Professor Peter Kruse über die Revolution 2.0

Der Mann sieht gar nicht aus wie ein Digital Native. Zum Glück. Vielleicht hören Professor Peter Kruse dann auch mal Leute, zu die das ganze Social Networking Zeugs für total überbewertet halten. Denn er erklärt plausibel, warum die Netzwerkkultur die Gesellschaft fundamental verändern wird.

Die zum Vortrag gehörenden Folien gibt es hier:

Lpr Forum Medienzukunft

Gefunden im Projektmanagement Blog

Ruflotse – Social Media Monitoring Dienst

ruflotse

Firmen, die unter den Begriff PR nicht nur Public Relation, auch als also Public Reaction verstehen bzw. verstehen wollen, kommen an dem Thema Social Media Monitoring nicht vorbei.

Es gibt einige Wege, wie man dem Web-Volk “auf Maul schauen” kann. Heinz Grünwald hat diesbezüglich schon Anfang des Jahres eine Zusammenstellung auf UnderTheShower veröffentlicht. Inzwischen sind sicher noch so einige weitere Dienste hinzugekommen … wie jetzt zum Beispiel auch Ruflotse.

Ruflotse ist der kostenpflichter Social Media Monitoring Dienst von den Machern des Eigenmarketing-Dienstes myON-ID. Was schon mal zeigt, dass sich sie sich mit dem Themengebiet auskennen.

Mehr Infos gibt es bei netzwerkig.com

Beziehungskiste Web 2.0 – wir könnten Film werden

Tillmann Allmer, der einigen im Web auch als tristessedeluxe bekannt ist, möchte einen Film darüber machen, wie sich unser Leben durch die Verlängerung unsere sozialen Aktivitäten im Netz verändern bzw. schon verändert haben. Genaueres beschreibt er im Video oben.

Der dokumentarischen Film mit dem Thema Beziehungskiste Web 2.0 soll nach den Vorstellungen Tillmanns im Rahmen des ZDF-Wettbewerbs Bodybits verwirklicht werden. Dazu braucht er aber genügend Unterstützer beim Online-Voting.

Wer Interesse an einem solchen Film hat, sollte nun mal auf Tillmann Blog Tristesse Deluxe vorbei schauen, denn dort beschreibt genau, wie man für ihn abstimmen kann.

Via Text & Blog

tinychat – Chat2go

tinychat

Derzeit geistert ein neues Tool vor allem durch Twitter: tinychat. Im Prinzip ist tinychat einfach nur ein web-basierter Chat-Client, den man on-the-fly nutzen kann. Dabei wird pro Chat-Instanz eine Kurz-URL erzeugt, wie man sie von tinyurl.com oder bit.ly kennt. Diese Kurz-URL kann man dann z.B. per Twitter, Facebook oder Mail verteilen und sich dann in einem eigenen Chat unterhalten. Aber nicht nur per Texteingabe, sondern auch via Sprache und Video. Im Prinzip alles das, was man auch von Skype her kennt. Nur mit dem großen Vorteil, dass man im Prinzip eine Wegwerf-Adresse hat und die Mit-Chatter danach nicht dauerhaft in seinen Kontakten hat.

Die Chats bei tinychat können übrigens auch dokumentiert und gespeichert werden. Auch kann man sie als Widget auf seiner Website einbinden. Einloggen kann man sich Anonym, wie auch via Twitter-Account. Zu beachten ist dabei nur, dass man damit die URL auch direkt auf Twitter veröffentlicht.

Lesetipp zur Vernetzung: “Wie wir zu Insekten werden”

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Der Medienwissenschaftler Norbert Bolz hat in seine Artikel Wie wir zu Insekten werden auf Spiegel Online skizziert wohin die Reise unserer sich immer mehr vernetzenden Gesellschaft hingehen kann … und vielleicht wird. Er sieht das heutige Internet “als Soziallabor, elektronisches Rathaus und virtuelles Parlament” und “die Nationalstaaten in der Weltgesellschaft zunehmend an Einfluss verlieren”. Auch kommt er zum Schluss, dass “der Körper und seine Gegenwart [...] für das Funktionieren unserer Gesellschaft immer unwichtiger [werden]” und dass in Zukunft Erreichbarkeit mehr zählen wird als Anwesenheit. Darum sagt Bolz auch: “Was zählt ist Funktion, nicht Substanz.”

Sehr lesenswert, gerade vielleicht auch im Kontext mit einem Vortrag von Constantin zum Thema The Future of Technology in 10, 20, 30 Years and More, den ich im vergangenen Jahr auf dem Barcamp München gehört habe. Denn nimmt man diese beiden Thesen über die Zukunft der menschlichen Kommunikation und Vernetzung zusammen, dann ist es mehr als fraglich, ob wir in ein paar Jahren bzw. Jahrzehnten sowas wie Geräte überhaupt noch nutzen und vielleicht nur noch aus dem Museum kennen werden.

Facebook: 200 Million Strong

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Gestern hat Mark Zuckerberg bekannt gegeben, dass Facebook die 200.000.000 Marke geknackt hat. Zur Feier des Tages wurde ein Video veröffentlicht, dass unter anderem den User-Zuwachs von Facebook visualisiert.
Bereits zum Jahreswechsel hatte, wie compete.com zeigt, Facebook den Konkurrenten MySpace als das Social Network mit den meisten Usern abgelöst.

via theNextWeb.com, TechCrunch.com

Poken

poken

Die Geeks haben ein neues Spielzeug. Die Poken sind über die Web-Szene hergefallen. Schon am vergangenen Wochenende haben die Poken auf dem Barcamp Ruhr die vernetzungswilligen Menschen in beschlag genommen. Hier auf der re:publica in Berlin, von der ich gerade blogge, sind sie aber auch schon ein Nummer-Eins-Gesprächsthema.

Aber was ist das nun, ein Poken? Erst einmal ist es ein kleiner USB-Stick mit einer als Figur gestalteten Kappe. Jeder dieser USB-Sticks hat eine eigene Web-Visitenkarte, auf der sich der Poken-Besitzer mit den wichtigsten Daten vorstellen kann … also ein Web-Profil. Dieses Profil gehört dann zu einem sozialen Netzwerk. Aber anders als bei anderen sozialen Netzwerken wie etwa Facebook oder Xing, können sich die Nutzer genau in dem Moment vernetzen, wenn sie Face-to-face voreinander stehen. Das geschieht dann einfach indem man die Poken aneinander hält. Später kann man dann seinen Poken online synchronisieren und somit nach und nach ein Netzwerk aufbauen.

Die zugehörige Website steckt allerdings noch ziemlich in den Kinderschuhen und die angebotenen Features, die man aus anderen Netzwerken kennt, sind (noch?) nicht vorhanden. Aber ich könnte mir vorstellen, dass da noch einiges kommen wird.

Jetzt gehe ich noch ein bisschen durch die Massen und sicher finde ich noch einige Leute zum “poken” …

LifeSocial – TU Darmstadt bastelt an P2P-Social-Network

lifesocial

Eine der immer wieder aufkommenden Kritiken an vielen Web-Diensten ist, dass deren Nutzer ihre persönlichen Daten auf den Servern der Dienst-Anbietern speichern müssen und sie damit zumindest theoretisch von den Anbietern zu allerhand unlauteren Dingen genutzt werden könnten. Besonders bei Social Networks wie etwa Facebook oder Xing ist die Besorgnis oftmals groß, da die Nutzer dort allerhand personenbezogene Daten hinterlegen.

Mit dieser Problematik soll in Zukunft einmal das LifeSocial-Projekt der TU Darmstadt aufräumen. Denn dort werden die Daten nicht in riesigen Serverfarmen der Anbieter gespeichert, sondern verschlüsselt in der so genannten Cloud. Die grundlegende Technologie, die das möglich machen soll, ist seit Jahren vom File-Sharing bekannt: die Peer-to-Peer-Architektur (P2P).

Wie Spiegel Online berichtet, rechnet das Entwickler-Team aus Mitarbeitern und Studierenden der TU Darmstadt mit einer Verfügbarkeit von 99 Prozent. Und das ohne teure Zentral-Server und mit einer mit dem PIN-Verfahren beim Online-Banking vergleichbaren Datensicherheit. Die Funktion sollen dann schlussendlich mit den aus anderen Social Networks üblichen vergleichbar sein. Man muss ja das Rad nicht in allen Bereichen neu erfinden.

PR2.0 = Public Reaction

rauschen-hinzufuegen

Im immer sozialer werdenden Web reden die Nutzer auf immer mehr öffentlichen Kanälen. Nimmt man alle Äußerungen aller Nutzer zusammen, dann entsteht ein digitaler Lärm, in dessen Rauschen auch die beste Marketing-Maßnahme schlichtweg untergeht. Das Web ist eben kein klassischer Broadcasting-Kanal, bei dem einer sendet und viele lauschen.

Diese Tatsache ist nun auch bei vielen Marketeers angekommen und das Akronym PR hat im Zusammenhang mit dem Social Web eine weitere Bedeutung erhalten: Public Reaction statt Public Relation.

Ein Beispiel: Am Samstag habe ich via Live-Stream die Webciety auf der CeBIT verfolgt. Dabei habe ich, wie einige andere auch, mehrfach meine Meinung zu dem auf dem Podium gesagten per Twitter kundgetan.

Neben anderem, wurde auch Helpedia auf dem Webciety-Podium vorgestellt. Ein Webdienst mit dessen Hilfe jeder mit seinem Hobby, seiner individuelle Fähigkeit, seiner Kreativität oder einem persönlichen Anlass Spenden für eine guten Sache generieren kann.

Da stellte ich mir die Frage nach der Finanzierung von Helpedia:

helpedia_frage

Die Frage blieb allerdings unbeantwortet. Zumindest erst einmal, denn gestern Abend kam dann plötzlich via Twitter folgendes rein:

helpedia_antwort

Siehe da, irgendjemand bei Helpedia hat sich die Mühe gemacht und nach den Reaktionen bei Twitter zu schauen und mir meine Frage zu beantworten. Denn hier dem dort geposteten Link fand ich die Antwort auf meine Frage. Das ist wirklich gute Public Reaction!

Und wenn das Unternehmen Glück hat, dann gerät es wie in diesem Fall auch noch an einen Multiplikator, der dann sogleich darüber bloggt. Aber so viel Glück ist im Social Web gar nicht notwendig, denn dort sind fast alle in irgendeiner Form Multiplikatoren, denn genau das unterscheidet das Social Web vom klassischen Web.

Wozu Twittern? Wozu Social Networking?

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Nachdem ich in den vergangenen Wochen immer wieder nach dem Sinn von Twitter und dem “ganzen Kram” gefragt wurde und ich immer wieder versucht habe, zu erklären, warum ich Twitter bzw. das Microblogging im Allgemeinen bzw. das Social Networking noch Allgemeiner für eine gelungene Sache halte, möchte ich nun auch noch auf einen Beitrag zum Thema hinweisen, der es vielleicht etwas exemplarischer und damit nachvollziehbarer beschreibt: Mikroblogging und soziale Bewegungen auf blog.mensch.coop.

Bitte jetzt nicht falsch verstehen, ich möchte hier niemanden zum Twittern bekehren. Doch ich habe in der letzten Zeit festgestellt, dass diesbezüglich gerade auf den Menschen in unserer Branche ein erhöhter Druck zu lasten scheint, die sich nicht reflexartig auf alle Trends und Hypes aufspringen. Und gerade der rationelleren Klientel helfen ein paar aussagekräftige Beispiele vielleicht, um den ganzen Trubel zumindest etwas besser nachvollziehen zu können.

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