenschutzgesetzen vereinbar? Aktuell wohl noch gar nicht. Aber auch hier hat Google ein Ass im Ärmel: Peter Fleischer, oberster Datenschutzbeauftragter bei Google, hat eine Diskussion über globale Datenschutzgesetzte ins Rollen gebracht. Und da Google diese Debatte initiiert hat, hofft man, bei den neuen Gesetzen ein gewisses Mitsprecherecht zu erhalten.

Es bleibt also abzuwarten, wie das Ringen um die Datenschutzgesetze enden wird und wie gläsern der Internetuser durch Google in Zukunft erscheinen wird.

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