Skitch – Die Kommentier-, Editier- und Sharing-Kamera fürs Internet

Skitch ist eine Mac- und Android-Anwendung, mit der sich im Handumdrehen Screenshot machen, mit Informationen versehen und im Netz verteilen lassen. Die App kommt inzwischen von den Machern von Evernote, was meiner Ansicht nach schon für gute, nützliche und durchdachte Software steht.

Skitch wartet mit einfachen Bildbearbeitungen-Funktionen auf. Dazu gehört z.B. die Möglichkeit Hinweis-Pfeilen oder Texte zu platzieren. Wer mag, kann auch einen Account bei Skitch anlegen, um dort seine bearbeiteten Screenshots abzulegen und von dort aus zu verbreiten.

Die App ist einfach gut gemacht. Sie ist fokussiert auf für ihr Aufgabengebiet zentrale Funktionen und lässt sich einfach angenehm bedienten. Sehr nützlich ist auch die Funktion “Snap from Link”, mit der sich sehr bequem ein Screenshot einer kompletten Website machen lässt.

Skitch ist seit der Übernahme durch Evernote übrigens kostenlos. Noch mal ein gut Argument, sich die Software mal anzusehen.

Umsatz … Mac-Software macht Buchhaltung für Selbständige einfach

Seit ich mich heute vor einem Jahr als Webarchitekt selbständig machte, habe ich leider auch die leidige Pflicht, mich u.a. um meine Buchhaltung zu kümmern. Ist in meinem Fall aber alles halb so wild, da ich dazu eine kleine Software für meinen Mac gefunden habe, mit der mir die Buchhaltung fast schon Spaß macht. Ich rede hier von dem Programm Umsatz des Mainzer Software-Entwickler Michael Göbel.

Dass mir das Programm so gut gefällt, liegt nicht an seiner idealen oder super-hübschen Nutzeroberfläche, sondern daran, dass es einfach funktioniert. Nicht perfekt und auch nicht im Stile einer Eierlegendenwollmilchsau, aber immerhin so auf den Punkt, dass ich Umsatz einfach gerne verwende. Mission completed!

Einzig die Kontenübersicht finde ich in der Version von Umsatz, die ich aktuell nutzte, reichlich unübersichtlich. Was aber nicht weiter schlimm ist … zumindest nicht mehr, denn gestern wurde die Version 2.0 von Umsatz veröffentlicht.

Welcher Mac-Nutzer also auf der Suche nach einem guten, einfachen Buchhaltungsprogramm für Selbständige ist, sollte ich mal Umsatz ansehen. Dazu würde sich mit den Grundsätzliche Fragen und Antworten anfangen.

Poladroid – Polaroid-Desktop-App

Die iPhone-Gemeinde ist meine subjektiven Wahrnehmung nach fast kollektiv dem Instagram-Virus verfallen. Das ist eine iPhone-App, mit der man mit dem iPhone Schnappschüsse machen kann, die mich sehr an die guten, alten Polaroid-Foto erinnern. Diese Fotos kann man dann auch noch auf recht einfach und intuitive Art und Weise mit seinen Freunden teilen.

Wer kein iPhone hat oder schlichtweg schon aufgenommene Fotos in ein digitales Polaroid-Foto umwandeln will, dem kann ich Poladroid empfehlen. Das ist ein Programm für Windows und Mac, dass einem die neusten und modernsten Fotos in alt aussehende Bilder im abgegriffenen Sofortbild-Look verwandelt.

Ich kann leider nicht einschätzen, wie die Windows-Version von Poladroid dies tut, aber die Mac-Version macht dies auf eine der Original-Kamera angelehnte Weise. D.h. man zieht die Foto-Datei auf die Kamera (so eine, wie sie oben in der Grafik zu sehen ist), was dem Betätigen des Auslösers bei einer echten Sofortbild-Kamera gleich kommt. Anschließend verarbeitet das Programm das Bild und wirft es dann mit dem typischen Polaroid-Geräusch aus, d.h. als noch nicht erkennbares Sofortbild auf den Bildschirm. Erst nach und nach “reift” das Foto dann und nach gut 2 Minuten ist es dann “fertig”. Alternativ kann man es aber auch mit der Maus schütteln und dann ist es schneller fertig.

Mir macht diese Polaroid-Desktop-App viel Spaß, da nicht nur die Umsetzung witzig ist, sondern auch die Ergebnisse echt gut sind.

Scribus – Open Source Desktop Publishing

Ich kenne mich mit Desktop-Publishing (DTP) und den dazu geeignetsten Programmen nicht so gut aus. Aber … und man möge mich gerne korrigieren … der Platzhirsch in diesem Segment ist wohl InDesign von Adobe. Und dafür gibt es sicher einige gute Gründe. Jedoch ist InDesign keine günstige oder gar kostenfreie Software. Wobei ich nichts gegen den Verkauf von Software habe. Nur bin ich immer froh, wenn es zumindest für die Erledigung von gelegentlich oder selten anfallen Aufgaben kostenfreie Software. Dann muss man vielleicht damit leben, dass diese nicht so komfortabel ist oder mit man mit weniger Funktionen auskommen muss, aber immerhin hat man die Möglichkeit auf einem bestimmten Gebiet tätig zu werden, ohne gleich all zu tief in die Tasche greifen zu müssen … und von Raubkopien wollen wir hier schon mal gar nichts hören.

Lange Rede, kurzer Sinn. Für den Bereich des Desktop-Publishings gibt es auch eine kostenfreie, Open Source Lösung. Ihr Name ist Scribus und sie ist für Linux, MacOS und Windows erhältlich. Für Scribus gibt es auch Tutorials und Dokumentationen und beim ersten in Augenschein nehmen, machte es mir einen guten Eindruck. Auch wenn ich, wie schon gesagt, auf diesem Gebiet kein Experte bin. Was unerfahrenere Nutzer etwas irritieren könnte, ist, dass Scribus nach der Installation unter Umständen nach Ghostscript fragt. Das kann man bedenkenlos auch installieren. Es handelt sich dabei um einen Interpreter, der es Scribus ermöglicht PDFs zu erstellen.

Wer also eine kostenfreie Alternative zu InDesign oder anderen DTP-Programmen sucht, kann es ja mal mit Scribus versuchen. Und natürlich auch gerne hier in den Kommentaren über seine Erfahrungen berichten.

Diaspora – Erste Eindrücke

Als Gegenentwurf zu Facebook oder gar als dessen “Killer”, hat das US-amerikanisch Startup Diaspora in diesem Sommer für reichlich Aufmerksamkeit gesorgt. Der Wunsch dem zentralisierten Facebook etwas entgegenzusetzen, ist so groß, dass die ursprünglich auf 10.000US-$ abzielende Spendenkampagne für die Entwicklung von Diaspora, schlussendlich mehr als 200.000US-$ einbrachte.

Seit dem 23. November 2010 ist Diaspora in der Alpha-Version verfügbar und die ersten unabhängigen Server laufen. Ein erster Eindruck macht klar, dass Diaspora bisher vor allem Grundlagenarbeit für die dezentrale Vernetzung geleistet hat. Dies spiegelt auch ein Dialog wieder, denn Sascha Lobo und Markus Angermeier kürzlich in Diaspora selbst geführt haben:

Für den für Facebook, aber auch Twitter typischen Austausch von Nachrichten und Bildern scheint es also in Ansätzen durchaus schon geeignet. Eine wesentlich darüber hinausgehende Funktionalität steht derzeit jedoch noch nicht im Fokus der Arbeiten der Diaspora-Gründer und soll auch explizit via sogenannter Add-Ons von einer freien Entwicklergemeinde beigesteuert werden.

Nun ist Diaspora in einer allerersten Version online und auch wenn es noch, wie nicht anders zu erwarten war, voller Fehler und von geringem Funktionsumfang ist, muss ich Markus Angermeier beipflichten, die freie Lizenz und die Selbsthostbarkeit bzw. freie Providerswahl, ist für das Social Networking im Allgemeine ein riesen Ding. Ich würde mich nicht wundern, wenn wir von Diaspora noch sehr viel hören würden.

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