Das Nervtötend-zu-Nützlich-Verhältnis
Auf Signal vs. Noise, dem Weblog der fast schon legendären Webfirma 37signals, hat Ryan Singer neulich seine suckage-to-usage-ratio vorgestellt, die ich einfach mal etwas ungelenk mit Nervtötend-zu-Nützlich-Verhältnis übersetzt habe.
Dieses Verhältnis beschreibt wie wichtig bzw. unwichtig bei einem Produkt (das kann auch eine Website sein) bestimmte Features und ihre Funktionen im Kontext zu allen Features sind. Das von Ryan dazu genannte Beispiel, ist der E-Book-Reader von Kindle. Er hat nach Meinung von Ryan eine lausige und nervig schlechte Tastatur. Dafür kann man auf dem Kindle aber sehr gut Texte lesen. Nun setzt er u.a. diese beiden Sachverhalte in ein Verhältnis zu dem, wie oft er diese Funktion nutzt. Da er in aller Regel auf dem Kindle Texte liest und nur sehr selten was eintippt, bekommt das Kindle ein sehr gutes suckage-to-usage-Verhältnis und das Kindle wird damit zu einem sehr guten Produkt.
Ryan hat sogar eine Rechnung zur suckage des Kindle aufgestellt:
Nach dieser Rechnung macht eine möglichst geringe suckage, ein Produkt zu einem guten Produkt.
Dieses Nervtötend-zu-Nützlich-Verhältnis ist wirklich schön beobachtet und offensichtlich durchaus nützlich. Ich werde versuchen es hier und da mal in meinen Arbeitsalltag und meine Kaufentscheidungen einfließen zu lassen. Nur ein besserer Begriff sollte noch dafür her. Vor allem, wenn ich unseren Kunden über dieses Verhältnis eine Entscheidung nahe legen möchte.
von Matthias Zellmer


