Mockingbird – Online-Wireframe-Tool

mockingbird

Vor zwei Tagen wurde das kostenfreie Online-Wireframe-Tool Mockingbird gelauncht. Ich hab es heute Morgen ein wenig getestet und muss sagen, dass ich echt schwer beeindruckt bin.

Mockingbird selbst spricht von “Wireframes on the fly”, und genau das macht dieses Tool. Und das sehr überzeugend. Manchmal wundert man sich schon, was so eine Web-Applikation inzwischen alles kann. Drag’n'Drop, Tastaturkürzel wie Strg+C und Strg+V, Elemente aneinander ausrichten und vieles mehr, verleiht dem Nutzer hier ein echte Desktop-Feeling.

Auf die Schnelle habe ich mal den oberen Teil dieses Blog nachgebaut, die man natürlich per URL verbreiten oder per iframe anbinden kann:

Mockingbird stellt die zentralen UI-Elemente einer Website zur Verfügung und lässt den Nutzer mehrere Seiten pro Projekt anlegen. Diese können dann auch untereinander verlinkt werden. Dazu zieht man die Page aus der Box oben links auf den Link. Fertig. Das Ergebnis kann man sich dann im Preview-Modus (siehe oben) ansehen. Weiterhin lassen sich einzelne Elemente gruppieren und in der Größe anpassen. Leider kann man bei Text-Elementen nur die Schriftgröße anpassen und keine Auszeichnungen wie fett oder kursiv vornehmen. Auch wäre es nett, wenn man in einem Text auch mal einen Link setzen könnte. Kann ja noch kommen.

Kleines Detail noch am Rande. Vor ein paar Tagen habe ich auf dem Blog uxzentrisch an einer Diskussion über Anmelde- und Registrierungselemente teilgenommen. Interessanterweise ermöglicht Mockingbird das Anmelden bzw. Registrierungen genau in der dort von mir vorgeschlagenen Art und Weise. Dort bekommt man erst einmal nur ein Formular und wenn die eingegebene Mail-Adresse unbekannt ist, wird das Anmeldemodul um ein Feld zu Passwortbestätigung erweitert und somit zur Registrierung. Sehr innovativ, wie ich finde.

mockingbird_reg

Allgemein macht Mockingbird auf mich schon einen sehr ausgereiften Eindruck und verblüfft durch sein ausgereifte Interface. Respekt!

Ruflotse – Social Media Monitoring Dienst

ruflotse

Firmen, die unter den Begriff PR nicht nur Public Relation, auch als also Public Reaction verstehen bzw. verstehen wollen, kommen an dem Thema Social Media Monitoring nicht vorbei.

Es gibt einige Wege, wie man dem Web-Volk “auf Maul schauen” kann. Heinz Grünwald hat diesbezüglich schon Anfang des Jahres eine Zusammenstellung auf UnderTheShower veröffentlicht. Inzwischen sind sicher noch so einige weitere Dienste hinzugekommen … wie jetzt zum Beispiel auch Ruflotse.

Ruflotse ist der kostenpflichter Social Media Monitoring Dienst von den Machern des Eigenmarketing-Dienstes myON-ID. Was schon mal zeigt, dass sich sie sich mit dem Themengebiet auskennen.

Mehr Infos gibt es bei netzwerkig.com

pip.io – das Social Web Betriebssystem

pipio

Gestern war wohl der Tag, an dem die große Masse der Geeks und Early Adopters auf pip.io aufmerksam wurde. Denn gestern wurden auf Twitter, Facebook und Co fleißig Einladungen für die Beta-Version dieser Webanwendung verteilt, die ich am ehesten als Social Web Betriebssystems klassifizieren würde.

Zunächst einmal liegt der klare Fokus von pip.io darauf, eine Oberfläche zu bieten, die unterschiedliche Kommunikationsarten und -tools im Social Web bündelt. pip.io bringt von sich aus eine twitterartige Timeline, die mit einigen komfortablen Funktionen versehen wurde. So ist es zum Beispiel möglich die Konversationen mit einer seiner Kontakte (via Reply), die sich bei Twitter unstrukturiert verteilt, sich auch noch mal gebündelt anzeigen zu lassen. Auch ein simples Chatten mit einer Person ist möglich. Zudem kann man bei pip.io auch direkt Bilder, Links und Dateien in seine Nachricht einbinden.

pip.io verfügt zudem über ein Application-Bereich. Hier lassen sich unter anderem Twitter- und Facebook-Accounts anbinden, Youtube-Videos abspielen und eine Art Feedreader einrichten. Schick ist bei pip.io, dass wenn man ein Chat-Fenster oder ein Youtube-Video öffnet, es sich in einem frei verschiebbaren Layer über die Seite legt und man im Hintergrund weiterkommunizieren kann.

Weitere Funktionen sind zum Beispiel die Channels, mit denen sich der Nachrichtenstrom der Kontakte kanalisieren lässt und die Rooms, mit denen sich in geschlossenen Bereichen mit ausgewählten Kontakten kommunizieren lässt.

Einen Eindruck über das Look & Feel von pip.io soll der folgende Screenshot vermitteln:

pipio_screen

Wie zu sehen ist, wirkt pip.io recht bunt und kleinteilig. Mit Sicherheit wäre es sinnvoll, wenn die Macher recht bald Themes für ihr Web-Tool oder zumindest einige Personalisierungsmöglichkeiten anbieten würden. Ein weiterer Kritikpunkt ist eine gewisse Unübersichtlichkeit, die auch der großen Funktionsvielfalt zu zuschreiben ist.

Mir sind gestern einige Äußerungen untergekommen, die versuchten pip.io einzuordnen: Von Facebook- bzw. Google-Wave-Killer bis hin zu ein weiteres Plurk. Wobei es sich bei Plurk um eine sehr visuelle Art des Twitterns handelt, die als sie auf kam als großer Twitter-Konkurrent galt, sich aber nicht durchsetzen konnte.

Für meinen Teil finde ich pip.io einen interessanten Ansatz, der mit eine paar guten Ideen und Funktionen daherkommt. Doch habe auch ich so ein Gefühl, dass es für eine solche Art von Web-Tool vielleicht noch etwas zu früh ist. Beziehungsweise, dass für die Macher von pip.io noch ein paar Hausaufgaben zu machen sind, gerade im Bereich Usability und bei der Optik.

Nachtrag: Ein paar Einladungen habe ich übrigens noch. Wer Interesse hat: Einfach einen Kommentar hinterlassen. Ich schicke dann solange der Vorrat reicht, Einladungen an die im E-Mail-Feld einzutragende Adresse.

StepMap – Karten für den eigenen Gebrauch

stepmap

Manchmal braucht man eine Karte auf einer Webseite. Und oft muss es gar nichts besonderes sein. Grob ein Land oder eine Region angeben, dann ein paar Karten bezogene Infos drauf und gut ist es. Na schön, jetzt sollte die Karte vielleicht noch zur CI passen.

Wer dieses und ähnliche Anforderungen an eine oder mehrere Karten für die eigene Website hat, sollte ich mal Stepmap anschauen:

Mit wenigen Mausklicks zur Wunschkarte. Region wählen, Design personalisieren und mit Texten, Videos und Bildern hinterlegen.

Hier ein kleines Beispiel für eine von mit erstelle Stepmap-Karte:

seitenblick in BaWü
Landkarten erstellen mit StepMap
StepMap
seitenblick in BaWü

Das Ganze gibt es dann dort auch in schön und informativ … wenn man mag ;-)

Firefox Erweiterung versteckt die Menüleiste

menuhide

Mein Lieblingsbrowser ist der Firefox von Mozilla. Ein Grund, warum ich diesem für mich ziemlich zentralen Stück Software sehr zugetan bin, ist seine wunderbare Erweiterbarkeit durch Add-ons. Jetzt habe ich eine Erweiterung aufgetan, die den Firefox um eine Funktion erweitert, die mir in der Regel etwas weg nimmt. Aber nur so lange, wie ich es will: Die Menüleiste.

Das Add-on disablemenu blendet die Menüleiste nach einem frei festlegbaren Zeitintervall aus und auf Wunsch wieder ein. Dazu muss man nur mit der Maus an die Stelle ziehen, in der sich das Menü eigentlich befindet. Zudem kann man auch einen Shortcut festlegen, der das ausgeblendete Menü wieder sichtbar werden lässt.

Dass die Menüleiste da oben so viel Platz weg nimmt, scheint auch andere zu stören. Denn in der Firefox Add-ons-Bibliothek gibt zahlreiche Erweiterungen, die sich diesem Thema annehmen. Die meisten davon verlagern das Menü zu den Steuerfunktionen in der Navigationsleiste. Mein Favorit ist allerdings disablemenu, denn wenn ich etwas selten brauche, dann möchte ich darauf bei Bedarf zwar schnell zugreifen können, aber ansonsten kann es sich ruhig unsichtbar machen.

Bei Skype-Videoanruf Bildschirminhalt anzeigen

skype_screen

In der am 12. Oktober erschienen 4.1er Version von Skype für Windows wurde eine für mich sehr interessante Neuerung eingeführt. Das von Skype als Bildschirmfreigabe bezeichnete Feature, ermöglicht es in einem Skype Video-Anruf dem Gegenüber den Inhalt des eigenen Bildschirms anzuzeigen.

Dies geht als Vollbild oder auch als frei wählbarer Ausschnitt, der zudem jederzeit veränderbar ist. Dazu muss man eine Video-Anrufverbindung aufbauen und über den kleinen runden Pfeilsymbol-Button rechts von der Lautstärkereglung die Option “Bildschirminhalt übertragen” auswählen, um dem Angerufenen seinen Bildschirminhalt anzeigen. Dabei sieht das Gegenüber wie bei einem Screencast die ganzen auf dem Bildschirm dargestellten Interaktionen mit dem eigenen Rechner.

Eine praktische Sache wie ich finde. So kann man zum Beispiel live sehen, welche Probleme das Gegenüber bei der Nutzung der eigenen Software bzw. Website hat und erspart sich so unter Umständen viele E-Mails oder langwierige Erläuterungen am Telefon.

Text 2.0 – der Text, der mitdenkt und reagiert

In Kaiserslautern am Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz arbeiten sie am Text 2.0.

Dieser Text bekommt im Prinzip mit, dass und wie er gelesen wird. So werden etwa beim schlichten Lesen und ohne Steuerung mittels irgendwelcher Eingabegeräte fremdsprachige Wörter, auf denen das Auge etwas länger verweilt, übersetzt oder vorgelesen, um die Aussprache zu lernen. Auch ist es bei Text 2.0 möglich bei einem Text, der nur überflogen wird, automatisch nur die relevanten Schlüsselwörter des Textes darzustellen.

Die Entwickler sprechen auch von “augmented reading” … also vom “erweitertem Lesen”. Im Prinzip ist diese via Eyetracking realisierte Technologie eine logische Weiterentwicklung des Hypertext-Prinzips, welches die Grundlage für das World Wide Web ist. Robert Basic meinte via Twitter dazu:

Damit mag er durchaus recht haben. Ich nutzte heute schon regelmäßig die beim Firefox-Plugin Google Toolbar eingebaute Funktion, mir englische Wörter im per Mouseover übersetzen zu lassen. Und vor allem vermisse ich sie bei englischsprachigen Texten, die ich nicht im Browser lese.

translate

Wer nun neugierig auf Text 2.0 geworden ist, dann auch text20.net mehr darüber erfahren.

Websites auf ihre Mobil-Tauglichkeit prüfen

mobilechecker

Wenn wir Websites auf ihre Tauglichkeit im Bezug auf ihre Nutzung mit mobilen Endgeräten testen, dann nutzen wir dazu in aller Regel entweder direkt den mobileOK Checker vom W3C oder das mobiReady Testing Tool.

Bei beiden Tools sollte man aber ausreichend Englisch können und die meisten, der zahlreichen Infos zur Optimierung der Mobil-Darstellung sind nur für versierte Entwickler wirklich verständlich.

Ich persönlich finde mobiReady etwas schicker, auch wenn sie bei den beispielhaft ausgewählten Handys für die emulierten Vorschauen das iPhone nicht dabei haben. Kommt aber bestimmt noch…

Produkte für ehemalige YPS-Leser

gimmicks

Als Kind habe ich ja begeistert YPS gelesen und erinnere mich noch gerne an Gimmicks wie etwa die Springbohnen oder die Solardusche. Kein Wunder, dass ich immer wieder gerne auf den Websites hängen bleibe, die Produkte auflisten, die was von Gimmicks an sich haben. Ein besonders schönes Exemplar solcher Websites ging heute morgen bei Twitter rum:

Via Luca@Twitter

30. September 2009
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

YOURLS – weiterer selbst gehosteter URL-Verkürzer

yourls

Nachdem der hier neulich vorgestellte URL-Verkürzungsdienst Shorty nach genauerem hinsehen keinen besonders guten … sprich: sicheren … Eindruck hinterlassen konnte, möchte ich heute mit YOURLS einen weiteren selbsthostbaren URL-Verkürzer in Spiel bringen.

YOURLS ist aber nicht nur ein Dienst, der URLs verkürzen kann, er kommt auch mit einer eigenen API daher und es gibt ihn zudem schon fix und fertig als WordPress-Plugin.

Ich hoffe mal, dass er auch sauber implementiert ist und dadurch weniger Angriffsflächen bietet, als es Shorty scheinbar tut.

schließen