typekit – kurz angeschaut
Mit der CSS-Regel @font-face kann man mit dem Internet Explorer schon seit langem alternative Schriftarten verlinken. Inzwischen unterstützten fast alle der neuen Browser diese Regel, wodurch man im Web bald nicht mehr auf die Standartschriftarten oder Flash-/Bilderlösungen angewiesen sein wird. Das Problem dahinter ist nur, dass die meisten Lizenzen für Schriftarten die direkte Verlinkung im Web nicht erlauben, da man die Schriftarten leicht klauen kann.
Genau hier kommt typekit ins Spiel. typekit bietet mehrere (JavaScript-)Sicherheitsmaßnahmen, womit Web-Lizenzen möglich sind. Je nach gewähltem bzw. gekauftem Paket kann man unter unterschiedlich vielen Schriftarten die passende auswählen und mittels typekit oder CSS auf die Webseite anwenden.
Das Ganze funktioniert sehr schnell und einfach, der größte Nachteil an der Sache ist allerdings, dass @font-face nur mit dem IE und den neusten der anderen Browsern funktioniert. Die älteren (und noch weit verbreiteten) Versionen von Mozilla & Co bekommen nur eine Fallback-Schriftart zu sehen. Auch ist man auf vorgegebene Schriftarten beschränkt und kann keine Eigenen verwenden. Von daher ist typekit eine gute Lösung in der Zukunft aber mit der momentanen Browserkompatibilität noch nicht zu empfehlen.
von Christopher Frühwirth
sayplus1 – Twitternaher Abstimmungsdienst
Nachdem zunächst tendenziell eher Web-Dienste wie Tinyurl oder Twitpic im Dunstkreis von Twitter auftauchen, die es um etwas erweiterte, dass es von Haus aus nicht mitbrachte, erblicken in letzter Zeit vermehrt Web-Dienste das Licht der digitalen Welt, die einen ganz speziellen Zweck erfüllen und Twitter dabei in irgendeiner Form als Traffic-Vehikel benutzen. Zu diesen Diensten würde ich auch sayplus1 zählen.
Bei sayplus1 kann man so genannte Contests anlegen. Dazu braucht man nur einen Twitter-Account, muss sich einen passenden Hashtag ausdenken und einen Preis. Diesen Preis soll die Person gewinnen, die über sayplus1 und Twitter in einem festgelegten Zeitraum die meisten Stimmen bekommt.
Dazu registriert sayplus1 alle nach einem bestimmten Muster gesendeten Tweets. Das Muster sieht folgendermaßen aus:
+1 @twitteraccount #hashtag
So läuft zum Beispiel gerade ein Contest der Safttante bei dem sich eine Saftbox der Kelterei Walther gewinnen lässt. (Ich habe einfach mal für @tontaube abgestimmt, dann hab ich auch noch Chancen was von dem Saft ab zu bekommen.) Wie man an diesem Beispiel sieht, ist sayplus1 auch für Marketing-Maßnahmen nicht ganz ungeeignet.
Ich jedenfalls bin schon sehr auf den nächsten Web-Dienst gespannt, der sich die Popularität und die Funktionsweise von Twitter zu nutze macht.
von Matthias Zellmer
FlockDraw – Die Meute malen lassen
Gestern tauchte auf Spreeblick plötzlich ein Flash-Tool namens FlockDraw auf. Die Bedienung von FlowDraw erinnert stark an Microsofts Malprogramm Paint, nur dass hier bis zu 10 Leute gleichzeitig malen können. Das kann sehr schön und kreativ, aber auch extrem destruktiv sein.
Ich habe mir dann einfach mal den Spaß erlaubt, eine neue FlockDraw-Session zu starten und bei Twitter zu posten. Über Stunden hinweg wurde von da an fleißig gemalt, übermalt, sich gefreut und aufgeregt. Es gab auch zeitweise tolle Zwischenergebnisse, wie im Bild oben zu sehen.
Eine interessante Momentaufnahme habe ich hier rausgezogen:

Interessant auch deshalb, weil wenige Augenblicke später das Ganze so aussah:

Welch eine Faszination von einem doch so simplen Kollaborationstool ausgehen kann. Vor allem in Zusammenhang mit der Tatsache, dass keine Chefs oder Administratoren gibt, und alle anonym unterwegs sind. Manchmal tun sich einige zusammen und schaffen etwas, dann wiederum kommen andere und zerstören es wieder. Ich bin zugegebenermaßen ziemlich begeistert und beobachte gerne weiter …
von Matthias Zellmer
Listen der Woche

Heute gibt es mal eine Sammlung einiger interessanter Listen, die mir in dieser Woche über den digitalen Weg gelaufen sind.
10 Tools um Social Profiles zu verwalten
Stefan Petersen zeigt auf web-ideas.de, wie wichtig es inzwischen geworden scheint, sich seinen Überblick bei den ganzen Social Networks zu bewahren.
10 kostenlose SEO-Analyse Tools im Check
Peer Wandiger ist zwar kein SEO-Profi, aber trotzdem … oder vielleicht auch gerade deshalb … fand ich seinen Artikel, über die von ihm analysierten kostenlosen SEO-Tools, besonders lesenswert.
Best of November 2009
Die 10 besten Designs bzw. Designideen des jeweils vergangenen Monats listen sie bei Yanko Design regelmäßig auf. Auch in diesem Monat sind ein paar besondere Highlights dabei. Wobei mein persönlicher Favorit, der Three Dee Power Socket, auf “nur” Platz 3 gelandet ist.
10 günstige Alternativen zu Photoshop
Dirk Metzmacher hat sich auf drweb.de mit günstigen Alternativen zu Photoshop auseinandergesetzt. Mein persönlicher Favorit Fireworks ist auch dabei, das kostenlose und freie GIMP jedoch leider nicht.
Und jetzt noch die bemerkenswerteste Liste, die in dieser Woche in meinen RSS-Reader reinflatterte:
200 in 2000
Dieser Blog-Beitrag von Saripari auf dragstripgirl.de macht auf mich fast schon den Eindruck einer journalistischen Fleißarbeit. Die 50 besten Songs der letzten 10 Jahre aufzulisten, wäre schon großes Kino gewesen. Saripari listet aber ihre 200 Nuller-Lieblingslieder auf. Und nicht nur das, zu einigen ausgewählten der Plätze 200 bis 51 und zu allen von Platz 50 bis 1 schreibt sie auch noch etwas … inklusive direktem Anhören im Player. Respekt!
von Matthias Zellmer
CrunchPad gescheitert
Im Juli 2008 schrieb Michael Arrington von TechCrunch einen Beitrag, in dem er sich einen Tablet-Computer wünscht, der sich per TouchScreen bedienen lässt und der vornehmlich zum Surfen im Web dienen soll. Seit diesem Beitrag haben wir mehr oder weniger vollständig die Entwicklung des CrunchPads verfolgt.
Im gleichen Beitrag rief Arrington die Entwicklergemeinde und Firmen auf, sich bei ihm zu melden, wenn Interesse daran bestünde, an der Umsetzung eines solchen Geräts mitzuarbeiten. Wichtig waren Arrington von Anfang an ein günstiger Anschaffungspreis (anfangs 200$, später 300$) und dass das Gerät so weit wie irgend möglich Open-Source ist.
In den letzen eineinhalb Jahren wurde aus der ersten Idee ein Gerät, dessen Hardware und User-Interface sich laut Arrington wirklich sehen lassen konnten und das ersten Test-Nutzer wirklich Freude zu bereiten schien. Für den 20.November war die Einführung des CrunchPads geplant, die Massenproduktion sollte 2010 beginnen.
Eine Vielzahl von Kooperationspartner wie zum Beispiel Intel unterstützen das Projekt, um einen günstigen Anschaffungspreis zu ermöglichen und dem TechCrunch-Team den Vertrieb des CrunchPads so einfach wie möglich zu machen.
Am 17.November wurde dann das vorläufige Ende des CrunchPads besiegelt: Die Partner-Firma Fusion Garage, die schließlich die Hardware-Entwicklung übernommen hatte, benachrichtigte TechCrunch, dass die Anteilseigner der Firma beschlossen hätten, das Gerät ohne weitere Beteiligung von TechCrunch vertreiben zu wollen.
Aber sowohl das geistige Eigentum am CrunchPad, wie auch die Marke CrunchPad gehören TechCrunch. Doch dies reicht scheinbar rechtlich nicht aus, um das Gerät seitens TechCrunch mit einem anderen Partner weiter produzieren zu dürfen. Ebenso wenig gestattet es die rechtliche Lage wohl (zum Glück) Fusion Garage, das CrunchPad ohne Einwilligung von TechCrunch weiter zu produzieren.
In seinem Beitrag zum Scheitern des CrunchPads bringt Arrington immer wieder seine Enttäuschung und Trauer darüber zum Ausdruck, dass ein Projekt, für das sich so viele unterschiedliche Partner ohne Profitgedanken eingebracht und begeistert haben, an den (ich nehme doch einmal stark an monetären) Bestrebungen der Anteilseigner von Fusion Garage scheitert.
Und das sehe ich ganz genauso wie er!
von Katrin Schneider
Webzeugkoffer

Was ist jetzt eigentlich besser, produktiver, effizienter, effektiver, schöner, erfolgreicher, usability-optimierter oder auch einfach nur webzwonulliger? Blogs, Mircoblogs, Mini-Blogs, Social Networks, Social Media, Social Web, Instant Messenger, Googles Wellen, iPhone, E-Mail oder, oder, oder …
Tagtäglich lese ich in meinem RSS-Reader über Meinungen, Diskussionen und Erkenntnisse, die uns von der neuen, direkt vor unserer Tür stehenden Vormachtstellung von diesem und jenen Tool, Gadget oder Dienst berichten. Doch nur allzu oft kommen mir das so vor wie ein, mir zum Glück noch nicht untergekommener Vergleich in Richtung “ist ein Kühlschrank nützlicher als ein Auto?”.
Doch mit was wir es bei den auf dem Internet aufbauenden Technologien zu tun haben, sind schlichtweg Werkzeuge. Viele stehen in Konkurrenz, zum Teil auch ungewollt und auch oft nur teilweise. Einige ergänzen sich und andere nicht. Und was noch hinzukommt, bei jedem Nutzer ist die eingesetzte Kombination der Werkzeuge unterschiedlich. Viele stehen auch in Konkurrenz zu nicht internet-basierten Werkzeugen oder Medien. So kann ein Instant Messanger mit Videofunktion in Konkurrenz mit einem Auto stehen, wenn dadurch Autofahrten vermieden werden. Und so kann Twitter in Konkurrenz mit dem Mobiltelefon stehen, wenn eine Direct Message statt einer SMS schickt.
Jedoch fahren viele Menschen weiterhin Auto und schreiben SMS. Diese Konkurrenz ist im Prinzip eine Erweiterung des Spektrums. Allerdings bedeutet auch jede Spektrumserweiterung, dass es auf den jeweiligen Märkten enger wird. Aber das ist dann wiederum ein anderes Thema.
Es bleibt also nur, für sich persönlich zu schauen, welche Tools man aus dem “Webzeugkoffer” man in welchen Situationen auspacken und nutzen will. Und eins noch: In Ermangelung eines Hammers, habe ich auch schon mal einen Nagel mit eine Zange eingeschlagen … ging auch.
von Matthias Zellmer
Vidcast: Was ist nun eigentlich Googles Chrome OS?
von Matthias Zellmer
oneforty – Webverzeichnis für Twitter-Apps
Ich frage mich gerade, ob Twitter ohne die vielen, es erweiternden Programme und Web-Anwendungen nur die Hälfte oder noch weniger Wert wäre. Ist ja auch egal. Denn klar ist, dass Web-Apps wie bit.ly und Twitpic Twitter um zentrale Funktionen erweitern und Plattform-Apps wie Tweetie fürs iPhone oder twhirl für Desktops die “Use Experience” von Twitter deutlich steigern.
Darum ist das Twitter-App-Verzeichnis oneforty auch ein absolutes Muss für alle Twitterianer. Denn dort findet man zahlreiche Twitter-Apps … nach Plattform, Popularität oder Anwendungszweck sortiert und ausführlich beschrieben, sowie durch anderer Nutzer bewertet und kommentiert.
Eine tolle Website! Und die SaftTante Kirstin Walther … bei der ich den Tipp gefunden habe … hat völlig recht, wenn sie im Bezug auf oneforty von einer Stöbergarantie schreibt.
von Matthias Zellmer
Visible Tweets – Tweets stilistisch wertvoll visualisieren
Gerne werden zum Beispiel auf Veranstaltungen im Web-Umfeld die Tweets zu der selben via Beamer auf eine Wand projiziert. So können die Besucher mitbekommen, was gerade bei Twitter über die Veranstaltung veröffentlicht wird. Darum gibt es inzwischen auch schon zahlreiche Web-Tools zur Visualisierung von Tweets. Einen etwas verspielteren Ansatz, als die meisten anderen, so genannten Twitterwalls, hat dabei Visible Tweets.
In bunten Farben, animiert und mit Darstellungsarten “Letter by letter”, “Rotation” und “Tag Cloud” bringt Visible Tweets ein bisschen Leben in die oftmals etwas langweilige Art, Tweets zu präsentieren. Alles in allem nichts Großes, aber soch ganz nett … und vor allem mal was anderes.
von Matthias Zellmer
Handschriftdeutung … online
Es soll ja Unternehmen geben, die von allen potentiellen Mitarbeitern erst einmal Handschriftproben zu einem Graphologen schicken, um ein weiteres Entscheidungskriterium bei der Stellenvergabe zu haben. Wer also mal schauen möchte, wie der Charakter die eigene Handschrift geprägt hat, kann dies mal auf die Schnelle bei der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung machen: Deuten Sie Ihre Handschrift.
Interessanterweise ist dieser Online-Handschrift-Test bei der Süddeutschen in der Kategorie Job & Karriere zu finden. Zudem habe ich mich in meinem Test-Ergebnis schon zu einem großen Teil wiedergefunden. Und selbst?
von Matthias Zellmer







