Topsy – Die Gesprächsinhaltssuchmaschine

topsy

In der letzten Zeit kamen hier immer häufiger irgendwelche Trackbacks von einer Domain namens topsy.com rein. Als ich dann zur Überprüfung jeweils auf einer Seite mit Tweets landete, dachte ich erst, dass sich da jemand irgendwie automatisiert Traffic mit unseren Inhalten abgreift. Aber bei näherer Betrachtung habe ich dann festgestellt, dass es sich bei Topsy um eine Suchmaschine handelt, die ihre Treffer nicht aus dem Scannen von Webseiten generiert, sondern auf die Verlinkungen in den Konversationen bei Twitter achtet.

Das Beispiel anhand unseres Beitrags über die Pressearbeit bei mixxt.de zeigt recht gut, wie Topsy funktioniert.

Topsy verfolgt einen interessanten Ansatz, da es die Nutzer über die Popularität bzw. Relevanz bei Twitter zu den interessantesten Inhalten bzgl. einer Suchanfrage führt. Auch nett: Man kann bei Suchanfragen, die viele Treffer hat … wie zum Beispiel nach “Zensursula” … die angezeigten Suchtreffer auch auch Zeiträume wie in der letzten Stunde, Tag, Woche oder Monat einschränken.

Weiter bekommt man zudem weiterführende Informationen zum Suchbegriff, wie etwa die relevantesten Twitterer zum Thema und für wie einflussreich Topsy den jeweiligen Twitterer hält.

Ich glaube, dass Topsy da eine spannenden Idee hatte. Denn die so genannten “Streams” der Menschen im Web werden meiner Ansicht nach immer wichtiger und sind zudem das, was uns dem großen Traum nach einer semantischen Suche im Netz wieder etwas näher bringt.

spezify – Begriffssuchmaschine

spezify mit dem Begriff 'Netzlogbuch'

Zu spezify sollte man besser gar nicht viele Worte zu verlieren: Geht auf spezify.com, gebt einen Begriff ein und erlebt das Teil am besten selbst …

Backtweets – Wer twittert was über deine Website?

backtweets

Simple Sache, aber fürs Monitoring der eigenen Aktivitäten im Web nicht ganz uninteressant: Mittels Backtweets kann man sehen, wer was über die eigene (oder sonst irgendeine Website) twittert. Für mich ist der Clou dabei, dass auch die Websites trotz verkürzter URLs á la tinyURL erkannt werden.

Via ibo@twitter

Google strukturiert Blogsuche um

Der allseits beliebte und geachtete Suchmaschinenbetreiber Google hat seine englischsprachige Blogsuche umgebaut. So berichten es digital:next und Golem.

Neu ist vor allem, dass es sich damit nicht mehr um eine klassische Suche handelt, sondern um einen sogenannten Memetracker. Memetracker? Ja, Memetracker … Marco erklärts auf Readers Edition:

Memetracker sind Dienste, die Medien in Echtzeit beobachten und die Nachrichten daraus sammeln. Dabei wird versucht, interessante Storys herauszufiltern. Um das zu ermöglichen, werden meistens Links verfolgt. Auf diese Weise können aktuelle Diskussionen und sich fortpflanzende Gedanken genau beobachtet werden.

Damit kann der Nutzer der Google Blogsuche schneller sehen, welches die angesagtesten Themen in der Blogospäre sind und welche Blogs sich eines Themas angenommen haben. Bekannt sind Memetracker durch solche Diensten wie Techmeme oder Rivva.

02. Oktober 2008
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Yahoo! verspricht via BOSS innovatives Sucherlebnis

Yahoo! verspricht via BOSS innovatives Sucherlebnis

Seit heute stellt Yahoo! Betreibern von Webangeboten die innovative Such-Schnittstelle BOSS zur Nutzung zur Verfügung.

BOSS steht dabei für “Build Your Own Search Engine” und über diese API kann die auf den gesamten Yahoo-Such-Index zugegriffen werden. Die Nutzer von BOSS erhalten bis zu 50 Ergebnisse der Yahoo-Suche im XML- oder JSON-Format und können diese Daten (fast) beliebig weiterverwenden. D.h. Yahoo” muss nicht als Lieferant der Suchergebnisse genannt werden … aber es müssen Yahoo!-Ads in unmittelbarer Nähe angezeigt werden.

Die Web-Suche wird damit zu einem Web-Service … d.h. im Klartext: Auf Basis des Crawling ,der Indizierung, des Ranking und des Relevanz-Algorithmus von Yahoo kann jeder seine eigene Suchmaschine bauen und hat gegenüber bisherigen Modellen den Vorteil die Anzeige der Suchergebnisse komplett ans eigene Layout anzupassen und mit eigenen Inhalten zu versehen.

Weiter zeigt BOSS, dass es im Web einen eindeutigen Trend Loslösen und Austauschen von Daten gibt. Oder um es in Anleihe an Jeff Javis zu sagen:

Do what you do best, and link to the rest

Via techcrunch.com

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