OneSocialWeb – Social Networking … frei, offen, dezentral

Man stelle sich vor, man könnte sich E-Mails nur zuschicken, wenn man beim gleichen Anbieter einen Mail-Account hat. Undenkbar. Aber zum Glück ist das E-Mail-Prinzip von vorne herein dezentral konzipiert worden. Anders sieht es bei den Social Networks dieser digitalen Welt aus. Die wenigsten Social Networks sind für andere durchlässig, und wenn doch, dann zu ihren eigenen Spielregeln. D.h. hat man einen Account beim Social Network A, dann kann man sich nicht wirklich gut bzw. nur zu oft gar nicht mit einem Nutzer vom Social Network B vernetzen.

Hier setzt das OneSocialWeb-Projekt der Vodafone Group an, steckt derzeit aber offensichtlich noch den Kinderschuhen. Doch hören sich die Ziele und Wünsche von OneSocialWeb echt gut an:

Wir träumen von einer Welt, in der alle Social Networks in einer Art und Weise miteinander verbunden sind, wie wir es von E-Mail kennen. Unser Projekt hat das Ziel, eine Sprache zu definieren, die eine Brücke zwischen diesen Social Networks schlägt und es dadurch für Social Networks leicht ermöglicht, zu einem größeren Social Web beizutreten. Du bist eingeladen, dies Realität werden zu lassen.

OneSocialWeb soll dabei auf dem Instant Messaging Protokoll XMPP aufsetzen und hat es sich zum Ziel gesetzt, sich an freien und offenen Standards und Implementierungen wie etwa OAuth, OpenSocial oder OpenID zu orientieren.

Am 1. Juni ist Good News Day

Viele gute Ideen entstehen beiläufig. Und so ist es auch mit dem Good News Day. Katrin twitterte heute morgen beiläufig Folgendes:

Proteced Twwet-Text: "Aufzug funktioniert heute :)"

Karsten kommt darüber ins Grübeln, dass es doch irgendwie außergewöhnlich sein, dass einfach mal eine gute Nachricht auf Twitter gepostet wurde und beschließt für kommenden Dienstag, also am 1. Juni 2010, den Good News Day auszurufen.

Dabei ruft er alle Twitterer sich auf die guten Nachrichten zu konzentrieren und sie teilen auf Twitter mit dem Hashtag #gnd zu teilen. Ich denken aber mal, dass auch z.B. die Facebookler gerne mitmachen dürfen…

Recognizr – Augmented Social Business Card

Noch ist der Recognizr der schwedischen Software-Schmied TAT nur ein Prototyp, aber trotzdem muss ich Jörg von den Blogpiloten recht geben:

Ein Horrorvideo für die Einen und ein Spaßbrötchen für die Anderen

Ambient Communication

“Wann soll ich das denn auch noch machen? Ich muss doch schließlich auch mal was arbeiten.” oder “Arbeitest du auch mal was?”. Dies sind zwei beispielhafte Aussagen, wie ich sie immer wieder zu hören bekomme. Vor allem in Situationen, in denen ich anderen Menschen irgendwas aus dem Bereich Social Media erläutere und von der Art wie man … wie ich … social-media-basiert kommuniziert bzw. kommuniziere.

Dann fühle ich mich immer erst einmal etwas missverstanden und zum Teil auch unterschwellig als “faul” abgestempelt. Darum war ich auch etwas erleichtert, als ich gehört habe, dass es zum Beispiel Thomas Knüwer (Journalist, Blogger, Unternehmensberater) auch nicht anders ergeht. In seinem Vortrag auf der Tagung Web 2.0 in der politischen Bildung hat er für diese Art der Nebenher-Kommunikation den Begriff Ambient Communication verwendet. Mir war dieser Ausdruck bis dahin unbekannt, aber ich habe mich sofort in ihm wiedergefunden.

So ist es für mich völlig normal, dass ich “nebenbei” zum Beispiel twittere oder skype. Einen flüchtigen Gedanken mal schnell bei Twitter zu posten, ist für mich eine Unterbrechung wie beim Skizzieren eines Website-Gerüstes mal schnell den Bleistift anzuspitzen. Nachzuschauen, ob jemand bei Facebook auf eine meiner auch automatisch dorthin geposteten Tweets reagiert hat, ist für mich wie zwischendurch etwas zu trinken. Diese und andere Aktivitäten im Social Web gehören zum Ambiente meines Alltags.

Knüwer hat in seinem Vortrag die Ambient Communication mit der Musikrichtung der Ambient Musik verglichen und damit noch eine wichtige Eigenschaft angedeutet. Sie stört nicht und sie passiert eher beiläufig. Während zum Beispiel beim Formulieren einer E-Mail oder beim Telefonieren zielgerichtete Konzentration ziemlich wichtig ist, spielt diese bei der Ambient Communication eine deutlich untergeordnete Rolle.

Aber wozu ist die Ambient Communication überhaupt gut? Da gibt es sicher unzählige Gründe. Einer der wichtigsten ist, dass sie das eigene “Netzwerk” lebendig bzw. “am Köcheln” hält. Social Networking ist ein stetiges Geben und Nehmen und es ist dabei wichtig Beziehungen aufzubauen. Es müssen keine Beziehungen mit starken Bindungen sein. Da kann es schon reichen, wenn man ein Profilbild sympathisch findet oder weiß, dass jemand hin und wieder mal was Interessantes oder Lustiges twittert. Schon ist man schneller bereit, dieser Person zum Beispiel auch mal einen Tipp bei einem geäußerten Problem zu geben oder ihr eine kurze Nachricht zukommen zu lassen, wenn man merkt, dass deren Website gerade “down” ist.

Vor allem Menschen, die bei der alltäglichen Arbeit keine Bürogemeinschaft um sich haben, haben sich mir gegenüber schon mehrfach positiv darüber geäußert, dass sie auf diese Weise nicht in so sehr an ihrem Schreibtisch vereinsamen und es ihnen ein wenig den für ein soziales Wesen wie den Menschen offensichtlich wichtigen Büroklatsch ersetzt.

Zudem erlebe ich es als sehr positiv, dass ich manchmal einen Gedanken, der ansonsten länger als ihm eigentlich zusteht, in meinem Kopf querdenkt bzw. festsitzt, einfach mal auf Twitter raus lassen kann. Natürlich könnte ich ihn auch den Kollegen erzählen. Aber oftmals störe ich sie dann bei ihrer Arbeit und reiße sie im ungünstigen Fall aus ihrer Konzentration heraus. Somit fördert die Ambient Communication ein konzentrierteres Arbeitsumfeld … so blöd sich das jetzt vielleicht auch anhören mag.

Carrot Mobs – Konsumgesteuertes Weltretten

carrotmob
In Kopenhagen wird derzeit im ganz großem Stil versucht unsere Welt vor dem Klimawandel bzw. Profite vor dem Klimaschutz zu retten. Doch zum Glück gibt es immer wieder auch tolle Klimaschutzaktion im Kleinen. Wie zum Beispiel die Carrot Mobs.

Ich bin auf Carrot Mobs in der ZDFmediathek aufmerksam geworden. Ein Betrag der Klimaschutz-Sonderausgabe des Auslandsmagazins zeigte einen solchen Carrot Mob in San Francisco. Das Prinzip ist einfach. Gut vernetzte Aktivisten überreden Geschäftsleute einen bestimmten Prozentsatz ihrer Einnahmen eines bestimmten Tages zur Optimierung der Energieeffizienz oder einer vergleichbaren Klimaschutzmaßnahme zu investieren. Dafür trommeln die Aktivisten an diesem Tag so viele Kunden zusammen, wie es geht. Im Optimalfall liegt das Umsatzplus des Ladens über dem versprochenen Prozentsatz, der in die Energieeffizienzmaßnahmen gehen soll. Eine absolute Win-Win-Situation und eine wunderbare Maßnahme im Kleinen.

Auf der Website carrotmob.org gibt es übrigens eine nette Animation zum Thema und hier noch mal ein erläuterndes Video:

Formspring.me – Frag mich was

formspring

Formspring.me ist wieder so ein Web-Dienst, bei dem sich die Twitter-Geister scheiden. Die einen finden es toll, dass man via Formspring Leuten konkrete Fragen stellen bzw. Fragen von Leuten beantworten kann, die anderen halten es für total bescheuert.

Soll doch jeder selbst entscheiden, wie er diese Möglichkeit findet. Ich jedenfalls finde es mal wieder interessant, mit welcher Kreativität, Menschen sich solche Sachen wie formspring.me einfallen lassen. Zudem ist dies ein weitere Dienst, der ohne Twitter bzw. Facebook wohl nicht funktionieren würde. Denn nur durch die Lebensader “Social Timeline” bekommen die potenziellen Fragesteller überhaupt mit, dass sie dies dort tun können.

Nichtsdestotrotz ist formspring.me wahrscheinlich ziemlich sinnlos. Aber trotzdem irgendwie interessant …

Sammelstelle für Web Event Termine

webeventtermine

Oh! Wenn da mal wieder was in der Art ist, dann sag mal Bescheid“, so etwas in der Art höre ich regelmäßig, wenn ich Menschen mal wieder von einem Barcamp oder einer anderen Veranstaltung rund ums Thema Web berichte. Ich wiederum erfahre von Terminen der Web Szene in Deutschland und Umgebung entweder via Twitter oder seit ich den betreffenden RSS-Feed abonniert habe, von webeventtermine.de.

Die Website ist sicherlich nicht vollständig, zum Beispiel wird nicht über die pl0gbars informiert, aber ich habe die Beobachtung gemacht, dass es immer mehr Termine gibt, die dort aufgelistet werden. Vor allem die Barcamps und barcampartigen Veranstaltungen im deutschen Sprachraum werden auf webeventtermine.de fast alle aufgeführt.

Neben dem angesprochenen RSS-Feed, kann man dort übrigens auch noch den zugehörigen iCal-Kalender mit allen Terminen abonnieren.

Listen der Woche

listen

Heute gibt es mal eine Sammlung einiger interessanter Listen, die mir in dieser Woche über den digitalen Weg gelaufen sind.

10 Tools um Social Profiles zu verwalten

Stefan Petersen zeigt auf web-ideas.de, wie wichtig es inzwischen geworden scheint, sich seinen Überblick bei den ganzen Social Networks zu bewahren.

10 kostenlose SEO-Analyse Tools im Check

Peer Wandiger ist zwar kein SEO-Profi, aber trotzdem … oder vielleicht auch gerade deshalb … fand ich seinen Artikel, über die von ihm analysierten kostenlosen SEO-Tools, besonders lesenswert.

Best of November 2009

Die 10 besten Designs bzw. Designideen des jeweils vergangenen Monats listen sie bei Yanko Design regelmäßig auf. Auch in diesem Monat sind ein paar besondere Highlights dabei. Wobei mein persönlicher Favorit, der Three Dee Power Socket, auf “nur” Platz 3 gelandet ist.

10 günstige Alternativen zu Photoshop

Dirk Metzmacher hat sich auf drweb.de mit günstigen Alternativen zu Photoshop auseinandergesetzt. Mein persönlicher Favorit Fireworks ist auch dabei, das kostenlose und freie GIMP jedoch leider nicht.

Und jetzt noch die bemerkenswerteste Liste, die in dieser Woche in meinen RSS-Reader reinflatterte:

200 in 2000

Dieser Blog-Beitrag von Saripari auf dragstripgirl.de macht auf mich fast schon den Eindruck einer journalistischen Fleißarbeit. Die 50 besten Songs der letzten 10 Jahre aufzulisten, wäre schon großes Kino gewesen. Saripari listet aber ihre 200 Nuller-Lieblingslieder auf. Und nicht nur das, zu einigen ausgewählten der Plätze 200 bis 51 und zu allen von Platz 50 bis 1 schreibt sie auch noch etwas … inklusive direktem Anhören im Player. Respekt!

oneforty – Webverzeichnis für Twitter-Apps

oneforty

Ich frage mich gerade, ob Twitter ohne die vielen, es erweiternden Programme und Web-Anwendungen nur die Hälfte oder noch weniger Wert wäre. Ist ja auch egal. Denn klar ist, dass Web-Apps wie bit.ly und Twitpic Twitter um zentrale Funktionen erweitern und Plattform-Apps wie Tweetie fürs iPhone oder twhirl für Desktops die “Use Experience” von Twitter deutlich steigern.

Darum ist das Twitter-App-Verzeichnis oneforty auch ein absolutes Muss für alle Twitterianer. Denn dort findet man zahlreiche Twitter-Apps … nach Plattform, Popularität oder Anwendungszweck sortiert und ausführlich beschrieben, sowie durch anderer Nutzer bewertet und kommentiert.

Eine tolle Website! Und die SaftTante Kirstin Walther … bei der ich den Tipp gefunden habe … hat völlig recht, wenn sie im Bezug auf oneforty von einer Stöbergarantie schreibt.

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