Android als Netbook-Betriebssystem
Einige Unternehmen wie etwa Intel und Microsoft wollen den Netbook-Markt deckeln, indem sie Obergrenzen für alles mögliche einführen. Zum Beispiel will Microsoft, dass Netbook-Festplatten nicht größer als 16GB (SSD) oder 160GB (HDD) sein und nicht mehr als 1GB Arbeitsspeicher aufweisen dürfen. So soll gesteuert werden, dass die Verkäufe von “normalen” Notebooks nicht noch weiter abrutschen. Dies ist ein verständliches Ansinnen, das durch die doch eher geringe Akzeptanz von Linux als Netbook-Betriebssystem und dem (leider) immer noch nicht vorhandenem Apple-Netbook durchaus erfolgsversprechend erscheint.
Wenn da nicht mit Googles Android ein anderer Kandidat auf dem Markt der möglichen Netbook-Betriebssysteme aufgetaucht wäre. Aber warum eigentlich nicht? Statt einem veralteten oder abgespeckten neuen Betriebssystem, ist es doch auch durchaus denkbar, für den Netbook-Markt ein für mobile Endgeräte gedachtes System auszubauen, welches obendrein auch noch Open-Source ist.
Auch wenn Google vielleicht selbst noch gar nicht auf die Idee gekommen sein könnte … was ich mir irgendwie kaum vorstellen kann, was die Leutchen von Venturebeat da auf die Beine gestellt haben, dürfte Google gut und gerade Microsoft weniger gut gefallen. Es zeigt aber in jedem Fall, dass wenn man künstliche Beschränkungen einführen will, man schon über ein wirkliches und auch nachhaltiges Monopol verfügen sollte. Vielleicht hat Microsoft im Bezug auf die Beschränkungen für den Netbook-Markt vergessen, dass es inzwischen andere Spielkameraden im Bereich der Global Player gibt. Oder sie wollen es noch mal versuchen, wie in den guten alten Zeiten …
von Matthias Zellmer
Mail-Anhänge: Thunderbird-Erweiterung denkt mit
Apple-Mail kann es wohl standardmäßig und von Outlook kenne ich sowas gar nicht. Mittels der Erweiterung AttachmentRemember erinnert Thunderbird daran, dass man doch gerade eine Mail mit einem Anhang verschicken wollte und vergessen hat, einen solchen zur Mail hinzuzufügen. Eine durchaus sinnvolle Erweiterung, wie ich finde. Denn wie oft habe ich schon Mails zweimal verschicken müssen bzw. zweimal erhalten, weil der in der Mail versprochene Anhang bei der ersten vergessen wurde.
Via OS X Freeware – Kostenlose Mac-Software
von Matthias Zellmer
Android frustriert Entwickler
Die Open Handset Alliance um Google lässt sich mächtig Zeit mit der Veröffentlichung einer aktualisierten Entwicklungsumgebung (SDK) für Android; eine Open-Source-Plattform für mobile Endgeräte. Darum haben nun dreißig Software-Entwickler sogar eine Petition unterschrieben, in der sie die baldige Veröffentlichung einer aktualisierten Version der Android-SDK fordern. Ist dies aus irgendeinem nachvollziehbaren Grund nicht möglich oder sinnvoll, so möchten die Unterschreiber zumindest die Gründe für diese Verzögerung erfahren.
Seit Februar gab es keine Updates der API mehr. Zudem ist die damals veröffentlichte API noch sehr fehlerhaft. Einige Entwickler, die sich für Android als Plattform entschieden haben, sind so frustriert, dass sie darüber nachdenken, die Plattform zu wechseln. Hier wäre wohl die des iPhones die derzeit naheliegendste Wahl, denn bei Apple gibt es für 99 $ eine verfügbares funktionierendes SDK.
Google und Konsorten haben damit möglicherweise einen entscheidenden Vorteil aus der Hand gegeben, denn sie waren mit der Ankündigung eines SDK für mobile Endgeräte wesentlich früher dran als ihre Konkurrenz. Da Android aber nicht so funktioniert wie es soll und Konkurrenten wie etwa Apple auch SDKs für mobile Endgeräte anbieten … auch wenn diese wesentlich später veröffentlicht wurden … sollte Google nun endlich mal in die Gänge kommen, damit ihnen nicht alle freien Entwickler weglaufen.
Via googlewatchblog.de und heise.de
von Matthias Zellmer
Livley – Googles Welt
Vergangenen Mittwoch hat auch Google unter dem Namen Lively eine virtuelle Welt veröffentlicht. Lively wurde wie so viele andere Google-Produkte im Rahmen der 20%-Zeit geschaffen. Sofort nachdem Lively gelauncht war, wurde auch schon der Vergleich mit Second life bemüht. Ein Vergleich, der zwangsläufig kommen musste … und leider (noch) etwas hinkt.
Lively ist nämlich keine zusammenhängende Welt, sondern setzt sich aus Räumen zusammen. Durch diese Räume … sorry: Rooms … kann man sich bewegen und dort mit anderen kommunizieren. Diese soziale Komponente … wie sollte es in Zeiten des Web2.0 auch anders sein … darf natürlich eben so wenig fehlen, wie dass man zusätzlich Kontakte z.B. aus Picasa und YouTube übernehmen kann.
Das ist aber nicht die einzige Schnittstelle zu anderen Web-Anwendungen. Auch Avatare aus Second life können in Lively genutzt werden, da es den Second-life-Machern von Linden Labs in Zusammenarbeit mit IBM gelungen ist, die dort kreierten Avatare auch für andere 3D-Welten verfügbar zu machen. Und damit wird ein weiteres Mal deutlich, dass es sich bei Interoperabilität und vor allem bei Data Portability um mehr als aktuelle Web-Trends handelt. Sie sind zentraler Bestandteil der “nächsten Ausbaustufe” des Webs. Da bin ich mir sicher …
Leider konnte ich mich in Lively bisher noch nicht richtig einrichten, aber wenn ich Zeit und Muse finde, dies zu tun, werde ich hier berichten …
Auch via thenextweb.org
von Matthias Zellmer
Outlook: Fehlermeldung statt Hilfestellung

Seit Tagen nervt mich beim Start von Outlook die oben zu sehende Fehlermeldung. Leider habe ich das Problem, dass ich … dreisterweise … mehr als einen Termin in Outlook eingestellt habe. Genauer gesagt, hab ich die ganzen Termine, der ganzen Agentur in Outlook drin! Aber statt mir zu helfen, den fehlerhaften Termin zu finden, damit ich ihn dann korrigieren kann, weist mich Outlook unbeirrbar auf den fehlerhaften Termin hin. Eindeutig ein Fall aus der Kategorie: Usability-Desaster!!!
PS: Wenn mir jemand einen Tipp geben kann, wie ich den besagten Termin mit einem verhältnismäßigen Aufwand identifizieren kann … ich wäre sehr dankbar.
von Matthias Zellmer
Firefox 3: Er kommt und kommt …
Nach mehreren Beta-Versionen hat der Browser Firefox 3 nun einen neuen Meilenstein in seiner Veröffentlichungshistorie erreicht: Der Firefox 3 ist nun Release Candidate und das in der 1. Version.
Was jenen Software-Nutzern, die heute noch eine Paukenschlag-Veröffentlichung a lá Microsoft erwarten, etwas schwammig vorkommen mag, ist eine in der Open-Source-Gemeinde inzwischen etablierte Vorgehensweise: Man veröffentlicht erst einmal die eine oder andere Beta-Version. Auf die werden sich dann die Hardcore-Fans stürzen und einen Pool von Verbesserungsvorschlägen liefern. Dann können die wichtigsten Bugs punktgenau in Angriff genommen werden. Die Praxis hat sich inzwischen bei Web-Anwendungen auch bewährt.
Und nun viel Spaß mit dem Firefox 3 ;-)
von Matthias Zellmer
Xobni – Outlook aufbohren
Xobni ist nicht nur ein ultralustiges Wortspiel mit dem Begriff “Inbox”, sondern auch eine schicke Erweiterung für Outlook.
Xobni wird in der Sidebar dargestellt, hilft bei der Analyse des eigenen Mailverhaltens und erweitert Outlook um ein paar nette Features. So kann man zum Beispiel schnell sehen, wie lange man im Durchschnitt braucht um eine Mail zu beantworten, ob allgemein oder bei bestimmten Personen. Auch zeigt Xobni beim Betrachten einer Mail auch gleich die vorher von dem Sender empfangene Mails an. So erspart man sich das Anlegen von personenbezogenen Ordnern. Und so weiter und so fort …
Wer das kostenlose Tool mal testen will: Download Xobni
von Matthias Zellmer
Fontstruct: Webbasierter Fonteditor
Der Designer und Programmierer Rob Meek hat in Zusammenarbeit mit FSI FontShop International den webbasierten Fonteditor Fontstruct entwickelt. Der einsatz eines modularen Schriftsystems ermöglicht es auf recht einfache Weise eigene Fonts zu kreieren und zu editieren. Die Ergebnisse der Experimente Arbeit können gespeichert, als True Type heruntergeladen und unter der Creative-Commons-Lizenz angeboten werden. Der Editor läßt sich intuitiv bedienen ist schick umgesetzt und in der Galerie sind einige recht interessante Ergebnisse zu bewundern.
von Artur Richter
10 Jahre Mozilla
Um sicher zu gehen, dass es nicht als Aprilscherz missverstanden wird, wurde die Vorabversion vom Netscape Communicator 5.0 nicht am 1. April 1998, sondern einen Tag vorher veröffentlicht. Und damit heute vor genau 10 Jahren. Spaß beiseite, sicher gab es ganz andere Gründe für diesen Termin. Jedenfalls erblickte damit ein Projekt das Licht der Welt, dass heute als wichtiger Faktor im Bereich Web-Software gilt: Mozilla.
Dabei finde ich nicht die Marktanteile, die z.B. der Firefox-Browser oder auch der Thunderbird-Mail-Client inzwischen erzielen, bemerkenswert. Sondern viel mehr den Druck, den eine OpenSource-Organisation wie Mozilla auf den Softwareriesen Microsoft hat ausüben können. Ich denke, dass wir die Tatsache, dass Microsoft sich bei der Entwicklung ihrer neueren Versionen des Internet Explorers an gewisse Standards hält und vielleicht überhaupt wieder intensiv an ihrer Browser-Software arbeitet, ist zu einem guten Stück auch Mozilla zu verdanken.
Via: Golem
von Matthias Zellmer
tuneBag – Musik online speichern und anhören
Über web2null.de bin ich heute auf tuneBag gestoßen. Über dieses Webangebot kam man seine Musikdateien im MP3-Format hochladen und dann Online anhören. Auch kann man die hoch geladene Musik via Playlists organisieren und diese seinen Freunden zum Anhören zur Verfügung stellen. Das kann auf verschiedenen Wegen geschehen, z.B. via last.fm oder auch über das Einladen seiner Facebook-Freunde. Letzteres funktioniert auch ziemlich reibungslos, einfach einmal über einen Link in tuneBag in Facebook einloggen und schon stehen die Facebook-Freunde in der Freundesliste von tuneBag. Wie es sich für eine auf social-networking-basierende Website gehört, kann man mit seinem Freundeskreis auch persönliche Nachrichten austauschen.
Ich habe schon mehrfach von ähnlichen Angeboten gehört und die Neugierde hat mich jetzt bei tuneBag dazu getrieben, mich mal bei einem anzumelden. tuneBag macht auf den ersten Blick einen durchdachten Eindruck. Es gibt mehrere Möglichkeiten Musik hoch zuladen: per Mail, Desktop-Anwendung, Web-Uploader und über die Angabe einer URL mit einer Musikdatei. Wobei mir die Desktop-Anwendung auch nach gut 1,5 Stunden die hoch geladene Datei nicht anzeigt. Bisher am schnellsten arbeitet beim Hochladen der Web-Uploader.
Hört man sich Musik im integrieren Player an, so kann man das restliche Interface weiter benutzen. Das Ganze hat so schon das Look&Feel einer richtigen Applikation. Aber ein paar Probleme gibt es dennoch; vielleicht sind es auch noch Kinderkrankheiten. So scheint z.B. der Miniplayer, der sich in einem seperaten Fenster öffnet, noch nicht zu funktionieren. Auch fehlt es entweder an einer automatischen Aktualisieren-Funktion oder andernfalls sollte ein Aktualisieren-Button her. Denn ein Reload des Browser-Fensters ist bei einer solchen Web-Applikation ziemlich Old School.

Nett ist aber, dass man zu den Interpreten der hoch geladenen Lieder nicht nur Zusatzinfos (zum Teil per per Verweis) geliefert bekommt, sondern auch noch automatisch kleine Bildchen zu jedem Interpreten angezeigt werden. Sogar von so hochgradig independent-mäßigen Interpreten wie Bambi Strikes Back. Und das ohne weiteres zutun von Anwenderseite.
Alles in Allem ist die Funktionweise von tuneBag schon recht durchdacht. Die ID3-Tags der MP3-Dateien werden anstandslos eingelesen und können zudem auch noch editiert werden. Auch haben die Macher von tuneBag weitestgehend (Ausnahme Miniplayer) auf Pop-ups verzichtet und setzen z.B. bei Änderungs- und Upload-Funktionen konsequent auf das Lightbox-Konzept.
Fazit: Nette kleine Web-Anwendung. Noch mit ein paar Problemchen. Aber mir gefällt’s. Wenn sie jetzt noch ein Widget für mein netvibes und für WordPress-Blogs anbieten, bin ich erst mal zufriedengestellt.
von Matthias Zellmer








